LF 6 - Qualitätsmanagement
(deutsche) Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen Lerndeld 6, Teilbereich Qualitätsmanagement
(deutsche) Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen Lerndeld 6, Teilbereich Qualitätsmanagement
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Flashcards
Was bedeutet Qualität im Allgemeinen?
- lat. qualitas,
wörtlich soviel wie Beschaffenheit, Güte, Wert eines Gegenstandes oder einer Leistung
Def. Qualität nach DIN ISO 8404:1995
- Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen.
Def. Qualität im Krankenhaus
Der Grad, in dem Einrichtungen des Gesundheitswesens für Individuen und Populationen die Wahrscheinlichkeit einer angestrebten Gesundung nach dem Stand der Kunst erhöhen.
Warum ist die konsequente Kundenorientierung eine wichtige Grundlage im QM?
Weil diese letztendlich die Qualität der Einrichtung definieren.
Nenne und beschreibe die 3 Kundengruppen einer Gesundheitseinrichtung.
- eigentliche Kunden: erhalten Leistungen, die den ursprünglichen Zweck der Einrichtung darstellen (Patienten)
- interne Kunden: alle internen Leistungs- und Funktionsbereiche stehen in Kunden-Lieferanten-Beziehungen zueinander (z.B. der Laborassistent, der Ergebnisse an den Arzt weiterleitet)
- Systempartner: alle Personen/Organisationen, die zum erfolgreichen Bestehen der Einrichtung beitragen (Zulieferer, kooperierende Einrichtungen, Kostenträger usw.)
Nenne die 3 Dimensionen der Qualität.
- Struktur-
- Prozess-
- Ergebnis-
Was versteht man unter Strukturqualität?
Nenne 5 Beispiele.
Organisatorische, personelle und sachliche Austattung einer Einrichtung.
- Personalaustattung (Ausbildung, Erfahrung)
- Personalqualifikation (Kompetenz, Fort- und Weiterbildung)
- Infrastruktur (Räumlichkeiten, techn. Ausstattung)
- Organisationsstrukturen
- finanzielle Mittel
Was versteht man unter Prozessqualität?
Nenne 5 Beispiele.
Zielt auf die Leistungserbringung selbt ab. Untersucht die dazu nötigen Verfahren, Methoden und Techniken.
- Dauer des Krankenhausaufenthaltes
- Aufklärung des Patienten
- Wartezeiten (z.B. in der Notaufnahme)
- Dokumentation
- Präoperative Diagnostik
Was versteht man unter Ergebnisqualität?
Weshalb ist sie im Gesundheitswesen schwer messbar?
Nenne 3 Beispiele.
Am schwierigsten zu messen (Heilung/Linderung oft nicht erreichbar).
Subjektiv messbar: Patientenzufriedenheit,
Objektiv messbar: Gesundheitsstatus, Blutwerte, Lebensqualität.
- postoperative Komplikationen
- Wundinfektionen
- Wiederaufnahme aufgrund derselben Erkrankung
Ergebnisqualität aus Krankenhausperspektive.
(5 Beispiele)
- Hohe Patientenzufriedenheit
- Gewinn / kein Verlust
- Wirtschaftlichkeit
- Geringe Infektionsraten
- Hohe Hygienestandards
Was versteht man unter Qualitätssicherung?
Nenne einige gesetzliche Grundlagen.
Alle Maßnahmen, um die Qualität der Versorgung der Patienten zu sichern und zu verbessern.
Gesetzliche Grundlagen:
- § 113 SBG V Wirtschaftlichkeitsprüfung
- § 135 a SGB V Verpflichtung zur Qualitätssicherung (Liestungen müssen nach Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und fachlich gebotener Qualität erbracht werden)
- § 137 SGB V Qualitätssicherung in stationärer Versorgung (ab 2005 Verpflichtung Qualitätsbericht)
- § 137c SGB V Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden
- außerdem Berufsrecht (Berufsordnung Landesärztekammer) und andere Regelungen (RöV, IfSG, MPG)
Nenne 7 Vorteile des QM!
- Transparenz
- Kostenreduktion
- Sicherheit
- Vermeidung von Fehlern
- Zufriedenheit der Patienten
- Zukunft
- Image
Nenne 3 Methoden des QM.
- Regelkreissystematik für Planung, Ausführung und Verbesserung mit den 4 Sichten Patienten, Mitarbeiter, Prozesse, Finanzen
- Prüfung der Prozess- und Ergebnisqualität
- Permanente Aktualisierung des QM
Was bedeutet TQM.
Ziel.
Total Quality Management.
- Umfassendster QM-Ansatz, der von Unternehmensleitung organisiert und langfristig angelegt wird.
- Sollte zudem von Mitarbeitern als ganzheitliches Konzept getragen werden.
- Konsequente Ausrichtung auf den Kunden.
Ziel: Wettbewerbsfähigkeit durch Erfolg und sinkende Kosten langfristig zu sichern. Kontinuierliche Verbesserung der Ergebnisqualität, wobei alle Bereiche und Prozesse des Unternehmens einbezogen werden.
Beschreibe kurz die 3 Komponenten des TQM.
- T für Total: alle an der Dienstleistung bezogenen Personen müssen in den QM-Prozess einbezogen werden (Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten)
- Q für Quality: Qualität ist oberstes Ziel und ordnet alle Aktivitäten denen der Kundenbedürfnissen unter.
- M für Management: Qualität ist Führungsaufgabe. Team- und Lernfähigkeit fördern, Beharrlichkeit zeigen (Vorbildfunktion)
Wozu dienen QM-Zertifikate / was bescheinigen sie?
- Bestätigen einem Unternehmen das Vorhandensein bzw. die Einhaltung bestimmter vorgegebener Standards
- Sollen Qualität vergleichbar machen
Nenne 4 QM-Standards, die zertifiziert werden können.
- KTQ - Kooperation für Transparenz und Qualität
- EFQM - European Foundation for Quality Management
- ISO 9001:2000 International Standard Organization
- JCIA - Joint Commission International Accreditation
Was ist KTQ?
Von wem wird es getragen?
- Zertifizierungsverfahren: Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen
- Getragen von:
- Bundesärztekammer (BÄK)
- Deutsche Krankenhausgelesschaft (DKG)
- Deutscher Pflegerat (DPR)
- Spitzenverbänden der gesetzl. KV
Nenne die 4 Schritte des KTQ-Zertifizierungsverfahrens
- Selbstbewertung
- Anmeldung zur Fremdbewertung bei KTQ-Zertifizierungsstelle
- Fremdbewertung durch KTQ-Visitorenteam
- Zertifizierung des KTQ-Qualitätsberichtes
Kernelement der KTQ-Zertifizierung ist die Selbst- und Fremdbewertung. Nenne die 6 Hauptkategorien des KTQ-Kataloges.
- Patientenorientierung
- Mitarbeiterorientierung
- Sicherheit
- Informationswesen
- Führung
- QM
Was ist die Voraussetzung für die KTQ-Zertifizierung?
Wie lange gilt sie?
- eine Punktzahl von mindestens 55% der KTQ-Gesamtpunktzahl
- Veröffentlichung des KTQ-Qualitätsberichtes nach der Zertifizierung
Das Zertifikat ist auf 3 Jahre befritet.
Wie ist der KTQ-Katalog gegliedert?
- 6 Hauptkategorien
- 20 Subkategorien (in qualitätsrelevante Themen gegliedert)
- 69 Kriterien
- 698 Fragen
Was ist der Deming-Zyklus?
Die 698 Fragen des KTQ-Kataloges werden den einzelnen Schritten des Deming-Zyklus zugeordnet und bilden Grundlage für die Punktebewertung.
Plan→Do→Check→Act.
[verwendet bei Selbstbewertung)
Wie läuft die Fremdbewertung ab?
Wer führt sie durch?
- Ein Visitorenteam besucht die Einrichtung
- Führt "kollegiale Dialoge", wobei die Selbstbewertung hinterfragt wird
- erstellt Visitationsbericht → Grundlage des KTQ-Zertifikates
Was versteht man unter EFQM?
European Foundation for Quality Management
- ist ein spezielles TQM-Modell
- soll Leistungsfähigkeit eines Unternehmens transparent machen
- kennzeichnend sind 9 Hauptkriterien, 32 Teilkriterien und dir RADAR-Logik
Was ist der Ausgangspunkt für alle Aktivitäten im EFQM-Modell?
Nachhaltige und überzeugende Führung des obersten Managements
Was ist das RADAR-Konzept?
Konzept zur Umsetzung der Inhalte
(sogenannter Plan-Do-Check-Zyklus [PDCA])
- Results (Ergebnisse)
- Approach (Vorgehen)
- Deployment (Umsetzung)
- Assesment (Bewertung)
- Review (Überprüfung)
DIN EN ISO 9000 ff.
Was ist es?
Wodurch zeichnet es sich aus?
Wozu dienst es?
- international mit am weitesten verbreitete QM-Normenfamilie
- kann branchenunabhängig verwendet werden (Produktionsunternehmen, Dienstleister, öff. Verwaltung, Sozial- und Gesundheitsbereich)
- Schaffen eine weltweite Vergleichbarkeit und schaffen Grundlage für Zusammenarbeit zwischen Zulieferern, Verbrauchern, Vorgesetzten, mitarbeitern, Anbietern, Kunden
DIN ISO 9000
Was steht drin?
QM-Systeme / Grundlagen und Begriffe
- Unterstützung bei der Einführung von QM-Systemen
- Grundlagen & Begriffe werden definiert und erklärt
DIN EN ISO 9001
Was steht drin?
QM-Systeme / Forderungen
- legt internationale Forderungen an die Gestaltung von QM-Systemen fest
- Grundlage für Erteilung von Zertifikaten
DIN EN ISO 9004
Was steht drin?
QM-Systeme / Leitfaden zur Leistungsverbesserung
- basiert auf DIN ISO 9001
- gibt Empfehlungen zur Verbesserung von QM-Systemen