Kronen (Mindpicnic)

Funktionen, Indikation

Funktionen, Indikation


Günter Reinke
Diese Lernkarten decken die Grundlagen der zahnmedizinischen Kronenersatzversorgung auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Präparationsgrenzen, Kronenersatzarten wie Vollkronen und Teilkronen, sowie deren Vor- und Nachteile. Die Karteikarten behandeln auch Indikationen, Merkmale und Funktionen von Kronenersatz, einschließlich ästhetischer und funktioneller Aspekte. Zahnmediziner und Studierende profitieren von diesem Lernset, um fundierte Entscheidungen bei der Planung und Durchführung von Kronenersatzbehandlungen zu treffen.
Karten
13
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
08.07.2013 / 10.07.2013

Lernkarten

Welche Funktionen kann eine Krone haben?

Ersatzfunktion
Wiederherstellung teilweise oder vollstäng zerstörter natürlicher Zahnkronen (Karies/Trauma)

Schutzfunktion: Schutz der natürlichen Zähne vor

  • Mechanische Abnutzung (Klammern/Abrasion)
  • Karies (Mineralisationsstörungen)
  • erhöhter Sensibilität bei Zahnhartsubstanzdefekten ("keilförmige Defekte")

Befestigungsfunktion: als Anker zur Befestigung von Zahnersatz an Pfeilerzähnen

  • festsitzend: Brückenzwischenglieder
  • abnehmbar: Verbindungselemente

 

Was sind die Merkmale einer Teilkrone?

  • Verankerung des Kronenersatzes auf teilweise präparierter natürlicher Krone
  • Retention durch Präparation paralleler Flächen okklusal und approximal, evt. approximal Rillen oder parapulpäre Pin-Verankerung

 

Welche Voraussetzungen müssen für eine Teilkrone gegeben sein?

  • Kariesresistentes Gebiss
  • Vitaler oder erfolgreich wurzelgefüllter Zahn mit genügend Restsubstanz für ausreichende Retention
  • altersentsprechend guter paradontaler Zustand

 

Welche Arten der Teilkronen gibt es?

Inlays (Einlagefüllungen)

  • Teilweiser oder vollständiger Ersatz der anatomischen Kaufläche und mindestens einer Approximalfläche

Onlays

  • Vollständiger Ersatz der funktionellen Kaufläche und beider Approximalflächen

Dreiviertelkronen

  • Vollständiger Ersatz der funktionellen Kaufläche, beider Approximalflächen, sowie der Oral- oder Vestibulärfläche

 

Nennen Sie Vorteile, Nachteile und Indikation von Teilkronen.

Vorteile:

  • geringer Substanzverlust
  • Parodontalhygiene
  • bei inakter Labialwand gute Ästhetik

Nachteile:

  • Kariesgefahr
  • schwierige Präparation
  • im Vergleich zu Vollkronen reduzierte Retention

Indikation:

  • Einzelkronen
  • Brückenanker mit Kraftbrecher bei Lücken von max. einer Molarenbreite
  • Schienung

 

Was sind Merkmal und Vorausseztungen für Vollkronen?

 

Merkmal:
Verankerung des Kronenersatzes auf zirkulär präparierter natürlicher Krone

Voraussetzungen

  • vitaler oder erfolgreich wurzelkanalbehandelter Zahn mit gutem altersentsprechendem Paradontalzustand
  • ausreichende Pfeilerstabilität (mind. 1/2 der nat. Kronenbreite)
  • ausreichende Retentionsflächen (mind. 1/2 der nat. Kronenlänge)

 

Nennen Sie allgemeine Präparationsregeln.

  • soviel Zahnhartsubstanz abtragen wie nötig

(Ästhetik - d.h.Kronenersatz nich voluminöser als natürliche Krone),
vitale Zähne: Pulpenschonung (Ausnahme: stark elongierte Zähne)

  • Fissurenzonen vollständig ausheben (Karies!)
  • präparierte Fläche ohne Unterschnitte bis zur Präparationsgrenze
  • präparierte Flächen abh. von der Stumpflänge leicht konisch (Metallkonkration, Zementabfluss)
  • Präparationsgrenze dort, wo der Kronenrand verlaufen soll

>supragingival (+PA-Hygiene, - Ästhetik)
>subgingival (max. 1,5mm)

 

Nenen Sie verschiedene Präparationsarten.

  • Tangentialpräparation
  • Stufenpräparation
  • Schulterpräparation
  • Hohlkehlpräparation

 

Was sind Vorteile, Nachteile und Indikation der Tangentialpräparation?

allgemein:

  • Präparationsgrenze subgingival
  • fließender Übergang von präparierter zu nicht präparierter Fläche

Vorteile:

  • geringer Substanzverlust
  • geringe Spaltbreiten bei zu kurzem Kronenrand

Nachteile:

  • breite Stümpfe im Zahnhalsbereich

(mangelnde Ästhetik bei Verblendkronen bzw. Aufdehnung/Retraktion des Gingivalsaumes)

  • Präparationsgrenze abdrucktechnisch schwer darstellbar

Indikation

  • Vollgusskronen
  • Ringbandkronen

 

Beschreiben Sie Vor-/Nachteile und Indikation der Stufenpräparation.

allgemein:

  • Präparationsgrenze auf oder knapp über Gingivalsaum
  • klare Absetzung von präparierter zu nicht präparierter Fläche
  • Stufenbreite: 0,5-1mm zirkulär

Vorteile
klar definierte Präparationsgrenze, abformtechnisch gut darstellbar

  • viel Platz im Halsbereich (Ästhetik/PA-Hygiene)

Nachteile

  • großer Substanzverlust
  • Gefahr der Pulpeneröffnung
  • mangelnde Pfeilerstabilität, deshalb nicht geeinget für OK 2er, UK 1er und 2er
  • Kronenrandschluss problematisch (Spaltbildung, Karies)

Indikation

  • Jacketkronen
  • Kunststoffmantelkronen
  • Verblendkronen (-Ortokronen)

 

Beschreiben Sie Vorteile, Nachteile und Indikation der Hohlkehlpräparation.

allgemein:

  • zirkulär gekehlte Absetzung der präparierten zur nicht präparierten Fläche
  • Präparationsgrenze zirkulär gingival

Vorteile

  • mäßiger Substanzverlust
  • ausreichend Platz für Verblendmaterial
  • variable Verblendgrenze
  • glatter übergang Krone/Stumpf

Nachteile

  • Prüparationsgrenze abdrucktechnisch oft schwer darstellbar

Indikation

  • alle Arten von Verblendkronen
  • Teleskopkronen
  • Vollgusskronen

 

Wonach richtet sich die Formgebung des Kronenersatzes?

nach den funktionellen und parodontalhygienischen Gesichtspunkten

Was sind funktionelle Aspekte bei der Gestaltung von Kronenersatz?

Maßnahmen zum Schutz der Muskulatur und der Kiefergelenke:
Okklusion und Artikulation

Étudier