ICB Kaptiel D Menschen im Projekt

Fragen aus dem Buch Projektmanager ICB

Fragen aus dem Buch Projektmanager ICB


Anja Simons
Diese Lernkarten behandeln das Thema Menschen im Projektmanagement und richtet sich an Projektleiter und Teammitglieder. Sie beleuchtet Konflikte, deren Ursachen und Lösungsstrategien, sowie die Bedeutung von Kommunikation und Teamdynamik. Die Karteikarten bieten praktische Ansätze zur Krisenbewältigung und Konfliktregelung, um Projekte erfolgreich zum Ziel zu führen.
Flashcards
76
Students
1
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
Other
Created / Updated
14.08.2013 / 06.10.2023

Flashcards

1.1 Welche Fähigkeiten muss ein Projektleiter haben?

• Fachkompetenz • Methodenkompetenz (Projektmanagement) • Organisationskompetenz • Sozialkompetenz

1.2 Welche Anforderungen werden an einen Projektleiter gestellt?

Die Anforderungen basieren auf den 4 Säulen Methodenkompetenz, Fachkompetenz, Organisationskompetenz und soziale Kompetenz: • Visionen entwickeln und verfolgen • Berufs- und Lebenserfahrung • Zielstrebigkeit • Einsatzbereitschaft • Selbständiges & unternehmerisches Denken • Mut zu kalkuliertem Risiko • Strategisches, vorausschauendes Denken & Handeln • Lernfähigkeit (Lernen aus Fehlern / Erfolgen) • Analysefähigkeit • Kritikfähigkeit, fähig auch zur Selbstkritik • Fähigkeit, Prioritäten zu setzen und zu verfolgen • Teamfähigkeit • Führungsqualitäten (delegieren & entscheiden) • Machtbewusstsein • übergreifendes Denken • Kundenorientierung

1.3 Welche wesentlichen Verhaltensmerkmale können bei Projektleitern vorausgesetzt werden?

Vorbildfunktion: - Kommunikationsfähigkeit - Initiative / Engagement - Kontaktfähigkeit, Offenheit - Verantwortungsbewusstsein, persönliche Integrität - Konfliktbewältigung, Streitkultur, Fairness - Fähigkeit zur Lösungsfindung, ganzheitliches Denken - Loyalität, Solidarität, Hilfsbereitschaft - Führungseigenschaften - Auftreten und Erscheinungsbild

1.4 Wie erkennt man Führungskräftepotenzial?

- Persönlichkeitsdisposition - Führungskompetenz - Spin-out-Verhalten (schädlich) - Potenzialverhalten (Agilität) - Mentalität - Lernen - Kommunikation - Persönlichkeit - Veränderungen

1.5 Welche Befugnisse sollte ein Projektleiter haben?

Formale Befugnisse (Entscheidung, Weisung) • Besetzung des Projektteams • Mitwirkung beim Kommunikations- und Informationsprozess • Durchsetzung von Planungs- und Steuerungsaktivitäten Informelle Befugnisse • Selbstaneignung durch Projektleiter, um Projekt am Leben zu erhalten • Beeinflussung Konflikte und Zieländerungen

2.1 Wozu kann eine Stärken-/Schwächen-Analyse eingesetzt werden?

Nur ein Projektleiter, der seine Schwächen kennt, kann seine Fähigkeiten verbessern. Die Darstellung erfolgt als Tabelle mit Stärken / Schwächen. [Eigenschaft – Wie habe ich sie errungen? Wie kann ich sie ausbauen] / [Eigenschaft – Welche Nachteile beschert sie mir? Was kann ich dagegen tun?]

2.2 Welche Ressourcen des Projektleiters sollten bei der Selbstorganisation berücksichtigt werden?

Materielle Ressourcen • körperliche Konstitution • soziales Umfeld • körperliche Kondition • Werkzeuge und Ausstattung Immaterielle Ressourcen: • Zeit (Zeitmanagement) • Persönlichkeit • Habitus (Erscheinung, Haltung) • Soziale Kompetenz • Methodenkompetenz • Fachkompetenz

2.3 Welche Schritte umfasst der Weg zu einer effizienten Entscheidung?

• Notwendigkeit der Entscheidung begründen • Alternativen beschreiben • Alternativen auf je eine klare Aussage reduzieren (schriftlich) • Alternativen und ihre Folgen nebeneinander stellen (Matrix) • Folgen gewichten (Punkte nach Schulnotensystem vergeben, je nach Schweregrad) • Entscheidung fällen • Entscheidung begründen (schriftlich) • Entscheidung dokumentieren

2.4 Wozu wird ein Team-Erfolgstagebuch geführt?

Es handelt sich um eine Methode zur Motivationssteigerung. Das Tagebuch dient dazu, Erfolge bewusst zu erfassen und ihnen dadurch in der eigenen Wahrnehmung ein größeres Gewicht zu verleihen. Im Detail ergeben sich weitere Vorteile: • Kurzfristige Steigerung der Stimmung & Arbeitsmotivation • Nachhaltig positive Grundstimmung im Team • Beugt Durchhängern vor • Team auf die Seite des Projektleiters ziehen • Verwendung im Projektabschluss-Workshop als Beleg für die Leistungsfähigkeit des Teams, insbesondere ggü. des Auftraggebers und Managements.

2.5 Welche „10 Gebote“ gelten für Besprechungen aus der Sicht der Initatoren?

1. Nur notwendige Besprechungen 2. Zeitpunkt mit Beteiligten abstimmen 3. Nur diejenigen einladen, die dabei sein müssen 4. Ziele vorab deutlich machen 5. Sich und Teilnehmer gründlich vorbereiten 6. Konfliktpotenzial vorher ausloten 7. Besprechungen sofort absagen, wenn sie doch nicht mehr nötig sind 8. Tagesordnung folgen 9. Feedback einholen 10. Dafür sorgen, dass die Ergebnisse nutzbringend eingesetzt werden

2.6 Welche „10 Gebote“ gelten für Besprechungen aus der Sicht der Teilnehmer?

1. Nur Besprechungen besuchen, bei denen die Anwesenheit sinnvoll ist 2. Vorbereitet antreten 3. Konstruktiv mitarbeiten 4. Volle Aufmerksamkeit aufbringen 5. Redebeiträge kurz fassen 6. Bei Unklarheiten nachfragen 7. Meinungen und Zweifel äußern 8. Mehrheitsmeinungen hinterfragen (Mitläufertum vermeiden) 9. Sitzungsleitung unterstützen (Nebengespräche unterlassen) 10. Hausaufgaben zuverlässig erledigen

2.7 Was ist der Unterschied zwischen einem Ergebnisprotokoll und einem Verlaufsprotokoll?

Das Ergebnisprotokoll erfasst nur die wichtigen (Zwischen-) Ergebnisse, wie • Aufgabe • Empfehlung • Feststellung / Information • Beschluss Das Verlaufsprotokoll ist ein wortgenaues Protokoll. Es wird angewandt, wenn bei Besprechungen Streit oder Unklarheiten auftreten, damit in einem späteren Gerichtsverfahren nachvollzogen werden kann, wer wann was gesagt hat.

2.8 Welche Schritte gehören zur Vorbereitung einer Verhandlung?

1. Informationen einholen 2. Ziele herausfinden und gewichten 3. Spielraum klären 4. Gesprächsstrategie zurechtlegen 5. Äußeres Umfeld vorbereiten

2.9 Welche Punkte helfen, Pannen einer Verhandlung zu vermeiden?

• Ziele im Auge behalten • Gemeinsamkeiten betonen • Aktiv zuhören • Gesprächspartner einbeziehen • Körpersprache • Ausdrucksweise

2.10 Welche Problemarten können allgemein vorkommen?

• Analyseprobleme: Strukturen, Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten müssen identifiziert werden. • Suchprobleme: Personen, Gegenstände, Begriffe oder Strukturen, die bestimmte Eigenschaften erfüllen, müssen gefunden werden. • Konstellationsprobleme: Es gibt neue konstruktive und konzeptionelle Aufgabenstellungen zu finden. • Auswahlprobleme: Es gibt Alternativen zu finden, die ein vorgegebenes Ziel am Besten erfüllen. • Folgeprobleme: Es gibt Probleme durch Befolgen bestimmter Gesetzmäßigkeiten.

2.11 Welche grundlegenden Problemtypen im Bezug auf deren Struktur kann man unterscheiden?

Wohlstrukturierte Probleme • Vollständige Kenntnis aller Problemelemente. • Problemelemente stehen in einem gesetzmäßigen Zusammenhang. • Der Lösungsprozess ist sicher, zwingend, systematisch und logisch. Schlechtstrukturierte Probleme • Nicht alle Problemelemente bekannt. • Nur wenige oder keine Gesetzmäßigkeiten sind erkennbar. • Der Lösungsprozess ist eher ungerichtet, intuitiv und vom Zufall bestimmt.

2.12 Was kann Projektmitarbeiter bei der Problemlösung behindern?

• Probleme werden nicht erkannt • Probleme werden nicht verstanden • Probleme werden fehlerhaft interpretiert • Probleme werden nicht oder nur oberflächlich analysiert • Probleme werden unterschiedlich wahrgenommen (z.B. Art, Schwere, Auswirkungen)

2.13 Welche Problemlösungstechniken können im Projekt angewandt werden?

Informationsbeschaffung ist Grundvoraussetzung für die Lösungsfindung: • Sammlung (Studien, Erfahrungsberichte) • Befragung • Beobachtung • Prognosen o intuitiv (Umfrage, Delphi-Technik) o analytisch (Simulation, Extrapolation)

2.14 Wie kann man Probleme darstellen, so dass sie jedes Teammitglied besser verstehen kann?

Indem man z.B W-Fragen stellt: • Was ist der Inhalt des Problems? • In wie viele Teilprobleme lässt es sich aufspalten? • Wer ist betroffen? • Wie wirkt es sich aus – jetzt und in Zukunft • Seit wann haben wir das Problem • Welche Lösungsversuche gab es schon? • Warum brachten sie keinen Erfolg? • Was ist zu tun, um das Problem zu lösen? • Was sind die Folgen, wenn es ungelöst Grafische Darstellungen: • Ablaufdiagramme

2.15 Welche grundlegenden Vorgehensweisen für Problemlösungen können befolgt werden?

• Sequenzielle Phasenmodelle o Problem benennen o Ist- / Sollzustand beschreiben o Mögliche Ursachen der Abweichung suchen o Hauptursachen identifizieren / herauslösen o Ziele einer Lösung erarbeiten o Lösungsalternativen erarbeiten, bewerten und priorisieren o Maßnahmenplan für Umsetzung der favorisierten Alternative entwickeln o Kriterien zur Erfolgskontrolle und Steuerung entwickeln. • Problemlösungszyklus (Deming Regelkreis) o Planung (plan) o Durchführung (do) o Kontrolle (check) o Steuerung (act) • Formularbasierte Systeme (verschiedene Formulare mit durchformalisierter Vorgehensweise) o Situationsanalyse o Problemanalyse o Entscheidung

2.16 Welche Kernbotschaften sollten durch den Referenten beim Teilnehmer einer (Projekt) Präsentation ankommen?

Kernbotschaften: • Kompetenz: „Hier arbeiten Profis“ • Power/Dynamik: „Wir haben das Projekt im Griff!“ • Sympathie/Kommunikation: „Wir sind nette Menschen, die gerne mit euch kommunizieren“

2.17 Wie sollte eine Vorlage zur Projektpräsentation gestaltet sein?

Gliederung: 1. Projektaufgabe 2. Nutzen 3. Ziele 4. Wege zum Ziel 5. Diskussion und Fragen 6. Appell an die Zuhörer Formale Kriterien zum Aufbau von Präsentationsfolien beachten, z.B. Schriftgröße. Grundsätzlich sollte ein roter Faden erkennbar sein und zudem ein Spannungsbogen aufgebaut werden, der sich nach und nach aufbaut und erst am Ende der Präsentation abfällt. Grafiken und Tabellen sollten eingebaut werden, müssen aber auf einen Blick erfassbar sein. Ziel sollte sein, Bilder im den Köpfen der Zuhörer zu erzeugen.

2.18 Welche Kreativitätstechniken kann man in Projekte einsetzen?

Intuitive Methoden • Brainwriting (z.B. 6 Personen, 3 Ideen, 5x weitergeben) • Brainstorming (Quantität vor Qualität!) • Pro- und Contra Analyse (Erzielung von guten Argumenten, zwei Gruppen, wechselseitiges Streitgespräch) • Delphi-Methode • Szenario Writing zur Erstellung mittel- und langfristiger Prognosen. Analytische Methoden • Attribute Listing (Problem in Merkmale zerlegen, Ist-Zustand pro Merkmal + Alternative zum Ist-Zustand erarbeiten • Morphologischer Kasten (Analyse des Problems, Verallgemeinerung, Definition von Problemparametern, Suche nach Ausprägungen der Problemparameter, Iterativer Prozess um gute Lösungen herauszufiltern)

2.19 Wo und wie würden Sie die Delphi-Methode einsetzen?

Wo: • Erstellung langfristiger Prognosen Wie: • Zukunftsprognose durch Experten durch offene Fragen, deren Antworten über mehrere Runden angenähert werden

3.1 Warum ist der Arbeitsschutz wichtig und wer ist dafür verantwortlich?

Neben der grundsätzlichen Fürsorgepflicht und den Regeln des menschlichen Miteinanders können noch folgende Gründe angeführt werden: • Gesunde und zufriedene Menschen leisten mehr. Kranke verursachen dagegen Kosten, ihre Arbeitskraft fehlt im Projekt. • Darüber hinaus kann durch Stress die Leistung im Projekt nachlassen oder eine gereizte Stimmung vermehrt zu Konflikten führen. Verantwortlich für den Arbeitsschutz sind die Führungskräfte sowie Projektleiter

3.2 Auf was soll bei der Teambesetzung geachtet werden?

Nicht Verfügbarkeit von Personen sondern die folgenden vier Kompetenzsäulen sollen die Schwerpunkte bei der Teambesetzung bilden: • Fachkompetenz • Methodenkompetenz • Organisationskompetenz • Sozialkompetenz

3.3 Auf welchem Prinzip ist das Johari-Fenster aufgebaut und wie kann es eingesetzt werden?

Das Johari-Fenster stellt die Varianten der gegenseitigen Wahrnehmung unter Gruppenmitgliedern dar. Das Prinzip lautet (4 Felder bzw. Bereiche): (A) Anderen bekannt / dem Selbst bekannt ==> Bereich der freien Aktivität / öffentliche Person (B) Anderen bekannt / dem Selbst nicht bekannt ==> Bereich des blinden Flecks (C) Anderen nicht bekannt / dem Selbst bekannt ==> Bereich Vermeiden und Verbergen / Privatperson (D) Anderen nicht bekannt / dem Selbst nicht bekannt ==> Bereich der unbekannten Aktivität) Ziel des PL’s ist es die Felder „A“ zu vergrößern sowie „B und C“ zu verkleinern

3.4 Welche besonderen Aufgaben sollte der Projektleiter in der Startphase wahrnehmen?

Es ist Aufgabe des Projektleiters mit der Teambildung zu beginnen und dafür zu sorgen, dass • sich die Teammitglieder mit der Projektaufgabe identifizieren, • sie mit den Projektzielen vertraut sind und diese akzeptieren, • schwelende Konflikte bereits jetzt offen gelegt und diskutiert werden, • eine positive Projektkultur entsteht

3.5 Welche Phasen der Entwicklung durchläuft in der Regel eine Gruppe?

Phase 1: Orientierung Phase 2: Gärung / Klärung Phase 3: Arbeitslust / Produktivität Phase 4: Ausstieg Teamuhr nach Tuckman: 1. Forming (Orientierungsphase) 2. Storming (Machtkampfphase) 3. Norming (Organisationsphase) 4. Performing (Leistungsphase) 5. Adjourning (Auflösungsphase) Wenn es Änderungen im Team gibt, werden die Phasen nochmals durchlaufen.

3.6 Welche Maßnahmen zur Teambildung sollte der Projektleiter ergreifen?

• Gemeinsam mit Mitarbeitern Spielregeln für die Zeit der Zusammenarbeit erarbeiten. • Sicherstellen, dass alle den Projektauftrag und die Ziele verstanden und ein gemeinsames Verständnis davon habe. • Zuständigkeiten klar regeln. • Durch Erklären, Überzeugen und vermitteln dafür sorgen, dass Mitarbeiter die wichtigen Entscheidungen mittragen. • Für gleichen Informationsstand in der Mannschaft sorgen. • Vorraussetzung für offene Kommunikation schaffen. • Dem Team regelmäßig Feedback zu dessen Leistung und Entwicklung geben, fachlich und bezüglich des Miteinanders. • Konflikte schnellstmöglich aufdecken und konstruktiv lösen • Schaffung einer Streitkultur, so dass alle Beteiligten ihre Anliegen ohne Furcht vor Sanktionen durch die Gruppe vertreten können

3.7 Welche Regeln für die Zusammenarbeit sollte man im Projektteam vereinbaren?

• Alle beachten die Grundregeln der Kommunikation (z.B. Empfindungen statt Schuldzuweisungen, in der Ich-Form sprechen). • Teammitglieder äußern Feedback. • Jeder teilt den anderen regelmäßig mit, woran er gerade arbeitet, was das Ziel dieser Tätigkeit ist und wo mögliche Probleme liegen. • Regeln für Besprechungen werden von allen eingehalten. • Teammitglieder informieren sich gegenseitig. • Konflikte und Konfliktpotenzial offen ansprechen. • Respekt gegenüber anderen Teammitgliedern. • Jeder muss reihum weniger angenehme Tätigkeiten übernehmen.

3.8 Welche zentralen Aspekte der sozialen Wahrnehmung sind bekannt?

Wahrnehmung lässt sich als Auswahlprozess von Sinneseindrücken definieren, der zwar aktiv, aber unbewusst stattfindet. Kausalattribution Vergleich der eigenen Erwartung mit dem tatsächlichen Verhalten. Bei Abweichungen wird auf bestimmte Eigenschaften der Person geschlossen bzw. das Verhalten einer Person wird einer bestimmten Ursache zugeschrieben. (Schluss auf positive / negative Eigenschaften). Stereotypen Als Stereotyp bezeichnet man eine Annahme, die Gruppenmitglieder auf andere Gruppenmitglieder ungeprüft anwenden. Es handelt sich um Schablonen zur Einordnung von Informationen und beeinflussen die Teamentwicklung tendenziell negativ. Einstellungen Einstellungen sind Bewertungen von Personen oder Sachverhalten. Sie bleiben über längere Zeiträume bestehen. Der Mensch benutzt sie, um das Verhalten anderer zu verstehen und für die Zukunft vorherzusagen.

3.9 Welche Führungseigenschaften soll ein Projektleiter haben?

• Delegation & Vertrauen • Übernahme von Verantwortung, formuliert Teilverantwortung • Schafft ausreichend Freiräume für eigenständige Lösungswege • Verhaltenssteuerung von MA, Disziplin, Zeit für Kommunikation • Mitarbeiterbeteiligung bei Entscheidungsfindung • Situativer Führungsstil • Vorbildfunktion • Feedback

3.10 Welche Führungskonzepte werden angewendet

Die Liste ist chronologisch absteigend sortiert. Dies bedeutet, dass zunächst das Führungskonzept „Management by Exception“ angewandt wurde. Management by Exception Alle im normalen Betriebsablauf anfallenden Entscheidungen werden von der dafür zuständigen Stelle getroffen. In Ausnahmefällen z.B. bei Überschreitung greift der Vorgesetzte ein Management by Delegation Übertragung von Befugnissen und Verantwortung an Mitarbeiter. Der Projektleiter wird somit nicht zum Flaschenhals. Dies erfordert allerdings eine klare Aufgabendefinition und Kompetenzabgrenzung. Management by Objectives Gemeinschaftliche Zielvereinbarung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter

3.11 Welche Grundformen der Führungsstile werden angewendet?

• Autoritärer Führungsstil: Erteilung von Anweisungen und Kontrolle der Ergebnisse. • Kooperativer Führungsstil: Kompromiss zwischen Vorgaben und Selbstbestimmung • Führung durch Gruppe selbst: Jedes Gruppenmitglied übernimmt in dem Bereich Verantwortung, in dem es kompetent ist. • Laissez-faire Stil: keine Führung • Flexibles / situatives Führungsverhalten: Kombination der Führungsstile

3.12 Welche Regeln sollte der Projektleiter bei der Zielvereinbarung verfolgen?

• Betroffene involvieren • Knappe / verständliche Zielformulierung • Vereinbaren, nicht vorschreiben • Mitarbeiter auf Verantwortung aufrüsten • Zieleinhaltung klarmachen • Mitarbeiter zur Meinungsäußerung ermuntern • regelmäßig Mitarbeitergespräche führen • Ursachenforschung bei Zielverfehlung

3.13 Welche Ansätze zur Steigerung der Motivation werden angewendet?

1) Sinn und persönlichen Nutzen in der Arbeit ermöglichen. (z.B. Sicherung des Arbeitsplatzes, finanzielle Zuwendung) 2) intrinsische / extrensische Motivation (Motivation muss aus den Menschen selbst kommen um langfristig zu motivieren vgl. Geld nur Hygienefaktor 3) Weitere Ansätze • Job Rotation: Wechsel zwischen gleichartigen Tätigkeiten • Job Enlargement: Erweiterung der bisherigen Tätigkeit um neue Tätigkeiten • Job Enrichment: Planende, vorbereitende und kontrollierende Tätigkeiten werden zusätzlich zu den ausführenden in die Gesamttätigkeit aufgenommen. Dies bedeutet einen Zuwachs an Verantwortung in dieser Tätigkeit. • Teilautonome Gruppenarbeit: Mehrere Personen arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin, wobei jede eigenverantwortlich einen abgeschlossenen Arbeitsbereich betreut.

3.14 Mit welchen Führungsproblemen müssen sich Projektleiter auseinandersetzen können?

Führungsprobleme • Mitarbeiter werden aus ihrem Team heraus zum Projektleiter ernannt • Projektleiter sind auf Umgang mit Macht nicht vorbereitet • Zu wenig formelle Befugnisse • PLs übersehen administrative Tätigkeit (nicht vorbereitet) • Noch kein eigenes Führungsmodell entwickelt • Rein sachlich, keine emotionale / politische Ebene • Nicht auf Veränderungsprozesse vorbereitet • Mangelnde / sinkende Motivation der Mitarbeiter

3.15 Was sind die Inhalte von 4-L-Q?

Die unterschiedlichen Anforderungen an das Management von Projekten ergeben sich aus: • der Komplexität des Projektes • der Professionalität der Beteiligten • der jeweiligen Projektumgebung Ein erfolgreicher Projektverantwortlicher verfügt daher über • Wissen zum angewandten Projektmanagement. • Erfahrungen aus abgeschlossenen Projekten • Persönliche Ausstrahlung als Verantwortungsträger und Führungsfähigkeiten Der Inhalt der Personenzertifizierung bildet die Summe der 3 Teilkompetenzen. Kompetenz = Wissen + Erfahrung + Persönlichkeit

3.16 Was ist der Inhalt einer Personenzertifizierung?

Den Inhalt der Personenzertifizierung bildet die Summe der drei Teilkompetenzen: Kompetenz = Wissen + Erfahrung + Persönlichkeit

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