IREB Foundation

IREB Foundation

IREB Foundation


Nicolo Janett
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen des Requirements Engineering nach IREB-Standard, von System- und Kontextgrenzen über Stakeholder-Analyse bis zur strukturierten Dokumentation von Anforderungen. Sie erklären Ermittlungstechniken, Qualitätskriterien für Anforderungsdokumente und die Bedeutung standardisierter Strukturen wie IEEE 830. Ideal für Einsteiger und Praktiker, die systematische Anforderungserhebung verstehen und anwenden möchten.
Flashcards
35
Students
30
Language
German
Category
Computer Science
Level
Other
Created / Updated
11.06.2013 / 03.09.2026

Flashcards

LZ 1.1 Ursache / Gründe für mangelhaftes Requirements Engeneering

- Falsche Annahme der Stakeholder

- Kommunikationsprobleme

- Projektdruck durch Auftraggeber

LZ 1.2 4 Haupttätigkeiten des RE

- Ermiteln / Dokumentieren / Abstimmen / Verwalten von Anforderungen

LZ 1.3 Rolle der Kommunikation im RE

Sprache ( mündlich  / schriftlich ) / Glossar / Modelle ( UML )

Gefahren: Sprachliche Vereinfachung / Implizites Vorwissen / Unterschieldiche Betrachtungsweisen

LZ 1.4 Eigenschaften eines Requirments Engineers

- Analytisches Denken

- Empathie

- Kommunikationsfähigkeit

- Konfliktlösungsfähigkeit

- Moderationsfähigkeit

- Selbstbewusstsein

- Uberzeugsungsfähigkeit

LZ 1.5 Arten von Anforderungen

  • Funktionale Anforderungen

 

  • Qualitätsanforderungen
    • Performance
    • Verügbarkeit
    • Zuverlässigkeit
    • Skalierbarkeit
    • Anpassungsfähigkeit
    • Portabilität

 

  • Rahmenbedingen
    • Organisatorische / technische Vorgabe

LZ 1.6 Rolle der Qualitätsanforderungen

  • Qualität der Funktionalität
    • Angemessenheit
    • Sicherheit
    • Genauigkeit
    • Ineroperabilität
  • Zuverlässigkeit
    • Robustheit
    • Fehlertoleranz
    • Backup / Restore
  • Benutzbarkeit
    • Verständlichkeit
    • Erlernbarkeit
    • Bedienbarkeit
  • Effizienz
    • Zeitverhalten ( Performance )
    • Resourcennutzung
  • Aenderbarkeit des Systems
  • Uebertragbarkeit des Systems

LZ 1.a Was ist ein Requirement ?

  1. Eine Bedingung / Fähigkeit, die von eine benutzer ( Person oder System ) zur Lösung eines Problems oder Erreichung eines Zieles benötigt wird.
  2. Eine Bedingung oder Fähigkeit, die ein System oder Teilsystem erfüllen oder besitzen muss, um einen Vertrag / Norm / Spezifikation oder ein anderes formell bestimmtes Dokument zu erfüllen.
  3. Eine dokumentierte Repräsentation oder Eigenschaft gem. 1 / 2

LZ 1.b Was ist ein Stakeholder ?

  1. Eine Person / System / Organisation, welche direkt oder indirekt Einfluss auf die Anforderungen eine betrachteten Systems hat.
  2. Stakholder sind Quellen für die Anforderungen
  3. Uebersehen eines Stakeholders führt zu lückenhaften Anforderungen
  4. Erwartungen der Stakeholder müssen geklärt und abgestimmt werden.

LZ 2.1 Was ist der Systemkontext ?

Der Systemkontext ist der Teil der Umgebung, der für die Definition und das Verständnis des berachteten Systems relevant sind.

LZ 2.1 Was ist die Systemgrenze ?

Die Systemgrenze separiert das geplante System von seiner Umgebung und definiert den veränderbaren Teil.

LZ 2.1 Was ist die Kontextgrenze ?

Die Kontextgrenze definiert den relevanten Teil der Ungebung om irrelevanten. Objekte ausserhalb der Kontextgrenze haben keinen Einfluss auf dei betrachtete System.

LZ 2.2 Welche Darstellungsforme werden für die Definition der System- / Kontextgrenze eingesetzt ?

  1. Use Case Diagramme ( Akteure / Nutzungsbeziehungen )
  2. Datenflussdiagramme ( Quellen ( Ursprung )  / Senken ( Endpunkt ) )

LZ 2.1 Welche möglichen Aspkete sind im Systemkontext zu betrachten ?

  • Personen- / Personengruppen
  • Systeme
  • Prozesse
  • Ereignisse
  • Standards
  • Regulatorische Aspekte

LZ 2.1 Was is unter Grauzone in Beziehung von System- / Kontext grenze zu verstehen ?

Die Grauzone beinhaltet nicht klare oder noch nicht nicht abschliessende geklärte Einflüsse ( z. B. gesetzliche Aspkete )

LZ 3.1.1 Was sind Anforderungsquellen ?

  • Stakeholder
  • Dokumente
  • bestehende Systeme / Konkurrenzsysteme

LZ 3.1.2 Bedeutung von Anforderungsquellen ?

Bedeutung unberücksichtigter Anforderungsquellen ?

  • Wichtigster Input für RE

 

  • Unberücksichtigte Anforderungsquellen können signifikant negative Auswirkungen auf das Projekt haben

LZ 3.1.3 Nenne die wichtigsten Informationen der Stakeholder Dokumentation ?

  • Name
  • Funktion
  • weitere Kontakte
  • Verfügabrkeit ( zeitlich / räumlich )
  • Relevant des Stakeholders
  • Wissensgebiet / -umfang
  • Ziele und Intressen in Bezug auf das Projekt

LZ 3.1.4 Wichtige Prinzipien im Umgang mit Stakeholdern ?

  • Vereinbarung ( mündlich / Schriftlich )
  • Aufagben
  • Verantwortlichkeiten
  • Befugnisse
  • Rechte & Pflichten

LZ 3.2.1 Was ist das KANO-Modell ?

  • Basisfaktoren ( unbewusst / selbstverständlich )
    • Beobachtungs / dokumentenzentr. Techniken
  • Leistungsfaktoren ( explizi gefordert / bewusst )
    • Befragungstechniken
  • Begeisterungsfaktoren ( nicht bewusst / "nützliche Ueberrasschung" )
    • Kreativitätstechniken

LZ 3.3.1 Einflussfaktoren für die Wahl der Ermittlungstechniken ?

  • Risikofaktoren des Projektes
  • menschliche Faktoren ( Erfahrung / Fähigkeiten RE und Stakeholder )
  • Organisatorische Einflüsse ( Termine / Budget /  Ressourcen )
  • Komplexität des Systems / Projekts
  • Angestrebter Detaillierungsgrad der Anforderungen

LZ 3.3.2 Vor- Nachteile von Ermittlungstechniken ?

  • Befragungstechniken
    • Interview
      • Vorteile: Aufdeckung unbewusster Anforderungen, direkte Rückkopplung
      • Nachteile: hoher Zeitaufwand
    •  Fragebogen
      • Vorteile: Viele Infromation in kurzer Zeit
      • Nachteile: Vorbereitung zeitaufwändig / keine Rückkopplung / nur erfragbar was RE kennt

 

  • Kreativitätstechniken
    • Brainstorming
      • Vorteile: viele Ideen in kurzen Zeit
      • Nachteile: schwierig bei hohe Gruppendynamik / dominanten Teilnehmern
    • Brainstorming paradox ( Sammlung von Ereignissen, die nciht erreicht werden sollen )
    • Prespektivwechsel ( Sechs-Hut-Denken )
      • Vorteile: Dokumentation der unterschiedlichen Sichtweisen
      • Nachteile: Nicht geeignet für deatillierte Anfroderunge, da sosnt sehr zeitaufwendig
    • Analogietechnik ( Bionik )

 

  • Dokumentenzentrierte Techniken
    • Systemarchälogie
      • Vorteile: Vollständige Abdeckung von Alt / Neu
      • Nachteile: viele sehr detaillierte Anforderungen / sehr zeitaufwendig
    • Perspektivenbasiertes Lesen
      • Vorteile: spezifische Konzentration auf die Rolle ( Manager / RE / Tester etc )
      • Nachteile: Erfahrung in der Rolle notwendig / zeit aufwändig
    • Wiederverwendung
  •  

LZ 4.1.1 Zentrale Gründe der Dokumentation ?

  • Qualität der Anforderungsdokumentation
  • Rechtliche Relevanz
  • Komplexität
  • Zugreifbarkeit für alle Stakeholder

LZ 4.2.1 Aretn der Dokumentation ?

  • Strukturperspektive
  • Funktionsperspektive
  • Verhaltensperspektive

LZ 4.2.2 Vor- / Nachteile natürlichsprachiger Dokumentation ?

  • Vorteile
    • Kein Stakeholder muss Notation lernen
    • sehr vielseitig einsetzbar
    • alle Arten von Anforderungen können formuliert werden
  • Nachteile
    • mögliche Mehrdeutigkeit
    • Mögliche Vermischung der verschiedenen Perspektiven
    • Einzele Perspektiven können nur schwer isoliert werden

LZ 4.2.3 Wichtigste modellbasierte Dokumentatiosnformen ?

  • Use case ( Systemfunktionalität )
  • Klassendiagramm ( Datenstruktur )
  • Aktivitätsdiagramm ( Ablaufmodellierung )
  • Zustandsdiagramm ( Ereignisgesteuertes Verhalten )

LZ 4.2.4 Vorteile von Mischform bei Anforderungsdokumentationen ?

  • Durch Kombination kann die jeweilige Schwäche der anderen From verringert werden
  • Bilder sagen mehr als 1000 Worte

LZ 4.3.1 Vorteile von standartisierten Dokumenten

  • Einarbeitung von neuen Mitarbeitern wird erleichert
  • schnellere Erfassung ausgeählter Inhalte
  • Selektives Schreiben / Lesen / Verifizieren ist möglich
  • "autmatische" Ueberprüfung ( Vollständigkeit )
  • Einfache Wiederverwendung von Inhalten

LZ 4.3.2 Vebreitete standartisierte Dokumentenstruktur

  • RUP ( Rational Unified Process )
  • IEEE 83-1998
  • V-Modell

LZ 4.3.3 Wichtige Punkte in einer standartisierten Struktur

  • Einleitung
    • Zweck
    • Systemumfang
    • Stakeholder
    • Definitionen / Abkürzungen
    • Referezen
    • Uebersicht
  • Allgemeine Uebersicht
    • Systemumfeld
    • Architekturbeschreibung
    • Systemfunktionalität
    • Nutzer- / Zielgruppen
    • Randbedingungen
    • Ausnahmen
  • Anforderungen
    • Funktionale Anforderungen
    • Qualitätsanforderungen
  • Anhang
    • weiterführende Dokumentation
  • Index

LZ 4.4.1 Verwendung / Aufgaben von Anforderungsdokumenten

  • Planung
  • Design ( Architektur )
  • Implementierung
  • Test
  • Aenderungsmanagement
  • Systemnutzung ( Support ) / -wartung
  • Produktedokumentation
  • Vertragsmanagement

LZ 4.5.1 Qualitätsanforderungen an ein Anforderungsdokument

  • Eindeutig / Konsistent
    • Alle Anforderungen müssen eindeutig und konsistent sein
    • dürfen sich nicht widersprechen
  • Klare Struktur
  • Modifizier- / Erweiterbar
  • Vollständig
    • Insbesodere Fehler / Ausnahmefälle
  • Verfolgbar

LZ 4.6.1 Qualitästankritereien für Anforderungen

  • Abgestimmt
  • Bewertet
  • Eindeutig
  • Gültig und aktuell
  • Korrekt
  • Konsistent
  • Prüfbar
  • Realisierbar
  • Verfolgbar
  • Vollständig
  • Versändlich

LZ 4.6.2 Wichtigste Stilregeln

  • Klare / kurze Sätze
  • Nur 1 Anforderung pro Satz
  • Nur 1 Verb ( Prozesswort ) pro Satz verwenden
  • keine komplizierten / verschachtelten Sätze

LZ 4.7.1 Inhalt / Bedeutung von einem Glossar

  • Zentrale Bedeutung in Bezug auf gemeinsames Verständnis von Begriffen
  • Konsistente Terminologie für alle Stakeholder
  •  

LZ 4.7.1 Regeln im Umgang mit einem Glossar

  • Zentrale Verwaltung
  • Von 1 Person unterhalten
  • Projektbegleitend Unterhalten
  • Allgemein zugänglich
  • Verbindliche Verwendung für alle Involvierten
  • Begrifssherkunft sollte im Glossar vorhanden sein
  • Glossar muss mit Stakeholder abgestimmt sein
  • Einträge müssen einhetiliche Struktur aufweisen

Étudier