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A. E.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen der Informatik auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Prozessmodellierung, Process Mining und Geschäftsprozessmanagement, wobei Begriffe wie Modell, Aktivität, Prozess und Rolle zentral sind. Die Karteikarten erklären Methoden zur Analyse und Verbesserung von Prozessen, einschließlich der Nutzung von BPMN und der Unterscheidung zwischen IST- und SOLL-Modellen. Sie richten sich an Studierende und Fachleute, die Prozesse optimieren und analysieren möchten, um Effizienz und Qualität in Unternehmen zu steigern.
Cartes-fiches
40
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
23.06.2016 / 23.06.2016

Cartes-fiches

Geschäftsprozess

Funktions- & Stellenübergreifender Prozess zur Erreichung eines betriebswirtschaftlichen Ziels.

Merkmale sind Schnitstellen zu Externen ( Lieferanten, Kunden, Bank)

Management-IS

Greifen auf Infos der Back-End-IS zurück und bieten Analysen von Infos. Ihr Ziel ist es effektives Management bzw. Planung zu führen. (Bottom-Up Datenfluss)

Wichtigste Systeme: Controlling-, Analyse- und Planungssysteme

Kunden-IS

Kunden IS unterstützen bedarfsgetriebene Aktivitäten und koppeln meist an den Back-End-Is wie Verkaufsaufträge, Bestandesmanagement und Kundenmanagement. Sie sind heutzutage mit CRM Systemen verknpft

Zulieferer-IS

unterstützen Aktivitäten der Lieferkette und docken an Back-End-IS wie Auftragsenwicklung, Finanzen und Beschaffungsmgmt an. Auch sie sind mit CRM verknüpft.

Funktionale Organisation

 

 (1) Kamin-Effekt Abteilungsübergreifende Kommunikation: Kommunikation zwischen Abteilungen ist nur über die Geschäftsleitung möglich (nach oben gelagert). 

(2) Verzögerungen Durch diese ineffiziente Kommunikation kommt es zu Verzögerungen. 

(3) Silo-Effekt Jede Abteilung verfolgt seine eigenen lokalen Ziele und vernachlässigt dabei die UN-Ziele. 

(4) Verlust des Big Pictures Niemand hat einen Überblick über den Gesamtprozess.

Prozessorientierte Organisation

Bei einer prozessorientierten Unternehmung steht die Optimierung der Gesamtablaufs im Vordergrund. Ein Prozessverantwortlicher arbeitet stark mit den jeweiligen Abteilungsverantwortlichen zusammen und koordiniert den Ablauf. Dadurch ist den einzelnen Abteilungen bewusst, welche Ziele das Unternehmen verfolgt und die Kommunikation verläuft reibungslos ab. Man versucht Schnittstellen im Ablauf zu identifizieren und einen möglichst reibungslosen Informationsfluss zu ermöglichen.

Was ist ein Informationssystem (IS)

besteht aus Menschen und Maschinen, die Informationen erzeugen und/ oder benutzen und die durch Kommunikationsbeziehungen miteinander verbunden sind.

Was ist der Unterschied zwischen betrieblichem und rechnergeschütztes IS?

Ein betriebliches IS unterstützt die Leistungsprozesse und Austauschbeziehungen innerhalb eines Betriebs sowie zwischen dem Betrieb und seiner Umwelt. 

Ein rechnergeschütztes IS ist ein System, bei dem die Erfassung, Speicherung, Übertragung und/ oder die Transformation von Informationen durch den Einsatz der Informationstechnik (teils-)automatisiert ist.

Was sind Anwendungssysteme? 

sind softwaretechnische Lösungen für bestimmte (Anwendungs-)Aufgaben in Wirtschaft und Verwaltung.

Ein Anwendungssystem wird oft auch als IT-System bezeichnet. Das Anwendungssystem unterstützt ein Informationssystem mit Daten.

Was ist das ERP und was ist der Zweck davon?

(Enterprise Ressource Planning) ist die effiziente Einplanung von im Unternehmen vorhandenen Ressourcen und kann durch den Einsatz von IT-Systemen unterstützt werden. Es ist eine Art Wissensspeicher und Reorganisationsinstrument

 

Zweck: - Datenintergration, Funktionsintegration, Prozessintegration

Zu erfassenden Daten: Stammdaten, Transaktionsdaten, Organisationsdaten

Was ist das Y-CIM Modell und worum geht es?

Dasy Y-CIM Modell besagt, dass die Produktions-und Produktplanung lose sind, aber die Produktions- und Produktrealisierung eng beieinander liegen. 

Links: BWL Sicht | Rechts: Techniksicht

Oben: Planung  | Unten: Realisierung

Grundlagen für Prozessmodellierung sind . 

  • Arbeitsplan
  • Stückliste
  • Betriebsmittel

Erkläre End-To-End Prozesse und gehe dabei auf Supply Chain Mgmt ein.

End-To-End umfasst eine grosse Prozesskette, wo überall Stop-and-Go Entscheidungen getroffen werden (schnittstellen)

Das Supply-Chain-Mgmt dient dazu die Geschäftsprozesse eines Unternehmens entlang der WS-Kette möglichst effizient zu gestalten. Dies erfordert die Reorganisation entlang der gesamten Logistikkette. Dabei werden die Zahlungsströme, Warenflüsse und Informationsaustauschprzeduren überarbeitet und verbessert. 

Vorteile: - weniger Schitstellenproblematik, - Bessere Performancemessbarkeit, - Mehr Transparenz

kontinuierliches Prozessmanagement

  • Orientierung an bestehenden Aufgaben und Prozessen
  • Inkrementeller, permanenter Verbesserungsprozess
  • Fokus auf einzelne Abschnitte möglich
  • Aufbau auf bestehender Organisationsstruktur
  • stabiler Wandel
  • BOTTOM UP

Business Process Reengineering (BPR)

  • Neudefinition der Aufgaben
  • innovativer Veränderungsprozess
  • ganzheitliche Prozessicht
  • Einführung einer Prozessorganisation
  • instabiler Wandel
  • TOP DOWN

Was ist das Supply Chain Management?

Strategisches Konzept, das darauf abzielt die Geschäftsprozesse, die entlang der Versorgungskette von Anfang bis Ende effizient zu gestalten.

Erforder reorganisation entlang der gesamten Logistikkette, dabei wird versucht alles zu verbessern.

Flexibilität, Kundenservice, Senkung Logistikkosten

Nenne die 4 Ebenen der Unternehmensarchitektur

Geschäftsmodell-Ebene: Unter einem Geschäftsmodell versteht man das Gesamtbild eines Unternehmens. 

(Was sind unsere Schlüssenaktivitäten, Schlüsselressourcen, Schlüsselpartner, Wertangebote, etc.? 

Wertschöpfungs-Ebene: Auf der Wertschöpfungsebene wird zwischen Support- und Kernprozessen unterschieden. 

Die Wertschöpfungskette nach Porter spielt eine zentrale Rolle. 

Prozess-Ebene: Auf der Prozessebene wird modelliert (BPMN-Modelle). Man spricht von einem Top-Down-Breakdown von Kernprozessen. 

Implementierungs-Ebene: Die beiden Implementierungsstränge sind (1) IT-Leistungs-Architektur sowie (2) Personal-Leistungs-Architektur. In Use-Cases wird erzählt, was passiert. Eine Prozessverfeinerung lohnt sich nur dann, wenn mehrere Personen beteiligt sind.

Was ist ein präskriptives Modell?

Modellierung eines zu schaffenden, gestaltbaren Realsystems 

o Soll-Modell: Beim hingegen versucht man einen Prozess so zu modellieren, wie man ihn sich in der Zukunft vorstellt. 

o Design: Wie soll das System gestaltet werden? 

o Implementation: Wie kann das System realisiert werden? 

o Verbesserung: Wie können Mängel behoben werden? 

Was ist ein Deskriptives Modell?

Modellierung eines existierenden oder eines zukünftigen, nicht gestaltbaren Originals (Realsystem) 

o Ist-Modell: Beim Ist-Modell möchte man den vorhandenen Prozess modellieren und verstehen. 

o Prognose: Wie wird sich das Realsystem verhalten? 

o Analyse: Wo gibt es Schwachstellen im Realsystem? 

o Erklärung: Wo liegen die Ursachen für das beobachtete Verhalten? 

Die Geschäftsprozessmodellierung kann in 4 Methoden stattfinden.

Nenne die 4 Methoden

1. Rückwärtsstrukturierung

2. Sicht der Akteure einnehmen

3. Schrittweise Verfeinern

4. Analyse von Prozessbeschreibungen

Erkläre Rückwärtsstrukturierung

  • Vom Ergebnis her den Hauptstrang (Normalfall) des Prozesses zurückverfolgen
  • Danach Ereignisse und Aktivitäten unterscheiden, in BPMN umsetzen. 
  • Erst nachträglich alternative Stränge (Ausnahmefälle) berücksichtigen und mit Hilfe von Gateways einbauen

Erkläre Sicht der Akteure einnehmen

• Über Akteure die Rollen identifizieren, die unter den Prozessbeteiligten vorkommen. 

• Für jede Rolle eine Lane vorsehen. 

• Für jede Rolle den Auslöser ihrer ersten Aktivität finden ( Was ist jeweils die erste Aktivität dieser Rollen?) 

• Ausgehend von erster Aktivität den Prozess in BPMN vervollständigen, auch Artefakte (im Prozess verwendete Dokumente) identifizieren 

Diese Methode ist besonders geeignet für die Ist- Analyse. 

Erkläre Schrittweises Verfeineren

•Zuerst Hauptaktivitäten benennen und in die richtige Reihenfolge bringen (z.B. durch Rückwärtsstrukturierung) 

•Umfangreiche Aktivitäten in Teilaktivitäten zerlegen und diese entweder als Teilprozesse modellieren 

•Mit Teilaktivitäten weiter so verfahren, bis nur noch ausreichend einfache Aufgaben übrig sind.

Erkläre Analyse von Prozessbeschreibungen

Schriftliche Beschreibungen des Prozesses verwenden oder durch Interviews mit Beteiligten herstellen. 

Die Beschreibung eines Prozesses in folgenden Schritten analysieren: 

1. Rollen (inkl. Rolle des Beschreibers) identifizieren ( Lanes) 

2. Prozessauslöser identifizieren 

3. Für Unternehmen relevante Aktivitäten ermitteln 

- Welche Aktivitäten wurden erwähnt? 

- Welche Aktivitäten anderer Rollen werden impliziert? 

- Für den zu modellierenden Prozess nicht relevante Aktivitäten streichen! 

4. Aktivitäten den Rollen zuordnen 

5. Cluster bilden ( Pools) 

Jene Rollen, die zusammenarbeiten, bilden Cluster. 

6. Verzweigungen erkennen ( verzweigende Gateways) 

Wo müssen Entscheidungen getroffen werden? XOR-Getway 

Werden Aktivitäten gleichzeitig angestossen? AND-Getway 

7. Pfade abbilden ( Sequenzfluss) 

Wie hängen die Verzweigungen zusammen? (Grobskizze) 

Ausgehend von der Grobskizze können nun die Aktivitäten entlang der Rollen modelliert werden 

8. Artefakte identifizieren (Siehe unbedingt S. 28 Rückseite) 

Wo kommen Artefakte (z.B. Dokumente) im Prozess vor? Artefakte über Assoziationen den Aktivitäten zuordnen

Was ist der Nutzen der Ist-Modellierung?

• Kommunikativer Nutzen des Prozesses: fördert gemeinsames Verständnis für die fachlichen Zusammenhänge und die existierenden Probleme. 

• Kommunikativer Nutzen des Ergebnisses: dokumentieren bestehende Situation und erleichtern Diskussion über mögliche Veränderungen. 

• Analytischer Nutzen: ermöglichen gezielte Erkennung von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen. 

• Nutzen für die Migrationsplanung: Kenntnis notwendig, um Migrationsstrategie zum Soll-Zustand entwickeln zu können.

Was ist der Nutzen der Soll-Modellierung?

Neugestaltung der Prozesse, um die angestrebten Ziele zu erreichen und dabei vorhandene Stärken zu bewahren

Innengerichtete Ziele: 

Erlössteigerung 

• Einsparung von Kosten 

• Straffung von Arbeitsabläufen 

• Reduktion von Planungszeiten

Aussengerichtete Ziele:

Höhere Prozessqualität gesteigerte Produktqualität 

• Grössere Kundennähe und bessere Kundenbindung 

• Beschleunigte Kommunikation mit Marktpartnern

Wie geht man vor bei der Ist/Soll Modellierung?

1. Vorbereitung

2. Priorisierung & Auswahl

3. Modellierung

4. Analyse

5. Umsetzung

Was macht das IST-Modell? (deskriptives Modell)

- Schwachstellen im System aufzeigen

- Ursachenfindung bezogen auf bestimmte Beobachtungen

- Beeinflussbarkeit des Systems

Grenzen der IST-Modellierung : 

Beruhen nur auf dem dokumentierten Wissen über den Prozess (stilles Wissen wird nicht abgebildet)

 

Was macht das SOLL-Modell? (präskreptives Modell)

 

- Wege zur Beseitigung von Schwachstellen

- Versucht das optimale System zu finden

Grenzen der SOLL-Modellierung

-> Blindheit bezüglich Interessenskonflikte

graphische Simulation von Geschäftsprozessen

Weshalb sind häufig Experimente mit Realsystem nicht möglich?

- Realsystem unzugönglich

- Realsystem nicht ausreichend steuerbar

- Realsystem existiert noch nicht

- aus theoretischen Gründen ein Idealfall

Wie geht man vor bei der Simulation von Geschäftsprozessen?

1. Prozessmodell in BPMN erstellen (Ist Modell)

2. Modell präzisieren durch Festlegung von parameterwerten

3. Inputdaten festlegen

4. Ist-Zustand simulieren und mit Verhalten des Realsystems vergleichen

5. Systematische Variation der Modellparameter und der Inputdaten für Annäherung an Soll-Zustand

Was ist Process Mining?

Technologie des Prozessmanagements, die es ermöglicht, Businessprozesse auf Basis digitaler Spuren in IT-Systemen zu rekonstruieren und zu analysieren.

Bietet Möglichkeiten um bestehende Prozesse automatisch in realitätskonforme Modelle abzubildene. Die DatenGrundlage dabei sind die Event-Logs.

Es können bestehende Modelle auch durch andere Sichtweisen erweiteret werden.

Welche Probleme/Limitierungen gibt es bei Process Mining?

- Ausführbare Modelle können Mitarbeiter unbeabsichtigt zwingen in einer bestimmten Weise zu arbeiten.

- oft stimmen Modell und Realität (nicht mehr) überein

- Modele sind oft aufgrund ihrer Vereinfachungen realitätsfremd

Die Welt von Process Mining

Was sind die Anwendungsfehler von Process-Mining ? (3 Arten)

a) Logdaten -> Erkennung -> Modell

b) Logdaten/Modell -> Übereinstimmungsprüfung -> Diagnose

c) Logdaten/Modell -> Erweiterung -> Neues Modell

 

Ziel Mapping

Was trägt zur Datenqualität von Event-Daten bei? (5Stk.)

 

  • Korrelation
  • Zeitstempel
  • Momentaufnahme
  • Scope
  • Granularität

Welche Qualitätskriterein gibt es - oft ein Trade off? (4Stk.)

  • Fitness : Modell soll Abläufe in der Praxis vollumfänglich wiederspiegeln
  • Präzision: Das Modell sollte keine Abläufe erlauben, die in der Realität nicht vorkommen!
  • Generalisierung: Modell soll die Event-Logs genügend generalisieren (Nicht ein Strang pro Trace)
  • Einfachheit: Das Modell soll so einfach wie möglich sein

Was bedeutet Rauschen und Unvollständigkeit in Bezug zu Process Mining?

Rauschen: Eventlog enthält nicht-representative Entitäten (seltene Fehlabläufe, einmalige Abbrüche)

Unvollständigkeit: Wesentliche Abläufe fehlen in der Auswahl der Eventlogs. Folge sind unvollständige Prozessmodelle

Wie geht man bei Konformitätsüberpfüfung vor?

1. lokale Diagnose

2. Globale Konformitätsmessng

3. lokale Diagnose

Étudier