Hygienic Processing Teil 4

High pressure processing (HPP)und Pulsed electrical fields (PEF)

High pressure processing (HPP)und Pulsed electrical fields (PEF)


L. H.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über moderne Technologien zur hygienischen Verarbeitung von Lebensmitteln auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Verfahren wie PEF (Pulsed Electric Fields) und HPP (Hochdruckverarbeitung), die zur Inaktivierung von Keimen und zur Sterilisation eingesetzt werden. Die Karteikarten behandeln den Stand der Technologie, Anwendungsgrenzen und alternative Einsatzmöglichkeiten, wie die Strukturbildung durch Druck. Lebensmittelproduzenten und Forscher profitieren von diesen Informationen, um innovative Verarbeitungsmethoden zu verstehen und anzuwenden.
Karten
8
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
04.10.2014 / 06.10.2014

Lernkarten

Eigenschaften des Hochdruckverfahrens

  • Hydrostatischer Druck 

im großtechnischen Maßstab zwischen 300 und 700 MPa,im Labor- bzw. Pilotmaßstab bis 1000 MPa (explorativ zum Teil noch höher)

  • Isostatisches Prinzip: kein Druckgradient 

--> Effekt unabhängig von Form und Stückigkeit des Produktes

  • Prinzip von Le Chatelier: durch Druck beschleunigt werden Reaktionen, die mit einer Volumenverringerung einhergehen

-->kein Einfluss auf kovalente Bindungen
-->Erhalt von Vitaminen, Farbe, Aroma (meistens)

  • „kaltes“ Verfahren

-->keine Bildung von Maillard-Produkten
-->keine maßgebliche thermische Schädigung von  Inhaltsstoffen

Welche Bindungen sind betroffen? (Druck)

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Hochdruck und Proteine

 

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Druckinaktivierung von Mikroorganismen

 

  • Druckinaktivierung von E.coli in Milch bei 400 MPa in Abhängigkeit von der Prozesstemperatur
  • Allerdings: Der 
    Inaktivierungseffekt ist bei Sporenbildnern vergleichsweise gering  Eine Sterilisation durch UHP ist daher kaum bzw. nur im Zusammenspiel mit Milieufaktoren (pH, EtOH, Ionenstärke) möglich

 

Hochdruckeinfluss auf biologische Systeme

 

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Zusammenfassung HPP

  • Stand der Technologie
  • Ultrahochdruck als Pasteurisationsverfahren für Lebensmittel
  • Strukturbildung durch Druckanwendung
     

  • Stand der Technologie

– Anlagen im Produktionsmaßstab existieren.
– Hochdruckprodukte (hochpreisig, Nischenprodukte) sind auf dem Markt. 

  • Ultrahochdruck als Pasteurisationsverfahren für Lebensmittel

– Pathogene Keime können bei Raumtemperatur abgetötet werden.
– Sporen bleiben mehr oder weniger unberührt.
– Eine Sterilisation bei moderaten Temperaturen ist nicht möglich. 
– Enzyme werden zum Teil oder vollständig inaktiviert.
– Farb- und Aromastoffe bleiben erhalten (wenige Ausnahmen). 

  • Strukturbildung durch Druckanwendung

– neue Strukturen (Partikel, Gele) lassen sich durch Denaturierung von 
Proteinen erzeugen
– Verfahrensalternativen entstehen: Bsp. Hochdruck-Weichkäse

Die Hauptmechanismen der MO-Inaktivierung durch PEF

  • Elektro-Osmose
    • Gerichteter Fluss von Elektrolyten in der Nähe einer geladenen Fläche in einer Membranpore unter dem Einfluss eines äußeren elektrischen Feldes (die Flussgeschwindigkeit ist  direkt proportional zur Feldstärke; Größenordnung bei PEF: rund 1 m/s)
  • Elektropolation
    • Bildung und Vergrößerung von Poren in Membranen bei Überschreiten der kritischen Feldstärke
  • Membranüberhitzung durch Joule‘sche Erwärmung:
    • Der Fluss elektrischen Stroms durch ein leitendes Medium führt zu einer Erwärmung;  Überschlagsrechnung: die Membranerwärmung bei E = 500 V/cm und t = 0,01 s beträgt etwa 26 K, die Erwärmung des Umgebungsmediums rund 0,8 K; nur sehr schwacher Einfluss dieses Effektes

Zusammenfassung PEF

  • Stand der Technologie
  • PEF als Sterilisationsverfahren für Lebensmittel
  • Grenzen der Anwendung
  • Alternative Anwendung
     

 

  • Stand der Technologie

– Anlagen im Produktionsmaßstab existieren.
– PEF-behandelte Lebensmittel sind noch nicht auf dem Markt. 

  • PEF als Sterilisationsverfahren für Lebensmittel

– Vegetative Keime und Hefen können abgetötet werden.
– Eine Sterilisation bei moderaten Temperaturen ist nicht möglich. 
– Enzyme werden nur zum Teil inaktiviert.

  • Grenzen der Anwendung

– Zu behandelnde Produkte müssen pumpfähig sein, schwierig bei stark leitenden 
Produkten und bei Gaseinschlüssen. 
– Für frisches Fleisch und Fisch nicht geeignet.
– Partikelgröße limitiert (kleiner als Elektrodenabstand).

  • Alternative Anwendung

– Permeabilisierung von pflanzlichen Zellmembranen zum Zweck der 
Ausbeutesteigerung oder von mikrobiellen Zellen zum Transfer von Genmaterial. 

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