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Repertorium Probst
Repertorium Probst
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Cartes-fiches
Buchhalterische Regelwerke?
- Swiss GAAP FER
- IFSR / IAS -> für börsenkotierte Unternehmen
- OR: Ab Art. 957 -> Neu ab 01.01.2013
Zweck der Buchführungsvorschriften? (Art. 958 OR)
- Feststellung der Vermögenslage
- Feststellung der Finanzierungslage
- Feststellung der Ertragslage
-> Aussenstehender soll einen möglichst umfassenen Einblick in die wirtschaftliche Lage des Unternehmers ermöglich werden.
Wer ist Buchführungspflichtig nach NRL-Gesetz? (Art. 957 OR)
Welches sind die Einschränkungen?
- alle juristischen Personen, Stiftungen und Vereinbe mit HR-Eintrag
- bis 20 Mio. Bilanzsumme / 40 Mio. Umsatz nur eingeschränkte Revision - danach ordentliche Revision
- Einzelfirmen und Personengesellschaften
- bis CHF 100'000 Umsatz/Jahr -> Milchbüchlirechnung ohne Abgrenzungen und Revision
- bis CHF 500'000 Umsatz/Jahr -> Milchbüchlirechnung mit Abrechnungen aber ohne Revision
- ab CHF 500'000 Umsatz/Jahr -> Buchführung gemäss RLG
Welchen Umfang muss die Buchführung haben? (Art. 957a Abs. 3 und 4)
- ordnungsgemäss in schriftlicher, elektronischer oder vergleichbarer Weise, damit der gesetzliche Auftrag erfüllt werden kann
- chronologische Ablage der Belege
- chronologische und sachologische Verbuchung auf einen sachologischen KMU Kontenplan
- Archivierung und Aufbewahrung der Akten
Aufgaben des Rechnungswesen?
- Dokumentation der Geschäftsvorfälle und Steuergrundlage -> Massgeblichkeitsprinzip
- Rechenschaftsablegung
- Entscheidungsfindung -> Ausschüttung
Grundsätze der ordnungsgemässen Buchführung? (Art. 958c OR)
- Klar und verständlich
- vollständig
- verlässlich
- das Wesentliche enthalten
- vorsichtig
- bei Darstellung und Bewertung stets die gleichen Masstäbe
- Nettoprinzip (Aufwand/Ertrag und Aktiven/Passiven dürfen nicht miteinander verrechnet werden)
weiter:
- Nachprüfbarkeit
- Aufbewahrungspflicht
- Offenlegung und Einsichtnahme
Funktionen des Jahresabschlusses?
- Informationsfunktion
- Rechenschaftsfunktion
- Ausschüttungsbemessung
- Steuerbemessungsfunktion -> Massgeblichkeitsprinzip
Gliederung Bilanz
AKTIVEN
- Umlaufvermögen
- Flüssige Mittel und Wertschriften mit Kurswerten
- Forderungen
- Vorräte
- Aktive Rechnungsabgrenzung
- Anlagevermögen
- Sachanlagen
- Immobilien
- Immaterielle Werte (Patente, Rechte)
PASSIVEN
- Fremdkapital
- kurzfristiges Fremdkapital (Kreditoren, kurzfristige Verbindlichkeiten, TP, kfr. Rückstellungen)
- langfristiges Fremdkapital (langfr. verzins. Verbindlichkeiten, Rückstellungen
- Eigenkapital
Gliederung der Erfolgsrechnung
3 Erlöse aus Lieferungen und Leistungen, betrieblicher Ertrag
4 Material- und Warenaufwand (getrennt vom übrigen Aufwand)
5 Personalaufwand
6 übriger betrieblicher Aufwand
7 Betrieblicher Nebenerfolg
8 Betriebsfremder Ertrag, ausserordentlicher und/oder einmaliger Aufwand und Ertrag
9 Abschluss
Buchungsbeispiele für Sollstellung von Mieten
- Sollstellung Mietzinse
- Zahlungseingang Mieter
- Akonto Heizkosten
- Akonto Betriebskosten
- Garagenplätze
- Kleiner Unterhalt
- Mietersammelkonto / Liegenschafen/Mietertrag
- Bank / Mietersammelkonto
- Mietersammelkonto / Mieterakonto Heizkosten
- Mietersammelkonto / Mieterakonto Betriebskosten
- Mietersammelkonto / Mietertrag Garagen
- Mietersammelkonto / Reparaturaufwand
-> Die Zahlungen erfolgen jeweils über die Bank an Mietersammelkonto
Buchungen des Mietersammelkontos per Ende Jahr bzw. Anfangs Jahr?
per 31.12.:
- Guthaben von Mietern (1100 Guthaben von Mietern / Mietersammelkonto)
- Vorauszahlungen von Mietern (Mietersammelkonto / 2010 Mietervorauszahlungen)
per 01.01.:
- Mietersammelkonto / 1100
- 2010 / Mietersammelkonto
-> Die Konten 1100 (Guthaben) und 2010 (Vorauszahlungen) werden während des Jahres nicht bebucht)
Buchungen für den Jahresabschluss, damit das Periodizitätsprinzip gewährleistet ist?
- Inventar erstellen (Buchung über das Konto Vorräte)
- Aufwände und Erträge werden in jenem Jahr gebucht, in welchem Sie anfallen (TA / TP Buchungen)
Buchung der direkten Abschreibung? Buchung der indirekten Abschreibung? Unterschied?
- Abschreibungen / Maschinen -> direkte Abschreibung
- Konto "Maschinen" weist immer nur Restsaldo aus
- Abschreibungen / Wertberichtigung Maschinen -> indirekte Abschreibung
- Wertberichtigungskonto steht direkt unter dem Konto Maschinen und wird als Minus-Konto geführt. Auf dem Konto Maschinen ist der Anschaffungswert zu verbuchen, die jeweiligen Abschreibungen werden separat auf dem Wertberichtigungskonto aufgeführt -> Information ist gewährleistet
- nur der halbe Prozentsatz der Abschreibungstabelle zulässig
Wie werden die Abschlussbuchungen TP, Abschreibungen und Rückstellungen unterschieden bzw. an wird was angewendet?
TA/TP: Rechnung ist vorhanden - Periodizitätsprinzip
Rückstellungen: wahrscheinliche Verpflichtungen in der Zukunft, deren Höhe heute noch nicht bekannt ist
Abschreibungen: Erfassen den nutzungs- und altersbedingten Wertverlust
Wie erfolgt die buchhalterische Erfassung der Vorgänge aus dem Verkauf und Kauf einer Liegenschaft? Was muss beachtet werden?
- Land wenn möglich separat vom Gebäude erfassen
- auf Land wird nie abgeschrieben
- auf Land gibt es nie Mehrwertsteuer
- Handänderungskosten/Grundbuchkosten müssen aktiviert werden -> nicht als Aufwand erfassen (Immobilien/Bank)
Abwicklung aus Sicht des Käufers - Verkäufers
- Kaufpreis
- Übernahme Hypothek
- Teilzahlung Käufer
- Grundbuchkosten
- Versicherung
- Restzahlung
- Gewinn aus dem Verkauf
Verbuchung:
- Immobilien / Kreditor Kauf - Debitor Kauf / Immobilien
- Kreditor Kauf / Hyptohek - Hypothek / Debitor Kauf
- Kreditor Kauf / Bank - Bank / Debitor Kauf
- Immobilien / Bank - Immobilien / Bank
- Aufwand / Kreditor Kauf - Debitor Kauf / Aufwand
- Kreditor Kauf / Bank - Bank / Debitor Kauf
- (keine Buchung) - Immobilien / Ausserordentlicher Ertrag
Buchung von Hypothekarzinsen bzw. Amortisationen im Zusammenhang mit Hypotheken
- Hypo-Zins (Hypothekarzinsen (Liegenschaftsaufwand / Bank)
- Amortisaion (Hypothek / Bank)
Die Amortisation schmälert die Schuld und darf nicht als Aufwand gebucht werden.
Welche Kennzahlen werden in der Buchhaltung unterschieden?
- Strukturzahlen: Vertikale Aufteilung der Bilanz
- Liquiditätszahlen: ¨Uberlebenskennzahlen - reichen die Mittel aus?
- Renditezahlen: Wie rentiert mein eingesetztes Kapital?
Wichtige Kennzahlen:
- Liquiditätsgrad I
- Liquiditätsgrad II
- Liquiditätsgrad III
- Anlagedeckungsgrad I
- Anlagedeckungsgrad II
- Eigenkapitalrendite
- Gesamtkapitalrendite
- Bruttorendite
- Nettorendite
- Eigenfinanzierungsgrad
- Fremdfinanzierungsgrad
- Flüssige Mittel x 100 / kfr. FK (10-35 %)
- Flüssige Mittel + Forderungen x 100 / kfr. FK (mind. 100 %)
- Umlaufvermögen x 100 / kfr. FK (nicht mehr als 200 %)
- EK x 100 / Anlagevermögen (75 - 100 %)
- EK + langfr. FK x 100 / Anlagevermögen (über 100 %)
- Reingewinn x 100 / durchschnittliches EK (EK-Rendite sollte deutlich über der Gesamtkapitalrendite liegen)
- Reingewinn + FK-Zinsen x 100 / durchschnittliches Gesamtkapital
- sollgestellte Nettomieten x 100 / Anlagewert
- Jahresgewinn x 100 / EK
- EK x 100 / Gesamtkapital (30 - 60 %)
- FK x 100 / Gesamtkapital
Was zeigt uns der Anlagedeckungsgrad II?
- goldene Bilanzregel - zeigt in welchem Ausmass die Anlagen mit EK und FK finanziert wurden
- sollte über 100 % liegen
Wie viel sollte das Fremdkapital zum Eigenkapital betragen?
2 : 1
Beispiele für Aufwendungen, welche keine Nebenkosten darstellen und dem Eigentümer belastet werden müssen:
- Unterhalt und Reparaturen
- Kapital- und Baurechtszinsen
- Versicherungsprämien
- Verwaltungshonorare
- Steuern
- Abschreibungen
- Rückstellungen für Mietzinsrisiko
- Leerstand (NK aus einer leer stehenden Einheit)
Verbuchungsbeispiele von HNK-relevanten Posten:
- Oelvorrat Anfangsbestand
- Öllieferung
- Strom
- Servicevertrag
- Verwaltungsanteil
- Treppenhausreinigung
- Oelvorrat Endbestand
- Gebäudeversicherung
- 1140 Verrechnungskonto HNK / 1200 Vorräte
- 1140 / Kreditor od. Bank
- do
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- 1200 Vorräte / 1140 Verrechnungskonto HNK
- Versicherungen / Kreditor od. Bank
-> In der Erfolgsrechnung darf nur der durch den Eigentümer zu tragende Aufwand verbucht sein.
Welche MWST-Konten braucht es in einer Buchhaltung, damit die Buchungen richtig abgewickelt werden können? Wann sprechen wir von Vorsteuer und von Umsatz?
- 1170 - Debitor Vorsteuer Materialaufwand und Dienstleistungen
- 1171 - Debitor Vorsteuer Investitionen und Betriebsaufwand
- 2020 Kreditor Mehrwertsteuer auf Umsatz
- evt. Kontokorrent Eidg. Steuerverwaltung (Abrechnug pro Quartal + Zahlungsverfolgung)
Vorsteuer: MWST auf den Rechnungen unserer Zulieferer
Umsatz: Umsatzsteuer basiert auf den Umsatzsteuer (Verkaufszahlen)
Buchungsbeispiele bei eienr optierten Gewerbe-Liegenschaft:
- Lieferung Kühlschränke zu CHF 7'020
- Am Ende der Abrechnungsperiode
- Lieferung Kühlschränke:
- Liegenschaftsunterhalt / Kreditor CHF 7'020.00 (108.0 %)
- Debitor Vorsteuer Betr. Aufwand / Liegenschaftsunterhalt CHF 520.00 (MwST)
- Am Ende der Abrechnungsperiode
- KK Eidg. Steuerverwaltung / Debitor Vorsteuern Betr. Aufw.
- Kreditor MWST - KK Eidg. Steuerverwaltung
- Das Konto KK Eidg. Steuerverwaltung weist exakt den Saldo der letzten Abrechnung aus. Die Vorsteuerkonti sind auf "0" gesetzt. Der Saldo auf dem KK wird innert der Zahlungsfrist bezahlt (KK / Bank)