I-Kurs

allgemeine Prothetik

allgemeine Prothetik


M. B.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der prothetischen Zahnmedizin auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Einteilung von Lückengebissen, Therapiestrategien, die Klassifikation von Zahnersatz und die Gründe für Behandlungserfolge oder Misserfolge. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Zahnmedizinstudenten und Zahnärzte, die sich auf die prothetische Versorgung von Patienten vorbereiten oder ihre Kenntnisse auffrischen möchten.
Flashcards
12
Students
7
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
23.11.2013 / 09.05.2019

Flashcards

01. Welche prothetischen Therapieziele kennen Sie?

1. Ästhetische Rehabilitation (= ältestes prothetisches Therapieziel) 2. Funktionelle Rehabilitation 3. Behandlung bestehender Erkrankunken (z.B. CMD) 4. Vorbeugung zukünftiger Erkrankungen (z.B. PA-Erkrankungen) 5. Patientenzufriedenheit

02. Was ist ein prothetischer Misserfolg?

Das Verfehlen eines oder mehrerer prothetischer Therapieziele ist ein prothetischer Misserfolg; (ein Misserfolg ist nicht gleichzusetzen mit einem Behandlungsfehler)

03. Nach welchen System erfolgt bei Kassenpatienten die Festlegung des Krankenkassenzuschusses
für die prothetische Versorgung?

Nach einem befundbezogenen Festzuschuss-System;

04. Nach welchen Vorgaben erfolgt die Abrechnung prothetischer Leistungen bei Kassenpatienten
beziehungsweise bei Privatpatienten?

Bei gesetzlich krankenversicherten Patienten erfolgt die Berechnung des zahnärztlichen Honorars nach BEMA (= „einheitlicher Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen gemäß § 87 Abs. 2 SGB V“), die der Laborleistungen nach BEL II (= Bundeseinheitliche

05. Wie viele Lückengebiss-Situationen gibt es (laut WEISSKOPF)?

Ausgehend von 32 Zähnen des bleibenden Gebisses kann jeder einzelne Zahnverlust mit jedem weiteren kombiniert auftreten. Theoretisch ergibt sich daraus eine „Lückengebissverteilung“ von 2 32 = 4 294 966 296 verschiedenen Lückengebissformationen.

06. Welche Einteilung von Lückengebissen kennen Sie?

- Einteilung nach WILD (= einfache topografische Klassifikation) - Einteilung nach KENNEDY (= differenzierte topografische Klassifikation) - Einteilung nach EICHNER (erfolgt unter Berücksichtigung der Stützzonen) - Einteilung nach KÖRBER (erfolgt unter Be

07. Wie teilt man Zahnersatz nach Art der Lagerung ein?

1. parodontal gelagert; 2. gingival gelagert; 3. parodontal-gingival gelagert; 4. implantatgelagert (oder implantatverankert)

08. Welche prothetischen Therapiestrategien gibt es?

1. defensive Therapiestrategien: die bestehende Situation soll so lange wie möglich weitestgehend unverändert erhalten werden; es werden immer nur die nötigsten Akutbehandlungen durchgeführt (= „Hinhaltestrategie“); 2. offensive Therapiestrategien: im Rah

09. Welche Gründe gibt es für die Entscheidung für eine defensive Therapiestrategie?

1. medizinische Gründe wie z.B. mangelnde Compliance, Behinderung oder Krankheit der Patienten; 2. finanzielle wie z.B. keine Krankenversicherung und/oder kein Geld 3. juristische Gründe wie z.B. ein laufender Rechtsstreit gegen den vorbehandelnden Zahnar

10. Was sind die praktischen Folgen der sehr vielen verschiedenen Lückengebisssituationen,
prothetischen Verankerungselementen und Therapiestrategien?

Nur für die Regelversorgung bei gesetzlich versicherten Patienten gibt es eindeutige Planungsvorgaben, die sich nach dem jeweiligen Befund richten. Bei Versorgungen außerhalb der Regelversorgung werden selbst bei identischen Befunden bezüglich der prothet

11. Was ist bezüglich der verwendeten Materialien (z. B. Abdruckmaterialien) bei der Behandlung
infektiöser Patienten zu beachten?

Alle Materialien, die bei infektiösen Patienten zum Einsatz kommen und anschließend ins zahntechnische Labor geschickt werden, müssen problemlos zu desinfizieren sein. Dies trifft beispielsweise auf Alginat nicht zu. Deshalb dürfen bei infektiösen Patient

12. Was sind typische radiologische Symptome einer Überlastung eines Zahnes z.B. durch einen
Vorkontakt oder ein Halteelement?

Wenn zu starke Kräfte auf den Parodontalbereich einwirken gibt es zwei mögliche Reaktionen: 1. es kommt zur Gewebezerstörung, zum Gewebeabbau; dies zeigt sich beispielsweise im Zahnfilm in einem erweiterten Parodontalspalt; 2. die Irritation führt zu eine

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