M0052 IPS

IPS Installationen, Beatmung, Lagerung

IPS Installationen, Beatmung, Lagerung


A. R.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Intensivpflege und Beatmungstherapie auf universitärem Niveau. Sie behandeln zentrale Themen wie die Beatmung von Patienten, die Funktion der Lunge und die verschiedenen Beatmungsarten, einschließlich IPPV, CPAP und BIPAP. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Pflegepersonal, die sich auf die Versorgung von Patienten mit Atemproblemen vorbereiten oder ihr Wissen vertiefen möchten.
Flashcards
40
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
07.02.2016 / 16.01.2024

Flashcards

Warum liegt ein Patient auf der IPS? 

  • intensive Überwachung nötig (spezielle Medis, instabiler Zustand, erhöhter Hirndruck,..)
  • Unterstützung von Vitalfunktionen
  • Invasive Therapie (Beatmung, HF (Hämofilter), IABP (Intraortorale Ballonpumpe), Hirndrucksonde, Excor)
  • Intensive Pflege nötig 
  • (intensive PT nötig) 

Nenne 5 Aufgaben der PT auf der IPS.

  • Prophylaxe (Atmung, Gelenke, Neurologie)
  • Behandlung von (Be-)Atmungsproblemen 
  • Behandlung von neurologischen Defiziten (Tonus, Wahrnehmung, Bewegungsstörung)
  • Lagerungen
  • Mobilisation/ Vertikalisation von Patienten 
  • Stand-/Gehtraining
  • Behandlung von Gelenksproblemen (Kontrakturen, Sz, Schwellungen,...)
  • Anbahnen/Wiedererlernen von Bewegungsabläufen 
  • Kraft/Ausdauertraining 
  • Behandlung von Ödemen (LPT)
  • Schluckstörungen (FOTT = Facial Oral Tract Therapy) 
  •  Lungenfunktionsprüfungen (Verlaufskontrolle bei Thoraxtrauma, Guillain-Barré,..)
  • ADL-Training (Ergo) 

EKG

EKG

Pulsoxymeter

Biox

Arterieller Katheter

Arterieller Katheter

ZVK

ZVK

Was gilt bei einem Pulmonaliskatheter gut zu bedenken/beachten? 

Geht durch das Herz bis in Pulmonalarterie -> Darf auf keinen Fall herausgerissen werden -> Kann Arrythmien oder Herzstillstand bewirken! 

Tubus

Tubus

Trachealkanüle

Trachealkanüle

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Tubus und einer Trachealkanüle?

Tubus geht über Rachen durch Stimmbänder -> Pat kann unmöglich sprechen 

Trachealkanüle: Wenn Entcufft und Sprechventil -> kann sprechen, essen, durch Mund atmen,... 

Magensonde, Duodenalsonde

Sonde

Was gibt es für verschiedene Ableitungen von Körper-/Wundflüssigkeiten? 

  • Thoraxdrainage
  • Redons/Easy Flow
  • VAC

Was ist eine ECMO?

Extracorporale Membranoxygenierung --> Herz-Lungen-Maschine

Welche 2 Möglichkeiten gibt es grob bei einer Beatmungmaschine? 

  • Externe Atmung vollständig übernehmen
  • Externe Atmung unterstützen

Was sind mögliche Gründe, dass ein Pat beatmet werden muss? 

  • Sedierte/relaxierte Patienten
  • Fehlende Schutzreflexe (Husten!)
  • Ateminsuffiziente Patienten
    • verminderte Wachheit
    • Lungen-/Herzerkrankung
    • Thoraxverletzung
    • gestörter Gasaustausch 

Was ist der Unterschied zwischen Atmung und Beatmung? 

  • Atmung: Luft wird bei Einatmung in die Lungen gesogen (Unterdruck)
  • Beatmung: Luft wird bei Einatmung in Lungen geblasen (Überdruck)

Welche Beatmungsarten gibt es? 

  • Kontrollierte Beatmung (IPPV)
  • Assistierte (Be-)Atmung (BIPAP)
  • Unterstützte (Be-)Atmung (CPAP ASB, CPAP ohne Druckunterstützung)

Was heisst Druckkontrolliert (DK)? 

Was heisst Volumenkontrolliert (VK)? 

  • Druckkontrolliert (DK): Volumenkonstant -> Gerät bläst so lange, bis eingestellter Druck erreicht ist 
    --> Braucht man wenn Lunge geschützt werden muss, z.Bsp. bei Herzpatienten
  • Volumenkontrolliert (VK): Spitzendrücke unterschiedlich hoch -> Gerät bläst, bis eingestelltes Luftvolumen in Lunge gepumpt ist (DruckINkonstant)
    --> v.a. bei Hirnpatienten 

Was ist die IPPV Beatmung? 

  • Intermitted positive pressure ventilation
  • kontrollierte Beatmung 
  • Volumenkontrolliert 
  • Vollständige Übernahme des Atemzyklus durch das Beatmungsgerät 
  • Triggerung durch Pat nicht erwünscht, aber möglich 
  • Gerät versucht voreingestelltes Atemzugvolumen mit möglichst niedrigem Druck zu erreichen -> gelingt dies nicht ohne die eingestellte Drucklimite zu überschreiten, wird das AVZ verkleinert

Was ist die BIPAP (Be-)Atmung? 

  • Biphasic positiv airway Pressure 
  • Mischform zwischen kontrollierter und unterstützter Atmung
  • Druckkontrolliert 
  • zwei verschiedene Druckniveaus voreingestellt 
  • Spontanatmung möglich und erwünscht 
  • Hat Pat keine eigene Atemaktivität -> BIPAP entspricht druckkontrollierter Beatmung 

Was ist die CPAP ASB (Be-)Atmung? 

  • Continuous Positiv Airway Pressure, Assisted Spontaneous Breathing
  • Atemunterstützung 
  • Druckunterstützt
  • Voraussetztung: Eigenaktivität des Patienten
  • Atemzüge durch voreingestellten inspiratorischen Druck unterstützt 
  • Inspirationstrigger 
  • Pat bestimmt Atemfrequenz, also das Verhältnis I:E und Atemminutenvolumen
    -> Pat atmet etwas ein -> Maschine blast noch mehr Luft hinein -> Bei Ausatmung: Stenose (PEP, bei Maschine PEEP) 

Was wird bei einem CPAP (ohne Druckunterstützung) noch kompensiert oder unterstützt? 

  • CPAP = Continuous positive airway pressure 
  • O2-zugabe möglich (FiO2)
  • Peep (Positiver EndExpiratorischer Pressure - Verhindern von Lungenkollabieren)
  • Tubuskomensation

Bei welchem PEEP kann extubiert werden ? 

Was sind sonst noch Bedingungen, damit ein Pat extubiert werden kann?

PEEP 5/6

Pat muss neurologisch so weit sein -> Muss Aufforderungen befolgen können -> Nicht nur auf Blutgaswerte verlassen 

Was ist der Sinn und Zweck von PEP/PEEP? 

Sicherstellen, dass nach der Ausatmung der Druck in der Lunge immer noch höher ist als der Umgebungsdruck, ansonsten kollabiert die Lunge -> Lunge offen halten

Was kann passieren wenn man über einen Tubus oder Trachealkanüle absaugt? 

Beim Absaugen word auch Luft abgesaugt -> Druck sinkt -> Lunge kann kollabieren (bei beatmeten Patienten bläst Maschine die Lunge gleich wieder auf) -> Bei nicht beatmeten -> sofort mit Blasebalg wieder aufblasen! 

Was bedeutet NIV-Beatmung? 

Nicht-invasive Beatmung

via Nasen- oder Mundmaske 

Was gehört alles zur Beurteilung eines Patienten am Respirator? 

  • Erkrankung/ Verletzung? 
  • Beatmungsform? (kontrolliert/unterstützt)
  • FiO2
  • Tidalvolumen, Minutenvolumen 
  • BGA und SpO2 
  • Thorax-Röntgen (falls vorhanden: CT)
  • Atembefunde (Inspektion, Auskultation, Palpation) 

Was bedeutet der FiO2? 

Inspiratorischer Sauerstoffanteil eines beatmeten Patienten 

0,2 oder 21% bedeutet gleich wie Raumluft 

Generell so tief wie möglich, zu hoch auf Dauer ist Lungenschädlich! (Sauerstoff kann bei überdosierung toxisch sein!)

Was kann bei einem Patienten am Respirator für eine Therapie gemacht werden? (Mehrere)

  • Lagerungen 
  • LEGOR/S
  • Verlagerung der Atmung in die Expirationslage (AD)
  • Hustenunterstützung beim endotrachealen Absaugen 
  • Gelenks- und Weichteiltechniken (Thorax-/ Rippenbeweglichkeit)
  • Mobilisation (z.B. wenn möglich an den Bettrand oder in den Lehnstuhl)

Wann sollte die RL auf der IPS vermieden werden? 

  • bei Pat mit erhöhtem Extensorentonus (RL stimuliert Extensorentonus)
  • prekäre Hautverhältnisse oder schon Dekubiti dorsal
  • bei Aspirationsgefahr 
  • bei Pat. mit dorso-basalen Atelektasen 
  • Grundsätzlich den Pat nicht zu oft flach in RL lagern, mind. 30-45° Oberköperhochlage 

Wann ist eine Seitenlage kontraindiziert? 

  • Bei Leberblutung: Immer auf Rechts lagern -> ansonsten fliesst Blut in Bauchraum 
  • Bei Milz: Immer auf Links lagern -> selber Grund 
  • instabile Beckenfrakturen 
  • offener Thorax, Kreislaufinstabilität 
  • Pat mit Herproblemen liegt oft nicht gerne auf der linken Seite 
  • Pat mit instabiler WS-Verletzung, falls überhaupt, "en bloc" 

Warum sollte ein Pat auf der IPS mobilisiert werden? 

  • Wachheit des Pat. fördern 
  • Haltungstonus stimulieren 
  • Belüftung der Lunge Hustenstoss /FRC (Funktionelle Residualcapacity) verbessern 
  • gute ASTE um Stützaktivitäten zu trainieren 
  • erster Schritt, um "wieder auf die Beine zu kommen"
  • Mobilisation als Teil der Therapie einbauen 

Was besagt die aktuelle Studienlage zum Thema Frühmobi auf der IPS? 

  • verkürzte Liegedauer 
  • geringere Kosten der direkten Nachfolgeversorgung im Spital oder Reha 
  • reduktion postoperativ pulmonaler Komplikationen 
  • Reduktion Todesrisiko und Re-Hospitalisation innert 12 Monaten nach Entlassung 
  • wichtige Massnahme zur Vermeidung/ Verminderung von Delir 
  • verkürzte Verweildauer am Respirator bis zum Weaning 
  • verbesserter funktioneller Outcome nach der IPS und bis zum Spitalaustritt 
  • Negativeffekte der Immobilisation reduzieren 
  • Vigilanzverbesserung 

Was bedeutet peridural Anästhesie? 

Spinale Analgesie (Spinalkanal)

Was bedeutet "soporös"?

Noch leicht ansprechbar und reagiert auf Reize, aber kurz vor Koma (abfeschwächt: somnolent)

Warum ist Weaning ein so wichtiger Prozess? 

Weil während der Zeit am Respirator Intercostalmuskulatur und Zwerchfell nicht aktiv sind -> danach atroph -> gegen Schwerkraft danach extrem schwierig zu atmen (Vertikalisieren! -> fällt dann leichter!)

Welche 3 Bereiche umfasst die GCS? 

Augen öffnen 

verbale Reaktion 

Motorische Reaktion 

Ab wie viel Prozent O2-Gabe wirkt Sauerstoff toxisch? 

Ab ca. 60-80%, sehr individuell verträglich.... dann aber greift O2 Lunge an

Was passiert wenn die Vitalkapazität (VK) unter 40ml/kg sinkt? 

Kein suffizienter Hustenstoss mehr! 

Was ist das ARDS? 

Acute Respiratory Distress Syndrom

  • Akute schwere pulmonale Insuffizienz als typische Reaktion der Lunge auf unterschiedliche Noxen
  • Keine Krankheit, sondern ein entzündliches Syndrom der Lunge 
  • Geschädigt sind Alveolen, die Permeabilität der Lungenkapillaren ist gesteigert, Entstehung nicht kardiogenes Lungenödem 
  • Häufige Auslöser: Sepsis und MODS (Multiorgandysfunktionssyndrom), Trauma, Aspiration von Magensaft 
     

Study