Leber, Pankreas & Gallenwege
Histo UZH
Histo UZH
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Flashcards
Leber
- Periportalfelder: Vv. interlobulares
- Lebersinusoide: Verlaufen radiär auf Zentralvene zu
- Zentralvene
Läppchenaufbau: Zentralvene mit zugehörigen periportalen Feldern
Azinus-Aufbau: Periportales Fels im Zentrum mit von ihm versorgten Leberzellzonen.
- Zone I: unmittelbar angrenzend (metabolisch hoch aktiv)
- Zone II: weiter entfernte Leberzellen
- Zone III: Am weitesten entfernte Leberzellgruppen mit schlechter Sauerstoffversorgung
Protalläppchen: Im Zentrum steht ein Ductus biliferus in einem periportalen Feld; zuständig für exokrine Sekretion der Leber.
Leber:
- Hepatozyten: Angeordnet in Strängen oder Platten (ca. 1/4 aller Hepatozyten enthalten 2+ Kern)
- Lebersinusoide: Verlaufen zwischen den Leberzellbalken, Endothel durch Autolyse (Apoptise bzw. Nekrose) häufig von der Unterlage abehoben. Transportieren Blut richtung Zentralvene
- Zentralvene
Zusatz: Ein Lebersinusoid ist von einem fenestrierten Endothel ausgekleidet (auch Basallamina ist bei dieser Form unvollständig). Zwischen dem Endothel und den Hepatozyten breitet sich der Disse-Raum aus (feine kollagene Fibrillenbündel und Fibroblastenfortsätze)
Hier finden sich auch Ito-Zellen. Sie speichern Lipide und Vit A und synthetisieren die spärlichen kollagenen Fibrillen des Raums.
Leber:
- Gallenkapillaren: Zwischen den Hepatozyten, ebenfalls in Sinusoid-Richtung verlaufen die Canaliculi biliferi (Gallenkapillaren), welche sich im LM nur mit Spezialfärbungen nachweisen lassen. Im Gegensatz zu den Sinusoiden laufen sie jedoch auf die periportalen Felder zu
- Hepatozyten
Zusatz: Eine Gallenkapillare wird von den apkalen Domänen der Hepatozyten gebidet, die miteinander durch Tight junctions verbunden sind, um zu verhindern, das Gallenflüssigkeit in den ICR ausserhalb der Gallenkapillare gelangt.
Gallenblase:
- Tunica mucosa:
- Lamina epithelialis: Einschichtiges, hochprismatisches Epithel
- Lamina propria
Die beiden Laminae bilden zusammen so ausgeprägte Falten, dass im histologischen Schnitt häufig Epithelbuchten zu sehen sind, die scheinbar isoliert von der Lamina propria liegen - Tunica muscularis
Zusatz: Grossteil der Epithelzellen dient der Wasserrückresorption zwecks der Galleneindickung. Multiple Na/H und Cl/HCO3 Transporter in apikaler Membran. Ein geringer Teil der Epithelzellen gehört des weiteren dem endokrinen GEP-System an (lassen sich im Routinepräparat jedoch nicht von den Hauptzellen unterscheiden).
Im Isthmus der Gallenblase kommen zudem in der Lamina epithelialis Becherzellen und dubulo-alveoläre Drüsen vor, die Muzine bilden.
Exokrines Pankreas
- Azini: Pyramidenförmige Drüsenepithelzellen mit basoakilaer Polarisierung des Zytoplasmas und apikalen Zymogengranula
- Zentroazinäre Zellen: Im innern einzelner Azini. Gehören den Schaltstücken an. Eine einzige Zelle im Inneren eines Azinus mit hellem Zytoplasma
- Intralobulärer Ausführungsgang: Weite Lichtung, einschichtig hochprismatisches Epithel und zartem BG-Mantel
Viele Kapillaren im interazinösen BG
Zusatz: Die Epithelzellen der intralobulären Ausführungsgänge sezernieren H2O und Bicarbonat-Ionen. Sie werden durch das Enterohormon 'Sekretin' gesteuert.
Die zentroazinären Zellen beteiligen sich an der H2O und HCO3 Sekretion. Sie sind vermutlich auch Stammzellen für die Regeneration sowohl der Azinuszellen als auch der Ausführungsgangepithelien.
Die Zymogengranula enthalten mehr als 20 verschiedene Enzyme bzw. deren inaktive Vorstufen, u.a. Trypsinogen, Chymotrypsinogen, alpha-Amylase, Phospholipasen, Cholesterol-Esterase.
Die Sekretion der Zymogengranula wird durch das Enterohormon 'Cholezystokinin' und durch den Parasympathikus gesteuert.
Vagina, Schleimhaut
- Lamina epithelialis: Mehrschichtig, unverhornt. Obere Epithelzellen haben wegen Glykogeneinlagerungen ein wasserhelles Zytoplasma
- Lamina propria: Zahlreiche weitlumige Venen, jedoch KEINE DRÜSEN IN DER SCHLEIMHAUT
Zusatz: Vor der Ovulation ist das Epithel deutlich höher als in der lutealen Phase.
Das aus den abgeschilferten Epithelzellen frei werdende Glykogen wird durch Milchsäurebakterien zersetzt. Die Schleimhautoberfläche ist dadurch von einem dünnen Flüssigkeitsfilm mit einem pH-Wert von ca. 4,5 bedeckt, der bakterizide Eigenschaften hat.
Im Epithel kommen zudem dendritische Zellen und einzelne Lymphozyten als Elemente des Immunsystems vor.