Konstruktion 3
FFH Mannheim Prof.Franke
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Flashcards
Unter Konstruktionsmethodik versteht man ein geplantes Vorgehen mit konkreten Handlungsanweisungen zum Entwickeln und Konstruieren technischer Systeme.
Beschriften Sie die Bereiche, in denen die Produktkosten primär festgelegt werden:
6%: Fertigung 13%: Werkzeuge und Fertigungsvorbereitung 6%:Einkauf 75%:Entwicklung/Konstruktion
3. Nennen Sie die grundsätzlichen Konstruktionsarten und erläutern Sie die wichtigsten Kennzeichen.
• Neukonstruktion: für neue Aufgabenstellungen und Probleme mit neuen Lösungsprinzipien; diese können sich entweder durch Auswahl und Kombination an sich bekannter Prinzipien und Technologien ergeben oder es muss technisches Neuland betreten werden; auch
Den lösungsneutralen Zweck eines Produktes kann man sich als Blackbox vorstellen, in die Eingangsgrößen hinein und Ausgangsgrößen heraus gehen. Wird der Zweck nicht lösungsneutral beschrieben schränkt das evtl. die Möglichkeiten an Eingangs- bzw. Ausgangsgrößen ein und dies gilt zu verhindern um eine möglichst große Auswahl an Lösungen zu erhalten.
Ein Lastenheft (Kundenspezifikationen) beschreibt die Gesamtheit der Forderungen des Auftraggebers an die Lieferung und Leistungen eines Auftragnehmers. Ein wesentlicher Unterschied zu einem Pflichtenheft (Grundlage für eine Anforderungsliste) besteht darin, dass das Lastenheft dem Auftraggeber gehört. Die Anforderungsliste wird aus dem Pflichtenheft erstellt und dient als Grundlage für die Produktentwicklung. Sie wirkt steuernd auf alle nachfolgenden Konstruktionsschritte, indem sie die Solleigenschaften des Produktes bereitstellt. Es werden Ziele und Bedingungen eingetragen, die einer zweckmäßigen Gliederung unterzogen werden und nach Forderungen und Wünschen priorisiert werden.
Eine Aufgabe ist ein gedachtes Ziel mit einem bestimmten Zweck, bei der der Lösungsweg ersichtlich ist. Beim Problem ist die Lösung nicht erkennbar und kann auch nicht direkt mit bekannten Mitteln angegeben werden.
7. Wie ist Methode definiert?
Methode ist ein geplantes und strukturiertes Vorgehen zur Erreichung eines bestimmten Ziels.
Nennen Sie 5 Restriktionen, die die Realisierung eines Produktes einschränken.
• Kunde: zeitl. Einschränkung, Bonität • Ext. Umfeld: Gesetze, Wettbewerber, Trends • Int. Umfeld: Finanzen, Kompetenz, Kapazität, Materialbestände • Strategie: Technologie, Märkte, Wahrnehmung
Anforderungen die nicht ausgesprochen, jedoch für den Kunden selbstverständlich erscheinen (ein mit gemeinter, aber nicht explizit ausgedrückter Bedeutungsinhalt). Diese werden vom Kunden nicht genannt oder aufgeschrieben, da er sie häufig selber nicht kennt -> der Konstrukteur muss sie entdecken.
• Produktfragelisten • Gliederung • Leitlinien • Checklisten • Analyse der Produktumgebung • Szenariotechnik • Mindmaps
Anpassungskonstruktionen und Variantenkonstruktion (Erläuterungen: s. Eigenschaften der Konstruktionsarten in Frage 3)
A) Flaschen (wieder-)verschließen
Eine Funktionsstruktur ist eine Verknüpfung von Teilfunktionen zu einer Gesamtfunktion und hat den Zweck (lösungsneutral!!!): Ein komplexes Problem in überschaubare Probleme zu zerlegen Logische Zusammenhänge darstellen
Hautfluss: Stoff Klassifizierung: Apparat Hauptfluss: Energie Klassifizierung: Maschine Hauptfluss: Signal Klassifizierung: Gerät
Bagger: Maschine Transformator: Maschine Kaffeevollautomat: Apparat Telefon: Gerät Koordinatenmesssystem: Gerät
16. Das nachstehende Diagramm zeigt den Lebenszyklus eines Produkts. Beschriften Sie die Achsen und nennen Sie sowohl die Phasen 1-7 als auch die Begriffe a-e!
1: Produktplanung2: Produktentwicklung3: Vorbereitung Produkteinführung 4: Einführungsphase5: Wachstum-/Reifephase6: Sättigungsphase7: Verfallphase a) Kostenb) Verlustc) Gewinnd) eventueller Wiederanstiege) Umsatz
• Planen und Klären der Aufgabenstellung • Konzipieren • Entwerfen • Ausarbeiten
• Problemdefinition • Zielsetzung • Stand der Technik • Festdaten • Anforderungsliste • Produktmanagement/Marketing • Schadensfälle/Verbesserungen
Wie ist der Begriff Funktion definiert und aus welchen Begriffen setzt sie sich zusammen?
Die Funktion ist die lösungsneutrale Formulierung des Zwecks eines techn. Gebildes und ist mit Substantiv und Verb zu beschreiben (Bsp.: Werkstück spannen, Temp. Messen)
20. Ordnen Sie die in der Vorlesung dargestellten technischen Systeme der Größe nach.
Anlagenverbund, Anlage, Aggregat, Maschine-Gerät-Apparat, Baugruppe, Bauteil, Teilkörper, Wirkfläche
21. Wie sind die Begriffe Intelligenz und Kreativität definiert? Für welche Lösungsmethoden wird Intelligenz, für welche Kreativität benötigt?
Intelligenz ist die Fähigkeit des Begreifens und Verstehens, sowie des Urteilens -> notwendig für analytische Methoden wie diskursive Methoden oder Analogiemethoden Kreativität ist die schöpferische Kraft, die Neues hervorbringt oder bisher unbekannte Zusammenhänge bildet -> notwendig für intuitive Methoden wie heuristische Methoden.
Die Bezeichnung der Methode ergab sich aus den optimal sechs Gruppenmitgliedern, die je drei erste Ideen produzieren und danach fünfmal jeweils drei erste bzw. daraus abgeleitete Ideen weiterentwickeln (6 Teilnehmer, je 3 Ideen, 5 mal Weiterreichen)
23. Was sind die Ziele bei der Erweiterung des Lösungsfeldes
• Lücken erkennen und schließen mittels Ordnungsschemata (z. B. Morphologischer Kasten) • Gefundene Lösungen erweitern und durch Variation ergänzen (Variation der: Funktionsstruktur, Wirkstruktur [physik. Effekt, Werkstoff, Wirkgeometrie], Baustruktur, Systemstruktur)
24. Was ist die im Skript genannte Voraussetzung im Unternehmen, damit die Heuristischen Methoden erfolgreich angewandt werden können?
Heuristische Methoden setzen eine tolerante und ungezwungene Atmosphäre im Unternehmen voraus.
25. Wie ist „Entwerfen“ definiert
Entwerfen ist die Gesamtheit aller Tätigkeiten zum Festlegen aller Bauelemente und deren Verbindungen (Baustruktur).
Gestalten, Darstellen, Berechnen, Experimentieren, Beurteilen/Entscheiden, Ordnen (Übersicht über alle Arten im Skript)
27. Nennen Sie die drei Grundregeln der Gestaltung
Eindeutig:Technische Funktionserfüllung Einfach:Wirtschaftliche Realisierung Sicher:Sicherheit für Mensch und Umwelt Bauteilzuverlässigkeit-Funktionszuverl.-Betriebssicherheit-Arbeitss.-Umwelts.