ICB Kaptiel D Menschen im Projekt
Fragen aus dem Buch Projektmanager ICB
Fragen aus dem Buch Projektmanager ICB
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Lernkarten
1. Abschnitt der Anmeldung zur Zertifizierung 2. Abschnitt mit Prüfungen (Wissensprüfung, ggf. Workshop, Transferprojektbericht, Projektkurzbericht, Projektstudienarbeit, Literaturkonspekt) 3. Abschnitt mit Fragen zu Transferprojektbericht, Projektstudienarbeit, Literaturkonspekt, Führungsverhalten im Team, persönliche Stärken und Verbesserungspotenziale.
Sie dient als Brücke zwischen Qualifizierung und Zertifizierung: • Basis für den Trainer, um die Kompetenzdichte zu ermitteln. • Für den Assessor, um die Kompetenzen des Zertifikanten zu erkennen .
• Berechnung und Optimierung des Personalbedarfs • Sicherstellung der Personalbeschaffung • Karriereplanung • Planung und Durchführung der Weiterbildung • Anwendung der Techniken zur Personalbeurteilung • Verwaltung der Personalakten • Verwaltung der Entlohnung • Beurteilung der Leistungsentlohnung • Nutzung der Erkenntnisse aus anderen Unternehmensbereichen oder Projekten
Ermittlung wie viel (=quantitativer Bedarf) und welches (=qualitativer Bedarf) Personal notwendig ist. Des Weiteren wird der Bestand an vorhandenem Personal mit dem benötigten abgeglichen. Für die Personalbedarfsplanung wird für den ersten Überblick eine Matrix verwendet, welche die Funktionen, die im Projekt abzudecken sind und die Anforderungen die das Personal erfüllen muss (Kenntnisse / Qualifikation) gegenübergestellt. Anforderungsprofil (z.B. Fachkompetenz, Soziale Kompetenz und die dazugehörige Bewertung. Zusätzlich müssen die einzelnen Anforderungen noch gewichtet werden untereinander)
Das Projektpersonal muss systematisch aufgebaut werden. Hierzu kann die Qualifizierung und Zertifizierung beitragen.
Es kann durch Stress und Überlastung zum Burnout-Syndrom kommen. Nicht zuletzt unter dem Aspekt des Risikomanagements sollte dies vermieden werden, da dann Mitarbeiter durch Krankheit dem Projekt fehlen. Die Leistung im Projekt nachlässt oder eine gereizte Stimmung vermehrt zu Konflikten führen kann. Verantwortlich hierfür sind Führungskräfte / Projektleiter.
Sie stellt die Grundbedürfnisse des Menschen dar. Eine Grundsicherung gehört zu den wichtigsten Bedürfnissen. Sind diese erfüllt, motivieren den Menschen aber eher Anreize wie Anerkennung und Chance auf Selbstverwirklichung, also Motivationsfaktoren auf einer höheren Ebene der Pyramide. Die einzelnen Ebenen der Pyramide von und nach oben sind: 1. Physiologie 2. Sicherheit 3. Soz. Bedürfnisse 4. Ich-Bedürfnisse 5. Selbstverwirklichung
• Projektnewsletter • Onlinemedien • Projektbesprechungen • Hintergrundgespräche, Persönliche Gespräche • Projekthotlines • Veranstaltungen
• Aktiv zuhören (Interesse signalisieren) • Unterschied zwischen Wahrnehmen, Vermuten und Reagieren beachten • Verdeckte Kommunikation („Spielchen“) vermeiden • In der Ich-Form sprechen • Empfindungen statt Schuldzuweisungen aussprechen • Auf den Einzelfall Bezug nehmen Sender • Sender spricht von sich selbst, wenn er sich meint. • Beim Thema bleiben. • Konkrete Situation und konkretes Verhalten der betroffenen Person ansprechen. • Unterstreichen & verständige Ausführungen durch Gesten und Blickkontakt. • Lautstärke, klare Aussprache und das Tempo runden das Gespräch ab. Empfänger • Verstehen des Gesagten signalisieren. • Empfangsbereitschaft durch Kopfnicken und Laute unterstreichen. • Loben und Anerkennen ermuntern den Sprecher auf Sendung zu bleiben.
Die Kommunikationsmatrix dient dazu, die Informationsbedürfnisse einzelner Projektinteressenten zu erfassen. Sie basiert auf Informationen der Stakeholderanalyse. In dieser Matrix wird festgelegt, bei wem wann welche Maßnahme angewendet wird und auf welche Weise dies geschieht: • Klima • Stimmung + / 0 / - • Maßnahmen • Inhalte, Medium • Rhythmus • Umfang
Feedback nehmen • Fremdwahrnehmung darf vom Selbstbild abweichen. • Feedback ist eine Möglichkeit, zusätzliche Informationen über sich zu erhalten. • Feedback ist kein Aufruf zur Veränderung. Feedback geben • Klären, ob Feedback erwünscht ist. • Eigenes Erleben beschreiben. • Wirkung des Verhaltens beschreiben (Ich-Aussagen), jedoch nicht bewerten und interpretieren. • Kurz und konkret formulieren. • Nur zu Dingen äußern, die veränderbar sind.
• Partizipativ: die Umweltakteure werden als Partner angesehen und behandelt und somit in das Projekt einbezogen. • Diskursiv: diese Strategie zielt auf einen Ausgleich zwischen verschiedenen Stakeholderinteressen ab. Dabei greift die Projektleitung unter anderem auf die Methoden der Verhandlung und des Konfliktmanagements zurück. • Repressiv: das Umfeld wird über Druck, vollendete Tatsachen, selektive Information und ähnliche Formen von Machteinsatz gesteuert. Stakeholder werden nur scheinbar beteiligt, da Entscheidungen schon längst gefallen sind. Vorteile ergeben sich allerhöchstens (!) dort, wo lange Diskussionen eher nicht zugelassen werden sollten (z. B. Unternehmensfusionen).
• Frühzeitig: vorausschauend kommunizieren ohne falsche Erwartungen zu wecken. • Regelmäßig: regelmäßig, aber auch zu besonderen Ereignissen (z.B. Frühwarnung) • Ehrlich: Fehler und Versäumnisse ehrlich zugeben und am Besten gleich mit Lösungsvorschlägen präsentieren. • Proaktiv: Freiwillige Kommunikation und nicht darauf warten, dass man von den Stakeholdern zu bestimmten Situationen angesprochen wird. • Interaktiv: Informationen in beide Richtungen zulassen.
Durch die Stakeholderanalyse erkennt der Projektleiter, welche Stakeholder wichtig für das Projekt sind, wie sie zum Projekt stehen und von ihm betroffen sind sowie über welchen Einfluss sie verfügen: • Klima / Stimmung + / 0 / -, • Einstellung zum Projekt positiv / negativ • Betroffenheit schwach / mittel / stark • Macht / Einfluss Basierend auf diesen Erkenntnissen legt das Projektteam die geeigneten Kommunikationsmaßnahmen fest.
Die Kommunikationsrichtlinie legt fest, welches Kommunikationsmittel die Mitarbeiter bei ihren Stakeholderkontakten zu welchem Zweck benutzen sollen. Sie wird vom Projektleiter und vom Projektteam gemeinsam festgelegt.
• Projektbesprechung • Projektberichte • Hintergrundgespräch • Projektnewsletter • Projektpräsentation • Internetseiten • Schwarzes Brett • Projekthotline • Veranstaltungen • Ideenwettbewerbe • Medien (Pressemitteilungen, Zeitungsberichte, redaktionelle Beiträge, Fernsehen, Funk)
Projektmarketing soll den Stakeholdern das Ziel des Projekts, den Weg zum Ziel sowie die Auswirkungen (Chancen und Risiken) und vor allem den jeweiligen Nutzen darstellen.
Nicht alle Risiken sollten öffentlich gemacht werden: • Risiken, die auf verdeckten, den offiziellen Projektzielen widersprechenden Interessen der Stakeholder beruhen. • Risiken, die ein kulturell unübliches Maß an Selbstoffenbarung voraussetzen • Risiken, den Charakter einer „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“ haben. Der PL sollte demnach die Wirkung von Risiken, bei denen sich die Eintrittswahrscheinlichkeit des Ernstfalls oder die Schadensfolge durch die Kommunikation selbst verändert, vorher auf ihre Tauglichkeit zur Veröffentlichung hin untersuchen • Risiken, die ihre Ursache in unterschiedlichen Interessenlagen der Stakeholder haben, z.B. können Anbieter, die an einer Ausschreibung teilnehmen, ihre Risiken nicht offen kommunizieren, da sonst die Gefahr besteht, dass der Auftrag an einen Wettbewerber geht, der seine Risiken geheim hält. (kann aber auch positiv vom ausschreibenden Unternehmen aufgenommen werden).
Das Projektmarketing soll den Stakeholdern das Ziel des Projektes, den Weg zum Ziel und den jeweiligen Nutzen darstellen. Dadurch sollen eine möglichst hohe Akzeptanz erzeugt werden und Risiken durch Widerstände sowie Informationsdefizite verringert werden. Das wichtigste Ziel der Medienarbeit lautet: „Aufmerksamkeit erregen“!
Medienarbeit sollte proaktiv sein! Gute Medienkontakte müssen in guten Zeiten aufgebaut werden, damit sie sich in schlechten Zeiten bewähren können. 5 Gebote - alles was das Unternehmen veröffentlicht, muss vereinbar sein mit: • den Interessen der Zielgruppe • der Unternehmensvision/Leitbild • der Corporate Identity • dem Corporate Design • dem guten Ruf des Unternehmens
Konflikte können aus unterschiedlichen Erwartungen und unvereinbarten Handlungstendenzen entstehen. Beispiele dafür sind: Die verschiedenen Projektbeteiligten haben in der Regel unterschiedliche abweichende Erwartungen an das Vorhaben/Projekt. Meinungsverschiedenheiten über Ziele und Vorgehensweisen, (nicht) erbrachte Leistungen, überzogene Termine und Budgets, aber auch zwischenmenschliche Probleme können in einem Konflikt enden. Je später die Konflikte aufgegriffen und gelöst werden, umso höher ist der benötigte Zeitaufwand und sind die Kosten.
Konflikte entstehen in der Regel nicht spontan, sondern existieren schon eine Zeit lang im Verborgenen. Es besteht daher die Möglichkeit die heraufziehenden Probleme bereits in einer frühen Phase zu erkennen. Der PM muss sich hierfür eine gewisse Sensibilität erarbeiten. Anzeichen z.B.: • Mitarbeiter sind nicht bereit, einander zuzuhören • Mitarbeiter werfen einander mangelnde Kompetenz vor • Linienmitarbeiter weigern sich, die vom abteilungsübergreifenden Projektteam erarbeitete Strategie umzusetzen. • Beteiligte können sich über eine längere Zeit hinweg nicht auf eine fachliche Lösung einigen. • Mitarbeiter liefern zum wiederholten Male mangelhafte Ergebnisse ab. • Sympathien bzw. Antisympathien von Meinungsführern führen zu Lagerbildung. • Alte Rivalitäten zwischen Personen oder Gruppen brechen wieder aus. • Mitarbeiter bügeln die Vorschläge ihrer Kollegen nieder, bevor sie besprochen werden können. • Führungskräfte verkaufen Kunden bzw. Management die Ideen ihrer Mitarbeiter als ihre eigenen.
• Vorgehensmodell zur kooperativen Konfliktregelung. Vgl. ICB „Kooperative Konfliktregelungen setzen die notwendige Bereitwilligkeit der Beteiligten voraus und können durch einen neutralen Schlichter moderiert werden.“ • Standardfragen zur Konfliktlösung [Mayrshöfer und Körger] • Vorgehensmodell zur Konfliktmoderation [Redlich] • Mediation (kooperatives Konfliktlösungsverfahren). Konfliktparteien arbeiten mit der Unterstützung eines neutralen Dritten (=Mediator) eigenverantwortlich an einer Lösung. • Kommunikationsregeln sind festzulegen, wenn zwischen den Konfliktbeteiligten ein offenes Gespräch zustande kommt. • Checkliste zur Konfliktlösung sollte eingesetzt werden, um wichtige Punkte zu berücksichtigen.
Ein systematisches Stakeholder- und Risikomanagement ab Projektbeginn helfen dabei, Konflikten vorzubeugen, um sie zu vermeiden. Detail-Maßnahmen wären: • Offene Informationspolitik gegenüber Stakeholdern • Einbeziehen der Betroffenen bei wichtigen Entscheidungen • Befürchtungen und Bedenken ernst nehmen • Klima des Vertrauens erzeugen • Offensichtliche und versteckte Ziele aller Beteiligten recherchieren und gemeinsam mit diesen offen besprechen • Aufgaben und Kompetenzen bei jeder Strukturveränderung im Team klären • Unterschiede im Verständnis von Vorgehen und Arbeitsmethoden besprechen • Regelmäßiges Feedback ermöglichen und einfordern, eventuell unter der Leitung eines externen Moderators • Auf Mitarbeiter, die dem Team dauerhaft schaden, verzichten
ICB 4 „Konflikte machen auf notwendige Veränderungen aufmerksam und können das Erreichen des Projektziels massiv in Frage stellen, aber auch die Ergebnisse und die Zusammenarbeit im Projekt verbessern.“ Konflikte: • Als Indikator für notwendige Veränderungen • Decken Chancen auf • Bereinigen unangenehmer, blockierender Situationen • Führen zu einer reiferen Projektkultur • Fördern des Teamgefühls • Ermöglichen von gemeinsame Lösungen • Beseitigen von Unklarheiten
Sachebene (=fachlich/inhaltliche Ebene) • Zielkonflikte: verschiedene Projektbeteiligte verfolgen in ein und demselben Projekt unterschiedliche Ziele. • Beurteilungskonflikte: ein Sachverhalt wird wegen unterschiedlicher oder unterschiedlich wahrgenommener Information unterschiedlich beurteilt. • Verteilungskonflikte: verschiedene Projektbeteiligte konkurrieren um dieselben Ressourcen. Psychosoziale Ebene (=emotionale-/Gefühlsebene) Diese Konflikte entstehen meist, wenn Charaktere mit unterschiedlichen Zielen und Werten aufeinanderprallen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die soziale Wahrnehmung. Oftmals werden die Konflikte dieser Ebene nicht als solche erkannt, sondern auf der Sachebene angesiedelt. Unterschwellige Wünsche und Erwartungen von Projektbeteiligten sind für den Projektleiter schwer zu erkennen. Entsprechend anspruchsvoll ist es, diese Konflikte zu lösen.
Produktenstehungsprozess Fachliche Konflikte, da das Projektteam fachübergreifend zusammengesetzt ist. Jeder bringt unterschiedliches Wissen, Interesse und unterschiedliche Ziele mit. Vorsicht, dass diese Konflikte nicht verschleppt und auf die Beziehungsebene verschoben werden. Projektmanagement-Prozess • Zu Konflikten kann die Matrixorganisation führen (Zuständigkeiten und Befugnisse). Abweichungen von der Planung sehen viele Projektbeteiligte als Planungsfehler, für den sie einen Schuldigen suchen. • Auch Verteilungs- und Interessenkonflikte bei der Ressourcenplanung sind typisch für diesen Prozess. Teamentwicklungsprozess • Cliquenbildung, Diskussionen über Methoden oder Sinn der Zusammenarbeit sind typische Phänomene. • Ebenso das Aushandeln ungeklärter Macht- und Entscheidungsstrukturen. Entscheidungsprozess • Stakeholder können sich mit im Laufe des Projektprozesses gefundenen Lösungen nicht identifizieren. • Konflikte aus unklar formulierten Entscheidungsbefugnissen kommen ebenfalls häufig vor.
Entsprechende Verhaltensmuster erlernt der Mensch schon im Kindesalter. Verhaltensweisen, die bei anderen schlecht ankommen, lassen sich daher nicht schnell ändern. Vorerfahrungen mit den beteiligten Personen oder mit ähnlichen Situationen beeinflussen die Wahrnehmung von konfliktträchtigen Situationen ganz erheblich. Die eigene Sicht der Dinge prägt die Wahrnehmung auch dann, wenn sie in einem ganz anderen Kontext entstanden ist. Es ist daher zu empfehlen, die konkrete Wahrnehmung von der eigenen Interpretation zu trennen, um dem Gegenüber eine andere Sicht der Dinge zugestehen zu können.
• Anpassung: Aufgeben der eigenen Position • Einigung: alle Parteien kommen auf ihre Kosten (Optimum, wenn der Konflikt eingetreten ist) • Kompromiss: Alle Beteiligten machen Abstriche bei ihren ursprünglichen Forderungen. Gleichzeitig kommt jeder in den Genuss eines Vorteils. • Delegation (Verweis an Dritte): Externer Moderator führt einen Schlichtungsspruch herbei, an den sich alle halten müssen. • Streit/Kampf: Ineffektivste Lösung, die Frust und Rachegefühle hervorruft. • Machteinsatz: Wer mehr Macht besitzt, kann Konflikte leichter für sich entscheiden. o Bessere Beziehungen o Monopolstellung o Informationsmonopol o Mit geeigneten Mitteln vollendete Tatsachen schaffen. • Verdrängung • Konfliktvermeidung: Stakeholder- und Risikomanagement ab Projektstart beginnen (Optimum bevor der Konflikt eintritt)
Laut ICB: „Kooperative Konfliktregelungen setzen die notwendige Bereitwilligkeit der Beteiligten voraus und können durch einen neutralen Schlichter moderiert werden.“ 1) Einleitung: Zuerst werden die Hintergründe des Konflikts dargelegt. Es wird dann die Vorgehensweise geklärt. 2) Diagnose: Es wird der Ist-Zustand beschrieben. 3) Lösungsentwicklung: Es wird der Soll-Zustand beschrieben. Dazu sind dann Maßnahmen zu identifizieren, wie dieser Zustand zu erreichen ist. 4) Erfolgssicherung: Die Gruppe legt fest, wer, wann und wie die Erfolgssicherung durchführt.
• Er blickt von außen auf den Konflikt (=Objektivität) . • Er nimmt dem Projektleiter während der Konfliktbearbeitung die Verantwortung für den Konflikt ab und ermöglicht es ihm, sich ganz auf die Konfliktlösung zu konzentrieren. • Er gibt dem Projektleiter die Möglichkeit, seine Position als Partei im Konfliktlösungsprozess offen vertreten zu dürfen. • Er besitzt Erfahrung in Konfliktmoderation und kennt Erfolg versprechende Vorgehensweisen.
• Konflikt sofort aufgreifen • Warnsignale ernst nehmen (z.B. Mitarbeiterfluktuation) • Wahre Ursachen erforschen • Ziele der Beteiligten klären • Argumente präzise formulieren, Gegenpartei direkt ansprechen • Gegenpartei soll Gesicht wahren können • Emotionalität hinnehmen, gelassen reagieren • Beilegung gemeinsam feiern.
Eine Krise stellt einen Sonderfall des Konflikts dar. Eine Krise ist durch Ausweglosigkeit, Rückzug, Blockade oder weitreichende Lähmung gekennzeichnet. Das Projekt kommt möglicherweise sogar zum Stillstand. Wenn Probleme derart eskalieren, dass eine Lösung unter den gegebenen Rahmenbedingungen unmöglich erscheint, spricht man von einer Krise.
Sich selbst blockierende Gruppe Ihr Kennzeichen ist das Fehlen einer Gegenpartei. Ursache einer solchen Krise kann sein, dass die altvertraute Art und Weise der Zusammenarbeit plötzlich nicht mehr funktioniert. Die Gruppe und deren einzelne Mitglieder haben sich verändert, ohne dies bewusst wahrzunehmen. Ein Konfliktpotenzial ist zwar unterschwellig vorhanden, wird aber nicht wahrgenommen. Aus Angst, die Gruppe könnte zerfallen, traut sich niemand, die Konfliktbewältigung einzuleiten. Von außen blockierte Gruppe Verursacher sind Eingriffe von außen in die Gruppe mit dem Ziel, einen (vermuteten) Konflikt im Keim zu ersticken. Die von außen blockierte Gruppe verliert Identität, selbstbewusst zu sein und schließlich die Hoffnung, noch etwas bewegen zu können. Formalisierte Prozeduren zur Verhaltensregulierung (Ausweichprozeduren) nehmen überhand. Die direkte Kommunikation zwischen den Beteiligten kommt zum Erliegen.
Vorgehensmodell nach Neubauer: 1. Analyse des Problems mit genauer Dokumentation 2. Ermittlung des zu erwartenden Schadens 3. Suche nach brauchbaren Lösungsalternativen (Kreativitätstechniken) 4. Schadensprognose 5. Nutzendarstellung 6. Schriftliche Vereinbarung des erzielten Konsenses
• Umfassende Stakeholderinformation • Ein aktiver Stakeholderdialog • Ein funktionierendes Berichtswesen • Ein offenes, vertrauensvolles Klima im Projekt und im Unternehmen sowie • Ein kooperativer Führungsstil des Projektleiters