KVG Prämien SVS

KVG Prämien SVS

KVG Prämien SVS


Ueli Gisler
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KVG) in der Schweiz. Sie behandeln Themen wie Prämienermäßigungen, Franchisen, kantonale Unterschiede und besondere Versicherungsformen. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Versicherungsfachleute, die sich mit den komplexen Regelungen der Krankenkassenprämien vertraut machen müssen, sowie für Privatpersonen, die ihre Versicherungskosten optimieren möchten.
Flashcards
45
Students
11
Language
German
Category
Finance
Level
Other
Created / Updated
11.09.2012 / 21.01.2023

Flashcards

Wer muss die Prämientarife genehmigen?

Der Bundesrat KVG 61.5

Wie geht die Krankenkasse vor bei Nichtbezahlung der Prämien?

Erinnerungsschreiben

Schriftliche Mahnung und Zahlungsaufforderung spätestens 3 Monate ab Fälligkeit Zahlungsfrist 30 Tage unter Hinweis auf Folgen bei Nichtbezahlung Betreibung nach Ablauf der Zahlungsfrist (interne Fristen der Kassen) Möglicher Aufschub der Leistungen ab Fortsetzungsbegehren ("schwarze Liste") Leistungsaufschub für während Aufschubzeit eingereichte Rechnungen (ab 1.1.2012)

Wie hoch darf die maximale Prämienermässigung (Rabatt) für die besonderen Versicherungsformen betragen?

Die Prämienermässigung muss so gestaltet sein, dass bei Sistierung der Unfalldeckung die minimale Prämie von 50% nicht unterschritten wird.

Wovon ist die Höhe der Prämien der Grundversicherung abhängig?

Wohnort der Versicherten

Regionale Abstufung innerhalb eines Kantons

Alter der Versicherten (Jugendliche und Kinder zahlen weniger)

Besondere Versicherungsform (mit der Wahl einer höheren Franchise (= Selbstbeteiligung) senken sich auch die Prämien)

Unfallausschluss senkt

Wer legt diese Prämien fest?

  Der Versicherer. Die Prämientarife der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bedürfen jedoch der Genehmigung durch den Bundesrat.

Wie viel beträgt die Minimalprämie?

Die reduzierte Prämie darf maximal 50% günstiger sein als die ordentliche Prämie mit gesetzlicher Mindestfranchise von CHF 300.– inkl. Unfalldeckung.

Welche Gründe gibt es, dass es unterschiedliche Prämien gibt?

Alter Kanton Regionen eines Kantons Besondere Versicherungsformen Sistierung der Unfalldeckung Prämienverbilligung Risikostruktur der Kasse Reserve, Strategie der Kasse

Herr A. tritt am 12.1.2011 einem Versicherer bei. Welchen Anteil der Prämie muss er für den Januar bezahlen.

Er muss die volle Januarprämie bezahlen. Die Prämien sind unteilbar und in der Regel monatlich zu bezahlen. Art. 90 KVV

Können die Versicherer beliebig viele Prämienregionen im Einzugsgebiet definieren.

Nein, da die Prämienregionen nicht von der Versicherern selber, sondern einheitlich vom BAG eingeteilt werden.

Was muss bei Prämienermässigungen für besondere Versicherungsformen beachtet werden?

Sie sind so auszugestalten, dass die Prämienermässigung bei Sistierung der der Unfalldeckung gewährt werden kann, ohne dass die minimale Prämie unterschritten wird.

Welche etwas unerfreuliche Nebenwirkung kann eine Kinderfreundliche Krankenkasse haben bezüglich der Prämien?

Kinderprämien sind sehr tief, die Erwachsenenprämie eher hoch. Der Prämien-Sprung beim Übergang von Kinder- auf Erwachsenenprämien ist dadurch auch enorm.

Um was handelt es sich bei der „schwarzen Liste“?

Wer seine Krankenkassenprämien nicht bezahlt, landet auf einer schwarzen Liste, in welche der Leistungserbringer Einsicht hat. Die Krankenkassen können bei diesen „Kandidaten“ Leistungsstopps verhängen bis die Schuld getilgt ist. Nur im Notfall dürfen die Leistungen nicht gestrichen werden.

Hans Muster und Hildegard Bach sind bei der gleichen Krankenkasse versichert. Die eine Person entrichtet für seine Grundversicherung eine Prämie von CHF 250.—und die andere Person CHF Fr. 600.--. Zähle die Gründe auf, warum die beiden Prämien so unterschi

Folgendes kann eine Rolle spielen: Alter Kanton Regionale Abstufung innerhalb des Kantons Unfallsistierung Hausarztmodell HMO Risikostruktur der Kasse

Heiri Müller möchte sämtliche Sparvarianten ausnützen, um möglichst viel Prämien zu sparen. Wie viel in % beträgt die Minimalprämie, und was muss beachtet werden?

-       Die Prämie der besondere Versicherungsformen nach den Artikeln 93 – 101 beträgt mindestens 50 % der Prämie der ordentlichen Versicherung mit Unfalldeckung für die Prämienregion und Altersgruppe des Versicherten. Der Rabatt für den Ausschluss der Unfalldeckung muss gewährt bleiben.

Haben die Kantone ein Mitspracherecht bei der Prämiengestaltung?

Sie können zu neuen Prämien jeweils Stellung nehmen, die Genehmigung obliegt jedoch dem Bundesrat. KVG 61, Abs. 5

Dürfen die Jugendprämien tiefer sein als die Erwachsenenprämie und müssen die Jugendprämien kostendeckend sein?

Die Jugendprämien dürfen tiefer sein als die Erwachsenenprämien und ja, die Jugendprämien müssen zusammen mit den Erwachsenenprämien kostendeckend sein.

Werden die Prämienermässigungen in folgenden Fällen in Franken oder in Prozent festgelegt? Regionale Prämienermässigung Altersabhängige Prämienermässigung Prämienermässigung bei Wahlfranchisen Prämienermässigung bei eingeschränkter Wahl der Leistungserbri

·          Regionale Prämienermässigung: in % Altersabhängige Prämienermässigung: in % Prämienermässigung bei Wahlfranchisen: in CHF Prämienermässigung bei eingeschränkter Wahl der Leistungserbringer: in CHF Prämienermässigung bei Ruhen der Unfallversicherung: in% (Gemäss Kreisschreiben Nr. 5.1 Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung)

Zwischen welchen Prämien müssen die Versicherer gegenüber der versicherten Person unterscheiden?

Prämie der OKP (und dabei das Unfallrisiko gesondert) Prämie der Taggeldversicherung Prämie der Zusatzversicherung Prämie allfälliger weiterer Versicherungsarten

Die Kasse abc hat im Kanton Genf viel die höheren Löhne zu bezahlen als im Kanton Uri. Damit begründet sie den grossen Prämienunterschied in den beiden Kantonen. Denn die Verwaltungskosten im Kanton Genf seien 3x höher als im Kanton Uri. Ist dies erlaubt?

Nein. Verwaltungskosten, Abschreibungen und ausserordentlicher Aufwand und Ertrag dürfen im prämienmässig teuersten Kanton im Maximum das Doppelte der Kosten im prämienmässig günstigsten Kanton betragen. (Gemäss Kreisschreiben Nr. 5.1 Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung)

Urs hat eine obligatorische Krankenversicherung mit Unfalleinschluss, ordentlicher Franchise und bezahlt dafür monatlich CHF 260.–. Er will nun Prämien sparen und hat deshalb seinen Versicherer um ein möglichst günstiges Angebot angefragt. Welches wäre di

KVV Art. 90c 260.– x 50% = 130.–

Peter kündigt am 28. September seine Krankenkasse obwohl er bereits mit der Augustrechnung im Zahlungsverzug ist. Was muss Peter in diesem Fall beachten?

(KVV Art. 105 d) Die Kündigung ist nur gültig, wenn Peter die gemahnten Prämien, Kostenbeteiligungen und Verzugszinse sowie Betreibungskosten vor Ablauf der Kündigungsfrist vollständig bezahlt.

Berechnen Sie den maximalen Rabatt pro Monat bei einer WF Franchise 2'500.00

WF 2'500.00 – Franchise 300.00 = CHF 2'200.00 X 70% = CHF 1'540.00 / 12 Monate = CHF 128.35

Bei Kantonen mit 3 Prämienregionen gibt es maximal erlaubte Prämiendifferenzen. Wie hoch darf die Differenz bei Region 1 und 2 sowie der Unterschied bei Region 2 und 3 maximal sein?

  1 und 2 = max. 15% Differenz

2 und 3 = max. 10% Differenz Gem. KVV Art. 91

Wenn nur 2 Regionen = Differenz max. 10%!

Darf ein Versicherer Kinder vollständig von der Bezahlung einer Prämie befreien?

Nein (gem. Bundesratsentscheid vom 22.10.97)

Wie wird die Prämie der Taggeldversicherung festgelegt?

Eintrittsalter

Region

Höhe des Versicherten Taggeldes

Wie viele Prämienabstufungen innerhalb eines Kantons sind möglich?

Höchstens drei Prämienabstufungen

Was bedeutet: Effektive Prämie?

Prämie der OKP plus Umweltabgabe

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit kein Prämienzuschlag erhoben werden kann?

Die Prämien werden durch die Sozialhilfe bezahlt.

Herr B bezahlt eine monatliche Prämie von CHF 400 bei ordentlicher Franchise ohne Unfalldeckung. Er möchte die Franchise erhöhen um die tiefstmögliche Prämie zu bezahlen. Mit welcher Franchise lässt sich das machen?

Beispiel Franchise 2500: - Unfalldeckung einschliessen: 400 / 93 * 100 = 430.10 - max. möglicher Rabatt = 70% von 2200 / 12 = 128.35 - 430.10 – 128.35 = 301.75 -> ist mehr als 50% der ordentlichen Prämie - Unfall wieder ausschliessen: 301.75 / 100*7 = 21.15 - 301.75 – 21.15 = 280.60 Mit einer Franchise von 2500 erreicht er eine monatliche Prämie von CHF 280.60.

Study