ISTQB Glossar

Dieses Glossar enthält Fachbegriffe aus dem Bereich des Softwaretests, sowie ergänzender Begriffe aus dem Bereich der Softwaretechnik, die einen Bezug zum Testen haben. Stand: 19.04.2013

Dieses Glossar enthält Fachbegriffe aus dem Bereich des Softwaretests, sowie ergänzender Begriffe aus dem Bereich der Softwaretechnik, die einen Bezug zum Testen haben. Stand: 19.04.2013


Ario Solario
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Terminologie im Bereich des Softwaretestens, insbesondere nach ISTQB-Standards. Sie decken zentrale Konzepte wie Testverfahren, Überdeckungsanalyse, Konfigurationsmanagement und verschiedene Testtypen ab. Ideal für IT-Professionals und QA-Experten, die ihre Kenntnisse in Softwaretesten vertiefen und standardisierte Begriffe sowie Prozesse verstehen möchten.
Cartes-fiches
121
Utilisateurs
48
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
23.10.2013 / 27.01.2026

Cartes-fiches

Diejenigen Kriterien, die ein System oder eine Komponente erfüllen muss, um eine Abnahme durch den Benutzer, Kunden oder eine bevollmächtigte Instanz erfolgreich abschließen zu können. [IEEE 610]

Abnahmekriterien

Formales Testen hinsichtlich der Benutzeranforderungen und - bedürfnisse bzw. der Geschäftsprozesse. Es wird durchgeführt, um einem Auftraggeber oder einer bevollmächtigten Instanz die Entscheidung auf der Basis der Abnahmekriterien zu ermöglichen, ob ein System anzunehmen ist oder nicht. [Nach IEEE 610]

Abnahmetest

Testen, um festzustellen, inwieweit Benutzer mit besonderen Bedürfnissen in der Lage sind, eine Komponente oder ein System zu benutzen. [Gerrard]

Zugänglichkeitstest

Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, die richtigen oder vereinbarten Ergebnisse oder Wirkungen mit dem benötigten Grad an Genauigkeit zu liefern. [ISO 9126] Siehe auch Funktionalitätstest.

Richtigkeit

Der Prozess des Testens, um die Richtigkeit eines Softwareprodukts zu bestimmen.

Richtigkeitstest

Die Phase im IDEAL-Modell, in der die Verbesserungen entwickelt, in die Praxis umgesetzt und unternehmensweit eingesetzt werden. Die Agierenphase besteht aus den Aktivitäten: Lösung erstellen, Lösung erproben/testen, Lösung verfeinern und Lösung umsetzen. Siehe auch IDEAL .

Agieren (IDEAL)

Siehe schlüsselwortgetriebener Test.

aktionswortgetriebener Test

Benutzer oder irgendeine andere Person oder ein System, welche mit dem zu testenden System auf eine bestimmte Art interagiert.

Akteur

Im Test beobachtetes/erzeugtes Verhalten einer Komponente oder eines Systems unter festgelegten Bedingungen.

Istergebnis (Tatsächliches Verhalten)

Informelles Testen, bei dem keine Testvorbereitung stattfindet und keine anerkannten Testentwurfsverfahren verwendet werden. Es werden keine erwarteten Ergebnisse vorab spezifiziert und die Testdurchführung erfolgt mehr oder minder improvisiert.

Ad-hoc-Testen

Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, dass sie auf verschiedene Laufzeitumgebungen angepasst werden kann und dabei nur die Anpassungen vorzunehmen sind, die genau diesem Zweck dienen. [ISO 9126] Siehe auch Übertragbarkeit.

Anpassbarkeit

Eine Aussage über die Werte, die der agilen Softwareentwicklung zugrunde liegen. Diese Werte sind: - Individuen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge - funktionierende Software ist wichtiger als umfassende Dokumentation - Zusammenarbeit mit dem Kunden ist wichtiger als Vertragsverhandlungen - Reagieren auf Veränderungen ist wichtiger als die Befolgung eines Plans.

agiles Manifest

Eine auf iterativer und inkrementeller Entwicklung basierende Gruppe von Softwareentwicklungsmethoden, wobei sich Anforderungen und Lösungen durch die Zusammenarbeit von selbstorganisierenden funktionsübergreifenden Teams entwickeln.

agile Softwareentwicklung

Testvorgehensweise in einem Projekt mit agiler Softwareentwicklung, die Techniken und Methoden wie z.B. Extreme Programming (XP) einbindet, die Entwicklung als den Kunden des Testens ansieht, und die den Test-First-Entwicklungsansatz hervorhebt. Siehe auch testgetriebene Entwicklung.

agiles Testen

Testen beim Hersteller durch potenzielle Kunden/Benutzer oder ein unabhängiges Testteam in einer Simulations- oder Nutzungsumgebung, die nicht anderweitig für die Entwicklung der Software genutzt wird. Ein Alpha-Test kann als interner Abnahmetest für Standardsoftware betrachtet werden.

Alpha-Test

Testen, das auf einer systematischen Analyse von z.B. Produktrisiken oder Anforderungen basiert.

analytisches Testen

Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, die Diagnose von Mängeln oder Ursachen von Fehlerwirkungen zu ermöglichen oder änderungsbedürftige Teile zu bestimmen. [ISO 9126] Siehe auch Wartbarkeit/Änderbarkeit.

Analysierbarkeit

Unstimmigkeit, die durch Abweichung von (berechtigten) Erwartungen an das Softwareprodukt ausgelöst ist. Die Erwartungen können auf einer Anforderungsspezifikation, Entwurfsspezifikationen, Benutzerdokumentation, Standards, bestimmten Vorstellungen oder sonstigen Erfahrungen basieren. Anomalien können auch, aber nicht nur, durch Reviews, Testen, Analysen, Kompilierung oder die Benutzung des Softwareprodukts oder seiner Dokumentation aufgedeckt werden. [IEEE 1044]

Anomalie

Wiederholte Aktion, Prozess, Struktur oder wiederverwendbare Lösung, die anfangs vorteilhaft erscheint und allgemein genutzt wird, die aber in der Praxis ineffektiv oder kontraproduktiv ist.

Anti-Pattern

Test des Codes, der die Kommunikation zwischen Prozessen, Programmen und/oder Systemen ermöglicht. Der API-Test beinhaltet oft Negativtests, d.h. das Testen der Robustheit und der Fehlerbehandlung. Siehe auch Schnittstellentest.

API-Test

Ein Dokument, das die Ergebnisse eines Assessments zusammenfasst, z.B. Schlussfolgerungen, Empfehlungen und Befunde. Siehe auch Prozessbewertung.

Assessment-Bericht

Eine Person, die ein Assessment durchführt; ein Mitglied eines Assessment-Teams.

Assessor

Eine Bedingung die nicht mehr weiter zerlegt werden kann, d.h. eine Bedingung, die keine zwei oder mehr Einzelbedingungen enthält, die durch logische Operatoren (UND, ODER, EX-ODER) verbunden sind.

atomare Bedingung

Gezielter Versuch, um die Qualität eines Testobjekts, insbesondere die Zuverlässigkeit, zu bewerten, indem versucht wird, spezifische Fehlerwirkungen zu provozieren. Siehe auch Negativtest.

Angriff

Ein erfahrungsbasiertes Testverfahren, das Softwareangriffe nutzt, um Fehlerwirkungen, insbesondere solche im Bereich der Zugangssicherheit, zu erzeugen. Siehe auch Angriff.

angriffsbasiertes Testen

Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, für den Benutzer attraktiv zu sein. [ISO 9126] Siehe auch Benutzbarkeit.

Attraktivität

Ein unabhängiges Testen von Softwareprodukten und -prozessen, um die Konformität mit Standards, Richtlinien, Spezifikationen, und/oder Prozeduren basierend auf objektiven Kriterien zu bestimmen, einschließlich der Dokumente, welche (1) die Gestaltung oder den Inhalt der zu erstellenden Produkte festlegen, (2) den Prozess der Erstellung der Produkte beschreiben (3) und spezifizieren, wie die Übereinstimmung mit den Standards und Richtlinien nachgewiesen bzw. gemessen werden kann. [IEEE 1028]

Audit

Ein Pfad, bei dem der Prozess-Output als Startpunkt verwendet wird und durch den Prozess bis zum Beginn/Input (z.B. Daten) zurückverfolgt wird. Dies erleichtert die Überprüfung von Ergebnissen und erlaubt ein Prozess-Audit. [Nach TMap®]

Audit Trail

Testmittel, z.B. in einer Skriptsprache formulierte Anweisungen, die im automatisierten Testen eingesetzt werden.

automatisierte Testmittel

Der Grad, zu dem eine Komponente oder ein System im operativen Betrieb bzw. für die Nutzung zur Verfügung steht. [IEEE 610] Siehe auch Zuverlässigkeit.

Verfügbarkeit

Ein Test, bei dem zwei oder mehr Varianten einer Komponente oder eines Systems mit gleichen Eingaben ausgeführt und deren Ergebnisse dann verglichen werden. Im Fall von Abweichungen wird die Ursache analysiert. [IEEE 610]

Back-to-Back-Test

Ein strategisches Werkzeug zur Messung im Unternehmen, in wie weit die operationalen Aktivitäten mit deren Vorgaben im Hinblick auf Geschäftsvision und Strategie im Einklang sind. Siehe auch Unternehmensübersicht, Scorecard.

Balanced Scorecard

Eine Spezifikation oder ein Softwareprodukt, welches formal geprüft bzw. dem zugestimmt wurde. Anschließend dient diese Referenzkonfiguration als Basis für die weitere Entwicklung und darf nur durch ein formales Änderungskontrollverfahren geändert werden. [Nach IEEE 610]

Referenzkonfiguration

Eine Folge von einer oder mehreren aufeinanderfolgenden Anweisungen, welche keine Verzweigungen enthalten. Anmerkung: Ein Knoten in einem Kontrollflussgraphen repräsentiert einen Basisblock.

Basisblock

Eine aus der internen Struktur einer Komponente oder Spezifikation abgeleitete Menge von Testfällen, durch die eine 100% Überdeckung bzgl. eines spezifizierten Überdeckungskriteriums (z.B. Zweigüberdeckung) erreicht werden kann.

Basis-Testfallmenge

Die Reaktion einer Komponente oder eines Systems auf eine Menge von Eingaben unter Berücksichtigung bestimmter Vorbedingungen.

Verhalten

(1) Ein Standard, gegen den Messungen oder Vergleiche gemacht werden können. (2) Test, der verwendet werden kann, um Komponenten oder Systeme gegeneinander oder gegen einen Standard wie in (1) zu vergleichen. [Nach IEEE 610]

Benchmarktest

Software, die für einen einzelnen oder eine kleine Gruppe von Kunden oder Benutzer entwickelt wird. Das Gegenstück ist Standardsoftware.

Individualsoftware

Eine überlegene Methode oder innovative Vorgehensweise, die zu einer gesteigerten Leistungsfähigkeit einer Organisation unter gegebenen Bedingungen beiträgt. Üblicherweise herrscht bei vergleichbaren Unternehmen Einigkeit darüber, was jeweils Best Practice ist.

Best Practice

Testen oder testweiser Betrieb eines Softwareprodukts durch repräsentative Kunden/Benutzer in der Einsatzumgebung des Kunden/Benutzers, um zu ermitteln, ob eine Komponente oder ein System die Kundenbedürfnisse erfüllt und zu den Geschäftsprozessen passt. Anmerkung: Mit einem Beta-Test wird eine Art externer Abnahmetest durchgeführt, um vor der endgültigen Freigabe eine Rückmeldung vom Markt einzuholen.

Beta-Test

Étudier