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Henry Kingston
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in IT-Sicherheit und behandelt Themen wie Authentisierung, Verschlüsselung und Netzwerksicherheit. Sie erklären verschiedene Sicherheitsmodelle, Protokolle und Verfahren, darunter OAuth, OpenID, VPNs und Firewalls. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Anfänger, die die Grundlagen der IT-Sicherheit verstehen möchten, sowie für Fachleute, die ihr Wissen auffrischen oder vertiefen wollen.
Flashcards
154
Students
3
Language
German
Category
Computer Science
Created / Updated
21.03.2014 / 28.12.2021

Flashcards

Nennen sie die Grundsätze der Symmetrischen Verschlüsselung. (2p)

  • Gleicher Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln
  • Schlüssel muss beiden Partnern bekannt sein

Was sind Vorteile der Symmetrischen Verschlüsselung? (3p)

  • Altbekannte Technik
  • Geringer Rechenaufwand
  • Aktuelle Verfahren sehr sicher

Was sind Nachteile der Symmetrischen Verschlüsselung? (3p)

  • Sicherer Kanal für Schlüsselaustausch
  • Ein Schlüssel pro Kommunikationsweg
  • Sicherheit durch wiederholte Verwendung von Schlüsseln beeinträchtigt

Nennen Sie Grundsätze des Public-Key-Verfahrens. (4p)

  • Ein Schlüsselpaar pro Benutzer
  • Einer der Teile kann gefahrlos veröffentlicht werden (public key)
  • Der andere Teil bleibt beim Benutzer (private key)
  • Verschlüsselung mit einem Teil (key) kann nur mit dem jeweils anderem Teil (key) entschlüsselt werden

Nennen sie Vorteile des Public-Key-Verfahrens (2p)

  • Relativ neue Entwicklung (1976)
  • Schlüsselaustausch über unsichere Kanäle

Nennen Sie Nachteile des Public-Key-Verfahrens (5p)

  • Rechenaufwendig
  • Große Schlüssellängen nötig
  • Schlüsselverifikation nötig
  • Wiederholte Verwendung von Schlüsseln beeinträchtigt Sicherheit
  • Sicherheit nicht vollständig beweisbar

Nennen sie Grundsätze eines Hybridverfahrens (Session Key) (2p)

  • Session Key (Sym. Verschl.) wird über Public-Key-Verfahren ausgetauscht
  • Weitere Kommunikation wird mit Sessionkey verschlüsselt

Nennen sie Vorteile des Hybritverfahrens (Session Key) (4p)

  • Schlüsselhandling wie bei Public-Key
  • Performance wie symmetrische Verfahren
  • Session-Key wird nur einmal verwendet
  • Mit Public-Key werden nur kleine, zufällige Datenmengen verschlüsselt

Wie werden Digitale Signaturen erstellt? (3p)

  • Erstellen einer Prüfsumme über das Dokument
  • Prüfsumme wird mit Private Key verschlüsselt
  • Verschlüsselte Prüfsumme wird an Dokument gehängt.

Wie Werden Digitale Signaturen geprüft? (3p)

  • Empfänger berechnet Prüfsumme aus Dokument
  • Empfänger entschlüsselt angehängte Prüfsumme
  • Empfänger vergleicht Prüfsummen

was sind Blockchiffres? nennen Sie ein Beispiel (4p)

  • Ver- und Entschlüsselung blockweise
  • feste länge Klartextzeichen mit IV (Schlüssel) ergeben feste länge Chiffretextzeichen
  • verknüpfung mit Schlüssel
  • Bsp: Blowfish

Was versteht man unter Cipher Block Chaining? (4p)

  • Jeder Klartextblock wird vor Verschlüsselung mit vorhergehenden Chiffretextblock XOR-verknüpft.
  • Erster Klartextblock wird mit sog. Initialisierungsvektor (IV) verknüpft.
  • Der Chiffretextblock wird damit von allen vorhergehenden Blöcken abhängig.
  • Timestamp oder Zufallswert als IV wird an Nachricht angehängt.

Was versteht man unter Stromchiffres? (4p)

  • Verknüpfung von einzelnen Klartextzeichen mit Zeichen eines Schlüsselstroms (XOR bei Bits)
  • Schlüsselstrom ist pseudozufällige Zeichenfolge, aus dem Schlüssel abgeleitet
  • Keine Mindestmenge an Daten für Verschlüsselungsvorgang
  • jedes Zeichen kann sofort übertragen werden

 

Was sind Synchrone Stromchiffres? (1p)

Stromchiffres bei denen die Erzeugung des Schlüsselstroms unabhängig von Klar- und Chiffretext ist.

Was sind Probleme bei Stromchiffres? (4p)

  • gleiche Nachrichten ergeben gleichen Chiffretext
  • Bei Kenntnis von Klar- und Chiffretext kann Schlüsselstrom rekonstruiert werden
  • Weitere Nachrichten mit gleichem Schlüsselstrom lesbar
  • Sauberes IV-Handling essentiell

Wofür wird das Public-Key-Verfahren verwendet? (3p)

  • Schlüsselaustausch
  • Verschlüsselung
  • Signaturen

Was versteht man unter RSA-Verschlüsselung? (4p)

  • Geeignet für Verschlüsselung und Signatur
  • Basiert auf Produkt großer Primzahlen
  • Sicherheit durch Schwierigkeit der Faktorisierung
  • Blockchiffre

Nennen Sie Ziele der Kryptanalyse (3p)

  • Gewinnung von Informationen aus den Daten über Schlüssel oder Klartext
  • Zur Überprüfung und Quantifizierung ihrer Sicherheit
  • Änderung des Klartextes durch gezielte manipulation des Chiffretextes

Was sind Häufigkeitsanalysen (1p)

Das analysieren von Häufungen von Zeichen/Zeichenketten in einem Chiffretext

Was ist eine Frequenzanalyse (2p)

  • wird bei monoalphabetischen Verfahren eingesetzt
  • Einfache Häufigkeitsanalyse der Zeichen (bsp. e häufig genutzter Buchtabe)

Welches Analyseverfahren könnte bei einem polyalphabetischem Verschlüsselungsverfahren eingesetzt werden? (5p)

  • Koinzidenzanalyse
  • -> Bestimmung der Schlüssellänge
  • Aufteilung in n Spalten (n: Schlüssellänge)
  • Spaltenweise Frequenzanalyse
  • -> Bestimmung der Einzelalphabete

Was muss bei der Wahl der Schlüssellänge berücksichtigt werden? (2p)

  • Lebensdauer der Information
  • Entwicklung der Rechenleistung

Was versteht man unter einem Seitenkanal-Angriff? nennen Sie 4 Beispiele (5p)

  • Gewinnung von Zusatzinformation über verdeckten Informationskanal z.B.
  • Laufzeitanalysen
  • Stromverbrauchsanalyse
  • Elektromagnetische Abstrahlung
  • Berechnungsfehler aufgrund Umgebungsbedingungen (z.B. Betrieb mit Unterspannung)

Was versteht man unter Differentieller Kryptanalyse? (3p)

  • Chosen Plaintext Attack
  • Untersuchung der Auswirkungen der Differenzen verschiedener Klartexte auf die Differenzen der resultierenden Chiffretexte
  • Daraus Rückschluss auf Wahrscheinlichkeit möglicher Schlüssel

Was versteht man unter linearer Kryptanalyse (3p)

  • Known-Plaintext-Angriff
  • Approximation der Verhältnisse zwischen Klartext, Chiffretext und Schlüssel durch lineare Gleichungssysteme
  • In Zusammenhang mit bekannten Plaintext-Chiffretext-Verfahren Rückschluß auf Schlüsselbits

Was versteht man unter einem Man-in-the-middle-Angriff? (4p)

  • Angreifer hängt sich aktiv in den Kommunikationskanal ein
  • Täuscht beiden Partnern vor, jeweils der andere Kommunikationspartner zu sein
  • Dadurch beliebige Analyse und Verfälschung des Datenverkehrs möglich
  • Meist durch Manipulation von Netzwerkstrukturen

Wozu verwendet man Hashverfahren? (4p)

  • Integritätsprüfung von Dokumenten
  • Authentizitätsprüfung
  • Digitale Signatur
  • Schlüsselgenerierung

Was sind Eigenschaften einer Schwachen Hashfunktion? (5p)

  • h = H(M) leicht zu berechnen --> h = hashwert, H = Hashfunktion, M = Nachricht
  • schwer zu gegebenem h ein M zu berechnen
  • feste länge des Hash, variable Länge der Nachricht
  • schwer, zu geggebenem M ein M' zu berechnen mit H(M) = H(M')
  • keine Sicherheit gegen "Geburtstagsattacke"

Was sind eigenschaften einer Starken Hashfunktion? (2p)

  • Eigenschaften schwacher Hashfunktion
  • zusätzlich: schwer, beliebige M und M' zu finden mit H(M) = H(M')

Wozu dienen Message Authentication Codes? (2p)

  • Authentisierung
  • Integritätsprüfung

Wie funktionieren Message Authenthication codes? (4p)

  • Blockchiffre mit festem IV
  • Geheimem statt festem Schlüssel
  • Letzter Block ergibt Hashcode
  • Schlüssel wird an Datenangehängt

Eignen sich Message Authentication Codes als Signaturen? (2p)

  • Bedingt nutzbar
  • Keine Beweisbarkeit der Urheberschaft

Welche Anforderungen müssen digitale Signaturen erfüllen? nennen Sie ein Verfahren (5p)

  • Zweifelsfreie Identifikation des Urhebers
  • Keine Wiederverwendbarkeit (nur gültig mit Originaldokument)
  • Unveränderbarkeit des Dokuments
  • Verbindlichkeit (Urheberschaft nicht abstreitbar)
  • Erfüllbar mit Public Key Verfahren

Welche Anforderungen muss eine Qualifizierte Digitale Signatur erfüllen? (5p)

  • Erfüllt gesetzlich geforderte Schriftform
  • Verwendung einer Smartcard (Schlüssel verlässt Karte nicht)
  • Kartenleser mit eigener Tastatur für PIN-Eingabe
  • Zertifikat einer  anerkannten CA
  • Verwendung von zertifizierter Hard- und Software

Was versteht man unter einem Zertifikat? (4p)

  • Schlüssel selbst wird signiert
  • kann Signierer und Signaturschlüssel vertraut werden, dann auch signiertem Schlüssel
  • Zusammen mit Schlüssel werden weitere Daten siginiert
  • Signierter Schlüssel mit Daten ergibt Zertifikat

Welche zwei unterschiedlichen Ansätze gibt es für Zertifikate? (2p)

  • Web of Trust
  • Public Key Infrastructure

Was ist ein Web of Trust? (4p)

  • Dezentraler Ansatz
  • Gegenseitige Signaturen
  • Verifikation über Signaturketten
  • Sehr robust gegen Ausfall einzelner Elemente.

Wie funktioniert eine Public Key Zertifikat Infrastructure? (6p)

  • Vergabe und Verwaltung durch zentrale, vertrauenswürdige Stellen (Certification Authorities)
  • Flache Strukturen
  • Nur wenige Signaturschlüssel zu verifizieren
  • Weniger Verantwortung beim Benutzer
  • Kostenaufwendige Infrastruktur
  • Single Point of Failure

Was sind generelle Ziele eines Angreifers? (8p)

  • Industriespionage
  • Wettbewerber benachteiligen
  • Identitätsdiebstahl (Phishing, ... )
  • Erpressung ("Ransomware")
  • SPAM
  • Missbrauch von Resourcen (gekaperte FTP-Server, Bot-Netze)
  • Spieltrieb, Zerstörungsdrang ("Script Kiddies")
  • Aufdecken von Schwachstellen ("Hacker")

Unterscheiden sie die zwei grundlegenden Arten von Angriffen

  • Passiv: unautorisierte Informationsgewinnung
  • Aktiv: unautorisierte Modifikation von Daten

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