Insolvenz

Insolvenz

Insolvenz


S. O.
Diese Karteikarten bieten einen grundlegenden Überblick über Insolvenzverfahren, sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen. Sie behandeln wichtige Begriffe wie Gläubiger, Schuldner, Gericht und Insolvenzplan, sowie Prozesse wie Zwangsvollstreckung und Mahnverfahren. Besonders nützlich für Studierende und Berufseinsteiger in der Elektrotechnik, die sich mit rechtlichen Aspekten der Insolvenz vertraut machen müssen.
Flashcards
58
Students
3
Language
German
Created / Updated
26.06.2014 / 28.03.2016

Flashcards

1. Nennen Sie bitte die vier Abschnitte des Verbraucherinsolvenzverfahrens!? (4 Punkte)

- außergerichtlicher Einigungsversuch

- gerichtlicher Einigungsversuch

- vereinfachtes Insolvenzverfahren

- Wohlverhaltensperiode

2. Was ist der erste Abschnitt des Verbraucherinsolvenzverfahrens  und was hat der Schuldner dabei zu tun? (1 Punkt)

- außergerichtlicher Einigungsversuch

- Der Schuldner muss ernsthaft versuchen, sich mit den Gläubigern zu einigen

3. Wie heißt der zweite Abschnitt des Verbraucherinsolvenzverfahrens und welches Gericht ist dafür zuständig? (2 Punkte)

gerichtlicher Einigungsversuch

- zuständig = Amtsgericht am Sitz des Schuldners

4. Was hat der Schuldner dem Gericht beim zweiten Abschnitt des Verbraucherinsolvenzverfahrens vorzulegen? (5 Punkte)

- Bestätigung über das Scheitern der außergerichtlichen Einigung

- Liste seines Einkommens und Vermögens

- Liste der Gläubiger und ihrer Forderungen

- Schuldenbereinigungsplan

- Antrag auf Restschuldbefreiung

5. Wie heißt der dritte Abschnitt des  Verbraucherinsolvenzverfahrens und was wird dabei gemacht? (4 Punkte)

vereinfachtes Insolvenzverfahren

- Gericht bestimmt Insolvenzverwalter/Treuhänder

- dieser verwertet die Insolvenzmasse

- und verteilt den Erlös an die Gläubiger

6. Welche Aufgabe hat der Treuhänder im dritten Abschnitt des Verbraucherinsolvenzverfahrens? (2 Punkte)

- Die Insolvenzmasse zu verwerten und den Gläubigern zu verteilen

7. Wie heißt der vierte Abschnitt des Verbraucherinsolvenzverfahrens und wie lange dauert er? (2 Punkte)

- Wohlverhaltensperiode

- Dauer = 6 Jahre ab Anmeldung der Insolvenz beim Gericht

8. Welche Pflichten hat der Schuldner im vierten Abschnitt des Verbraucherinsolvenzverfahrens? (2 Punkte)

- jede zumutbare Arbeit annehmen

- jeden Arbeitswechsel melden

- monatlich sein pfändbares Einkommen an den Treuhänder abführen

9. Welche Aufgaben hat der Treuhänder im vierten Abschnitt des Verbraucherinsolvenzverfahrens? (2 Punkte)

- monatlich sammelt der Treuhänder das Geld der Gläubiger ein

- einmal jährlich das Geld an die Gläubiger zu verteilen

10. Womit endet der vierte Abschnitt des Verbraucherinsolvenzverfahrens? (1 Punkt)

- mit der Restschuldbefreiung

11. Was tut ein Geschäftsmann, wenn er feststellt, dass die Zahlungsunfähigkeit droht, er zahlungsunfähig oder überschuldet ist? (1 Punkt)

- Er beantragt die Insolvenz

12. Nennen Sie bitte die drei Phasen des Unternehmensinsolvenzverfahrens! (3 Punkte)

- Einleitungsphase

- Eröffnungsphase

- Durchführungsphase

13. Welches Gericht ist für ein Unternehmensinsolvenzverfahren zuständig? (1 Punkt)

- Das Amtsgericht welches zum Unternehmensitz zum Insolvenzgericht bestimmt wurde.

14. Wird ein Unternehmensinsolvenzverfahren automatisch eingeleitet? (1 Punkt)

- Nein, es muss immer beantragt werden

15. Wer ist berechtigt ein Unternehmensinsolvenzverfahren zu beantragen? (2 Punkte)

- Schuldner

- und jeder Gläubiger

16. Welche Insolvenzgründe gibt es für das Unternehmensinsolvenzverfahren? (3 Punkte)

- Zahlungsunfähigkeit

- drohende Zahlungsunfähigkeit

- Überschuldung

7. Was ist unbedingte Voraussetzung, damit das Gericht ein Unternehmensinsolvenzverfahren eröffnet? (1 Punkt)

- Deckung der Verfahrenskosten (Gerichtskosten, Vergütung des Insolvenzverwalters)

18. Was gehört zu den Verfahrenskosten des Unternehmensinsolvenzverfahrens? (2 Punkte)

- Gerichtskosten

- Vergütung des Insolvenzverwalters

19. Muss der Schuldner den am Unternehmensinsolvenzverfahren  beteiligten Gläubigern einen bestimmten Prozentsatz ihrer Forderungen anbieten, damit das Verfahren eröffnet wird? (1 Punkt)

- Nein

20. Welche (vorläufige)  Maßnahme trifft das Gericht nach Anmeldung des Unternehmensinsolvenzverfahrens? (3 Punkte)

- Allgemeines Veräußerungsverbot

- ggf. weitere Zwangsmaßnahmen wie etwa Betretensverbot

- Bestimmung eines vorläufigen Insolvenzverwalters

21. Nennen Sie bitte zwei wichtige Folgen des Eröffnungsbeschlusses des Gerichts im Unternehmensinsolvenzverfahrens! 

- Insolvenzverwalter „wird Chef“

- Schuldner hat unbeschränkte Mitwirkungs- und Auskunftspflicht

- Gläubigerforderungen müssen beim Insolvenzverwalter angemeldet werden

- Gläubiger benachteiligende Handlungen können angefochten werden

22. Womit endet die Eröffnungsphase des Unternehmensinsolvenzverfahrens? (2 Punkte)

- Gläubigerversammlung und Beschluss über das weitere Vorgehen

23. Welche Maßnahmen kann die Gläubigerversammlung über das zukünftige Schicksal des insolventen Unternehmens im Unternehmensinsolvenzverfahren beschließen? (3 Punkte)

- Liquidation (Auflösung des Unternehmens)

- Verkauf (Ganz oder in Teilen)

- Sanierung (Weiterführung des Unternehmens)

24. Was ist Grundlage für die Sanierung eines Unternehmens im Unternehmensinsolvenzverfahren? (1 Punkt)

- Insolvenzplan

25. Wer entscheidet im Unternehmensinsolvenzverfahren darüber, ob der Insolvenzplan angenommen wird? (1 Punkt)

- Gläubigerversammlung

27. Nennen Sie bitte mindestens drei Folgen der Bestätigung des Insolvenzplans für das insolvente Unternehmen! (3 Punkte)

- Schuldner wir wieder Chef

- Verfahren wird offiziell beendet

- Durchführung der Maßnahmen

- Plan wird rechtskräftig

28. Nennen Sie bitte die ordentlichen Gerichte! (4 Punkte)

- Amtsgericht       - Landgericht       - Oberlandesgericht            - Bundesgerichtshof

29. Wofür sind Zivilgerichte grundsätzlich zuständig? (1 Punkt)

- privatrechtliche Ansprüche

30. Welches Zivilgericht ist in erster Instanz örtlich zuständig? (1 Punkt)

- das Gericht am Sitz des Schuldners

31. Nennen Sie bitte jeweils zwei sachliche Zuständigkeiten der Zivilgerichte in der ersten Gerichtsinstanz! (4 Punkte)

- Amtsgericht: Streitwert bis 5.000€ / Scheidungen / Wohn- und Mietsachen

- Landgericht: Streitwert über 5.000€ / Wettbewerbsstreitigkeiten

32. Wenn ein Handwerksmeister gegen einen Kunden gerichtlich vorgehen muss, weil dieser eine Rechnung nicht bezahlt, an welches Gericht wendet er sich dann? (3 Punkte)

- zentrales Mahngericht seines Bundeslandes (gerichtliches Mahnverfahren)

- Amtsgericht am Sitz des Kunden unter 5.000€ Streitwert

- Landgericht am Sitz des Kunden über 5.000€ Streitwert

33. Wie heißen die Parteien in einem Zivilprozess? (2 Punkte)

- Kläger und Beklagter

34. Muss man sich in Zivilsachen vor ordentlichen Gerichten immer durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen? (3 Punkte)

- Nein. Ab Landgericht herrscht Anwaltszwang. Beim Amtsgericht kann sich jeder selbst vertreten, Ausnahme bei Scheidungen.

35. Wer trägt grundsätzlich die Gerichtsgebühr? (1 Punkt)

- Gerichts- und Parteikosten trägt grundsätzlich der Unterlegene

36. Was ist das Ziel eines Zivilprozesses? (2 Punkte)

- Rechtskräftige Anstellung des erhobenen Anspruchs

- und dessen Vollstreckbarkeit

37. Nach Einreichung der Klage und Bezahlung der Gerichtsgebühr werden die Parteien zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits geladen. Muss man zu einem solchen Termin selbst erscheinen? (1 Punkt)

- Nein. Man kann sich auch vertreten lassen

38. Was geschieht, wenn im Termin zur mündlichen Verhandlung eine Prozesspartei weder erscheint noch vertreten ist? (1 Punkt)

- dann kann auf Antrag der erschienenen Partei ein Versäumnisurteil erlassen werden

39. Wie kann ein Zivilprozess beendet werden? (2 Punkte)

- Urteil

- Prozessvergleich

40. Nennen Sie bitte die Rechtsmittel, die gegen richterliche Entscheidung eingelegt werden können! Welche Fristen sind dabei zu beachten? (4 Punkte)

- Berufung und Revision

  Fristen: Einlegenà    1 Monat nach Zustellung des Urteils

               Begründenà 1 Monat nach Einlegen

41. Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit gegen ein Urteil der ersten Instanz Berufung eingelegt werden kann? (1 Punkt)

- Voraussetzung ist, dass der Berufungsführer durch das Urteil mehr als 600€ „verloren“ hat (Differenz zwischen Klageantrag und Urteil).

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