Indirekte Assistenz

Indirekte Assistenz, eine Assistenz die nicht am Stuhl ist.

Indirekte Assistenz, eine Assistenz die nicht am Stuhl ist.


A. S.
Diese Lernkarten behandeln die indirekte Assistenz in der Zahnmedizin auf Berufslehrniveau. Sie konzentrieren sich auf die Funktionsweise und Wartung von Bohrantrieben, Mikromotoren und Winkelstücken, sowie die Verwendung von Druckluft und Gasen in zahnärztlichen Praxen. Die Karteikarten erklären die verschiedenen Typen von Bohrer- und Fräsentypen, die Pflege von Hand- und Winkelstücken, und die Gefahren und Anwendungen von Gasen. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Auszubildende in zahnmedizinischen Berufen, die ein tiefes Verständnis der technischen Aspekte und Sicherheitsvorkehrungen in der Praxis benötigen.
Cartes-fiches
11
Utilisateurs
28
Langue
Allemand
Catégorie
Histoire naturelle
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
04.06.2015 / 26.06.2020

Cartes-fiches

LZ: 5.1.1) zählt die in zahnärztlichen Praxen benötigten Betriebsstoffe auf und ordnet sie den verschiedenen Gerätschaften zu, für die sie eingesetzt werden.

- Elektrischer Strom - Kabelanschluss an Steckdose

(Mikromotor, Handy, Kleingeräte etc.)

- Druckluft- Kompressor

(Blasschlauf im Laoor, Assistina, Dreiwegspritze, luftbetriebene Mikromotoren und Turbinen)

 

LZ: 5.1.3) erklärt die Aufgaben und Funktionsweise des Kompressors und nennt den üblichen Betriebsdruck

Aufgabe: Der Kompressor erzeugt Druckluft. Druckluft ist zusammengepresste Luft.

Funktionsweise: Der Elektromotor treibt die Luftpumpe an. Diese pumpt Luft durch Die Trocknungsanlage in den WIndkessel bis zu einem Druck von 6-8 bar. Der Kompressor schaltet ab wenn genügend Druck vorhanden ist. Die Maschine kann manuell an- und abgeschaltet werden bei einem Defekt. Kondenswasser muss bei älteren Modellen entleert werden.

Der Manometer misst den Druck im Windkessel.

LZ:5.1.4) erläutert die technischen Anforderungen an die DRuckluft in einer Zahnarztpraxis.

Die Druckluft muss trocken, staubfrei und frei von Mikroorganismen sein.

LZ: 5.1.5) beschreibt die Wartung der Gerätschaften und Leitungen des Druckluftsystems und beschreibt ihre Wartung.

Die Luftreinigungsfilter müssen jährlich von einem Techniker ersetzt werden.

LZ: 5.1.6) zählt die in Zahnarztpraxen verwendeten Gase und deren Anwendungen an.

In einer Zahnarztpraxis werden vier verschiedene Gase eingesetzt. Wir unterscheiden diese zwischen brennbare und nicht brennbare Gase.

Brennbare Gase: Butan-Gas, Propan-Gas, Bunsenbrenner und Kigas.

In der Praxis werden diese Gase für das Schmelzen von Wachs und Kerr verwendet, Kigas für Assistina, zum Löten von Stahl

Nicht brennbare Gase: Sauerstoff (O2)

                                      Kohlendioxid (CO2)

                                      Lachgas (N2O)

Sauerstoff: Bei Atmungsstillstand oder in Kombination mit Lachgas.

Kohlendioxid: Für Vitalitätsprüfungen am Zahn.

Lachgas: Ist ein Narkosemittel für eine oberflächliche Narkose.

 

LZ: 5.1.7) beschreibt die Gefahren der verschiedenen Gase und erklärt die Gefahren von austretenden Gasen der Praxis.

In brennbaren Gasen sind kei giftige Stoffe enthalten.Jedoch droht eine Explosiongefahr, da in Flaschen hoher Druck steht.

Austretende Gase: man sieht sie nicht, man hört sie nicht und man riecht sie nicht.

Vorgehen: kein Licht, kein Feuer, Quelle suschen und abstellen, Fenster öffnen, Feuerwehr rufen und Personen evakuieren.

LZ: 5.2.1) beschreibt die Funktionsweise elektrischer Sicherungen und erklärt die Bedeutung der verschiedenen Typen.

Sicherungen sind für den Schutz vor Überbelastung und Überhitzung von elektrischer Leitungen im Stromkreis eingebaut.

Schmelzsicherung (Porzellansicherung): Draht schmilzt bei Überbelastung, Stromkreis ist unterbrochen. Sicherung muss ausgewechselt werden.

Kippschalter: Schalter kippt bei Fehlerstrom, ist Schaden behoben. kann Kippschalter wieder eingeschaltet werden.

FI-Sicherung: Wenn z.B Strom durch Mensch fliesst merkt das die FI-Sicherung. Strom wird unterbrochen, dadurch kann Leben gerettet werden.

Feinsicherung: In Gerät eingebaut. Bei Defekt muss sie ausgewechselt werden.

LZ: 5.1.10) benennt die gebräuchlichen Bohrantriebe und ihren unterschiedlichen Einsatz anhand der verschiedenen Drehzahlbereiche.

Bohrantriebe werden entweder mit Strom oder Druckluft angetrieben. Sie sind mit einem Schlauch (Wasser, Licht, Strom-/Luftzufuhr) mit dem Unit verbunden. Die Einheiten bestehen meist aus einem Turbinenantrieb und zwei Mikromotoren.

Turbinenantrieb: Werden mit Druckluft angetrieben. Benötigt werden sie hauptsächlich für Präparationsarbeiten. Für Feinarbeiten (Karies-Exkavation oder Politur) sind sie zu schnell.

Sie erreichen eine Umdrehungszahl von 250`000 U.p.M.

Elektrisch betriebene Mikromotoren: Sind neben Luft und Wasser mit einem Stromkabel verbunden. Diese Mikromotoren sind wartungsfrei, das heisst sie dürfen NICHT geölt werden. Sie erreichen eine Umdrehungszahl von 100 bis 40`000 U.p.M. (Karies-Exkavation, Endodontische Arbeiten (nur ganz niedrig eingestellte Drehzahl) Politur)

Luftbetriebene Mikromotoren: Nutzen die Energie aus der Druckluft. Wie die Turbine werden diese mit einem Windrad angetrieben. Moderne Luftmotoren sind weitgehend wartungsfrei. Sie erreichen eine Umdrehungszahl von 500 bis 30`000 U.p.M. (Karies-Exkavation, Endodontische Arbeiten (nur ganz niedrig eingestellte Drehzahl) Politur)

Implantologie: Für chirurgische Arbeiten bei Implantaten gibt es spezielle, komplette Einheiten mit eigenen Mikromotoren, Winkelstücken und Pflegeinstrumenten. Diese Motoren sind über Schläuche mit Flaschen verbunden. Man arbeitet hier mit sterilem Wasser oder physiologischer Kochsalzlösung.

Die Drehzahlen sind langsam, da äusserst sorgfältig gearbeitet werden muss.

Bohrantriebe werden entweder mit Strom oder Druckluft angetrieben. Sie sind mit einem Schlauch (Wasser, Licht, Strom-/Luftzufuhr) mit dem Unit verbunden. Die Einheiten bestehen meist aus einem Turbinenantrieb und zwei Mikromotoren.

 

LZ: 5.1.11) beschreibt die Funktionsbesonderheiten der Spezialköpfe bei den Bohrantrieben.

Kabellose Endodontie-Winkelstücke: diverse Untersetzungen, alternierende Drehbewegung

Chirurgie-Winkelstück: leicht zu reinigen (zerlegbar), Drehköpfe für schwer zugängliche

                                           Präparationsstellen

Chirurgie-Handstück: Dichtung verhindert das Eindringen von Mikroorganismen

Prophylaxe-Winkelstück: Dichtung schützt den Kopf vor Polierpastenpartikeln

EVA-Winkelstück: vertikale Auf-/ Abbewegung (interdentale Füllungsüberschüsse entfernen)

LZ: 5.1.12) zählt die unterschiedlichen Bohrer- und Fräsentypen und die dazugehöreden verschiedenen Bohrerschäfte auf.

Gruppen:

  • Schneider, „schneiden“ Karies aus dem Dentin, fräsen Kunstoff an Prothesen, trennen Kronen (Rosenbohrer, Kroenschneider, Fräsen)

  • Schleifer – sie beschleifen den Zahn bei der Präparation (Diamanten mit verschiedenen Körnungen)

  • Polierer – sie polieren den Zahn oder die Füllungen (Amalgam-Polierer, Composit-Polierer, Zahnreinigung)

Formen:

  •  Flamme, Birne, Kugel, Kegel, Umgekehrter Kegel, Torpedo, Zylinder, Ei, Rad

Haltesysteme:

Für die Verankerung im Winkelstück oder Handystück zuständig

  • Bajonett (bspw. Rosenbohrer -> blaues/ grünes WS)

  • Friction Grip FG (bspw. Diamanten -> Rotes WS/ Turbine)

  • Drehspannung (Handstück)

LZ:5.1.13) beschreibt die Pflege, Desinfektion und Sterilisation von Bohrantrieben und Hand- und Winkelstücken.

Um eine lange Lebensdauer und ein einwandfreies Funktionieren der Hand-und Winkelstükce zu garantieren ist eine sorgfältige Pflege unumgänglich. Nebst speziellen Hinweisen der Hersteller sind folgende Pflegevorschriften unbedingt einzuhalten: Wie alle übrigen Instrumente sind Hand-und Winkelstücke nach jedem Patienten zu desinfizieren, zu pflegen und zu sterilisieren.

 

Nach der Behandlung:

  1. Aussen-Desinfektion und Aussen-Reinigung

  2. Automatische Innen-Reinigung und Schmierung mit Assistina

  3. Verpackung als Sterilisiergut

  4. Sterilisation

  5. Lagerung

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