LIBU - Kennzahlen

Kennzahlen / Analyse

Kennzahlen / Analyse


M. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über wichtige Kennzahlen in der Buchhaltung, insbesondere im Bereich der Bilanzanalyse. Sie decken Themen wie Liquiditätsgrade, Anlagedeckungsgrade, Eigenkapitalrendite und Fremdfinanzierungsgrade ab. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Berufstätige im Finanzbereich, die ihre Kenntnisse in der Analyse von Finanzkennzahlen vertiefen möchten. Sie helfen dabei, die finanzielle Gesundheit von Unternehmen zu bewerten und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Karten
30
Lernende
15
Sprache
Deutsch
Kategorie
Mathematik
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
22.10.2014 / 21.07.2025

Lernkarten

Welche Kennzahlen werden unterschieden?
 

  • Relative Kennzahlen
    • Positionen der Bilanz und ER zueinander ins Verhältnis gestellt
    • Ergebnis in Prozenten
  • Absoluten Kennzahlen
    • Tatsächlichen Werte werden verglichen

Beispiele Absoluter Kennzahlen in der Liegenschaftsbuchhaltung?

  • Mehrjahresvergleich mit der laufenden Periode mit den Vorjahren
  • Ansteigen der Leerstände
  • Ansteigen beim Unterhalt einer sanierungsbedürftigen Liegenschaft

Wichtige Kennzahlen der Buchhaltung?

  • Bruttorendite
  • Nettorendite
  • Liquiditätsgrad I, II und III
  • Anlagedeckungsgrad 1 und 2
  • Fremdfinanzierungsgrad
  • Eigenfinanzierungsgrad
  • Selbstfinanzierungsgrad

Warum ist die Liquidität in einer Firma existenziell?

  • Liquidiität ist für die Sicherheit und Existenz unbedingt notwendig
  • Liquidität ist der Rentabilität kurzfristig übergeordnet
  • Liquidität muss vorhanden sein, umZahlungsverpflichtungen zu erfüllen
    • Kreditwürdigkeit / Ruf des Unternehmens

Was will man mit einer Liquiditätsplanung erreichen?

  • Engpässe im voraus erkennen
  • Finanzierung rechtzeitig sicherstellen (Eigenkapialzuschüsse, Fremdfinanzierung)

Wie lautet die goldenen Bilanzregel?

  • Langfristig gebundenes Vermögen soll mit langfristigem Kapital (idealerweise mit Eigenkapital) finanziert werden.
  • kurzfristige Mittel sollten sich mit kurzfristigem Fremdkapital decken

Was bedeutet "risikogerechte Finanzierung"?

Je risikoreicher eine Geschäftstätigkeit ist, umso höher muss der eigenfinanzierungsgrad sein

Welches ist die beste Finanzierungsart?

  • das selbst erarbeitete Eigenkapital in Form von offenen und stillen Reserven
    • keine periodischen Zinszahlungen
    • keine Rückzahlungsverpflichtungen
    • freie Verfügbarkeit
    • Verbesserung der Kreditfähigkeit

Was können wir aus dem herkömmlichen Abschluss herauslesen bei

a) Bilanz

b) Erfolgsrechnung

a) Vermögenslage

b) Ertragslage

 

Jedoch gibt der Abschluss keine Auskunft über die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen

Was kann zu einem Liquiditätsengpass führen? (Illiquidität)

  • Investitionen
  • Ausfall von Kundenguthaben (Debitorenverluste)
  • Lagerhüter
  • falsche Finanzplanung
  • Umsatzeinbrüche

Welches sind die Vorteile einer Mehrjahresplanung?

  • Engpässe in der Finanzierung werden frühzeitig erkannt
  • zeigt Liquidität am Ende des Jahres auf

Über was gibt uns die Mittelflussrechung Auskunft?
 

  • Mittelherkunft
  • Mittelverwendung

Notwendigkeit einer Mittelflussrechnung?

  • Sicherstellung der Liquidität
  • Darstellung von Ausgaben und Einnahmen
  • Ergänzung zur Bilanz und ER
  • Ausgangspunkt von zwei aufeinanderfolgender Bilanzen

Darstellungsmöglichkeiten einer Geldflussrechnung heute?

  • Cash Flow aus
    • Geschäftstätigkeit (operative Geschäftstätigkeit)
    • Investitionsberech
    • Finanzierungsberech (Kapital/Eigenkapital)
  • Gliederung in Mittelherkunft und Mittelverwendung

Begriff "Cash Flow"?
 

Cash Flow = Jahresgewinn + Abschreibungen (Rückstellungen nicht berücksichtigt)

Was sind Kennzahlen in der Buchhaltung?

  • Prozentzahlen
    • drücken Verhältnisse und Werte im Vergleich untereinander aus
  • unabhängig vom Volumen
    • Benchmarks möglich (Austausch von Vergleichszahlen unter den Firmen)

Voraussetzung für Kennzahlenberechung?

  • Bereinigung der Bilanz
  • Bereinigung der ER
  • Bereinigung der Mittelflussrechnung

Was ist das Ziel einer Bilanzanalyse?

Betriebswirtschaftliche Lage einer Unternehmung zu erkennen

Arten von Kennzahlen?
 

  • Strukturkennzahlen der Bilanz
    • Verögens und Kapitastruktur (wie viel Fremd- und Eigenkapital
  • Liquiditätskennzahlen
    • Überlebenskennzahlen (reichen Mittel für alle Verbindlichkeiten aus)
  • Deckungsgrade
    • Risikohinwese bezüglich Finanzierung (Finanzierungskontrolle)
  • Renditekannzahlen
    • hat sich mein Kapitaleinsatz gelohnt (Brutto- und Nettorendite)

Fremdfinanzierungsgrad

Fremdkapital   x   100

Gesamtkapital

 

 

Eigenfinanzierungsgrad

Eigenkapital   x   100

Gesamtkapital

30 - 60 % ist gut

 

Was bedeutet der "Leverage Effekt"?

  • Ist der Zins des Eigenkapitals über jenem des Fremdkapitals, verbessert sich die Eigenkapitalrendite, umso höher der Fremdkapitalanteil ist.
  • Liegt der Zins des Eigenkapitals unter dem Fremdkapitalzins, fressen die Kapitalzinsen den Gewinn weg
     

Wie viel sollte das Verhältnis vom Fremdkapital zum Eigenkapital betragen?

2 : 1

Welche Liquiditätskennzahlen gibt es?

  • Liquiditätsgrad I  (Cash Ratio)  - 10 - 35 %
  • Liquiditätsgrad II  (Quick Ratio) - mind. 100 %
  • Liquiditätsgrad III (Current Ratio) - nicht mehr als 200 %

Formel für

a) Liquiditätsgrad I

b) Liquiditätsgrad II

c) Liquiditätsgrad III

a) Flüssige Mittel   x   100

    kurzfristiges Fremdkapital

b) Flüssige Mittel + Forderungen   x   100

    kurzfristiges Fremdkapital

c) Umlaufvermögenl   x   100

    kurzfristiges Fremdkapital

Welches sind die optimalen Liquiditätsgrade bei

a) Liquiditätsgrad I

b) Liquiditätsgrad II

c) Liquiditätsgrad III

 

a) 10 - 35 %

b) mindestens 100 %

c) 150 - 200 % (nicht aber über 200 %)

Formel für

a) Anlagedeckungsgrad 1

b) Anlagedeckungsgrad 2


 

a) Eigenkapital   x   100

     Anlagevermögen

b) Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital   x   100

     Anlagevermögen

 

Welches sind die optimalen Werte bei

a) Anlagedeckungsgrad 1

b) Anlagedeckungsgrad 2

a) 75 - 100 %

b) über 100 %

Was zeigt uns der Anlagedeckungsgrad 2?

  • ist die goldene Bilanzregel
  • zeigt in welchem Ausmass die Anlagen mit Eigenkapital und Fremdkapital finanziert wurden

Formel

a) Eigenkapitalrendite

b) Gesamtkapitalrendite

a) Reingewinn    x   100

     durchschnittliches Eigenkapital

b) Reingewinn + Fremdkapitalzinsen   x   100

     durchschnittliches Gesamtkapital

  • Eigenkapitalrendite sollte deutlich über der Gesamtkapitalrendite liegen

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