Informationsmanagement

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Informationsmanagement


B. L.
Diese Lernkarten behandeln das Informationsmanagement auf Universitätsniveau, mit Fokus auf die Festlegung von Informatikzielen und die Erarbeitung einer Informatikstrategie. Sie decken Themen wie Umfeldanalysen, strategische Unternehmensplanung und die Bedeutung der IT für Unternehmen ab. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachleute, die sich mit der strategischen Rolle der Informatik und deren Ausrichtung auf Unternehmensziele auseinandersetzen möchten.
Cartes-fiches
25
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
03.08.2016 / 03.08.2016

Cartes-fiches

Nenne die Aufgabenbereiche der IT-Governance 

  • Festlegung von Grundsätzen der Informatikführung

    • Erarbeitung von Risiken und Chancen im Rahmen des Informatik-Einsatzes 

    • Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch den Informatik-Einsatz

    • Festlegung von Informatik-Prinzipien und -Richtlinien

    • Beachtung gesetzlicher Regelungen beim Informatik-Einsatz

  • Planung und Umsetzung der Informatik - Entscheidungen

    • zum Aufbau der Architektur (inkl. Einsatz von Applikationen)

    • zum technischen Aufbau

    • über die Tätigung von Informatik-Investitionen und Vorhaltung von IT-Prozessen

    • Struktur der IT-Aufbau- und Ablauforganisation

  • Kontrolle und Steuerung der Informatik

    • Steuerung der Umsetzung mit Hilfe von Vorgehensmodellen

    • Überwachung des sachgemäßen Umgangs mit IT-Anwendungen ◦ Überwachung der IT-Governance (=IT-Controlling) 

Nenne die Hauptziele der IT Governance

  • Erhebung und Strukturierung von Anforderungen an die IT
  • Verstehen der strategischen Bedeutung von Informatik
  • Entwurf einer die Unternehmensstrategie unterstützenden Informatik-Strategie 

Unterscheide zwischen IT Governance als Enabler oder Unterstützer

Enabler:

Durch den Einsatz innovativer Technologien lassen sich vorher nicht mögliche Geschäftsmodelle/Funktionen realisieren

 

Unterstützer = 

Align: IT ermöglicht es, Unternehmensprozesse effektiver und effizienter zu gestalten – Ausrichtung der Informatik an der Unternehmensführung. 

Welche Unternehmensebenen sind von IT Governance betroffen?

  • Oberste Unternehmensebene: Regelungen, Prinzipien und Richtlinien für das Management

    der Informatik definieren, Informatikstrategie festlegen.

  • Ebene der Informatikumsetzung (Wird von der oberen und der unteren Ebene beeinflusst):

    IT-Architekturen, IT-Infrastruktur und relevante Prozesse definieren, Erarbeitung der

    Aufbauorganisation und Vergabe von Verantwortlichkeiten

  • Ebene Kontrolle und Steuerung der Informatik: Vorgehensmodelle (ITIL, COBIT) und IT-

    Controlling 

Ziel des Strategic Alignments

Informatik- und Gesamtunternehmensstrategie eines Unternehmens miteinander in Einklang bringen

Welche Arten der Abstimmung zwischen Unternehmens- und IT-Strategie gibt es?

  1. Abstimmung der Informatik-Strategie auf die Gesamtunternehmensstrategie

  2. Anpassung der Gesamtunternehmensstrategie an die Informatik-Strategie

Info:

Je höher der Abstimmungsgrad ist, desto höher wird die Performance, Effizienz und Effektivität in einer Organisation.
Strategic-Alignment ist eine Daueraufgabe: Zuerst wird die strategische Rolle des Unternehmens bestimmt, darauf aufbauend die Entwicklung und ständige Anpassung einer geeigneten Informationsinfrastruktur. 

Was ist die Strategische Informationssystemplanung 

  • Auch SISP genannt
  • Planungs- und Gestaltungsprozess (systematisch- methodisches Verfahren) für die Entwicklung einer mit der Unternehmensstrategie abgestimmten Informatik auf allen Ebenen.

Was ist das Ziel von SISP

  • Plan mit Handlungsempfehlungen / Richtlinien zur Erstellung und Entwicklung der Informatik-Infrastruktur, der in der IT-Prozess- und Organisationsstruktur umgesetzt wird.
  • Er enthält Informationen über Applikations-, Daten- und Kommunikationsstrukturen sowie über die Organisation und Führung der Informatik.
  • SISP wird z.B. durch Rationalisierungs- und Reorganisationsvorhaben ausgelöst. 

In welchen Schritten erfolgt SISP

  1. Situationsanalyse Analyse der bestehenden Informatik - Strategische Rolle der Informatik
  2. Umfeldanalyse Analyse des relevanten Umfelds - Chancen Risiken
  3. Strategische Unternehmensplanung - Festlegung der Unternehmensstrategie und Ziele
  4. Festlegung der Informatik-Ziele und Erarbeitung der Informatik-Strategie 

 

SISP Situationsanalyse:

Beschreibe die Aufgabe

  • Bestimmung der strategischen Rolle der Informatik 
  • Arbeitet die Bedeutung der Informatik für die Erreichung der Gesamtunternehmensziele heraus
  • Liefert eine umfassende Sicht auf die Informatik und ermöglicht so eine Einschätzung der Informatik aus fachlicher, technischer und organisatorischer Sicht 

SISP Situationsanalyse:

Beschreibe das Informationsintensitätsportfolio nach Porter

Informationsverarbeitung und Informatik werden umso wichtiger, je mehr Informationen im Rahmen des angebotenen Produkts verarbeitet werden. 

Kennzeichen hoher Informationsintensität im Erstellungsprozess:

  • Große Anzahl an Kunden, Lieferanten und Einzelteilen
  • im Produkt mehrstufiger Herstellungsprozess
  • viele Produktvarianten 

Kennzeichen hoher Informationsintensität des Produktes:

  • Das Produkt stellt eine Information dar bzw. wird vom Käufer zur Informationsverarbeitung verwendet
  • Es stellt ein Werkzeug dar und verursacht hohe Kosten im Bereich Käufertraining 

SISP Situationsanalyse:

Beschreibe die Unternehmenstypologien nach McFarlan / McKenny 

  • Typ I:   Unterstützung: Informatik spielt derzeit und zukünftig eine eher untergeordnete Rolle
  • Typ II:  Fabrik: Bedeutung der IT ist abnehmend, sie kann kritisch fürs Tagesgeschäft sein, stellt aber keinen Wettbewerbsvorteil dar, IT-Infrastruktur muss gewartet und weiter entwickelt werden.
  • Typ III: Durchbruch: Bedeutung der IT nimmt zu – Zwischenstation zum Typ IV – zukünftig wird eine leistungsfähige IuK-Systemlandschaft benötigt.
  • Typ IV: Strategie: IT ist derzeit und zukünftig sehr wichtig, ist Unterstützer im Tagesgeschäft und Wettbewerbsvorteil. 

SISP Umfeldanalyse:

Welche Arten der Umfeldanalyse existieren?

  1. Extern: Wettbewerbsanalyse – Portfoloioanalyse als bedeutendstes Konzept 
  2. Intern: Vom Unternehmen gestaltbare Merkmale – vorhandene Informationssystemarchitektur, Anwendungslandschaft – Komponenten- oder Eigenschaftsanalyse 
  3. Technologisch: Erkennen von Trends 

SISP Umfeldanalyse:

Ziele und Vorgehen der externen Analyse

Chancen und Risiken aus dem externen Umfeld werden mit Wettbewerbsanalysen erforscht.

Ziel: Information über die externe Situation, insbes. Unternehmensbranche und Marktsituation

  1. Ermittlung von Wettbewerbsfaktoren (z.B. durch Portfolioanalyse) und Untersuchung, inwieweit diese durch Informations- und Kommunikationssysteme unterstützt werden.
  2. Untersuchung der Werte der kritischen Wettbewerbsfaktoren im eigenen Unternehmen und Vergleich der eigenen Erfolgsfaktoren mit der Konkurrenz
  3. Analyse der Wettbewerbsfaktoren und deren Auslöser – Erhebung des Ist-Zustandes
  4. Erhebung und Festlegung eines Soll-Zustandes 

SISP Umfeldanalyse:

Extern Vorgehen Portfolioanalyse

  1. Ermittlung der Mitbewerber und deren relative Marktanteile
  2. Zerlegung der Informationsinfrastruktur in Komponenten (SIE)
  3. Ermittlung der Wettbewerbsposition der SIE im Ist-Zustand
  4. Ermittlung der Wettbewerbsposition der SIE im Ist-Zustand
  5. Ermittlung der Wettbewerbsposition der SIE im Ideal-Zustand
  6. Bestimmung der Wettbewerbfaktoren und deren Gewichtung
  7. Ermittlung der Ressourcenstärke der SIE im Ist-Zustand
  8. Ermittlung der Ressourcenstärke der SIE im Ideal-Zustand
  9. Erstellung des Ist-, Ideal und Soll-Portfolios 
  • Selektion = keine strategischen Veränderungen
  • Investition = Ausbauen
  • Desinvestition = Reduzieren 

SISP Umfeldanalyse:

Interne Analyse Ziel und Vorgehen

Ziel: 

Erkennung des derzeitigen (= Ist-Analyse) Erfolgspotenzials

Vorgehen:

Chancen und Risiken aus der internen Unternehmenssituation werden häufig mittels Komponenten- oder Eigenschaftsanalyse ermittelt. 

SISP Umfeldanalyse:

Interne Komponentenanalyse 

  • Untersuchung des Umgangs mit Unternehmensdaten und das Datenmanagement im Unternehmen im Hinblick auf: Aktualität, Konsistenz, Qualität, Sicherheit und Schutz
  • Bewertung des Architekturmanagements, Qualitätsmanagements sowie Lebenszyklusmanagements m Hinblick auf: Funktionalität, betriebswirtschaftliche Qualität, Schnittstellen, Sicherheit und Schutz
  • Untersuchung der Informatik-Ressourcen hinsichtlich: Personal, Hardware mit Systemsoftware, Anwendungssoftware, Budget
  • Analyse des Managements der Informatik: Aufgaben, Gliederung und Einordnung, Art und Umfang des Controllings, Revision, Qualitätsmanagement 

SISP Umfeldanalyse:

Interne Eigenschaftsanalyse Ziel, Vorgehen, Ergebnis

Ziel:

Bewertung des Erfolgspotenzials 

Vorgehen:

Untersucht die Informatik-Infrastruktur hinsichtlich Integration, Datenaktualität, Sicherheit und Antwortzeitverhalten.

Ergebnis:

Besteht eine überdimensionierte Informatik oder Bedarf an zusätzlichen Erfolgspotenzialen / Weiterentwicklung der Informatik? 

SISP Strategische Unternehmensplanung:

Ziele

  • Planung der strategischen Unternehmensziele und Gesamtunternehmensstrategie
  • Festlegung der Ausprägungen des Geschäftsmodells mittels drei wesentlichen Kernpunkten:
    • Entscheidung über die Positionierung auf dem Markt (welche Produkte / Dienstleistungen, welche Zielgruppe)
    • Entscheidung über die Finanzierung (welche Finanzierungsform?)
    • Entscheidung über die Auswahl an Partnerunternehmen 

SISP Festlegung der Informatik-Ziele und Erarbeitung einer Informatikstrategie:

Unterscheidung von Sach- und Formalzielen

Festlegung der Informatik-Ziele auf Grundlage der vorherigen Ergebnisse

Sachziele:

  • Unterstützen Geschäftsprozesse und Produkte eines Unternehmens (z.B. Schaffung von Leistungspotenzial)

Formalziele:

  • Planen, überwachen und steuern die Handlungen des Managements
  • Ableitung aus Situations- und Umfeldanalyse und der strategischen Unternehmensplanung 

SISP Festlegung der Informatik-Ziele und Erarbeitung einer Informatikstrategie:

Schritte zu einer vollständigen strategischen Zielformulierung (4)

  1. Zielinhalt  
  2. Zielmaßstab
  3. Außmaß der Zielerreichung
  4. Zeitlicher Bezug der Zielerreichung 

SISP Festlegung der Informatik-Ziele und Erarbeitung einer Informatikstrategie:

Möglichkeiten der Abstimmung der Formalziele und der Sachziele mit den Gesamtunternehmenszielen (3)

  • Reagierende strategische Zielplanung – ausgehend von den Gesamtunternehmenszielen werden die Informatik-Ziele formuliert
  • Agierende strategische Zielplanung – Festlegung der Informatik-Ziele, die dann die Festlegung der Gesamtunternehmensziele beeinflusst
  • Interagierende strategische Zielplanung – Parallele Festlegung beider Ziele, ggf. haben Gesamtunternehmensziele Vorrang 

SISP Festlegung der Informatik-Ziele und Erarbeitung einer Informatikstrategie:

Vorgehen zur Entwicklung der Informatik-Strategie

 

INPUT: Ziele der Informatik

  1. Strategische Positionierung - Strategietypen

  2. Generierung von Informatik-Strategien

  3. Bewertung der Informatik-Strategien

  4. Auswahl der Informatik-Strategien

  5. Überprüfung der Übereinstimmung von Informatik-Strategie und Gesamtunternehmensstrategie 

  6. Ableitung von Informatik-Teilstrategien 

OUTPUT: Informatik-Strategie 

 

SISP Festlegung der Informatik-Ziele und Erarbeitung einer Informatikstrategie:

Formalziele der Informatik

  • Sicherheitsstreben
  • Produktivität
  • Wirtschaftlichkeit
  • Anpassung
  • Durchdringung
  • Wirksamkeit

SISP Festlegung der Informatik-Ziele und Erarbeitung einer Informatikstrategie:

Strategietypen

Momentumstrategie:

  • Gegenwärtige Informatik genügt aktuellen Herausforderungen

Defensivstrategie:

  • Abkehr von der Informatik

Aggressive Entwicklung:

  • Informatik wird als entscheidender Wettbewerbsfaktor verstanden

Moderate Entwicklung

  • Hybrid zwischen Momentumstrategie und der aggressiven Strategie

Étudier