KVG Prämien SVS

KVG Prämien SVS

KVG Prämien SVS


Ueli Gisler
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KVG) in der Schweiz. Sie behandeln Themen wie Prämienermäßigungen, Franchisen, kantonale Unterschiede und besondere Versicherungsformen. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Versicherungsfachleute, die sich mit den komplexen Regelungen der Krankenkassenprämien vertraut machen müssen, sowie für Privatpersonen, die ihre Versicherungskosten optimieren möchten.
Cartes-fiches
45
Utilisateurs
11
Langue
Allemand
Catégorie
Finances
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
11.09.2012 / 21.01.2023

Cartes-fiches

Können die Versicherer beliebig viele Prämienregionen im Einzugsgebiet definieren.

Nein, da die Prämienregionen nicht von der Versicherern selber, sondern einheitlich vom BAG eingeteilt werden.

Was muss bei Prämienermässigungen für besondere Versicherungsformen beachtet werden?

Sie sind so auszugestalten, dass die Prämienermässigung bei Sistierung der der Unfalldeckung gewährt werden kann, ohne dass die minimale Prämie unterschritten wird.

Welche etwas unerfreuliche Nebenwirkung kann eine Kinderfreundliche Krankenkasse haben bezüglich der Prämien?

Kinderprämien sind sehr tief, die Erwachsenenprämie eher hoch. Der Prämien-Sprung beim Übergang von Kinder- auf Erwachsenenprämien ist dadurch auch enorm.

Um was handelt es sich bei der „schwarzen Liste“?

Wer seine Krankenkassenprämien nicht bezahlt, landet auf einer schwarzen Liste, in welche der Leistungserbringer Einsicht hat. Die Krankenkassen können bei diesen „Kandidaten“ Leistungsstopps verhängen bis die Schuld getilgt ist. Nur im Notfall dürfen die Leistungen nicht gestrichen werden.

Hans Muster und Hildegard Bach sind bei der gleichen Krankenkasse versichert. Die eine Person entrichtet für seine Grundversicherung eine Prämie von CHF 250.—und die andere Person CHF Fr. 600.--. Zähle die Gründe auf, warum die beiden Prämien so unterschi

Folgendes kann eine Rolle spielen: Alter Kanton Regionale Abstufung innerhalb des Kantons Unfallsistierung Hausarztmodell HMO Risikostruktur der Kasse

Heiri Müller möchte sämtliche Sparvarianten ausnützen, um möglichst viel Prämien zu sparen. Wie viel in % beträgt die Minimalprämie, und was muss beachtet werden?

-       Die Prämie der besondere Versicherungsformen nach den Artikeln 93 – 101 beträgt mindestens 50 % der Prämie der ordentlichen Versicherung mit Unfalldeckung für die Prämienregion und Altersgruppe des Versicherten. Der Rabatt für den Ausschluss der Unfalldeckung muss gewährt bleiben.

Haben die Kantone ein Mitspracherecht bei der Prämiengestaltung?

Sie können zu neuen Prämien jeweils Stellung nehmen, die Genehmigung obliegt jedoch dem Bundesrat. KVG 61, Abs. 5

Dürfen die Jugendprämien tiefer sein als die Erwachsenenprämie und müssen die Jugendprämien kostendeckend sein?

Die Jugendprämien dürfen tiefer sein als die Erwachsenenprämien und ja, die Jugendprämien müssen zusammen mit den Erwachsenenprämien kostendeckend sein.

Werden die Prämienermässigungen in folgenden Fällen in Franken oder in Prozent festgelegt? Regionale Prämienermässigung Altersabhängige Prämienermässigung Prämienermässigung bei Wahlfranchisen Prämienermässigung bei eingeschränkter Wahl der Leistungserbri

·          Regionale Prämienermässigung: in % Altersabhängige Prämienermässigung: in % Prämienermässigung bei Wahlfranchisen: in CHF Prämienermässigung bei eingeschränkter Wahl der Leistungserbringer: in CHF Prämienermässigung bei Ruhen der Unfallversicherung: in% (Gemäss Kreisschreiben Nr. 5.1 Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung)

Zwischen welchen Prämien müssen die Versicherer gegenüber der versicherten Person unterscheiden?

Prämie der OKP (und dabei das Unfallrisiko gesondert) Prämie der Taggeldversicherung Prämie der Zusatzversicherung Prämie allfälliger weiterer Versicherungsarten

Die Kasse abc hat im Kanton Genf viel die höheren Löhne zu bezahlen als im Kanton Uri. Damit begründet sie den grossen Prämienunterschied in den beiden Kantonen. Denn die Verwaltungskosten im Kanton Genf seien 3x höher als im Kanton Uri. Ist dies erlaubt?

Nein. Verwaltungskosten, Abschreibungen und ausserordentlicher Aufwand und Ertrag dürfen im prämienmässig teuersten Kanton im Maximum das Doppelte der Kosten im prämienmässig günstigsten Kanton betragen. (Gemäss Kreisschreiben Nr. 5.1 Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung)

Urs hat eine obligatorische Krankenversicherung mit Unfalleinschluss, ordentlicher Franchise und bezahlt dafür monatlich CHF 260.–. Er will nun Prämien sparen und hat deshalb seinen Versicherer um ein möglichst günstiges Angebot angefragt. Welches wäre di

KVV Art. 90c 260.– x 50% = 130.–

Peter kündigt am 28. September seine Krankenkasse obwohl er bereits mit der Augustrechnung im Zahlungsverzug ist. Was muss Peter in diesem Fall beachten?

(KVV Art. 105 d) Die Kündigung ist nur gültig, wenn Peter die gemahnten Prämien, Kostenbeteiligungen und Verzugszinse sowie Betreibungskosten vor Ablauf der Kündigungsfrist vollständig bezahlt.

Berechnen Sie den maximalen Rabatt pro Monat bei einer WF Franchise 2'500.00

WF 2'500.00 – Franchise 300.00 = CHF 2'200.00 X 70% = CHF 1'540.00 / 12 Monate = CHF 128.35

Bei Kantonen mit 3 Prämienregionen gibt es maximal erlaubte Prämiendifferenzen. Wie hoch darf die Differenz bei Region 1 und 2 sowie der Unterschied bei Region 2 und 3 maximal sein?

  1 und 2 = max. 15% Differenz

2 und 3 = max. 10% Differenz Gem. KVV Art. 91

Wenn nur 2 Regionen = Differenz max. 10%!

Darf ein Versicherer Kinder vollständig von der Bezahlung einer Prämie befreien?

Nein (gem. Bundesratsentscheid vom 22.10.97)

Wie wird die Prämie der Taggeldversicherung festgelegt?

Eintrittsalter

Region

Höhe des Versicherten Taggeldes

Wie viele Prämienabstufungen innerhalb eines Kantons sind möglich?

Höchstens drei Prämienabstufungen

Was bedeutet: Effektive Prämie?

Prämie der OKP plus Umweltabgabe

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit kein Prämienzuschlag erhoben werden kann?

Die Prämien werden durch die Sozialhilfe bezahlt.

Herr B bezahlt eine monatliche Prämie von CHF 400 bei ordentlicher Franchise ohne Unfalldeckung. Er möchte die Franchise erhöhen um die tiefstmögliche Prämie zu bezahlen. Mit welcher Franchise lässt sich das machen?

Beispiel Franchise 2500: - Unfalldeckung einschliessen: 400 / 93 * 100 = 430.10 - max. möglicher Rabatt = 70% von 2200 / 12 = 128.35 - 430.10 – 128.35 = 301.75 -> ist mehr als 50% der ordentlichen Prämie - Unfall wieder ausschliessen: 301.75 / 100*7 = 21.15 - 301.75 – 21.15 = 280.60 Mit einer Franchise von 2500 erreicht er eine monatliche Prämie von CHF 280.60.

Étudier