IVL2.1-AMBOSS-Hämatologie- Thrombozyten und Gerinnungssystem

https://amboss.miamed.de/library#fxid=kg0mv2

https://amboss.miamed.de/library#fxid=kg0mv2


T. S.
Diese Karteikarten bieten einen grundlegenden Überblick über die Hämatologie, insbesondere Thrombozyten und das Gerinnungssystem. Sie behandeln Faktoren wie Hämophilie, Thrombozytopenie und Blutungsstörungen, sowie Medikamente wie Heparin und Cumarine. Der Fokus liegt auf der Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie von Gerinnungsstörungen, einschließlich HUS und TTP. Ideal für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Verständnis der Hämostase vertiefen möchten.
Cartes-fiches
45
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Physique
Créé / Mis à jour
06.12.2013 / 19.03.2021

Flashcards

Was ist das erste Anzeichen für eine HIT und was ist das überhaupt?

Heparin-induzierte Thrombozytopenie Typ II, bei der es Autoantikörper-vermittelt zur Aggregation von Thrombozyten mit bedrohlichen Thromboembolien kommt.

Ein starker Abfall der Thrombozyten weist auf diese Komplikation hin

Welcher Wert wird zur Heparin Therapie gemonitort?

aPTT-aktivierte partielle Thromboplastinzeit

Antidot Heparin?

Protamin

was ist der unterschied bei der Gabe von fraktioniertem und unfraktioniertem Heparin?

unfrak. subkutan oder i.v. frakt. noramlerweise nur subkutan

gibt es ein gegenmittel für Niedermolekulares Heparin?

jein. Protamin antagonisiert zu 50%

Wie wirkt Antithrombin-III ??

wirkt über inhibition von Thrombin  (Faktor 2a) und Faktor 10a

Unterschied ind der wirkung unfrak und frak heaprin?

UFH hemmt nicht nur  Antitrombin sondern auch Faktor Xa. und führt zu einer verminderten Aktivierung des antiku#oagulaorischen Protein Cs.

unterschiede HIT1 und HIT 2?

bei der Hit 1 kommt es zu einer direkten Interaktion, bei Hit2 müssen erst 5 Tage lang Autoantikörper gegen den Komplex aus Heparin und dem Plättchenfaktor 4 gebildet werden.

auch bei niedermolek. Heparin sehr selten möglich

Was macht man bei HIT2

Bei einer HIT-II muss die bisherige Heparintherapie sofort abgesetzt und bspw. mit Hilfe von rekombinantemHirudin oder Argatroban eine adäquate Antikoagulation hergestellt werden!

Wie wirkt Agratoban?

diekte Antithrombinwikrung

Zielwert der Heparintherapie?

 

  • Zielwert: 1,5-2,5fache Verlängerung

Heparin und Schwangerschaft?

Einsatz von niedermolekularen Heparinen in der Schwangerschaft möglich (Mittel der Wahl), da sie nicht plazenta- und muttermilchgängig sind!

Wie wird Hämophilie vererbt?

X-chromosomal-rezessiv

Welche Faktoren bei Hämophilie A und B?

A- Faktor 8

B-Faktor 9

 

2 Typen von Hämophilie A

  • Keine ausreichende Aktivität des Faktors VIII: Hämophilie A-
  • Fehlen des Faktors VIII: Hämophilie A+

Welches ist die häufigere Hämophilie?

A mit über 85%

Wer ist am häufigsten betroffen?

Männer da x-chromsomal rezessiver Erbgang

Ab wann kommt es bei einer Hämophilie zu Blutungen?

bei einer Restaktivität des Faktors VIII (Hämophilie B: IX) von ≤15% kommt es in der Regel zu den charakteristischen Blutungen

Welches System der blutstillung wird durch die Hämophilie beeinträchtigt?

Störung der sekundären Blutstillung (intrinsisches System) Später Blutungsbeginn (nicht direkt nach der Verletzung) Großflächige Blutungen Hämarthros und Muskelblutungen KEINE PETECHIEN!!! ZEICHEN FÜR THROMBOZYTÄRE STÖRUNG

Warum gibt man bei Hämophile Vasopressin?

Wasopressin ist ADH und ADH setzt Faktor 8 aus Gewebe frei

Wie kommt es Grundsätzlich zur Thrombopenie?

Ein Thrombozytenmangel ist in der Regel auf eine gestörte Bildung im Knochenmark oder auf einen gesteigerten Umsatz zurückzuführen.

Wie kommt es zu vermehrtem periferen Umsatz von Thrombozyten?

Antikörper gegen Thrombozyten Idiopathisch immunthrombozytopenische Purpura (ITP) (→ siehe Verlaufs- und Sonderformen) Sekundäre Ursachen Medikamenteninduziert (z.B. bei HIT) Malignome (z.B. CLL) Autoimmunerkrankungen: SLE, Rheumatoide Arthritis Posttransfusionsthrombozytopenie HELLP-Syndrom Erhöhter Verbrauch Mechanische Schädigung durch Herzklappen oder Blutzirkulationen in künstlichen Systemen (z.B. bei Dialysen) Splenomegalie

 

!!!!Bei einem vermehrten peripheren Umsatz von Thrombozyten ist die Megakaryozytenzahl im Knochenmarkspunktat reaktiv erhöht!

Idiopathische immunthrombozytopenische Purpura- 

Die idiopathische immunthrombozytopenische Purpura ist eine Ausschlussdiagnosebei einer isolierten Thrombozytopenie (<100/nL, abweichend vom unteren Referenzwert 150/nl)

Idiopathische immunthrombozytopenische Purpura- einfach mal alles atiologie epi. diag therapie

Synonyme: ITP, Morbus Werlhof Ätiologie: Unbekannt, eine Assoziation mit Virusinfektionen der oberen Atemwege wird diskutiert Epidemiologie: Häufigste Ursache einer Blutungsneigung bei Kindern Klinik Ein Drittel aller Patienten zeigt einen asymptomatischen Verlauf Die Klinik ist abhängig von der Thrombozytenzahl (→ siehe Klinik) Diagnostische Hinweise Isolierte Thrombozytopenie aufgrund verkürzter Lebenszeit der Thrombozyten mit reaktiv gesteigerter Megakaryopoese im Knochenmarkspunktat Nachweis von IgG-Antikörpern gegen Thrombozyten (Bildungsort ist i.d.R. die nicht vergrößerte Milz) ohne Nachweis einer ursächlichen Erkrankung (s. oben) Chronifizierung: Erkrankungsdauer >12 Monate → chronische ITP Therapie Symptomlose Patienten oder Thrombozytenzahl >30/nL: "Watch and wait" (>80% zeigen spontane Remission innerhalb einiger Wochen) Symptomatische Patienten oder Thrombozytenzahl <30/nL: Glukokortikoide, ggf. als hochdosierte Stoßtherapie   Second-line: Bei Nicht-Ansprechen auf Glukokortikoidtherapie, Cushing-Gefahr oder mehreren Rezidiven Splenektomie   Indikation: Persistierende Thrombozytopenie und schwere Blutungen Verfahren: Bevorzugt minimal-invasiv als laparoskopische Operation Intravenöse Immunglobuline: Insbesondere vor Operationen kann durch Immunglobulingabe die Thrombozytenzahl kurzfristig erhöht werden   Immunsuppression: Ausweitung der Glukokortikoidtherapie, CD 20-Antikörper (Rituximab) Thrombopoese-stimulierende Medikamente: Z.B. Romiplostim (im Zulassungsverfahren) Bei lebensbedrohlichen Blutungen: Gabe von Thrombozytenkonzentraten, Immunglobulinen und Glukokortikoiden

Was ist das

Von-Willebrand-Jürgens-Syndrom

 

Kombinierte Gerinnungsstörungen- Epidemiologie: Häufigste angeborene Störung der Hämostase Meistens asymptomatisch   Symptomatische Fälle: Petechiale und großflächige Blutungen Störung der primären Blutstillung: Der von-Willebrand-Faktor ist an der Aggregation und der Adhäsion der Thrombozyten an das Gefäßendothel beteiligt Störung der sekundären Blutstillung: Der Abbau von Faktor VIII wird durch eine Komplexbildung mit dem von-Willebrand-Faktor verhindert. Bei fehlender Aktivität des von-Willebrand-Faktors kommt es zu einer Reduzierung der Plasmahalbwertszeit von Faktor VIII (intrinsisch). Verlängerte Blutungszeit primäre bluttstillung und evtl. verlängerte aPTT sek. Blutstillung

Der Quickwert gibt was an?

Thromboplastinzeit

Welche beiden gehören zur Thrombotischen Mikroangiopathie? was vereint sie?

Das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS, Synonym: Gasser-Syndrom) und diethrombozytopenische Purpura (TTP, Synonym: Moschcowitz-Syndrom) vereinen das Auftreten einer Hämolyse sowie Mikroangiopathien durch Plättchenthromben. 

Was unterscheidet HUS und TTP hauptsächlich?

Charakteristisch für HUS ist eine ausgeprägte Nierenbeteiligung, für die TTP eine schwere Thrombozytopenie. 

Bei wem und wann tritt HUS häufig auf?

häufig im Kindesalter → meist nach EHEC-Infektion aufgrund des Shiga-Toxins

Was ist die Urasache für TTP? 

Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura

Mangel an Metalloprotease ADAMTS 13 Angeboren Erworben durch Auto-AK-Bildung Im Rahmen rheumatischer Erkrankungen Induziert durch Medikamente (u.a. einige Zytostatika) Während der Schwangerschaft (Östrogene)

Pathophysiologie von HUS und TTP

Toxinwirkung oder Mangel an antithrombotisch wirkender Metalloprotease ADAMTS 13 (angeboren oder erworben durch Auto-AK) → Bildung von thrombozytenreichen Thromben → Mikroangiopathie (v.a. Niere und Gehirn) sowie Thrombozytopenie, Hämolyse mit Bildung von Fragmentozyten → akutes Nierenversagen, ZNS-Symptomatik

spez Symptome HUS und TTP

Thrombozytopenie, Störung der Thrombozytenaggregation: Petechiale Blutungen Akutes Nierenversagen: Insbesondere in der anurischen Phase kann es zu folgenden Symptomen kommen Oligurie/Anurie Arterielle Hypertonie Periphere Ödeme Zerebrale Beeinträchtigung  

Wann kommt es zu Fragmentozyten?

Wann aPTT erhöhung wann INR, wann verlängerte Blutungszeit

aPTT- aktivierte partielle Thromboplastinzeit (intrinsisches System, z.B. bei Hämophilie)   INR (extrinsisches System, z.B. Cumarin-Therapie)   verlängerten Blutungszeit -Störungen der Thrombozytenaggregation

was ist das Antiphospholipid-Syndrom (APS)?

handelt es sich um eine Thrombophilie, deren Grundlage die Bildung von Autoantikörpern gegen Phospholipide ist. Hälfte der Fälle tritt das APS sekundär neben einer anderen Grunderkrankung z.B. systemischer Lupus erythematodes auf.   Laborchemisch sind zudem eine verlängerte ! PTT <- nur invitro also beim test!!! und eine Thrombozytopenie typisch 

Wie wirkt ASS?

Irreversible Cox 1-Hemmer->    Hemmung der Thromboxan-Synthese (TXA2) in den Thrombozyten → Thrombozytenaggregation↓   Hemmung der Prostazyklin-Synthese im Endothel Relatives Überwiegen der Thromboxan-Hemmung über der Prostazyklin-Hemmung  Thromboxan wirkt vasokonstriktorisch, Prostazyklin wirkt vasodilatatorisch Die Dosis von ASS ist in der Pfortader sehr hoch  , nach dem first-pass Effekt in der Leber ist die Konzentration im systemischen Kreislauf jedoch gering  

Was sind Clopidogrel, Ticlopidin, Prasugrel, Ticagrelor

AP-Rezeptor Hemmer

Was sind Abciximab, Eptifibatid und Tirofiban

Glykoprotein-2b/3a-Antagonisten- verhindert bindung von Fibrinogen an Thrombozyten

Wie lange wirkt ASS?

sofort und 7-11 Tage (lebenszeit Thrombozyt)

Reye-Syndrom

was löst es aus? wer bekommt es? wie viele Sterben?

Beim Reye-Syndrom kommt es ASS-assoziiert zu einer akuten Enzephalopathie und Leberfunktionsstörung. In der Regel geht der ASS-Einnahme eine Virusinfektion (Varizellen, EBV, Influenza) voraus. Die Erkrankung endet in 50% der Fälle tödlich. Bei Ausheilung verbleiben bei einem Drittel der Patienten neurologische und kognitive Störungen. Ätiologie: Unklar. Tritt im Kindesalter bei Virusinfektion und Einnahme von Acetylsalicylsäure auf. Das pathologische Korrelat ist eine diffuse Schädigung der Mitochondrien. Klinik Gastrointestinal: Übelkeit, heftiges Erbrechen Neuropsychiatrisch: Bewusstseinsstörungen, Persönlichkeitsveränderungen im Rahmen einer hepatischen Enzephalopathie Diagnostik Fettleberhepatitis AST/ALT↑, Ammoniak↑ Therapie: symptomatisch

Study