Kalkulation

Typografischer Gestalter 2014

Typografischer Gestalter 2014


S. B.
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Kalkulation im Rechnungswesen. Sie decken Themen wie Kostenermittlung, Leistungsberechnung, Stundensätze und die Aufgaben der Nachkalkulation ab. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit den Grundlagen der Kostenrechnung und Erfolgsrechnung vertraut machen möchten. Sie bieten praktische Beispiele und Definitionen, die helfen, die komplexen Zusammenhänge des Rechnungswesens zu verstehen und anzuwenden.
Flashcards
42
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
30.04.2014 / 04.10.2015

Flashcards

Was Ist das Hauptziel einer modernen Betriebsorganisation angesichts der heutigen
Wirtschaftssituation in der Druckindustrie?

- möglichst optimal und kostengünstig, d.h. wirtschaftlich produzieren (eigene Kosten kennen)
- möglichst wenig Ausfallzeiten (Leerläufe vermeiden)
- Stärken und Schwächen kennen (lernen)

Mit was kann dieses Ziel erreicht werden?

generell mit einem gut funktionierenden Rechnungswesen. Die Bereiche Finanzbuchhaltung,
Betriebsabrechnung, Kalkulation, Statistik und Planung müssen aufeinander abgestimmt sein.

Wie sind die Kalkulationsgrundlagen aufgebaut?

- Leistungsgrundlagen (Leistung je Zeiteinheit)
- Kostengrundlagen (Kosten je Zeiteinheit/Stundensatz)

Nach welchen Grundlagen wird heute kalkuliert?

- Verbandstarife (KN =Kalkulationsnormen, basierend auf Leistungs- und Kostengrundlagen)
- Haustarife und interne Preislisten (basierend auf eigenen Leistungsdaten)

Welche Kalkulationsschritte sind bei einer Kalkulation zu beachten?

- Prüfung der Unterlagen
- Festlegung der möglichen Auftragsausführung
- Ermitrlung der Zeiten und Materialien
- Umsetzung in Frankenbeträge
- evrl. Varianten und Vorschläge prüfen und berechnen

Wie ergibt sich ein Verkaufspreis?

- Angebot und Nachfrage; der Verkauf entscheidet jedoch auf der Basis einer genauen
Kostenberechnung, nach den betrieblichen Möglichkeiten und der betrieblichen Auslastung.

Welche Angaben müssen In einer Offerte enthalten sein?

- Technische Ausführung/ genauer Auftragsbeschrieb (im Zweifelsfall präzisieren)
- Auffagen/Preis
- Konditionen /Termine

Welche Grundlagen werden für die Vorkalkulation mit betriebseigenen Daten
benötigt?

- Haustarif mit Kostenstellenverzeichnis (mit eigenen Leistungen und Stundensätzen)
- Materiallisten (Lagerpapiere)
- eigene Gemeinkosten- und Verwaltungs- und Vertriebszuschläge

Wie wird ein Stundensatz ermittelt? Welche Mittel gibt es?

- Jahreskosten/ produktiven Stunden(= Kapazität korrigiert mit Ausfall- und Hilfszeit)
- BAB (Betriebsabrechnung); evrl. mit Platzkostenrechnungen (PKR)

Was Ist eine Kostenstelle?

- jede Maschine und jeder Arbeitsplatz

Wozu benötigen Sie eine Betriebsmittelkartei für die einzelnen Maschinen

- technische Möglichkeiten
- Leistungen
- Investitionen, Abschreibungsdauer, Verbrauch usw. für die Kostenermittlung des BAB

Nach welchen Kriterien wird entschieden, mit welchem Produktionsmittel ein
bestimmter Auftrag gefertigt wird?

- Druckformat/ Auflage
- Wirtschaftlichkeit
- Auslastung/Termine

Welche Kriterien beeinflussen die Leistungen (Satz/Druck/Ausrüsten)

- Satz: Menus, Sprache, Textart, Grunddatenwechsel, Komplizizät
- Druck: Umfang, Art der Druckform (Passer/Flächen), Farbenzahl, Farbenart, Druckträger, Flächengewicht
- Ausrüsten: Flächengewicht, Druckträger, Übergänge im Bund, Spezialitäten

Wofür wird ein Leistungskatalog verwendet?

- Basis für die Kalkulation (Zeitwertermittlung)
- Ermittlung der Vorgabezeiten

Wofür werden Vorgabezeiten benötigt?

- Terminplanung
- Soll-/lst-Vergleiche
- Kontrolle der Leistungsdaten

Welche Aufgaben erfüllt der Tagesrapport?

- Ermittlung der Produktionszeiten (je Kostenstelle + Arbeitsgang) für die Betriebsabrechnung
und die Nachkalkulation (Verrechnung der Kosten auf Kostenträger= Aufträge)
- Lohnzurechnung
- Kontrolle der Leistungen und (teilweise) der Materialverrechnung

Was Ist eine Nachkalkulatlon und wie wird diese durchgeführt?

- Grundsätzlich die Ermittlung der Gesamtkosten eines Auftrages
- Zusammenfassung der produzierten Zeiten und Leistungen
- Zusammenfassung der verbrauchten Materialien
- Ermittlung allfälliger Fremdleistungen (Ausrüsten, Stanzformen)
- Ermittlung der Kosten und der Gemeinkostenzuschläge

Nenne Sie die wichtigsten Aufgaben des Rechnungswesen in einer Agentur?

  1. Bilanz
  2. Erfolgsrechnung / Gegnüberstellung von Aufwand und Ertrag
  3. Nachkalulation und Vorkalkulation

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einer Bilanz und einer Erfolgsrechnung?
 

  • Bilanz = Momentaunahme (Foto)

Die Bilanz stellt eine Momentaufnahme (Foto) dar, bezogen auf einen bestimmten Zeitpunkt, den Bilanzstichtag 

  • Erfolgsrechnung = Bewegungsrechnung (Film)

Da in der Erfolgsrechnung die Vorfälle einer ganzen Periode aufgezeichnet werden, handelt es sich hierbei um eine Bewegungsrechnung (Film)

 


 

Was sind Kostenstellen?
 

Damit eine möglichst verursachergerechte Zuweisung der Kosten auf die einzelnen Aufträge (Kosten- träger) vorgenommen werden kann, wird das Unternehmen in organisatorisch, arbeits- und kosten- mässig abgrenzbare Bereiche eingeteilt: die Kostenstellen.
 

Nenne Beispiele für mögliche Kostenstellenarten.
 

  • Materialkostenstellen
  • Fertigungskostenstellen
  • Forschungs- und Entwicklungskostenstellen
  • Verwaltungskostenstellen
  • Vertriebskostenstellen


 

Welche Aufgabe hat die Kostenträgerrechnung?
 

Als Resultat ergibt sich der Erfolg pro Kostenträgergruppe.

Daraus erfüllt sie folgende Aufgaben:

  • Schaffung der Grundlagen für preispolitische Entscheidungen
  • Bewertung der Halb- und Fertigfabrikaten („Ware in Arbeit“)
  • Durchführung einer kurzfristigen Erfolgsrechnung 


 

Wie wird der Stundenansatz errechnet?
 

  • Durch eine Platzkostenrechnung
  • oder ein Budget- modell, in dem die Kostenrechnung quasi simuliert wird
  • oder Standardwerte vom Verband  (obwohl man da ja nichts mehr errechnen muss)


 

Welche zwei Komponenten beeinflussen die Kostenberechnung?
 

  • Leistungskatalog
  • Stundenansatz


 

Was ist der Unterschied zwischen einer Kostenberechnung und einer Preisfindung?
 

  • Die Kostenberechnung wäre optimal und neutral
  • Die Preisfindung bewertet zusätzlich individuelle aspekte des Auftrags und Grenzen der eigenen Machbarkeit (Kosten)


 

Was sind Deckungsbeiträge?
 

Deckungsbeiträge sind Indirekte Kosten die auch abgedeckt werden müssen und hier ihren Beitrag finden

zum Beispiel: Personal-, Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten


 

Was sagt der Nutzungsgrad aus und in welcher Grösse wird er angegeben (h/%/stk....)
 

Der Nutzungsgrad wird in % Prozent angegeben und beschreibt wieviel % man von der Beschäftigungszeit tatsächlich an Aufträgen gearbeitet hat (Fertigungszeit)
 

Aus welchen Kostenblöcken besteht der Stundenansatz im Wesentlichen?
 

Der Stundensatz besteht im Wesentlichen aus folgenden Kostenblöcken:

  • Personalkosten (Löhne, Sozialleistungen)
  • Fremdleistungskosten (Material, Energie, Unterhalt)
  • Raum- und kalkulatorische Kosten (Miete, Leasing, Zinsen, Amortisation)
  • Umlagekosten der Abteilung und der Kosten für den allgemeinen Betrieb 


 

Wenn ein Auftrag zu Grenzkosten angenommen wird, welche Kosten werden dann nicht verrechnet?
 

  • Betriebsleistungskosten
  • Deckungsbeiträge
  • Gewinn
  • Sondereinzelkosten


 

Was bringt eine Nachkalkulation des Auftrages?
 

  • Auftragskontrolle, wurde der Auftrag so gefertigt wie geplant ?
  • Produktionskontrolle, sind unvorhersehbare Schwierigkeiten in der Produktion aufgetreten ?
  • Offertkontrolle, wurde der Auftrag richtig kalkuliert ?
  • Ermittlung von Mehraufwänden, die dem Kunden zusätzlich verrechnet werden können ?
  • Kontrolle des Leistungskataloges für künftige Kalkulationen.
  • Kontrolle der Kunden-, Produkte- und Auftragsstruktur zur vorhanden technischen Infrastruk.


 

Was könnte uns zusätzlich an der Prüfung einen Strich durch die Rechnung machen?
 

Eine Fallstudie

z.Bsp. Bilanz / Erfolgsrechnung


 

Nenne die je 2 Kontenklassen bei der Bilanz und Erfolgsrechnung und für was Sie stehen.
 

  • Bilanz

Aktiven, werden die Vermögenswerte einer Firma aufgeführt, dabei wird im Wesentlichen zwischen Umlaufvermögen (Kasse, Bank, Debitoren, etc.) und Anlagevermögen (Mobilien, Immobilien, etc.) unterschieden.

Passiven, zeigen die Schulden des Unternehmens, wobei zwischen Fremdkapital und Eigenkapital unterschieden wird.

  • Erfolgsrechnung

Aufwandkonten werden, wie es der Name bereits sagt, sämtliche Aufwendeaufgeführt. Hier erfolgt die Aufteilung meist nach Material-, Personal- und Betriebsaufwand.

Ertragskonten werden sämtliche Erträge für die erbrachten Leistungen verbucht.


 

Erzähl mal was über den Buchungssatz und den Buchungsregeln bei der doppelten Buchhaltung.
 

  • Der Buchungssatz

In der doppelten Buchhaltung wird jeder Geschäftsfall zweimal erfasst. In welchem Konto welcher Betrag im Soll resp. im Haben verbucht wird, wird im Buchungssatz umschrieben.....

  • Die Buchungsregeln

.....dabei wird zuerst die Soll-Eintragung, danach die Haben-Eintragung undzuletzt der Betrag geschrieben.

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Unter welcher Rubrik werden Gelbeträge gebucht, mit denen der Buchhalter durchgebrannt ist?
 

Unter laufende Ausgaben :)
 

Nenne die drei wichtigsten Aufgaben des Rechnungswesens in einer Agentur.

  1. Ermittlung der Vermögungslage (Bilanz)
  2. Ermittlung der Erfolgsrechnung (Gegenüberstellung Aufwand/Ertrag)
  3. Ermittlung der Selbstkosten (Nachkalkulation/Vorkalkulation)

Nenne drei Kostenstellenarten.

 - Hauptkostenstellen (unmittelbarer Zusammenhang mit der Leistungstellung)

- Hilfskostenstellen
(erbringen Hilfsleistungen für die Hauptkostenstellen)

- Allgemeine Kostenstellen

Deffiniere Kosten und Leistungsrechnung

Kosten= sind der bewertete Mengeneinsatz

Leistung= sind die positive Komponente der betr. Ertragsrechnung.

zwischen welchen Kosten wir bei der Kostenträgerrechung unterschieden.

- Einzelkosten (direkte Kosten) - sind direkt einem Kostenträger zuzuordnen z.B. Tischplatte, Akkordlöhne (ist dem Produkt dirrekt zuzuordnen)

- Gemeinkosten (indirekte Kosten) - sind nicht direkt....
z.B. Gehälter, Abschreibungen, Miete

Deff. Kostenstellenrechnung.

Verteilung der Kosten nach betrieblichen Funktionsbereichen z. B. CNC-Maschine u.s.w.

Deff. Kostenträgerrechnung

in dieser wird geprüft inwieweit Kosten einem Kostenträger zuzuordnen sind.

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