Logoentwicklung

Abschlussprüfung Mediengestalter 2014

Abschlussprüfung Mediengestalter 2014


Janine Huber
Diese Karteikarten behandeln die Grundlagen der Logoentwicklung und sind für Berufslehrlinge konzipiert. Sie decken Themen wie die verschiedenen Prinzipien der Logo-Gestaltung, die Bedeutung von Corporate Identity und die Unterschiede zwischen verschiedenen Logotypen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Designer und Marketingfachleute, die lernen möchten, wie man effektive und einprägsame Logos entwirft.
Flashcards
11
Students
11
Language
German
Category
Marketing
Created / Updated
05.05.2014 / 23.02.2026

Flashcards

Welche Gestaltungsregeln sind beim Entwurf eines Logos zu beachten?

- Verständlichkeit

- Unverwechselbarkeit

- Einprägsamkeit

- Reproduzierbarkeit

- Zeitlos

- Reduziert

- Geschlossene Gesamtform

- Skalierbarkeit

- Medienkompatibilität

- Formsprache

Beim kombinierten Logo sind verschiedene Positionierungen zwischen Wortzeichen und Symbol möglich.

Wie heißen die einzelnen Prinzipien, die die Positionierung beschreiben?

- Lok-Prinzip: Das Grafikelement steht vor dem Textelement und zieht das Wort- oder Zahlzeichen wie eine Lokomotive.

- Schub-Prinzip: Das grafische Element steht (meist zentriert) über dem Textelement.

- Anker-Prinzip: Das Grafikelement ist unter dem Wortzeichen.

- Triebwagen-Prinzip: Das Bildzeichen ist im Hauptelement integriert. Dabei sollte sich das Textelement harmonisch teilen lassen.

- Insel-Prinzip: Text- und grafisches Element sind (durch Rahmen und Linien) deutlich voneinander getrennt.

Welcher Unterschied besteht zwischen Brand, Logo und Signet?

Brand:

- Marke oder Warenzeichen

- rechtlich geschütztes Zeichen

Logo:

- dient Identifikation eines Unternehmens

- beinhaltet Buchstaben

- Ergänzung durch Bildzeichen

Signet:

- Bildmarke ohne Buchstaben
 

Bei der Frage nach einem Firmenlogo bekommen Sie vom Kunden die Antwort, dass er keines benötigt.

a) Überzeugen Sie ihn mit argumenten vom Zweck eines Firmenlogos

b) Erläutern Sie ihm den Unterschied zwischen einem Piktogramm und einem Logo

a) Das Firmenlogo repräsentiert die Institutuion, schnellere visuelle Erfassbarkeit, hoher Wiedererkennungswert, Abhebung von der Konkurrenz

b) Ein Piktogramm ist ein allgemein verständliches Symbol (z.B. Toilettenmännchen)  mit internationalem Charakter, das Logo dagegen die Visualisierung eines Unternehmens.

Wie kann man Logos nach der Gestaltungsart unterteilen?

Bildzeichen (auch: Signet):

- nur aus grafischen Elementen

- Nachteil: häufig nicht eindeutig

Wortzeichen:

- nur Text

- Nachteil: weniger einprägsam, nicht international verständlich

Zahlenzeichen:

- nur Zahlen

- Vor- & Nachteil: sehr abstrakt, häufig schelcht einprägsam

Buchstabenzeichen:

- nur einzelne Buchstaben

- meist die Anfangsbuchstaben einer längeren Firmenbezeichnung

- Nachteil: Verwechslungsgefahr durch Buchstabendreher (BMW - MBW)

Kombi-Zeichen:

- bestehen aus Wörtern, Zahlen und grafischen Elementen

- Vorteil: einprägsam, eindeutig
 

Corporate Identity wird häufi g als die Summe der folgenden Komponenten beschrieben:
• Corporate Behaviour
• Corporate Design
• Corporate Communications
Erklären Sie diese Komponenten.

Corporate Behaviour:
Das bedeutet, dass die Ausrichtung aller Verhaltensweisen der Unternehmensmitglieder, ob Topmanager
oder Pförtner, schlüssig und damit widerspruchsfrei sein müssen.


Corporate Design:
Es ist das visuelle Konzentrat eines inhaltlichen Konzeptes für Kommunikation und Wahrnehmung in der
Öffentlichkeit und besteht aus 3 Grundelementen: Logo, Farbe und Schrift.


Corporate Communications:
Es ist die koordinierte Kommunikation, strategisch geplant, einheitlich und widerspruchsfrei Ziele und
Botschaften eines Unternehmens in- und extern zu transportieren. Die Kommunikationswege und
-produkte werden dabei passgenau in die Elemente des CDs integriert.

1. Das Unternehmen Leonardo ist ein führender Anbieter von Glas- und Porzellanartikeln in Europa. Das
Logo wurde überarbeitet.
a) Benennen Sie die vorgenommenen Veränderungen.
b) Beurteilen Sie die beabsichtigte Wirkung des Redesign anhand Ihrer Antwort aus a).
c) Nennen Sie vier allgemeine gestalterische Anforderungen an ein Logo.
 

a)
• quadratische Form wurde durch abgerundete Ecken abgelöst
• Schriftart wurde verändert, Buchstaben sind von rechteckiger Formgebung
• Wolke wurde abstrahiert
• zwei Wolken wurden zu einer zusammengefasst
• Platzierung der Wolke wurde verändert
• Veränderung des Farbtons
(mehr Antworten sind möglich)
b)
• durch abgerundete Ecken wirkt es moderner und spricht Jüngere an
• druch Trennung von Text und Bild ist die Reproduzierbarkeit gegeben
• durch das Weglassen von zwei Wolken ist das Logo einprägsamer -> als Icon verwendbar
(mehr Antworten sind möglich)
c)
• Wiedererkennungswert
• Einprägsamkeit
• Reproduzierbarkeit
(mehr Antworten sind möglich)

2. Die Baufirma Wolff möchte ihr Firmenlogo durch Ergänzung eines Bildzeichens visuell aufwerten.
a) Nennen Sie vier allgemeine gestalterische Kriterien, die bei der Logoerstellung zu beachten sind.
b) Zeichnen Sie unter Verwendung einfacher grafi scher Formen das zu ergänzende Bildzeichen und begründen
Sie Ihre Vorgehensweise..

a)
• Zeitlosigkeit
• Seriösität
• Klare Erkennbarkeit
• Bezug zum Aufgabenfeld der Firma
• ...


Anregung zur Berwertung der grafischen Lösung

3. Der Reifenhändler Michael Wöhry („Reifen-Wöhry - meine Wahl“) möchte ein neues Firmenzeichen bei
Ihnen entwickeln lassen. Der im ländlichen Raum Niederbayerns angesiedelte Betrieb möchte sich als
modern und innovativ darstellen, er ist stolz auf sein breites Angebot im Bereich Reifen und Fahrwerkoptimierung
für Pkw.
a) Erstellen Sie auf Grundlage der genannten Firmenaussagen eine morphologische Matrix, mit der Sie
aus dem Namen und den thematischen Aspekten vielfältige Gestaltungsideen entwickeln.

z.B.

4. Im Zuge des Relaunches des CD wurde im Jahr 2008 für den Kurort Bad Bevensen ein neues Logo eingeführt.
a) Nennen Sie zwei allgemeine Gestaltungkriterien für den Relaunch eines Logos.
b) Bewerten Sie die Logomodifikation anhand der zwei Kriterien aus a).

a)
• Wiedererkennbarkeit/Ähnlichkeit zum Vorgänger
• Anpassung an Zielgruppe
• verbesserte Merkfähigkeit
• zeitgemäße Gestaltung
• Eyecatcher verstärken
• Unterscheidung zu Mitbewerbern

6. Der Ortsverband des Technischen Hilfswerk in Oberhausen hat die Erstellung eines Logos in Auftrag
gegeben. Als Grundlage der Neugestaltung dienen die Logos des THWs und der Stadt Oberhausen.
Der Auftraggeber wünscht die Zusammenführung bzw. Einbindung beider Symbole, wobei es im eigenen
Ermessen liegt, wie weit eine Verfremdung durchgeführt wird.
Scribbeln Sie hierzu zwei unterschiedliche Varianten.

z.B.

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