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PulmoKardio (Pathologie, Therapie)
PulmoKardio (Pathologie, Therapie)
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Cartes-fiches
Dekompensation
Versagen körpereigener Reparatur- und Gegenregulationsvorgänge im Verlauf einer Erkrankung
Kompensation
verminderte Organfunktion etc. kann durch anderes (Körpereigenes oder Medis) kompensiert werden.
Obstruktion
teilweise oder ganzer Verschluss des Lumens eines Hohlorgans.
von innen = Obturation
von aussen = Kompression
normale Funktionen der Atemwege
1) Atempumpe (Luft rein, Luft raus) = Ventilation
2) Lungendurchblutung = Perfusion
3) Austausch der Atemgase = Diffusion
Obstruktion der grossen Atemwege
- Verlegung von innen
Fremdkörper, zäher schleim (-Pfropf) - Verlegung durch Wandprozess
Narbengewebe, Tumor der Wand, Abszess, Einblutung, Zyste - Druck von aussen
Tumor, grosse Struma (Schilddrüsenvergrösserung)
Obstruktion der kleinen Atemwege
- Spasmen der Bronchialmuskulatur
- Schwellung / Entzündung der Schleimhaut
- Sekret oder Schleim
- Kollaps der Bronchialwand
Stridor
grosse / kleine Atemwege
Stridor = pathologisches Atemgeräusch, das durch eine Verengung / Verlegung der Atemgeräusche entsteht
Grosse Atemwege:
behinderte Inspiration, inspiratorischer Stridor
pfeifen wegen zu wenig Druck
Kleine Atemwege:
behinderte Exspiration, exspiratorischer Stridor
pfeifen, brummen wegen Lungenüberblähung (+Residualvolumen)
Therapie
Obstruktion grosse Atemwege
- Bronchoskopie flexibel oder starr (mechanische Beseitigung der Obstruktion)
- Stent bei inoperabler Tumorkompression
- Heimlich Handgriff (Erste Hilfe)
reversibel
Schäden oder Beeinträchtigungen die ohne bleibende Zeichen abheilen
irreversibel
nicht umkehrbar
zwei häufigste obstruktive Lungenerkrankungen
- Asthma bronchiale
- COPD
Asthma bronchiale
grober Überblick
- generalisiert (den ganzen Körper betreffend, Gegenteil = lokal)
- Anfälle
- Reversibel (bis zu gewissem Punkt)
- Obstruktion durch:
- Anschwellen Schleimhaut (Entzündung)
- zäher schleim
- Bronchospasmus
- Pfeifen bei Exspiration
Leitsymptome / Ursache Asthma bronchiale
Leitsymptome:
- Anfallsweise Dyspnoe
- Hustenattacke mit pfeifenden Atemgeräuschen
Ursachen
- chronische Entzündung Atemwege
- Hyperreaktivität der Bronchialmuskulatur (Neigung zur Konstriktion)
extrinsisches / intrinsisches Asthma bronchiale
extrinsisch
- exogen
- allergisch (Entzündung durch Allergie verursacht)
- beginnt meist in der Jugend
- positive Familienanamnese
- Anfall bei Allergiekontakt
- Test auf Allergie positiv
intrinsisch
- endogen
- (Ursache unbekannt)
- Beginn im Erwachsenenalter
- negative Familienanamnese
- Anfall durch unspezifische Reize
- Test auf Allergie negativ
Unspezifische Auslöser für Asthma
- körperliche Anstrengung
- emotionale Belastungen
- Kälte oder Temperaturschwankungen
- Virale oder bakterielle Infektionen
- Rauch
- Staub
- Luftverschmutzung
(löst bei jedem früher oder später etwas aus...)
Allergie
Übermässige Reaktion auf ein an sich harmloser Stoff
Stufentherapie Asthma
- vermeidung der Reizstoffe
- bei Bedarf schnell (z.B. Bronchodilatator)
- Inhalatives Kortikosteroid
- etc.
genauere Stufentherapie: siehe http://flexikon.doccheck.com/de/Asthma-Stufentherapie
chronische Bronchitis
Definition nach WHO:
Produktiver Hsuten an der Mehrzahl der Tage während mehr als 3 Monaten pro Jahr während mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahre
Soderform (chronische Asthmabronchitis):
- zusätzlich bronchiale Hyperreaktivität
- zusätzlich Anfallsweise Obstruktion
-> in Lungenfunktion nicht mehr von einem COPD zu unterscheiden.
COPD
chronisch obstruktive Bronchitis
COPD = chronic obstructive pulmonary disease
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Klinik:
Klinisches Bild variiert je nach den im Vordergrund stehenden Beschwerden: - Chronische Entzündung
- Chronische Bronchitis
- Bronchitis mit Auswurf (Sekretproduktion)
- Hyperreaktivität mit Bronchospasmus
- Schleimhautschwellung
- Obstruktion (der kleinen Luftwege) mit Dyspnoe (-> FEV1 vermindert)
- Emphysem mit Überblähung, Fassthorax (-> erhöhtes Residualvolumen)
chronische Überblähung bewirkt auch Obstruktion
Lungenemphysem
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Emphysem = unphysiologisches oder pathologisches Vorkommen von Luft oder Gas im Gewebe
- irreversible Zerstörung der Alveolarsepten (trennen benachbarte Alveolen). Platzen durch Überblähung. Dadurch auch weniger O2-Austauschfläche.
- Ursache: COPD, chronische Bronchitis (chronische Entzündung), mechanische Überbelastung bei chronischem Husten (beim Husten wird auch etw. zerstört)
- Folge:
- Kollaps der kleinen Atemwege in der Exspiration
- Obstruktion der kleinen Luftwege
- Obstruktion nicht reversibel
- Obstruktion nicht Anfallsweise
Therapie: Lippenbremse (wirkt sich auf Atemnot, Obstruktion und Hustenreiz aus) Symptome:
- Zwerchfell abgeflacht
- Thorax in Inspirationsstellung (Fassthorax)
- zentrale und periphere Zyanose
- Trommelschlegelfinger
Lungenvolumina:
- TLC erhöht
- RV erhöht
- FEV1 herabgesetzt
Das Herz
Die wichtigsten Daten
- Muskulöses Hohlorgan
- Faustgrosser abgerundeter Kegel
- Pumt Blut in Körper, Saugt Blut aus Gefässen an
- Leicht links (Herzspitze) hinter dem Sternum
- Wiegt 300 – 350g
- Schlägt ca. 60 Mal/min.
- Myokard stellt eigene Muskelgruppe dar und wird vom Sinusknoten gesteuert, quergestreift aber trotzdem unwillkürlich und angeordnet wie glatte Muskelzellen (Faserbündel kreuzweise)
- Mitochondrienanteil von 36% in Herzmuskelzellen
- Keine Regeneration der Muskelzellen, da Stammzellenpopulation
Asthma bronchiale
- generalisiert
- Anfälle
- Reversibel
- Obstruktion (Schwellung Schleimhaut, zäher Schleim, Bronchospasmus), während Anfall
- Anfallsweise Dyspnoe (Exspirationsstridor (insbesondere bei Hustenatacken))
- Chronische Entzündung der Atemwege und Hyperreaktivität Bronchialmuskulatur
- Formen: (meist Mischform)
- Therapie: 95%iges ansprechen, 35% heilen aber spontan schon von alleine aus.
Extrinsisch
- exogen
- allergisch (Entzündung durch Allergie verursacht)
- beginnt meist in der Jugend
- positive Familienanamnese
- Anfall bei Allergiekontakt
- Test auf Allergie positiv
Intrinsisch
- endogen
- (Ursache unbekannt)
- Beginn im Erwachsenenalter
- negative Familienanamnese
- Anfall durch unspezifische Reize
- Test auf Allergie negativ
Obstruktive Ventilationsstörungen
Grosse Atemwege:
- mit Knorpelspangen
- ohne Bronchialmuskulatur
- mm bis cm
kleine Atemwege:
- Ohne Knorpelspangen
- mit Bronchialmuskulatur
- bis zu mm
Stridor
Grosse Atemwege:
- Behinderung Inspiration
- Inspiratorischer Stridor
- Pfeifen aufgrund zu wenig Druck
kleine Atemwege:
- Behinderung Exspiration
- Exspiratorischer Stridor
- Pfeifen, Giemen, Brummen aufgrund Lungenüberblähung
Chronische Bronchitis
Definition nach WHO:
Produktiver Husten an der Mehrzahl der Tage während mehr als 3 Monaten pro Jahr während mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahre.
Sonderform (chronische Asthmabronchitis):
- zusätzlich bronchiale Hyperreaktivität
- zusätzlich Anfallsweise Obstruktion
-> in Lungenfunktion nicht mehr von einem COPD zu unterscheiden.
COPD (chronic obstructive pulmonary disease)
Klinik:
Klinisches Bild variiert je nach den im Vordergrund stehenden Beschwerden:
- Chronische Entzündung
- Chronische Bronchitis
- Bronchitis mit Auswurf (Sekretproduktion)
- Hyperreaktivität mit Bronchospasmus
- Schleimhautschwellung
- Obstruktion (der kleinen Luftwege) mit Dyspnoe (-> FEV1 vermindert)
- Emphysem mit Überblähung, Fassthorax (-> erhöhtes Residualvolumen)
chronische Überblähung bewirkt auch Obstruktion
Unterscheidung in 2 Typen:
Typ „Pink Puffer“
- Schwere Atemnot bei Anstrengung
- Niedriges Körpergewicht
- Keine Zyanose
- Keine Trommelschlegelfinger
- pO2 normal bis erniedrigt
- pCO2 normal
Im Vordergrund steht Obstruktion!
Typ „Blue Bloater“
- leiden wenig an Atemnot
- übergewicht
- deutliche Zyanose
- Hypoxie mit pO2 erniedrigt
- pCO2 erhöht
- chronische Hypoxämie
- gestörtes Ansprechen des Atemzentrums auf pCO2
Im Vordergrund steht schwere Störung Ventilation / Perfusion
Therapie bei COPD
Definitiver Rauchstopp! Eine Heilung ist nicht möglich. Für das Erreichen folgender Ziele braucht es jahrelange Begleitung des Patienten:
- Vermiderung der Beschwerden
- Verbesserte Leistungsfähigkeit
- Verbesserte Lungenfunktion
- Abnahme der Hospitalisationen
Therapie:
- Basisbehandlung:
regelmässige Bronchodilatatoren - Exacerbation:
Steroide und Antibiotika - Schwere Hypoxie:
Dauertherapie mit Sauerstoff (in Nase, da sonst Totraum nicht erreicht wird)
Komplikationen bei COPD
Akute Exazerbationen:
- virale oder bakterielle Infekte der Atemwege
- Therapiefehler
Hinweise für einen Infekt:
- vermehrte Sputumproduktion
- Veränderung der Sputumfarbe (von klar/weiss zu gelb/eitrig)
- Zunahme obstruktive Symptome / vermehrte Dyspnoe
- Fieber kann fehlen
Cor pulmonale mit Rechtsherzinsuffizienz bei jahrelanger Hypoxie / Zerstörung der Gefässe bei Emphysem
Restriktive Pneumopathie
Erkrankung durch verkleinertes maximal mobilisierbares Lungenvolumen aufgrund einer verminderten Ausdehnungsfähigkeit des Lungen-Thorax Zwerchfell-Systems.
In der Lungenfunktion macht sich eine Restriktion so bemerkbar:
- verminderte Vitalkapazität
- verminderte totale Lungenkapazität
- vermindertes Residualvolumen
- FEV1 normal !!
Unterschieden werden 4 Formen:
- pulmonale Restriktion
- pleurale Restriktion
- thorakale Restriktion
- extrathorakale Restriktion
Pulmonale Restriktion
Die Lunge ist zu starr / Mit dem Lungenparenchym stimmt etwas nicht
Akut:
- Linksherzinsuffizienz
- Akute interstitielle Lungenerkrankungen
Chronisch:
- status nach Lungenteilresektion
- chronisch interstitielle Lungenerkrankungen
Pleurale Restriktion
- Pleuraerguss
- Pleuraschwarte
- Pleuramesotheliom
Thorakale Restrikiton
Ursachen:
- Störungen der Atemmechanik durch Veränderte Statik
z.B. Kyphoskoliosen, Rippenserienfraktur - Neuromuskuläre Erkrankungen
z.B. ALS, Myasthenie - Zwerchfellparese
z.B. nach OP’s, Nervenläion, durch Tumore
Extrathorakale Restriktion
Bei ausgeprägter Adipositas:
- Ausdehnung der Lunge durch Fettpanzer behindert
- Asipositas hypoventilations Syndorm
STEMI
ST-elevation myocardial infarction. Nach einem Myokardinfarkt mit sichtbarer ST-Hebung im EKG.
NSTEMI
non-ST-elevation myocardial infarction. Nach einem Myokardinfarkt ohne registrierbare ST-Hebung im EKG.
linksventrikuläre Funktion weniger beeinträchtigt als beim STEMI
Hämoglobin
Eisenhaltigen roten Blutfarbstoff in Erythrozyten, welcher den Sauerstofftransport im Körper ermöglicht.
Pneumonie
Akute oder chronische Entzündung von Lungengewebe durch infektiöse Genese. Nicht infektiös sind hingegen Pneumonitis und Alveolitis als weitere Formen der Lungenentzündung.
Einteilung:
- Lobärpneumonie (auf Lappen oder Segment beschränkt)
Diffuse Pneumonie (irgend) - Primär (Pat. Sonst gesund)
sekundär (Abwehrschwäche / vorbestehende Lungenerkrankung)
Erreger:
- Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten
(= jeweils unterschiedliche Therapien)
Klinik:
- Husten mit gelb/grünem Auswurf
- Fieber
- Schweres allgemeines Krankheitsgefühl
- Thoraxschmerz nur falls Pleura mitbetroffen
- Dyspnoe
Befunde:
- Rasselgeräusche
- Lokale Dämpfung
- Erhöhte AF
Diagnose:
- Röntgen
- Labor
- Mikrobiologie
Therapie:
Unterschiedliche Erreger = unterschiedliche Therapie. Manchmal startet man mit 3 Antibiotika bis genaue Diagnose da, dann auf 1 Antibiotika reduziert.
- Erreger abtöten
- Entzündung hemmen
- Atemphysio
- Inhalation
- Intubation (Ventilationshilfe)
- Sauerstoff
- Bettruhe / Hospitalisation
- Raucherstopp!!
Komplikationen:
Pleurabeteiligung (Pleuritis, Pleuraerguss, Pleuraempyem)
Pleuramesotheliom
Maligne Neoplasie der Pleura.
Ursache:
- Entsteht Jahre nach Asbestexposition (carcinogen) maligne Entartung pleuraler Zellen.
- Latenzzeit = 10 – 15 Jahre
Klinik:
- Ausgesprochen bösartiger Tumor
- In kurzert Zeit ummauerung der gesamten Lunge
- Tod innert weniger Monate nach Diagnosestellung
Therapie:
Kaum therapeutische Möglichkeiten
Pleuraschwarte
Narbenartige Veränderung der Pleura, welche auf entzündliche, traumatische, vaskuläre oder degenerative Ursachen zurückgehen kann. Durch die Verklebung der Pleurablätter kommt es zur Fibrose. Die Pleuraschwarte lässt sich mit einem Röntgenbild diagnostizieren. Gründe für Pleuraschwarte:
- apikal: Pneumonie, Tuberkulose
- basal: Pleuraerguss