Allerigen


K. W.
Diese Lernkartei behandelt grundlegende Aspekte von Allergien und Immunreaktionen, einschließlich der verschiedenen Allergietypen, ihrer Ursachen, Symptome und Behandlungen. Sie erklärt die Rolle von Antigenen, Antikörpern und T-Zellen sowie die Pathogenese und Diagnostik von Allergien. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die ein besseres Verständnis der Immunantwort und Allergiebehandlung erlangen möchten.
Karten
25
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
30.12.2013 / 30.12.2013

Lernkarten

Definition Allergie

 

 

Es ist eine immunologisch bedingte Reaktion auf exogene Substanzen. Nach einer asymptomatischen Sensibilisierungsphase, kommt es bei einem nächsten Kontakt zur allergischen Reaktion. Es gibt vier verschiedene Immunreaktionen.

Entstehung Allergie

Die Allergie bekommt man durch den Kontakt mit einem Antigen (wie bei Immunität), man spricht von Sensibilisierung. Dieser Antigenkontakt führt dazu, dass spezifische Antikörper gebildet werden oder aktivieren T-Zellen gegen das Antigen. Bei erneutem Kontakt mit dem Allergen kommt es dann zu einer Manifestation der Allergie.

Allg. Auslöser einer Allergie

- Pollenallergie                                                        - Latexallergie

- Nahrungsmittelallergie                                       - Insektengiftallergie

- Arzneimittel                                                                       - Blutprodukte

- Inhalationsallergene; Tierallergie, Hausmilbenallergie

- Usw.

Diese Stoffe können eine Anaphylaxie auslösen.

 

Einteilung von Allergien nach Coombs und Gell

  • I: anaphylaktisch --> allergische Rhinitis, allergische Asthmabronchiale, allergische Urtikaria, Nahrungsmittelallergie, Insektenallergie, Anaphylaxie
  • II: Zytotoxisch --> Transfusionszwischenfall, hämolytische Anämie
  • III: Immunkomplexe --> Vasculitis allergika, Serumkrankheit, allergische Alveolitis
  • IV: Zellvermittelt --> allergisches Kontaktekzem, Tuberkulinreaktion, Transplantatabstossung

Allergologische Diagnostik

  • Wichtigster Anteil die Anamnese --> Wann, wie, wo treten die Beschwerden auf?
  • Allergietests auf der Haut in Abhängigkeit vom vermuteten Allergietyp z.B. Epikutantest
  • Laborbefunde

Behandlung allergien

Jeder Pat. bekommt ein Notfallausweis, den er immer bei sich haben sollte.

  • Allergenkarenz
  • Spezifische Hyposensibilisierung (s.c. Injektionen mit stark verdünntem Antigenextrakte)
  • Medikamentöse Massnahmen zur symptomatischen Therapie

Prävention von Allergie

Ist nur im Säuglings-und Kindsalter möglich. Eine Generelle Empfehlung ist, dass man sich den Allergenen gar nicht erst aussetzt.

Besonderheiten von Allergien

  • Kreuzallergie --> ein Allergiker kann auch Substanzen allergisch reagieren, mit dennen er noch nie zuvor in Kontakt gekommen ist. Die Ursache ist, dass die chemischen Substanzen ähnlich sind.
  • Pseudoallergie --> Freisetzung von Histamin oder Komplementaktivierung ist nicht immunologisch bedingt. Symptome sind ähnlich wie bei Allergie, sind aber hier schon beim ersten Kontakt möglich
  • Toxische Reaktionen --> kann dosisabhängig bei allen Formen auftreten.

Pathogense von dem Typ I

Beim erstkontakt mit dem Antigen kommt es zu einer gesteigerten Bildung von IgE (Immunglobuline). Diese heften sich an die Oberfläche von Mastzellen und basophilen Granulozyten. Bei einem erneuten Kontakt werden die Immunglobuline miteinander Vernetzt durch die Antigene. So setzen die Mastzellen die Inhaltsstoffe ihrer Granula frei, meistens Histamin oder Bradykinin.

Ursachen beim Typ I Allergiker

-allergischeRhinitis                                                 

- allergische Asthmabronchiale

- allergische Urtikaria,

- Nahrungsmittelallergie

-  Insektenallergie

- Anaphylaxie

Symptome beim Typ I

Innerhalb von Sekunden bis Minuten treten als Wirkung der Mastzellinhaltsstoffe die allergischen Symptome auf:

  • Vasodilatation dadurch Erythem und Blutdruckabfall
  • Steigerung der Gefässpermeabilität dadurch Ödeme und Quaddel
  • Kontraktion der glatten Muskulatur dadurch Bronchospasmus, Koliken)
  • Hypersekretion der Schleimhäute dadurch Rhinitis (Entzündung der Schleimhaut), Niesen
  • Juckreiz und Augenbrennen

Jede lokal beginnende allergische Reaktion kann sich zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock steigern.

Definition von Typ II

(Zytotoxischer Typ) Zerstörung Körpereigener Zellen mit der möglichen Folge von schweren Gerinnungsstörungen und Schockzuständen.

Pathogenese Typ II

Pathogenese

Die Reaktionen vom Typ II werden durch zellständige Antigene ausgelöst. Es kommt zur Komplementaktivierung (Gehört zum unspezifischen humoralen Immunsystem), oder zur Aktivierung zytotoxischer Zellen du schliesslich nach Stunden oder Tagen zur Auflösung der Zellen, die das Antigen tragen.

Definition von TYP III

(Immunkomplex Typ)

Einlagerung von zirkulierenden Antigen-Antikörper-Komplexen in verschiedenen Geweben, die zu einer Schädigung führen.

Pathogenese Typ III

Zirkulierende Antigen- Antikörper- Komplexe lagern sich in ver. Geweben ab und schädigen diese nach Komplementaktivierung. Die Reaktion erfolgt nach wenigen Stunden.

Pathogenese Typ IV

  • 1. Sensibilisierungsphase à Kontaktallergene sind kleine, sehr reaktionsfreudige Moleküle. Sie dringen durch die Haut und ein und sensibilisieren die T-Zellen in den Lymphknoten. Dabei entsteht die allergiespezifische TH1 Memory-Zellen.

So hat der Körper jetzt ein Gedächtnis für das Kontaktallergen.

  • 2. Auslöse- oder Effektorphase à Bei erneutem Kontakt mit Allergenen treffen die allergenpräsentierenden Zellen auf ein hohe Anzahl TH1-Memorie-Zellen. SO kommt es zur Zytokinausschüttung und weitere Entzündungszellen werden angelockt (T-Zellen, Neutrophile und Basophile). Entzündungsreaktion wird ersichtlich.

Erkläre Allergietyp IV

Der Typ IV ist zellulär bedingt und wird durch sensibilisierte T-Lymphozyten ausgelöst.

Dazu gehört:

  • Das allergische Kontaktekzem
  • Die Tuberkulinreaktion
  • Die Transplantatabstossung
  • Zahlreiche Arzneimittelreaktionen
  • Die chron. Phase des atopischen Ekzems

.

Therapie bei Typ IV

  • Symptomatische Therapie
  • Feuchte Umschläge
  • Wasserreiche Cremesalben
  • Glucokortikoidhaltige Lösungen
  • Gerbstoffe und Teerpräparate
  • Vermeiden der Allergenzufuhr

Definition von Autoimmunerkrankungen

Krankheiten, bei denen sich Antikörper oder spezifische sensibilisierte Lymphozyten gegen körpereigene Gewebe richten und diese schädigen.

Krankheitsenstehung von Autoimmunerkrankungen

Die Entstehung ist bis heute nicht genau geklärt. Es ist aber sicher das mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Z.B. Genetisch bedingte Veranlagung, Geschlechts- und hormonelle Faktoren und Exogene Faktoren.

Diagnostik und Behandlung von Autoimmunerkrankungen

Diagnostik

Bei vielen Autoimmunerkrankungen ist der Nachweis von Autoantikörpern wichtig.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich jeweils nach dem betroffenen Organ und der Ausprägung der Krankheit.

 

Definition Immundefekte

Geschwächte oder fehlende Abwehr durch:

  • Angeborene Entwicklungsstörungen der Stammzellen die im Knochenmark entstehen (angeboren)
  • Geschwächte Abwehrzellen oder Antikörper durch Erkrankung oder Therapie (erworben)

Krankhetisenstehung von Immundefekten

Angeborene Immundefekte:

  • Erbliche Defekte der Lymphozytendifferenzierung. Sind selten. Die häufigste Form ist ein selektiver IgA-Mangel.

Erworbene Immundefekte:

  • Kommen häufiger vor und können in jedem Alter vorkommen
  • Ursachen sind Arzneimittel, Infektionen, Mangelzustände (Hungern, chron. Eiweissmangel), Maligen Erkrankungen, Stoffwechselstörungen.

 

Es ist normal, dass im physiologischen Alterungsprozess die Immunabwehr nachlässt.

Was sind Immuntimulantien?

 

Regen das Immunsystem an. Z.B. Zink, Mistel, Extrakte aus der Ginseng Wurzel

 

Was sind Immunsuppressiva?

Unterdrücken das Immunsystem. Z.B.:

  • Glucocordicoide --> zur Linderung der entzündlichen Begleiterscheinung
  • Cicolsporin (Sandimmun) --> Unterdrücken v.a. die T-Lymphozyten. Auf Wechselwirkung achten bei diesem Medi!!
  • Zytostatika --> schàwchen unspezifisch das Immunsystem (Zellteilung wird gehemmt)

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