Informationswirtschaft Treibert
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Informationssystem
Informationssystem besteht aus Mensch und Maschinen, die Informationen erzeugen und/oder benutzen und die durch Kommunikationsbeziehungen miteinander verbunden sind.
Rechnergestütztes Informationssystem
Ein rechnergestütztes Informationssystem ist ein System, bei dem die Erfassung, Speicherung Übertragung und/oder Transformation von Informationen durch den Einsatz der Informationstechnik teilweise automatisiert ist.
Gesamtbetriebliches Informationssystem
betrieblichen Funktionen Daten effizient zur Verfügung zu stellen
Aufgaben der Informationsverarbeitung
Rechnergestützt:
- Erfassung
- Speicherung
- Übertragung
- Transformation
von Informationen
Mensch:
- Persönliche Kommunikation
- Verhandlungsgeschick
- Teamfähigkeit
- menschliche Wärme
Einteilung von Informationssystemen
- Integrationsgrad
- Geschäftsprozesse
- Führungsebenen
Büroinformationssystem
rechnergestütztes Informationssystem zur Unterstützung von typischen Bürotätigkeiten
Komponenten:
- Endbenutzerwerkzeuge zur Verbesserung der eigenen Produktivität
(Datenverwaltung, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsgrafik) à Office Programme
- Kommunikationsdienste
(E-Mail, Fax, Dateitransfer und Zugriff auf DB)
- System zur Unterstützung der Teamarbeit
Masseninformationssysteme
interaktive Kommunikation mit potentiell privaten Kunden oder mit Interessenten, mit den noch keine oder gelegentliche Kontakte bestehen
Unternehmensdatenmodell (UDM)
semantisches Datenmodell, das einen Überblick über den Informationsbedarf eines Unternehmens und seine Versorgung gibt
Es enthält auf entsprechend hohem Abstraktionsniveau alle Basisinformationen, die für das Unternehmen von Bedeutung sind
- Ein UDM sollte übersichtlich und vollständig sein.
- Man spricht dann auch von Unternehmensdatenarchitektur.
Die Rolle betrieblicher Informationssysteme im Rahmen einer Unternehmensstrategie
Informationssysteme für eine harmonisierte Abstimmung zwischen Unternehmensstrategie, Organisationsstrategie und Technologiestrategie
Informationssysteme als „Waffe“ zur Verbesserung der Wettbewerbssituation
Phasen der SW-Entwicklung
1. Genehmigung Wirtschaftlichkeit
2. Fachkonzepte Geschäftsprozesse
3. DV-Konzepte
4. Realisierung
5. Test und Abnahme Qualitätssicherung
6. Betrieb
Individualentwicklung versus Einführung von Standardsystemen
Hauptgrund für die Entscheidung „Einführung von Standardsoftware“ sind in der Regel wirtschaftliche Gründe.
Wesentliche Gesichtspunkte bei der Einführung von Standardsystemen
Die Auswahl betriebswirtschaftlicher Standardsoftware erfolgt üblicherweise in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen
Damit erreicht man
- eine Reduzierung der Komplexität
- eine Beschreibung der zeitlichen Reihenfolge der Aktivitäten
- eine Festlegung von bewertbaren Arbeitspaketen
Phasen bei der Auswahl von Standardsoftware sind
- Projektstart
- Ist-Analyse
- Konzepterstellung
- Anforderungsdefinition
- Markterhebung / Auswahl
- Softwaretest
- Vertragsabschluß
Danach schließt sich die Einführung und Schulung des Systems an.
Projektcontrolling
- Sicherstellung des Projekterfolges ist ein funktionierendes Projektcontrolling
- Projektcontrolling erfordert die regelmäßige Überprüfung des Projektfortschritts
- Bei Abweichungen vom Projektplan sind steuernde Maßnahmen einzuleiten.
- Basis für die Beurteilung des Projektfortschritts ist der Fertigstellungsgrad der Arbeitspakete im Projekt.
- Dazu sind Detailpläne bis auf Mitarbeiterebene notwendig.
- Inhalte der Fortschrittsberichte
- Vorgehen für die aus den Statusberichten ggfls. resultierenden Gegenmaßnahmen
- im Projektcontrolling notwendige Kommunikationsbedarf
- Basis für die Beurteilung des Projektfortschritts ist der Fertigstellungsgrad der Arbeitspakete im Projekt.
- Dazu sind Detailpläne bis auf Mitarbeiterebene notwendig.
Projekt-Organigramm
- Aufbauorganisation in jedem Projekt
Beteiligte:
- Projektlenkungsausschuss (PLA)
- Projektleiter
- Teilprojektleiter
- Projektkernteam
- Realisierungsmannschaft
Projektstrukturplan (PSP)
- eines der zentralen Dokumente des Projektmanagements
- Gliederung eines Projekts in überschaubare Einheiten
Ziele
- Erkennen von Unklarheiten des Projektumfangs
- Schaffen von Transparenz im Projekt
- Schaffen der Voraussetzungen für eine zielgerichtete Projektplanung und Steuerung.
Die Informationen des Projekt-Strukturplans fließen in viele Planungsschritte ein.
In der Praxis
- Zergliederung nach Produktkomponenten (Objekt-Orientierung)
- Zergliederung nach Phasen (Logik-Orientierung)
- Zergliederung nach Projektfunktionen (Funktions-Orientierung)
- Zergliederung nach räumlichen Strukturen
Einen allgemein gültigen oder optimalen Aufbau des Projekt-Strukturplans gibt es nicht. Sein Aufbau muss für jedes Projekt entsprechend den dortigen Anforderungen festgelegt werden.
Projektmanagement
Erfolgreiches Projektmanagement erfordert die Anwendung geeigneter Methoden zur Planung, Überwachung und Steuerung des Projektablaufs
IT-Sicherheit - 3 Grundprinzipien
Verfügbarkeit
sicherstellen, dass Informationen (Daten) und unerlässliche IT-Services verfügbar sind, wenn sie gefordert werden.
Integrität
Schutz sensibler Informationen (Daten) vor ungewollter Veränderung.
Vertraulichkeit
Schutz sensibler Informationen (Daten) vor nicht autorisiertem Zugriff.
Bewertungsverfahren - Nutzwertanalyse
Bei einer Planung zur Einführung eines Informationssystems werden in der Regel zunächst die Fragen nach den Kosten und nach dem Nutzen gestellt. Für die Wirtschaftlichkeit einer solchen Maßnahme gibt es verschiedene Ansätze, die jeweils unterschiedliche Sichtweisen und Schwerpunkte haben.
Nutzwertanalyse wird in der Regel eingesetzt, wenn es verschiedene Alternativen gibt.
Nutzwertanalyse ist eine strukturierte Untersuchung komplexer Handlungsalternativen.
Verfahrensschritte der Nutzwertanalyse
1. Definieren des Ziels der Entscheidung
2. Festlegen der zu erfüllenden Anforderungen
3. Aufstellen der Erfüllungskriterien
4. Gewichten der Erfüllungskriterien
5. Erarbeiten der Alternativen
6. Bewerten der Alternativen
7. Auswählen der besten Alternativen
Einsatz der Nutzwertanalyse
Die Nutzwertanalyse ermöglicht eine nachvollziehbare Bewertung von Maßnahmen, die jedoch auf subjektiven Einzelurteilen beruht.
Die Nutzwertanalyse liefert über die Aufstellung der Anforderungen und Gewichtung der Kriterien einen offenen Entscheidungsrahmen und gewährleistet damit von Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der Entscheidungsfindung.
Nutzenkriterien vielfach ohne inhaltliches Konzept festgelegt
Gewichtung, stark vom Zielsystem der bewertenden Person abhängig.
--> von einer Person erzielten Ergebnisse wird nicht von einer anderen Person ebenfalls erzielt
Ausgangsüberlegungen der Nutzwertanalyse
Mit konventionellen Wirtschaftlichkeitsrechnungen werden relevante Leistungsgrößen beim Einsatz von Informationssystemen nicht erfasst.
- Bewertung der qualitativen Faktoren mit Hilfe von Leistungskriterien
- Kriterien werden gewichtet und anschließend die Zielerreichungsgrade der Alternativen anhand von Bewertungspunkten ermittelt.
- Gesamtbewertung wird durch das Zusammenfassen der Teilwerte errechnet
Aufgaben und Ziele des IT-Managements
- Erkennung, Umsetzung von Potenzialen der Informations- und Kommunikations-Technologie
- Effektive, effiziente, transparente Gestaltung des IT-Einsatzes (Infrastruktur etc.)
- Entwicklung, Betrieb von IT-Leistungen
- Bereitstellung notwendiger Informationen
- Ständige Weiterentwicklung der Prozesse
- Projektmanagement
- Qualitätsmanagement
- IT-Controlling
- Abstimmung IT- und Geschäftsstrategie
- Erarbeitung produkt- und dienstleistungsorientierter Konzepte
- Unterstützung der Erreichung der strategischen Unternehmensziele
Incident-Management (ITIL V2)
- Ziel des Incident-Managements ist die schnellstmögliche Wiederherstellung des normalen Service-Betriebs
- ITIL bezeichnet Störungen und Service-Requests allgemein als Incident.
- Eine Störung ist ein Ereignis außerhalb des Standard-IT-Service-Betriebs, das eine Unterbrechung oder Beeinträchtigung der IT-Service Qualität verursacht.
- Ein Service Request ist eine Anfrage des Anwenders bzgl. eines Service und keine Störung (z.B. Passwortrücksetzung – RFI, Fragen zur Anwendung - RFA)
- Die Rolle des Service Desk beim Incident- Management ist die Entdeckung, Aufnahme, Identifizierung, Klassifizierung, Diagnose und Behebung von Störungen
Nutzen auf Seiten des Geschäftes (Incident-Management)
- Reduktion der Auswirkungen von Störungen auf das Geschäft und somit steigende Effektivität der Nutzer,
- Proaktive Identifikation von Verbesserungspotenzialen
- Verfügbarkeit geschäftsorientierter Managementinformationen gemäß SLAs
Nutzen auf Seiten der IT-Organisation (Incident-Management)
- Verbesserte Überwachung der Performanz hinsichtlich der vereinbarten SLAs
- Bessere Informationsbasis hinsichtlich Aspekten der Servicequalität
- Effizienter Personaleinsatz
- Keine erneute Analyse von bereits bekannten Störungen
- Eliminierung verloren gegangener oder falsch entgegen genommener Störungen bzw. Serviceanfragen
- Erhöhte Nutzer- und Kundenzufriedenheit.
COBIT (Control Objectives for Information and Related Technology)
COBIT ist eine Sammlung von Praktiken zur Einführung von Kontrollzielen speziell für die IT-Prozesse.
6 Komponenten von COBIT
- Executive Summary: Es gibt eine Methode ...
- Framework: Die Methode ist ....
- Management Guidelines: Die Methode wird gemessen…
- Control Objectives: Die minimalen Kontrollen sind ...
- Audit Guidelines: Anweisungen zur Prüfung ...
- Implementation Tool Set: Wie muss ich COBIT einführen ...
Ziele von COBIT
- Unterstützung der Geschäftsziele durch die eingesetzte Informationstechnologie,
- Verantwortungsvoller Ressourceneinsatz sowie
- Kontinuierliches Risikomanagement.
ITIL - Referenzmodell
ITIL folgt einem prozessorientierten Ansatz, um die Arbeitsabläufe der IT in einem Unternehmen zu beschreiben.
ITIL besteht aus sieben Hauptbereichen oder Sets, in denen insgesamt über 20 Einzelprozesse den operativen IT-Betrieb beschreiben.
ITIL Hauptbereiche
– Business Perspective – Service Delivery – Service Support – Security Management – ICT Infrastructure Management – Application Management – Planning to Implement Service Management
CRM – Customer Relationship Management
CRM ist ein ganzheitliches Qualitätsmanagement für die Kundenbeziehung
Ziel --> Langfristige Profitabilität des Unternehmen