Infektiologie

Bakterien, Viren, parasiten. Antibiotika. Beispiele von INfektionskrankheiten und ihren Therapien

Bakterien, Viren, parasiten. Antibiotika. Beispiele von INfektionskrankheiten und ihren Therapien


I. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Infektiologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Fieber, Erreger, Viren, Antibiotika und Therapien, mit Fokus auf Krankheitsbilder wie Sepsis, Influenza und HIV. Besonders nützlich für Medizinstudierende und Ärzte, die sich auf Infektionskrankheiten spezialisieren, da sie wichtige Konzepte und Behandlungsstrategien vermitteln.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
28.06.2016 / 02.06.2025

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Wie lange dauert eine Mirkobiologische Kultur (bis man das Resultat hat)?

24-48h - für Notfälle zu lange --> empirische Antibiose.

Welche Keime wachsen nur auf Spezialmedien? (Ev. spezielle Anmeldung im labor nötig)

  • Legionellen
  • TB
  • Anaerobier

Welche Infekte (Organ) müssen immer für die ganze Dauer der Behandlung i.v. antibiotisch behandelt werden, kein Umstellen auf p.o. wenn Patient afebril.

  • Endokarditis
  • Meningitis
  • HIernabszess
  • Arthritis

Was sind Zeichen, dass man den Patienten von i.v. auf p.o. Antibiose umstellen kann? (Ausser bei Ausnahmen)

Wenn Patient sich wieder "gesund fühlt" (aka klinische Besserung, Entzündungszeichen rückläufig und kein Durchfall oder Erbrechen vorliegt) und wenn er 24h afebril ist.

Möglich ist dies zB bei: respiratorischen Infekten, Cholezystitis, Divertikulitis, Cellulitis, Leberabszessen, ...

Was ist der Unterschied zwischen Penicillin V und Penicillin G?

Penicillin V = orale Form

Penicillin G = i.v. Form

Welche Erreger haben Beta-Laktamasen? (Auch genannt Penicillinase-bildende Keime)

--> Beta-Laktamasen feste Peicilline oder Alternative AB geben.

Beta-Laktamasen hydrolysieren den Beta-Laktam-Ring.

  • Staph. aureus zu 75-80%
  • fast alle E. coli
  • viele Gram neg. Bakterien
  • Haemophilus influenza in ca 30%
  • B. catharralis: zu 100%
  • Gonokokken zu 100% --> Rocefin geben

Welche beiden Antibiotika sind immer eine gute Wahl, wenn man noch keine Ahnung bezüglich des Erregers hat? ;)

Und warum?

  • Augmentin (Amoxicillin und Clavulansäure)
  • Tazobac (Piperacillin und Tazobactam)

--> Clavulansäure bzw Tazobactam binden an die Beta-Laktamasen --> die Penicilline (Amoxicillin bzw Piperacillin) können wieder wirken, da sie nicht durch die Beta-Laktamasen abgebaut werden. Somit wirken die Medi gegen ein breites Erregerspektrum. Beta-Laktamasen sind lösliche Proteine, die an die Umgebung abgegeben werden und dann da herumschwirren. (Sind lösliche PBPs).

zB. Erregerspektrum von Tazobac = Gram positive sowie fast alle Gram negativen Erreger, inkl. Pseudomonas

zB Erregerspektrum von Augmentin = Gram positive sowie zahlreiche Gram negative Erreger, sowie Anaerobier

Was ist ein PBP?

Penicillin bindendes Protein. Ist nötig damit die Penicilline am Bakterium binden und wirken können. Einige Bakterien haben eine Mutatio in PBP(s) --> sind dadurch resistent gegen viele Penicilline. (ev.: ganz resistent, während Beta-Laktamasen (frei herumschwirrend) ev. durch eine höhere Dosis der Penicilline umgangen werden können, bzw überfordert werden können, so dass doch noch genügend Penicillin wirken kann??)

PBP-Mutationen mit entsprechenden Penicillin-Resistenzen bei:

  • Pneumokokken (Antibiogramm anschauen ob S oder R)
  • MRSA = Methicillin resistente Staphylokokkus aureus

Was ist die Lücke von Augmentin (Amoxicillin und Clavulansäure)?

  • Pseudomonas aeruginosa --> Imipeneme geben, oder Tazobac, Ciprofloxacin, Levofloxacin oder Gentamycin
  • Enterobacter cloacae --> gleiche Alternativen wie bei Pseudomonas
  • ev. auch andere Enterobacterien (?)
  • ca. 15% der E. coli sind ebenfalls resistent

Bei welchen Infektionen gibt man empirisch Tazobac?

(hat ein noch breiteres Wirkspektrum als Augmentin, weil es die Pseudomonas/15%E. coli-Lücke nicht hat?)

  • Septischer Schock
  • Divertikulitis (Gram negative Bakterien, Anaerobier)
  • Divertikulitisperforation
  • nosokomiale Pneumonie (Gram negative Bakterien: E. coli, Pseudomonas, usw.)

Was sind ESBL?

Extendes Spectrum Beta-Lactamase

hydrolysiert alle Beta-Laktam-Antibiotika ausser Carbapeneme!

Werden gebildet von einigen Spezies von:

  • E.coli
  • Klebsiellen

zB: In Italien haben 50% der E.coli ESBL! --> können nur noch mit Carbapenemen behandelt werden. Oder mit Chinolonen (= Ciprofloxacin/LEvofloxacin; Antibiogramm anschauen) oder neueren Antibiotika wie zB Tigecyclin.

Was ist das Wirkspektrum der Carbapeneme (Imipenem=Tienam, Meropenem=Meronem, Ertapenem=Invanz)?

Ihre häufigsten klinischen Anwendungen?

Carbapeneme sind das breiteste Antibiotika, das wir kennen und wirken gegen: Gram positive, Gram negative Erreger und gegen Anaerobier. (Cave: Ertapenem: Nicht gegen Pseudomonas!)

 klinische Anwendungen:

  • Septischer Schock (mit unbekanntem Erreger)
  • Divertikulitis und -perforation
  • Empirische Therapie bei neutropenischem Fieber
  • Nach Isolation von ESBL+Erregern (zB E.coli oder Klebsiellen)

NB: Wird renal eliminiert. Ist rasch bakteriozid (MHK = MBK)

Es gibt bereits einige neue resistente Bakterien...

Für welchen Erreger wird Floxapen (Flucloxacillin) verwendet?

(Ist ein Penicillinasefestes PEnicillin)

Staphylokokken! Für Staph. aureus (und koagulase negative Staphalokokken: epidermidis und saprophyticus)

(Ungefähr 80% der Staph. aureus produzieren BEta-Laktamasen)

Aber cave: Nicht bei MRSA geben. Dort Vancomycin oder Linezolid geben (oder Cotrimoxazol).

Was ist die Lücke von Cephalosporinen?

  • Enterokokken
  • Anaerobier (unterhalb des Zwerchfells, v.a. Bacteroides fragilis)

Erst-Generations Cephalosporine haben keine oder nur schlechte Wirksamkeit gegen Gram- negative bakterien. Spätere Generationen haben ien breiteres Spektrum. Ab der 4. Generation auch wirksam gegen Pseudomonas. Und 5. Generation ist zusätzlich noch wirksam gegen: MRSA, Penicillin-resistente Pneumokokken und Entereokokken.

Wozu benützt man Rocephin?

(Ist ein Cephalosporin der 3. Generation = Ceftriaxon)

  • Menigitis (Kinder und Erwachsene) (weil: gute Penetration in den Liquor, wirksam gegen Pneumokokken, Meningokokken und Haemophilus spp) --> 1-2x 2g/Tag i.v. für Erwachsene
  • bei Penicillinallergie (Typ HAutausschlag) als Alternative zu Augmentin (zB bei ambulant erworbener Pneumonie) - Cave: Bei Infektionen unterhalb des Zwerchfells: Mit Metronidazol kombinieren wegen Anaerobier (Typ Bacteroides fragilis)

Darf man Cephalosporine und Carbapeneme noch geben, wenn ein Patient eine Penicillinallergie hat?

Wenn der patient mit Anaphylaxie (SoforttypReaktion) auf ein PEnicillin reagiert hat --> keine Betalaktame mehr geben!!

Wenn der Patient nur mit Hautausschlag (SpättypReaktion) reagiert hat, sollte man zwar keine Penicilline mehr geben, aber Cephalosporine und Carbapeneme können ausprobiert werden (Kreuzreaktion mit Penicillinen in 10%).

Was ist Bacteroides fragilis?

Ist ein (DER) strikte Anaerobier. Lebt im Darm. Wichtig ist es, dass man an ihn denkt, bei Perforationen des Darms.

Welche Antibiotika (Kombis) gibt man bei Fieber in Neutropenie?

NB: Neutropene haben oft Pseudomonas als Teil ihres Erregerspektrums...

  • Cefepim (4. Generations Cephalosporin) mit/ohne Aminoglykoside
  • Tazobac (Piperacillin & Tazobactam)
  • Meropenem/Imipenem

Wirken alle auch gegen Pseudomonas.

Beispiel 1 Was gebe ich bei Pneumonie? (ambulant erworben)

Welche Keime könnten vorkommen?

Keime: Pneumokokken, Moraxella (bildet zu 100% Betalaktamasen), Haemophilus (bildet zu 30% Betalaktamasen)

AB --> Amoxiclav (?)

Beispiele 2 und 3: (nach Notizen, unklar ob's stimmt...)

2) Was gebe ich bei Vd.a. StreptokokkenAngina beim Kind?

3) Was gebe ich bei Erysipel oder Nekrotisierender Fasciitis?

2) --> Penicillin V (orale Form)

3) wenn Erreger unklar: Amoxiclav

wenn Erreger klar/Antibiogramm gemacht(?) --> Penicillin

Was ist der häufigste fieberauslösende Erreger, wenn man keinen Fokus findet?

Staph. aureus.

Wozu sind Aminoglykoside gut?

(Binden irreversibel an's Ribosom --> Stören sie Proteinsynthese der Bakterien. Sind bakterizid.)

Gegen Gram negative Keime (inkl Pseudomonas) sowie gegen Staphylokokken.

Immer nur in Kombi geben ("Amino brauchen Amigo!"), Synergismus ausnutzen. zB mit...:

  • Penicillin G gegen Streptokokken
  • Amoxicillin oder penicillin G gegen Enterkokken
  • ...

Was sind die NW's von Aminoglykosiden?

  • Ototoxisch
  • Nephrotoxisch

--> deshalb nur gezielt einsetzen. Wenn möglich nur eine Einmaldosis verschreiben. Kreatininkontrollen sowie Audiokontrollen vor und unter der Therapie. Antibiotikaspiegel bestimmen.

Wie funktionieren Makrolide und Tetrazykline?

Beide wirken intrazellulär und beide binden an Robosome und hemmen die Proteinsynthese der Bakterien. Sie wirken beide bakteriostatisch - somit sind sie nicht geeignet, um zB schwere Infekte im Blut abzuwehren, dazu braucht es bakterizide Antibiotika.

Welchen Test muss man beim Antibiogram (bei Streptokokken/Staphylokokken) immer nachträglich noch verlangen wenn Erythromycin (Makrolid) R ist und Clindamycin S?

D-Test. Wegen Resistenzen. Imp.

Falls Induktionstest positiv ist (Erythromycin überträgt Resistenz auf Clindamycin) --> Clandymycin ist klinisch als resistent zu werten und kann nicht verwendet werden. (Weil bald resistent sein wird - ev.)?.

Was sind die NW von Tetrazyklinen?

Bei welchem Patientenkollektiv darf man sie nie anwenden und warum?

NW:

  • nephrotoxisch
  • hepatotoxisch
  • Schleimhautschäden --> Einnahme nur mit genügend Flüssigkeit um NW zu vermindern!
  • Photosensibilisierung
  • Einlagerung in Knochen und Zähne

Nie bei Kindern anwenden, wegen Einlagerung in Knochen und Zähne. Zahnschmelz wird sonst irreversibel zerstört! Ab Pubertät i.o.

Warum bei Enterekokken kein Cotrimoxazol (Bactrim) geben?

Cotrimoxazol hemmt die Folsäuresynthese der Bakterien (Menschen sythetisieren keien Folsäure, daher betrifft's nur die Bakterien). Enterokokken können allerdings Folsäure verwenden ohne sie selbst zu synthetisieren - bei ihnen wirkt das Antibiotika also nicht (auch wenn im antibiogramm vielleicht S steht).

Was ist der Angrifspunkt/Wirkmechansismus der (Fluor)chinolone?

Versch Wirkspektren der Generationen?

Sie sind Gyrasehemmer. Sie sind bakterizid.

Sie sind gut gewebegängig. Die versch. Generationen haben unterschiedliches Wirkspektrum ...

  1. Generation = Norfloxacin --> Gram neg Stäbchen und Pseudomonas --> gut bei HWI
  2. Gen. = Ciprofloxazin --> GRam neg. (und bitzli Kokken und atypische) --> gut bei HWI
  3. Gen = Levofloxacin --> gram neg. und mehr bitzli Kokken und atypische Erreger
  4. Gen. = Moxifloxacin --> gut gegen Gram +, Anaerobier, TB und atypische - schlechter gegen gram neg. --> nicht bei HWI geben (zu schlecht gegen Gram neg).

Grundsatz: überm Bauchnabel (zB Atemwege) --> Moxifloxazin. Unterm Bauchnabel --> Levofloxacin! (moxifl.. hat oxi drin --> O2 in Lunge. Levo.. levator ani --> unterm Zewrchfell)

atypische Erreger = Mycoplasmen und Chlamydien

Was ist eine erst seit kurzem bekannte NW der Chinolone? Restliche NWs?

Seit kurzem bekannt, dass Chinolone QT-ZEit-Verlängerungen auslösen können. (Moxifloxacin mehr als Levofloxacin).

Andere NWs:

  • hepatotoxisch
  • neurotoxisch
  • Hyper- und Hypoglykämien
  • Muskuläre Beschwerden, Tendinitis und Sehenruptur

Was muss man bedenken bei Rifampicin und wann gibt man es?

Rifampicin immer nur in Kombi geben!!! Sonst in wenigen Tagen Resistenzbildung!! (Monotherapie wäre Kunstfehler).

"The rifle (Rifampicin) needs bullets" (Kombi)

Indikationen:

  • Fremdkörperinfektionen (durch Staph. aureus) - in Kombi mit Ciprofloxacin
  • wichtigstes AB gegen TB
  • Lepra

Wann gibt man Metronidazol?

  • Bei Anaerobiern (NB wenn die viel vorhanden sind, mieft der Stuhl abartig nach Gülle...) weil da meist Mischinfektion --> immer mit aerobierwirksamenen BreitspektrumAB kombinieren
  • Standard bei Clostridium difficile (pseudomembranöse Colitis)
  • Trichomonaden-Infektion
  • Amöben
  • Giardiasis
  • Heliobacter pylori Eradiaktion (in Kombi)

NWs von Metronidazol?

  • Metallgeschmack
  • Alkoholunverträglichkeit (Antabususeffekt)
  • (Neurotoxisch ev.)

Welche Antibiotika sind nicht biologisch hergestellt sondern sind Chemotherapeutika?

  • TMP/SMX = Cotrimoxazol = Bactrim
  • Quinolone = Chinolone = Fluorchinolone
  • Daptomycin (neues AB, noch unter Patent und teuer, gut gegen Bakterien mit Resistenzen, zB MRSA)

In welchen zwei Fällen behandelt man eine asymptomatische Bakteriurie? 

  • in der Schwangerschaft (Screening in der 12.-16 SSW)
  • vor urologischem Eingriff (Schleimhautblutung - vermutlich weil sonst Gefahr der Sepsis. Therapiestart am Abend vor Eingriff und Therapiestopp nacht INtervention oder bis DK entfernt ist.)

Bei beiden: Mit Urinbakteriologie!

Alle anderen Fälle (Immunsuppression, gesunde, Alte, DK-Träger, DM, Rückenmarksverletzung --> nicht behandeln wenn asymptomatische Bakteriurie).

Was ist der Unterschied zwischen adverse events (unerwünschte Ereignisse) und side effects (Impfnebenwirkung)?

adverse events (unerwünschte Ereignisse) sind Ereignisse, meist Erkrankungen, die im Zeitlichen Zusammenhang zu Impfungen auftreten und neu sind oder eine Verschlimmerung einer bestehender Erkrankung darstellen.

side effects (Impfnebenwirkung) sind adverse events, die DURCH die Imfpung verursacht werden. Können weiter unterteilt werden in:

  • Impfreaktion: Vorübergehend, meist harmlos und lokal, keine Therapie nötig, zB: Schwellung der Impfstelle.
  • Impfkomplikation: Vorübergehend, selten aber bekannt, erfordert Überwachung oder Behandlung; zB: Thrombozytopenie nach Röteln-Impfung (kann nach allen Virus-Impfungen vorkommen)
  • Impfschaden: bleibend!, selten aber meist bekannt, erfodrert Behandlung (und ggf Entschädigung) zB: N- ischiadicus-Lähmung nach i.m.-Injektion gluteal (daher sollte man nicht gluteal impfen sondern in den Oberschenkel/Oberarm)

Wann muss man NW(adverse events melden? (Meldepflicht)

Unerwünschtes Ereignis ist zu melden, wenn:

  • es der Hauptanlass für den Arztbesuch ist oder
  • nicht bekannte oder unerwartete NW, die in plausiblem zeitlichen Zusammenhang zur Impfung steht (<8 Wochen)

Wieviele schlimme unerwünschte Ereignisse (serious adverse effects) treten in der Schweiz nach IMpfungen auf? (Welche 3 Impfungen verursachen die meisten davon?)

ca. 1:100'000 (1991-2001)

Gelbfieber und TBE (tick-born-encephalitis virus vaccine = FSME?) machen die meisten (je 2.4:100'000), MMR folgt dann mit 1.1:100'000. Alle anderen sind <1:100'000.

Was sind Kontraindikationen fürs Impfen?

  • Allergien auf Bestandteile (zB Hühnereiweiss)

keine Lebendimpfstoffe geben bei:

  • Immundefekt, kongenitaler oder
  • Prednisontherapie von >20mg/Tag für mind 2 Wochen (stoppen und erst 3 MO später impfen)
  • nicht remittierte Leukämie
  • AIDS (therapierte HIV ist keine KI)
  • Schwangerschaft

Eine Erkältung ist kein Grund, nicht zu impfen - allerdings sollte man darauf achten, dass Eltern die Erkältungssymptome nicht mit der Impfung verknüpfen.Ebenfalls keine KI: Antibiotikatheapie, Malnutrition, Stillen, Fieberkärmpfe in der Anamnese, Dermatosen, Antikoagulation.

Lebendimpfungen dürfen gegeben werden bei: limitierter Immunschwäche bei DM, Nierenversagen, Alkoholismus und Asplenie.

Wie ist die Impfakzeptanz in der Schweiz?

Kleinkinder:

  • Tetanus, Diphterie, Polio = 98%
  • Haemophilus influenza B = 95%
  • Pertussis = 90% (d.h. 10% nicht!)
  • Masern-Mumps-Röteln = 86%

Jugendliche:

  • Hepatitis B = 50%

Was ist die "Basale Reproduktionsrate" = R0

Wie kann man daraus die für einen Herdenschutz nötige Durchimpfungsrate berechnen?

die "Basale Reproduktionsrate" = R0 = die durchschnittliche Anzahl Perseonen, die direkt durch 1 infektiöse Person (während derer ganzen Ansteckungsperiode) angesteckt werden können, wenn die infiszierte Person in eine total naive (das heisst nicht geimpfte/nicht schon mal infiszierte und somit immune) Pololation eintritt.

Beispielsweise steckt ein an Maserns erkrankter Patient i Durchschnitt zwischen 10-20+ naive Personen an. 

Je grösser R0, desto mehr Personen können angesteckt werden (und desto jünger sind die patienten bei Ansteckung im Durchschnitt), desto höher muss ergo die Durchimpfungsrate liegen, um einen Herdenschutz für die nicht-geimpften zu ermöglichen. Berechnung: 1/R0= nötige Durchimpfungsrate

zB Masern R0= 20 --> 1/20 = Durchimpfungsrate bon 95% nötig, um Eradikation des Keims zu erreichen.

Étudier