KLR03
KLR03
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Flashcards
Bestands- und Stromgrößen
Bestandsgrößen beziehen sich auf einenZeitpunkt z.B. Lagerbestand zum 31.12.
- Zahlungsmittelbestand
Summe aller sofort verfügbarer liquider Mittel - Geldvermögen
Zahlungsmittelbestand+Forderungen-Verbindlichkeiten - Reinvermögen
Stromgrößen verändern die Bestandgrößen und sind:
- Auszahlungen und Einzahlungen
- Ausgaben und Einnahmen
- Aufwand und Ertrag
- Kosten und Leistungen
Auszahlungen und Einzahlungen
- Auszahlungen sind Geschäftsvorfälle, die den Zahlungsmittelbestand verringern.
- Einzahlungen entsprechend erhöhen
Die Differenz zwischen Ein- und Auszahlungen in einer Periode nennt man Ein- bzw. Auszahlungsüberschuss
Einzahlungsüberschüsse erhöhen lediglich die Liquidität und sind noch kein Gewinn
Ausgaben und Einnahmen
- Ausgaben sind die Geshäftsvorfälle die das Geldvermögen verringern.
- Einnahmen erhöhen das Geldvermögen
Die Differenz nennt man Einnahmen bzw. Ausgabenüberschuss oder Finanzsaldo
Aufwand und Ertrag
- Aufwendungen verringen das Reinvermögen
- Erträge erhöhen das Reinvermögen
Aus der Saldierung von Erträgen und Aufwendungen resultiert sich der Gewinn o. Verlust.
Kosten und Leistungen
- Kosten sind der bewertete Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen(Güterverzehr), der zur Erstellung und Absatz der betrieblichen Leistung sowie zur Aufrecherhaltung der Betriebsbereitschaft in einer Periode erforderlich ist.
- Leistungen sind der bewertete Zugang von Gütern, die in einer Periode produziert wurden(Güterzugang).
Die Saldierung beider Größen führt zu einer Gewinngröße, dem sogenannten(kalkulatorischen) Betriebsergebnis.
Kostenmerkmale
- Güterverzehr: erst wenn die Güter verbraucht werden, entstehen Kosten
- Leistungsbezogenheit: Der Verbrauch steht im Zusammenhang mit der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit.
- Bewertung: Der Verbrauch muss in Geldeinheiten bewertbar sein.
Neutraler Aufwand ≠ Kosten
Neutraler Ertrag ≠ Leistung
- Betriebsfremder Aufwand: Geschäftsvorfälle die keine eigentlichen betrieblichen Tätigkeit widerspiegeln.
- Außerordentlicher Aufwand: die Vorfälle, die wegen ihrer unregelmäßigen Entstehung nicht als übliche Betriebsablauf zu erwarten sind.
- Periodenfremder Aufwand: betrifft ein anderes Jahr als das vorliegende Geschäftsjahr (z.B: Steuernachzahlungen)
Zweckaufwand: Aufwand = Kosten
Kalkulatorische Kosten (Kosten nicht gleich oder kein Aufwand)
Grundkosten = Zweckaufwand (z.B.: Löhne und Gehälter, Materialverbrauch)
Kalkulatorische Kosten:
- Anderskosten: werden in FBH und KLR in unterschiedlicher Höhe erfasst. (Beispiel mit der Puppe für 1000,-)
- Zusatzkosten: Opportunitätskosten (kein Aufwand) und werden zu Vergleichszwecken mit anderen Unternehmen angesetzt.
Beispiele:
- Kalkulatorische Eigenkapitalzinsen
- Kalkulatorischer Unternehmerlohn
- Kalkulatorische Miete
Zweckertrag (Ertrag=Leistung)
Kalkulatorische Leistung
Zweckertrag = Grundleistung:
- Absatzleistung aus Produkten, die in der gleichen Abrechnungsperiode gefertigt und verkauft wurden.
- Lagerleistung mit Bestandserhöhungen bei fertigen und unfertigen erzeugnissen.
- aktivierte Eigenleistung zur eigenen Nutzung selbst erstellte Anlagen o. Gebäude.
Kalkulatorische Leistung:
- Andersleistung
- Zusatzleistungen (Bsp.: an praktizierende Ärzte unentgeltlich abgegebene Muster)
Alternative Kostenbegriffe
- wertmäßige Kostenbegriff
Kosten sind bewerteter betriebsbedingter Güterverzehr - padagorische Kostenbegriff
in Sinne von "pagare"=auszahlen, also nicht der Güterverzehr, sondern Auszahlungen bzw. Ausgaben. - entscheidungsorientierete Kostenbegriff
Kosten sind in diesem Sinne alle Ausgaben, die durch eine Entscheidung ausgelöst werden. Diese KOsten werden als relevante Kosten bezeichnet.
nicht relevante Kosten sind die Kosten, die nicht durch eine Entscheidung beinfluss werden.
Ebenso unterscheidet man die nicht relevnten Kosten, die in einer früheren Entscheidungssituation relevant sein konnten. Man bezeichet sie als sunk costs (versunkene Kosten).
Beschäftigungsmaßstäbe und alternative Kosteneinflussgrößen
Generell werden Kosten in variable und fixe Kosten aufgeteilt. Variable Kosten können durch unterschiedliche Kosteneinflussgrößen beeinflusst werden. Die fixe Kosten verändern sich dadurch nicht
- Kosteneinflussgröße Beschäftigung (Kapazitätsauslastung)
ist die wichtigste Kosteneinflussgröße z.B.:
- Produktionsmengen
- Maschinenstunden etc.
Beschäftigungsvariable Kosten verändern sich in Abhängigkeit zu der Beschäftigung
Beschäftigungsfixkosten fallen unabhängig von der Beschäftigung in gleicher Höhe an und entstehen für die Aufrechterchaltung der Betriebsbereitschaft. - alternative Kosteneunflussgrößen
- Qualität des Produktionsprogramms/Sortimentes
- Betriebsgröße, Betriebsstruktur
je nach Auswahl der Kosteneinflussgröße können die variable und fixe Kosten variieren.
Zurechenbarkeit de Kosten
Die verschiedenen Produkte des Unternehmens werden auch als Kostenträger bezeichnet. Die Kosten, die direkt einem Produkt zugerechnet werden können, wedren als EInzelkosten bezeichnet. Bei den Kosten, bei denen dies nicht möglich ist , werden als Gemeinkosten bezeichnet.
Prinzipien der Kostenrechnung
- Verursachungsprinzip
Die Kosten werden auf das Objekt verteilt, das die Kosten verursacht hat. - Durchschnittsprinzip
Kosten werden proportional zu einer Schlüsselgröße auf ein Objekt verteilt. - Tragfähigkeitsprinzip
Kosten werden dem Objekt zugeordnet, das es am ehesten verkraften kann.