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Repertorium Probst

Repertorium Probst


M. B.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Einblick in die Grundlagen der Buchhaltung für Liegenschaften, insbesondere für Grundschüler. Sie decken Themen wie Buchungen, Abschreibungen, Mietersammelkonten und wichtige Kennzahlen ab. Besonders nützlich ist sie für angehende Buchhalter und Immobilienverwalter, die ein solides Verständnis der finanziellen Aspekte von Liegenschaften erlangen möchten.
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Allemand
Catégorie
Mathématiques
Créé / Mis à jour
21.01.2015 / 21.07.2025

Cartes-fiches

Buchhalterische Regelwerke?

  • Swiss GAAP FER
  • IFSR / IAS -> für börsenkotierte Unternehmen
  • OR: Ab Art. 957 -> Neu ab 01.01.2013

Zweck der Buchführungsvorschriften? (Art. 958 OR)

  • Feststellung der Vermögenslage
  • Feststellung der Finanzierungslage
  • Feststellung der Ertragslage

-> Aussenstehender soll einen möglichst umfassenen Einblick in die wirtschaftliche Lage des Unternehmers ermöglich werden.

Wer ist Buchführungspflichtig nach NRL-Gesetz? (Art. 957 OR)

Welches sind die Einschränkungen?

  • alle juristischen Personen, Stiftungen und Vereinbe mit HR-Eintrag
    • bis 20 Mio. Bilanzsumme / 40 Mio. Umsatz nur eingeschränkte Revision - danach ordentliche Revision
  • Einzelfirmen und Personengesellschaften
    • bis CHF 100'000 Umsatz/Jahr -> Milchbüchlirechnung ohne Abgrenzungen und Revision
    • bis CHF 500'000 Umsatz/Jahr -> Milchbüchlirechnung mit Abrechnungen aber ohne Revision
    • ab CHF 500'000 Umsatz/Jahr -> Buchführung gemäss RLG

Welchen Umfang muss die Buchführung haben? (Art. 957a Abs. 3 und 4)

  • ordnungsgemäss in schriftlicher, elektronischer oder vergleichbarer Weise, damit der gesetzliche Auftrag erfüllt werden kann
    • chronologische Ablage der Belege
    • chronologische und sachologische Verbuchung auf einen sachologischen KMU Kontenplan
    • Archivierung und Aufbewahrung der Akten

Aufgaben des Rechnungswesen?

  • Dokumentation der Geschäftsvorfälle und Steuergrundlage -> Massgeblichkeitsprinzip
  • Rechenschaftsablegung
  • Entscheidungsfindung -> Ausschüttung

Grundsätze der ordnungsgemässen Buchführung? (Art. 958c OR)

  1. Klar und verständlich
  2. vollständig
  3. verlässlich
  4. das Wesentliche enthalten
  5. vorsichtig
  6. bei Darstellung und Bewertung stets die gleichen Masstäbe
  7. Nettoprinzip (Aufwand/Ertrag und Aktiven/Passiven dürfen nicht miteinander verrechnet werden)

weiter:

  • Nachprüfbarkeit
  • Aufbewahrungspflicht
  • Offenlegung und Einsichtnahme

Funktionen des Jahresabschlusses?

  • Informationsfunktion
  • Rechenschaftsfunktion
  • Ausschüttungsbemessung
  • Steuerbemessungsfunktion -> Massgeblichkeitsprinzip

 

Gliederung Bilanz

AKTIVEN

  • Umlaufvermögen
    • Flüssige Mittel und Wertschriften mit Kurswerten
    • Forderungen
    • Vorräte
    • Aktive Rechnungsabgrenzung
  • Anlagevermögen
    • Sachanlagen
    • Immobilien
    • Immaterielle Werte (Patente, Rechte)

PASSIVEN

  • Fremdkapital
    • kurzfristiges Fremdkapital (Kreditoren, kurzfristige Verbindlichkeiten, TP, kfr. Rückstellungen)
    • langfristiges Fremdkapital (langfr. verzins. Verbindlichkeiten, Rückstellungen
  • Eigenkapital

Gliederung der Erfolgsrechnung

3    Erlöse aus Lieferungen und Leistungen, betrieblicher Ertrag

4   Material- und Warenaufwand (getrennt vom übrigen Aufwand)

5   Personalaufwand

6   übriger betrieblicher Aufwand

7   Betrieblicher Nebenerfolg

8   Betriebsfremder Ertrag, ausserordentlicher und/oder einmaliger Aufwand und Ertrag

9   Abschluss

Buchungsbeispiele für Sollstellung von Mieten

  1. Sollstellung Mietzinse
  2. Zahlungseingang Mieter
  3. Akonto Heizkosten
  4. Akonto Betriebskosten
  5. Garagenplätze
  6. Kleiner Unterhalt

  1. Mietersammelkonto / Liegenschafen/Mietertrag
  2. Bank / Mietersammelkonto
  3. Mietersammelkonto / Mieterakonto Heizkosten
  4. Mietersammelkonto / Mieterakonto Betriebskosten
  5. Mietersammelkonto / Mietertrag Garagen
  6. Mietersammelkonto / Reparaturaufwand

-> Die Zahlungen erfolgen jeweils über die Bank an Mietersammelkonto

 

Buchungen des Mietersammelkontos per Ende Jahr bzw. Anfangs Jahr?

per 31.12.:

  • Guthaben von Mietern (1100 Guthaben von Mietern / Mietersammelkonto)
  • Vorauszahlungen von Mietern (Mietersammelkonto / 2010 Mietervorauszahlungen)

per 01.01.:

  • Mietersammelkonto / 1100
  • 2010 / Mietersammelkonto

-> Die Konten 1100 (Guthaben) und 2010 (Vorauszahlungen) werden während des Jahres nicht bebucht)

Buchungen für den Jahresabschluss, damit das Periodizitätsprinzip gewährleistet ist?

  • Inventar erstellen (Buchung über das Konto Vorräte)
  • Aufwände und Erträge werden in jenem Jahr gebucht, in welchem Sie anfallen (TA / TP Buchungen)

Buchung der direkten Abschreibung? Buchung der indirekten Abschreibung? Unterschied?

  • Abschreibungen / Maschinen -> direkte Abschreibung
    • Konto "Maschinen" weist immer nur Restsaldo aus
  • Abschreibungen / Wertberichtigung Maschinen -> indirekte Abschreibung
    • Wertberichtigungskonto steht direkt unter dem Konto Maschinen und wird als Minus-Konto geführt. Auf dem Konto Maschinen ist der Anschaffungswert zu verbuchen, die jeweiligen Abschreibungen werden separat auf dem Wertberichtigungskonto aufgeführt -> Information ist gewährleistet
    • nur der halbe Prozentsatz der Abschreibungstabelle zulässig

Wie werden die Abschlussbuchungen TP, Abschreibungen und Rückstellungen unterschieden bzw. an wird was angewendet?

TA/TP: Rechnung ist vorhanden - Periodizitätsprinzip

Rückstellungen:  wahrscheinliche Verpflichtungen in der Zukunft, deren Höhe heute noch nicht bekannt ist

Abschreibungen: Erfassen den nutzungs- und altersbedingten Wertverlust

Wie erfolgt die buchhalterische Erfassung der Vorgänge aus dem Verkauf und Kauf einer Liegenschaft? Was muss beachtet werden?

  • Land wenn möglich separat vom Gebäude erfassen
    • auf Land wird nie abgeschrieben
    • auf Land gibt es nie Mehrwertsteuer
  • Handänderungskosten/Grundbuchkosten müssen aktiviert werden -> nicht als Aufwand erfassen (Immobilien/Bank)

 

Abwicklung aus Sicht des Käufers  -  Verkäufers

  1. Kaufpreis
  2. Übernahme Hypothek
  3. Teilzahlung Käufer
  4. Grundbuchkosten
  5. Versicherung
  6. Restzahlung
  7. Gewinn aus dem Verkauf

Verbuchung:

  1. Immobilien / Kreditor Kauf    -    Debitor Kauf / Immobilien
  2. Kreditor Kauf / Hyptohek      -    Hypothek / Debitor Kauf
  3. Kreditor Kauf / Bank             -    Bank / Debitor Kauf
  4. Immobilien / Bank                 -    Immobilien / Bank
  5. Aufwand / Kreditor Kauf       -    Debitor Kauf / Aufwand
  6. Kreditor Kauf / Bank             -    Bank / Debitor Kauf
  7. (keine Buchung)                   -    Immobilien / Ausserordentlicher Ertrag

Buchung von Hypothekarzinsen bzw. Amortisationen im Zusammenhang mit Hypotheken

  • Hypo-Zins (Hypothekarzinsen (Liegenschaftsaufwand / Bank)
  • Amortisaion (Hypothek / Bank)

Die Amortisation schmälert die Schuld und darf nicht als Aufwand gebucht werden.

Welche Kennzahlen werden in der Buchhaltung unterschieden?

  • Strukturzahlen: Vertikale Aufteilung der Bilanz
  • Liquiditätszahlen: ¨Uberlebenskennzahlen - reichen die Mittel aus?
  • Renditezahlen: Wie rentiert mein eingesetztes Kapital?

Wichtige Kennzahlen:

  1. Liquiditätsgrad I
  2. Liquiditätsgrad II
  3. Liquiditätsgrad III
  4. Anlagedeckungsgrad I
  5. Anlagedeckungsgrad II
  6. Eigenkapitalrendite
  7. Gesamtkapitalrendite
  8. Bruttorendite
  9. Nettorendite
  10. Eigenfinanzierungsgrad
  11. Fremdfinanzierungsgrad

  1. Flüssige Mittel x 100 / kfr. FK (10-35 %)
  2. Flüssige Mittel + Forderungen x 100 / kfr. FK (mind. 100 %)
  3. Umlaufvermögen x 100 / kfr. FK (nicht mehr als 200 %)
  4. EK x 100 / Anlagevermögen (75 - 100 %)
  5. EK + langfr. FK x 100 / Anlagevermögen (über 100 %)
  6. Reingewinn x 100 / durchschnittliches EK (EK-Rendite sollte deutlich über der Gesamtkapitalrendite liegen)
  7. Reingewinn + FK-Zinsen x 100 / durchschnittliches Gesamtkapital
  8. sollgestellte Nettomieten x 100 / Anlagewert
  9. Jahresgewinn x 100 / EK
  10. EK x 100 / Gesamtkapital (30 - 60 %)
  11. FK x 100 / Gesamtkapital 

Was zeigt uns der Anlagedeckungsgrad II?

  • goldene Bilanzregel - zeigt in welchem Ausmass die Anlagen mit EK und FK finanziert wurden
  • sollte über 100 % liegen

Wie viel sollte das Fremdkapital zum Eigenkapital betragen?

2 : 1

Beispiele für Aufwendungen, welche keine Nebenkosten darstellen und dem Eigentümer belastet werden müssen:

  • Unterhalt und Reparaturen
  • Kapital- und Baurechtszinsen
  • Versicherungsprämien
  • Verwaltungshonorare
  • Steuern
  • Abschreibungen
  • Rückstellungen für Mietzinsrisiko
  • Leerstand (NK aus einer leer stehenden Einheit)

Verbuchungsbeispiele von HNK-relevanten Posten:

  1. Oelvorrat Anfangsbestand
  2. Öllieferung
  3. Strom
  4. Servicevertrag
  5. Verwaltungsanteil
  6. Treppenhausreinigung
  7. Oelvorrat Endbestand
  8. Gebäudeversicherung

  1. 1140 Verrechnungskonto HNK / 1200 Vorräte
  2. 1140 / Kreditor od. Bank
  3. do
  4. do
  5. do
  6. do
  7. 1200 Vorräte / 1140 Verrechnungskonto HNK
  8. Versicherungen / Kreditor od. Bank

-> In der Erfolgsrechnung darf nur der durch den Eigentümer zu tragende Aufwand verbucht sein.

Welche MWST-Konten braucht es in einer Buchhaltung, damit die Buchungen richtig abgewickelt werden können? Wann sprechen wir von Vorsteuer und von Umsatz?

  • 1170 - Debitor Vorsteuer Materialaufwand und Dienstleistungen
  • 1171 - Debitor Vorsteuer Investitionen und Betriebsaufwand
  • 2020 Kreditor Mehrwertsteuer auf Umsatz
  • evt. Kontokorrent Eidg. Steuerverwaltung (Abrechnug pro Quartal + Zahlungsverfolgung)

Vorsteuer: MWST auf den Rechnungen unserer Zulieferer

Umsatz: Umsatzsteuer basiert auf den Umsatzsteuer (Verkaufszahlen)

Buchungsbeispiele bei eienr optierten Gewerbe-Liegenschaft:

  • Lieferung Kühlschränke zu CHF 7'020
  • Am Ende der Abrechnungsperiode

  • Lieferung Kühlschränke:
    • Liegenschaftsunterhalt / Kreditor CHF 7'020.00 (108.0 %)
    • Debitor Vorsteuer Betr. Aufwand / Liegenschaftsunterhalt CHF 520.00 (MwST)
  • Am Ende der Abrechnungsperiode
    • KK Eidg. Steuerverwaltung / Debitor Vorsteuern Betr. Aufw.
    • Kreditor MWST - KK Eidg. Steuerverwaltung
    • Das Konto KK Eidg. Steuerverwaltung weist exakt den Saldo der letzten Abrechnung aus. Die Vorsteuerkonti sind auf "0" gesetzt. Der Saldo auf dem KK wird innert der Zahlungsfrist bezahlt (KK / Bank)

 

 

Étudier