Lernen: Entscheiden

Lernen: Entscheiden

Lernen: Entscheiden


Dounia Kobel
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau verschiedene Modelle und Theorien zur Entscheidungsfindung im Sport, insbesondere im Kontext von Handlungsentscheidungen und -wegen. Sie beleuchten Konzepte wie das Erwartungswertmodell, die Decision Field Theory, sowie psychische Handlungsregulierung und visuelle Aufmerksamkeit. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Sportwissenschaftler und Trainer, die verstehen möchten, wie Athleten Entscheidungen treffen und wie diese Prozesse optimiert werden können.
Karten
22
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Sport
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
30.12.2015 / 04.01.2016

Lernkarten

Einführung und Rückblick: eine Theorie und zwei Modelle

  • Black box Theorie mit kurz-/langfristige Konsequent
  • Modell: intentionale Bezüge im Handlungsgeschehen nach Nitsch
  • Triadische Phasenstruktur der Handlung nach Nitsch

--> Siehe VL 1

Def. Entscheidung 3pkt

  • at least two possiblities are perceived (handlungsmöglichkeiten), one must be selected
  • conditions of uncertainty
  • criteria for selection may be indicated (Bsp. Familienvater muss pro Woche 5h mehr arbeiten ohne dass Lohn zunimmt. Da Wirtschaftslage schlecht ist, ist Jobwechsel nicht möglich (Pkt 1 nicht vorhanden). Er hat also keine Wahl)

Entscheidungsmodelle Grundannahme

Homo Oeconomicus (rationaler Agent) ist in Teilbereichen der Wirtschaft das theoretische Menschenmodell eines Nutzenmaximierers zur Beschreibung menschlichen Handelns

Entscheidungsmodell: Erwartung x Wert Modelle

  • .Es wird nach subjektiver Nützlichkeit gehandelt, jede Handlungsmöglichkeit hat einen bestimmten Wert und Eintrefferwartung --> danach wird gehandelt --> Wert x Erwartung

Bsp. Playmaker basketball bei Passentscheidung

Entscheidungsmodelle: Decision field theory

  • Handlungsentscheidung auch abhängig von der Zeit, Erwartungswert nicht statisch oder konstant

Bsp. Playmaker Basektball: eine Handlungsmöglichkeit hat zu Zeitpunkt 1 Erwartung von beispielsweise 50% und paar Sekunden Später nur noch 20%

Problem beim Erwartung x Wert Modell und Decision Field Theory bezogen auf Teamsport

In komplexen Sportarten wie im Basketball werden nicht alle Spieler zu allen Zeitpunkten bewusst wahrgenommen und als Handlungsoptionen berücksichtigt --> Modellvorstellung eines Homo öconomicus fraglich

Entscheidungsmodelle: bounded (begrenzte) rationality nach Simon und Heuristiken (nicht genau können, keine Fragen dazu)

wählen wir wirklich die beste Entscheidung?

  • time is short, knowledge lacking and other resources limited
  • rational choice vs. satisfactory choice
    • choosing first acceptable/satisfactory rahter than optimal solution to a problem

Heuristics 

  • Faustregeln um komplexe Entscheidungen zu treffen
  • ökonomisch, aber führen zu Verzerrungen
  • Verfügbarkeitsheuristik
    • biases: insurance agents & attitudes towards car accidents
  • Repräsentativitätsheuristik
    • hot hand phenomenon
    • gamblers fallacy
  • recognition
    • ankereffekte

Entscheidungsmodelle: Content of the decision/ Handlungsentscheidungen

Handlungszielentscheidungen

  • Wen soll ich anspielen (oder selber schiessen?)
  • Welches Ziel setze ich mir im Sportunterricht

Handlungswegentscheidungen

  • Wie muss mein Pass gespielt werden?
  • Wie muss ich methodisch-didaktisch vorgehen damit ich das Ziel erreiche?

 

Entscheidungsmodelle: Entscheidungstypen/ Entscheidungssituationen und ihre Freiheitsgrade

Entscheidungstypen

  • Degree of predefined solutions: distinct vs. open solutions
  • Dynamics of the situation: stable & few elements vs. changing & many elements
  • Time constraints: weak, lot of time vs. hard, quck decision needed

Freiheitsgrade in einer Entscheidungssituation

  • Possibilities of operations/means
  • possibilites of sub-goals
  • possibilities of the sequential organisation

 

Entscheidungsmodelle: Subjektivität von Entscheidungssituationen

- Theorie objective and subjective action space

- Modell: subjektive Situationsdefinition nach Nitsch

objective and subjective action space

  • objective action space: existing, but not perceived degrees of freedom
  • subjective action space: assumed, but not existing degrees of freedom
  • Überdeckungsfläche = Range of promising degrees of freedom

Information processing model: Problemstellung

How does the actor select the relevant information (diff. parts of information represent different degrees of freedom) to find promising decision making?

 

Information processing model: Information bottleneck Abbildung nach Keidel

Abbildung nach Keidel

Information processing model - Modell: Sequence of perceptual-cognitive stages in decision making Tenenbaum & Lidor

Modell nach Tenenbaum & Lidor

Information processing model: selction of a target in a visual field Tenenbaum & Lidor

  • Selection by location
  • Selection by perceptual grouping

Information processing model: empirische Heransgehensweisen zu Entscheidungsverhalten im Sport

  • Verlgeich Expert vs. Novize --> unterschiede in der kognitive Struktur (Wahrnehmungsschemata)
  • Eye movement Kamera
  • Interviews mit Athleten mit Videoanalyse: "was hat du dir in dieser Sitaution gedacht?"
  • Laboruntersuchungen
  • Observation in field situations
  • thinking aloud technique

Information processing model: Visual attention and movement --> Studie Savelsberg Torhüter

Anfänger mit höherer Zahl von Fixationen aber kürzerer fixationszeit als Fortgeschrittene

Information processing model: Studie Decision making in ice hockey referees Hancock & Ste-Marie

  • Vergleich erfahrene und weniger erfahrene Schiedsrichter mit Foulvideos

Higher-level ice hockey referees are superior to lower-level referees on decision making, but referees do not differ on gaze behaviors (Fixationszeit und -anzahl). Possibly, higher-level referees process relevant decision makinginformation more effectively

Information processing model: Zusamenfassung des Informationsverarbeitungsansatzes

When planning a motor response, skilled performers use internally represented knowledge to...

  • attend to relevant sources of environmental information
  • search the visual field systematically and skillfully
  • anticipate time constrained events ahead of time
  • verify (überprüfen) the impoverished  (ärmlich) information whcih the perceptual system receives from the environment

Information processing model: Zusamenfassung des Informationsverarbeitungsansatzes

When planning a motor response, skilled performers use internally represented knowledge to...

  • attend to relevant sources of environmental information
  • search the visual field systematically and skillfully
  • anticipate time constrained events ahead of time
  • verify (überprüfen) the impoverished  (ärmlich) information whcih the perceptual system receives from the environment

Ecological approach to decision making: Affordanz

  • Sportler nimmt Affordanzen wahr in Bezug auf mögliche Handlungen--> man führt eine best. Hanldung aus weil sich einfach die Möglichkeit ergibt.
  • zb. Federer spielt zurück in Spielhälfte, in der der Spieler nicht steht (Feldhälfte ist Affordanz)
  • Es gibt nicht immer nur eine Affordanz bzw. eine mögliche Handlung zb. im Fussball gibt es vers. Möglichkeiten wo man den Pass hinspielen kann

Automatismen im Entscheidungsverhalten: Modell psychische handlungsregulierende Subsysteme nach Nitsch

zb. Autofahren: ursprünglich hauptsächlich im kogn. Regulationssystem involviert, zunehmend aber von automatischen Regulationssystem unterstützt

Improving decision making through mental skills 3 Strategien nach Tenenbaum & Lidor

  • Preperformance strategies
    • mental preparation, simulation training, preperformance routines
  • during performance strategies
    • attentional strategies, flow, nonawareness approach
  • post-performance strategies
    • feedback provision, video analysis

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