Polyurethane

Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Lackkunde auf Berufslehre-Niveau und konzentrieren sich auf PUR-Systeme, ihre Eigenschaften, Anwendungen und Vorteile. Sie erklären die Unterschiede zwischen 1-K- und 2-K-Systemen, die Rolle von Isocyanaten und Polyolen sowie die Härtungsbedingungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Auszubildende in der Lackierbranche, die ein tiefes Verständnis der chemischen Prozesse und praktischen Anwendungen von Polyurethanen benötigen.
Karten
14
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Berufskunde
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
07.01.2016 / 11.06.2018

Lernkarten

19.   Zeichen Sie schematisch die Urethanbildung auf!

19.  Isocyanat + Polyol (Alkohol) = R-N=C=O + R-OH = R-NH-COOR" Uretahnbildung

20.   Was versteht man unter einem 2-K-PUR-System? Nennen Sie die zwei notwendigen Komponenten und die Härtungsbedingungen.

20. die komponenten werden kurz vor der applikation miteinander gemischt. Härter: polyisocyanat (nco-haltig) Oh-haltiges bindemittel z.b polyol,polyester Trocknung bei raumtemperatur oder focierte trocknung bis 130 grad

21.   Nennen Sie ein Beispiel für ein 1-K-PUR-System und die dazu benötigten Härtungsbedingungen.

21. polyol und blockiertes isocyanat. Einbrennen bei 100-200 grad

22.   Welche Eigenschaften hat eine PUR-Beschichtung, die aus einem Polyol mit einem hohen OH-Gehalt entstanden ist?

22. hoher oh-gehalt = engmaschige vernetzung = harte beschichtung

23.   Was versteht man unter einem Isocyanat? Zeichnen Sie die funktionelle Gruppe auf.

23. hochreaktive organische verbindung mit zwei oder mehreren isocyanatgruppen. R-N=C=O

24.   Nennen Sie je ein Beispiel für ein aliphatisches und ein aromatisches Isocyanat (Abkürzung genügt) und nennen Sie je seine Vor- und Nachteile für die Anwendung.

24. aliphatisches isocyanat: HDI (Hexamethyllendiisoyanat) IPDI (Isophorondiisocyanat) Lichtbeständig,gut für aussen Nicht sehr reaktiv.  Aromatisches isocyanat: TDI (Toluylendiisocyanat) MDI (Diphenylmethandiisocyanat) Nicht lichtbeständig,nur für innen, Reaktiver als aliphatische isocyanate

25.   Welche Polyole kann man für ein PUR-System einsetzen? Nennen Sie zwei Beispiele.

25.Butandiol, Polyether

26.   Warum verwendet man bei einem 2-K-System idealerweise ein NCO-OH-Verhältnis von 1:1? Erklären Sie die Ursachen.

26. Weil es eine optimale eigenschaft des filmes bildet.

27.   Was passiert bei einer Über- oder Untervernetzung?

27. unervernetzung: flexibler und besser haftender film mit schlechte beständigkeit / übervernetzung: ergibt übeschuss von NCO gruppen welche durch luftfeuchtigkeit härten, bessere beständigkeit aber wenig elastischer film

28.   Welchen Vorteil hat ein 1-K-PUR-Einbrennlack gegenüber einem 2-K-System?

28. Lagerstabil, raumthemperatur reaktionsunfähig, erst einbrennbar bei 100-200*C

29.   Für welche Anwendungen werden 1-K-PUR-Einbrennlacke eingesetzt?

29. Grundierung, Klarlack für fahrzeuge, innenlackierung von dosen und kanister, tauchlackierung, PUR-Pulverlacke

30.   Für welche Anwendungen kann man feuchtigkeitshärtende 1-K-PUR-Systeme verwenden?

30. Beschichtung für mineralische Untergründe(zb Fussböden) holz oder substrate

31.   Beschreiben Sie, wie PUR-Bindemittel wasserverdünnbar gemacht werden können!

31. Wasserverdünnbar durch Einbau von Säuregruppen

32.   Was sind die Vorteile einer wässrigen PUR-Dispersion?

32. Sehr gute Umweltverträglichkeit (wässrig), mechanische Festigkeit, Flexibilität

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