FOM 6. Semester


Kevin Helm
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über Investor Relations und Unternehmensbewertung auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Risiko, Wert und Marktanalyse, wobei der Fokus auf Investoren, Renditen und der Volatilität von Kursen liegt. Besonders relevant sind die CAPM-Methode, Beta-Faktoren und die Korrelation von Unternehmenswerten. Das Lernset richtet sich an Studierende und Fachleute, die sich mit Investor Relations, Unternehmensbewertung und Finanzmanagement auseinandersetzen, um fundierte Entscheidungen zu treffen und Informationsasymmetrien zu reduzieren.
Flashcards
87
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
21.06.2014 / 30.01.2023

Flashcards

Abwehstrategien: Präventive Maßnahmen

-Shark repellants: Satzungsklauseln zur Stärkung der Leitungsorgane des ZielUN-->Staggered Board als sonderform: zeitliche Staffelung der Amtzeiten der organmitglieder

-Stimmrechte: Vorzugsaktien, , MA-Aktienprogramme etc.

-Golden Parachutes: außergewöhnlich hohe Abfindungen für leitende Angestellte, USA ohne Begrenzung möglich, in Deutschland nur in angemessenen Verhältnissen zu den Aufagben

-Poison Pill: Rechtsgeschäfte die satzungsgemäß an eine Übernahme gebunden werden, z.B. Wandelanleihen mit "Change of Control"Regelungen

-Erhöhung des Verschulungsgrades: Abbau von liquiditätsreserven z.B. durch Aktienrückkaufprogramm

 

 

Einflussfaktoren auf die Übernahmewahrscheinlichkeit

-Ineffizinetes Management, Kennzahlen: niedriges ROE, niedirges Wachstum, geringe Verschuldungsquote

-Unterbewertung der Aktien des Targets( +)

-Unternehmensgröße(-)

-Anteil materieller Vermögensgegenstände ( asset deals locken)

-Cash Reserven ( vgl. Porsche/VW)

-Anteilsbesitzkonzentration (wenig eigentümer = (-) )

Spillover Effekte der Optionswerttreiber

-Abbau von Fixkosten reduziert das operative Risiko, verringert aber auch die Kapitalkosten und führt so zu einem höheren NPVq

-Fixkostenreduktion kann auch Entwicklungsflexibilität eindämmen und damit kumulative Vola senken

-wichtig ist dann das Management, es muss Vor und Nachteile abwägen!

Schiefe einer Wahrscheinlichkeitsverteilung

1. Linksschief : Höhere Wahrscheinlichkeit von höheren Renditen( Rechts ist der Kegel dicker), aber auch höhere Gefahr von niedrigen Extremwerten (fällt flach nach links ab)

2.Rechtsschief: Höhere Wahrscheinlichkeit von negativen Renditen(Links ist der Kegel dicker) aber auch höhere positive Renditen möglich(fällt flach nach rechts ab)

Für risikoaverse Anleger ist eine rechtsschiefe Verteilung im Vergleich besser, wenn die Rendite gleich erwartet wird und die Volatilität gleich hoch ist!

Wölbung/Kurtosis einer Wahrscheinlichkeitsverteilung

Verteilung der Wahrscheinlichkeitsmasse, d.h. mehr (weniger) Masse an den Enden wird als dicke(dünne) Enden bezeichnet.

1.Dicke Enden =Leptokurtisch =Wahscheinlichkeit von Extremwerten wird höher

An Kapitalmärkten sind meist linksschiefe und dicke Enden zu erkennen!
 

Kovrianz

-Beschreibt die Stärke des Zusammenhangs zwischen zwei Renditen

cov (a und b) = (r(a)-(Mittelwert r(a))) x (r(b)-(Mittelwert(r(b)))

-absolute Größe

Korrelation

-Normiert die Kovarianz sodass nur Werte zwischen -1 und +1 möglich werden.

- (-1) = perfekte negative Korrelation ( nur möglich bei Derivaten)

-(+1)= Perfekte Korrelation , d.h. Wertpapiere verlaufen vollkommen identisch

0= keine Korrelation, d.h. vollkommen unabhängig

Naive Diversifikation

alle Titel im Portfolio haben das gleiche Gewicht.

-O²= 1/n x(duchschnittliche Varianz der einzelnen Titel+( 1-1/n)x(durchschnittliche Kovarianz zwischen den Titeln

-Formel erklärt den Grenznutzen der Diversifikation. Je größer die Zitelanzahl n ist, desto geriner der Effekt( 1.Term) und steigende Abhängigkeit von Kovarianz!

30-40 Wertpapiere reichen aus

Abwehrstrategien: Reaktive Maßnahmen

-Pac Man: Target startet Versuch den Bieter zu kaufen( siehe VW)

-Kapitalerhöhung: klappt nur bei vorheriger Genehmigung auf HV und PLatzierungsmöglichkeit

-Schaffung Kartellrechtlicher Probleme: Kauf von Wettbewerbern des Bieters

-Fat Man: Cash Abbau und gleichzeitig Unantraktiver für den Käufer durch schlechte Unternehmen

-Crown Jewels: Verkauf der interessanten Geschäftsfelder an einen Wettbewerber

-White Knight: Suche nach einem anderen "wohlgesonneren" Käufer

Effiziente Portflios

Wenn folgendes gilt :

-es gibt kein anderes Portfolio das bei gleichem Risiko eine höhere Rendite erzielt

-bei gleicher Renditeerwartung ein geringeres Risiko aufweist

-und eine höhere Rendite bei geringerem Risiko aufweist

Effizienzkurve

Kurve in einem Rendite/Risikodiagramm auf dem alle effizienten portfolios liegen

 

Minimum Varianz Portfolio (MVP)

Portfolio auf der Effizienzkurve, das die geringste Vola(geringstes Risiko) aufweist.

-Wendepunkt der Hyperbel

-Vola=0 wäre der risikolose Zins

Capital Market Line

Erweiterung der Annahmen von Markowitz um den risikolosen Zins. Damit ist MVP nicht mehr effektiv, da alle Werte auf CML zwischen Rf und Tangentialportfolio M effizienter sind.

Capital Market Line

Erweiterung der Annahmen von Markowitz um den risikolosen Zins. Damit ist MVP nicht mehr effektiv, da alle Werte auf CML zwischen Rf und Tangentialportfolio M effizienter sind.

Sharpe Ratio

Überschussrendite pro Einheit übernommenen Risikos ( Vola)

- SR= R(Wertpapier) -Rf / O (Volatilität wertpapier)

-nur bei normalverteilten Renditen sinnvoll

Kritikpunkte an Portfoliotheorie

-Transaktionskosten verhindern beliebige Depotgröße ( Depotgrößenproblematik)

-Normalverteilung der Renditen vorausgesetzt

-1 Periode ist unklar bestimmt= Timingproblematik / Portfoliorevision (stetige Anpassung des Portfolios) wird vernachlässigt

-Hohe Anzahl an Inputdaten notwendig (Aufwand ")

-Zeitlich instabile Inputdaten

-Irrationalität der Anleger (steigende Vola und steigene Korrelationen als zeichen für Krisen!)


 

Behavioral Finance

-Verhaltenorientierte Finanzlehere

-Versucht Anomalien zu erklären

-Heuristiken(Vereinfachungsregeln)

BF: Verzerrungen

-Home Bias: heimische Titel überbewerten

-Familaeity Bias : AG oder bekannte Titel übergewichten

= Keine gute Diversifikation

Overconfidence : Selbstüberschätzung führt zu übermäßigem handel

-Dispositionseffekt : Festhalten an Verlierern, Verfrühter Verkauf von Gewinnern

-Sentiment: Stimmungen beeinflussen Handel

-Herdenverhalten

Realoptionen

Handlungsspielräume

Unterschied statische und dynamische Modelle

statische: Vernachlässigen Handlungsspielräume, da fixe Unternehmenscharakteristika vorausgesetzt werden

dynamische: HS werden berücksichtigt, Inputdaten steigen stark an, Risikoprofil wird beeinflusst.

Optionsarten

Verzögerungsoption: Zeitliche Verschiedbung der Durchführung, Abwarten bis UNsicherheit verschwindet, vergleichbar mit Call Long

Erweiterungs und Kosnolidierungsoption: Felxible Anpassung des Projektes

Abbruchfunktion:Projektaufgabe, vergleichbar mit  Long Put Option

Wachstumsoption: Durchführung von Folgeinvestitionen Long Call Option

Umstellung- Wechseloption: Prozessoptimierung

Erweiterter Kapitalwert

Net Present Value ( -C0)+ Summe der abgezinsten Cashflows + Wert der Handlungsspielräume/Realoptionen

-Realoption immer positiv, wenn Unsicherheit durch Zeitvorteil abnimmt oder Zeitwertvorteil entsteht

Analogien zwischen Finanz und Realoptionen / Value Driver

Barwert der Cashflows = Aktienkurs

Investitionsausgaben= Ausübungspreis

Zeitspanne = Laufzeit

Zeitwert des Geldes = risikoloser zins

Unsicherheit der zu erwartenden Cashflows = Volatilität des Aktienkurses

Grenzen der Analogien

-keine Permanente Handelbarkeit von Realoptionen möglich (großprojekte nur einmal möglich)

-Finanzoptionen sind immer exklusive Rechte, Realoptionen KÖNNEN exklusiv sein

-Endogenität der Wertetreiber =Management kann die Trieber beeinflussen, Finanzwerttreiber sind immer exogen

-Realoptionen interagieren, Finanzoptionen haben keinen Einfluss aufeinander

Prämissen des Binomialmodells

-freier Marktzugang

-keine weiteren Restiktionen, Transaktionskosten etc.

-Leerverkäufe sind jederzeit gestattet

-risikoloser Zins vorhanden

-Kurse folgen einem Binomialpfad, d.h. über diskrete und äquidistante Zeitpunkte

-risikoneutraler Anleger

Dimensionen der Optionswertmatrix : Zeitwertvorteil

Wird durch den Flexibilitätshorizont bestimmt und die barwertige Bewertung der investitionsausgaben:

Present Value(X) = X(Investitionsausgaben) / Abzinsung mit risikolosem Zins^ Jahre

NPVq= S( Barwert der Cashflows) / ( PV(X) )

Dimensionen der Optionswertmatrix: Flexibilitätsvorteil

wird durch die Unsicherheit der erwarteten Brutto-Cashflows bestimmt und durch die kumulative Volatilität ( Vola multipliziert mit Wurzel aus t( Zeitspanne in der die Investition ausgeführt werden kann)

Regionen der Optionswertmatrix: 1 Region und Region 6

-T=0, daher alte Denkweise des NPV vorhanden, ist der NPV positiv ( Cashlows in zukunft höher als Investition) dann 1, kleiner 0, dann Region 6 und damit nicht durchführen

Regionen der Optionswertmatrix Region 2 und 3

-beide Regionen sind positiv und haben daher einen NPVq >1

-diagonale Trennlinie ist der NPV

- NPV<0 dann 3 , NPV>0, dann 2. Vergleichbar mit Option die bereits im Geld ist, oder noch aus dem Geld( aber durch die Zeit noch gute Chancen hat)

-Region 2: möglicherweise sofort durchführen(ansonsten könnte wert der Option fallen)

-Region 3: Wahrscheinlich später, der hohe Wert der Flexibilität macht es interessant, der Negative NPv aber im Moment noch unattraktiv


 

Regionen der Optionswertmatrix: Regionen 4 und 5

-beide haben einen NPVq von < 1

-diagonale Trennlinie ist der erweiterte Kapitalwert ( NPV+C)

-Region 4: möglicherweise später, da Flexibilität den negativen NPV dominiert

-Region 5: wahrscheinlich nicht, da selbst der erweiterte Kapitalwert < 0 ist und nur noch geringe Chancen über die Zeit da sind.

modifizierte Optionswertmatrix: Vor- und Nachteile
 

-Vorteil: Bietet Einteilung in 6 Investitionsentscheidungen

-Nachteil: Faktoren können sich im Laufe der Zeit verändern, d.h. z.b. kumulative Vola sinkt mit der Zeit und kann schnell die Region verschieben

-Achtung: Werttreieber sind endogen und können vom Management aktiv beeinflusst werden

Optionswerttreiber

1. S= Barwert der Cashflows erhöhen: Kundenzahlungsziel verringern, Lieferantenziel erhöhen, Kosten senken, Factoring, Steuerzahlungen optimieren

2. X= Investitionsausgaben: Leasing

3. t= Zeitspanne der Investition: Rechtlich durch Patente, Lizenzen etc.

4. risikoloser Zins: nur durch Veränderung des Investitionsstandortes veränderbar

5. o= unsicherheit/Vola erhöhen: Fixkosten erhöhen( auch FK Zinsen=Fixkosten), nur Kernkompetenz( denn Diversifikation=geringeres Risiko)

Definition von Investor Relations

-Kommunikation mit der Financial Community, mit dem Ziel den zukünftigen Aktienkurs positiv zu beeinflussen.

-Financial Community besteht aus : potentiellen Eigenkapitalgebern (privat/institutionell) und Multiplikatoren(Ratingagenturen, Journalisten, Finanzanalysten

Wertbeitrag von IR

Zusatzberichterstattung anknüfend an die rechtlichen Vorschriften

-Ziel: Abbau von Informationsasymmetrien zwischen UN-Führung und Investoren. Erhöhung des Bekanntheitsgrades und reduzierung der transaktionskosten

-Folge: Renditeforderung der Investoren gehen zurück(geringeres Risiko) und Handelbarkeit steigt

Agency Problematik

-Hidden Characteristics: Versteckte eigenschaften fürhren zur adversen selection. Lösung : Signaling, Screening

-Hidden Intention: Versteckte Absichten, führt zu Moral Hazard. Lösung s. hidden Charact.

-Hidden Action: Aktivitäten nicht beobachtbar, Moral Hazard, Lösung: Information, Anreizsystem, Monitoring

-Hidden Information: Undurchsichtiger Informationsstand des Agenten. Lösung: s. Action

Rolle des Wertpapieranalysten

-Erstellung von Researchberichten( insb. für institutionelle Anleger)

Typischer Aufbau:

1. Branchenanalyse nach 5 Forces(Porter):

Lieferanten, Kunden, Markteintrittsbarrieren, Rivalität der Wettbewerber, Substitute

2.Strategieanalyse: Kosten-, Qualitäts-, Nischenführerschaft

3. SWOT Analyse

4. Analyse der Peergroup Unternehemen( Wettbewerber)

-Analysten oft intermediär, da Daten von Emittenten stammen

-Informationsprovider: Research auf Grundlage unabhängiger Quellen

Kritik an Wertpapieranalysten

-nicht Objektiv, nur sehr selten lautet eine Empfehlung "Sell" oder "sell strong"

-Gewinneinschätungen meistens zu hoch( da hohe EInschätzungen/Optimismus karriereförderlich ist)

-Hohe Anzahl an Analysten erhöht die Liquidität des analysierten Papiers

Mögliche Agency Probleme in der IR:

 

1. Shareholder-Management:

Schätzung der Gewinne für Investor problematisch-->Risikoprämie steigt-->IR hilft beim Abbau der Informationsasymmetrien

2. Anreizkonflikt zwischen Shareholder und Wertpapieranalyst

-Analysten meist zu optimistisch--> Können nicht Erfüllt werden-->Reputationsverlust

3. interessenskonflikt Wertpapieranalysten und potenziellen Investoren

INvestor will unabhängige Empfehlung, Analyst möchte Karriere Fördern

Vollständige vs. Diskrete Offenlegung

-Vollständig: Bei rationalen Investoren und kostenloser Informationsbeschaffung besteht für Emittenten Anreiz zur Bereitstellung: Wettbewerb um Kapital

-Diskret: Informationen nicht kostenlos, Trade off zwischen geringeren Kapitalkosten und den Kosten für die Bereitstellung von Informationen für den Emittent
 

Firmenspezifische Determinanten der IR Politik

Der Umfang der bereitgestellten Informationen steigt mit :

-Unternehmensgroße

-Anteil immaterieller VG

-Free Float

-Komplexität der Unternehmung

Study