Humanphysiologie
Humanphysiologie - Examen
Humanphysiologie - Examen
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Cartes-fiches
Informationen über Bewegung werden genutzt bei der..
- Wahrnehmung von bewegten Objekten
- Aufrechterhaltung von Augenfolgebewegungen
- Orientierung bei der Bewegung der Körper in der Umwelt
Was ist eine Fixierung?
Das okulomotorische System hält die Fovea auf einem Objekt
Was ist eine Sakkade?
ruckartige Augenbewegungen von einem Fixierungsobjekt zum anderen; bis ca. 900°/s
gesteuerte Augenbewegung --> keine Rückkopplung!
keine Wahrnehmung während der Augenbewegung!
Was ist eine kontinuierliche Folgebewegung?
Das okulomotorische System hält ein bewegtes Objekt in der Fovea; bis 100°/s
geregelte Augenbewegung (Kontrolle über Rückkopplung)
Wahrnehmung während der Augenbewegung.
Was versteht man unter Optokinetik?
hält ein Objekt in der Fovea, wenn sich der Kopf bewegt
Was ist der Vestibulookularreflex?
hält ein Objekt in der Fovea, wenn sich der Kopf sehr schnell bewegt.
Was sind Vergenzbewegungen?
unabhängige Bewegung beider Augen zur Fixierung von Objekten, die sich entfernen oder annähern.
Nenne die 6 funktionellen Aufgaben des okulomotorischen Systems
- Fixierung
- Erzeugung von Sakkaden
- Kontinuierliche Folgebewegungen
- Optokinetik
- Vestibulookularreflex
- Vergenzbewegungen
Wieso kann ein EOG funktionieren?
- Auge ist ein Dipol
- Bestandspotential (1mV)
- Potentialänderungen sind dem Sinus des Blickwinkels proportional
Was machen die Drehsinnesorgane?
- messen Drehbeschleunigungen
- Bogengänge mit Ampullen mit Crista (Haarzellgruppe mit Cupula)
Was machen die Schweressinnesorgane?
- messen Linearbeschleunigung
- Utriculus --> Horizontalbeschleunigung
- Sacculus --> Vertikalbeschleunigung
Was versteht man unter Transduktion?
Umwandlung eines äußeren Reizes in ein physiologisches Signal (z.B. Erregung)
Was ist der Unterschied zwischen primären und sekundären Sinneszellen?
- primäre Sinneszellen: können selbst Aktionspotentiale generieren (Riechsinneszellen)
- sekundäre Sinneszellen können kein eigenes AP generieren --> verschalten synaptisch auf ein afferentes Neuron.
Wie ist das Auge aufgebaut?
- Sklera = Lederhaut (vorne Cornea = Hornhaut)
- Choroidea = Aderhaut
- Retina = Netzhaut + Pigmentepithel
- Glaskörper
- Linse mit Ziliarmuskel und Zonulafasern
- Iris = Regenbogenhaut (Loch dazwischen: Pupille)
Was versteht man unter skotopischem und photopischem Sehen?
- skotopisches Sehen --> Sehen bei geringer Helligkeit, in Dunkelheit und in Dämmerung (Stäbchen)
- photopisches Sehen --> farbiges Sehen bei heller Beleuchtung (Zapfen)
Aufbau Retina (von außen nach innen)
- Pigmentepithelzellen
- Photosensoren (Stäbchen und Zapfen)
- Horizontalzellen
- Bipolarzellen
- amakrine Zellen
- Ganglienzellen
Was ist der Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums, den wir sehen können? wie sind die spektralen Empfindlichkeiten für die verschiedenen Rezeptoren?
- visuelles Spektrum: ca. 400-700 nm
- S-Zapfen (blau, kurzwellig): 420 nm
- M-Zapfen (grün, mittelwellig): 535 nm
- L-Zapfen (rot, langwellig): 565 nm
Wie sind die Photorezeptoren auf der Netzhaut verteilt?
- gibt ca. 6 Mio. Zapfen und 120 Mio. Stäbchen
- Dichte der Zapfen in Fovea centralis (Zentrum der Netzhaut) am höchsten und nimmt zur Peripherie hin ab
- Dichte der Stäbchen nimmt vom Zentrum zur Peripherie hin zu
Was sind Rhodopsin und Iodopsin?
- Iodopsin: Opsin + Retinal --> Sehpigment der Zapfen, in Membraneinfaltungen eingelagert
- Rhodopsin: Sehpigment der Stäbchen, in sog. "Disks"
Was versteht man unter additiver Farbmischung?
Die Erzeugung gewünschter Farbeindrücke durch das Mischen von Licht verschiedener Wellenlängen (Hermann von Helmholtz --> Dreifarbentheorie, RGB)
Was versteht man unter der subtraktiven Farbmischung?
Die Erzeugung von Farben durch das Entfernen bestimmter Wellenlängenbereiche, z.B. durch den Einsatz von Pigmenten
(CMY)
Was sind Farbkreise?
- werden als "natürliche" Farbanordnung interpretiert.
- veranschaulichen Zusammenhang zw. Primär-, Sekundär- und Komplementärfarben
Definiere Primär-, Sekundär- und Komplementärfarbe
- Primärfarbe --> Ausgangsfarbe eines gedachten oder tatsächlichen Mischprozesses. Bei der additiven Mischung sind es die Lichtfarben Rot, Grün, Blau, bei der subtraktiven Farbmischung die Körperfarben Gelb, Cyan, Magenta.
- Sekundärfarben --> Mischungen aus zwei Primärfarben
- Komplementärfarben --> es gelten sowohl bei additiver als auch subtraktiver Farbmischung diejenigen Farben als komplementär, die gemischt einen neutralen Grauton ergeben
Definiere mono- und polychromatisches Licht
- monochromatisch: Licht einer einzelnen Wellenlänge (Farbeindruck heißt Spektralfarbe)
- polychromatisch: Licht aus mehreren verschiedenen Wellenlängen (kann ebenfalls Farbeindruck hervorrufen)
Was versteht man unter "Monochromasie"?
zwei oder alle Zapfen sind ausgefallen (nur ein farbvermittelnder Rezeptor) --> es können nur Graustufen wahrgenommen werden
Was versteht man unter Dichromasie?
Funktion eines Zapfentypens ist ausgefallen
Protanopie --> Rotblindheit, L-Zapfen fehlen (Protanomalie --> Rotschwäche)
Deuteranopie --> M-Zapfen fehlen
--> zusammen: Rot-Grün-Blindheit
Tritanopie --> S-Zapfen fehlen
Was versteht man unter "abnormaler Trichromasie"
(Protanomalie, Deuteranomalie, Tritanomalie)
--> ein Zapfentyp ist in seiner Sensitivität gestört
- Protanomalie --> L-Zapfen
- Deuteranomalie --> M-Zapfen
- Tritanomalie --> S-Zapfen
Was versteht man unter Glykolyse?
Abbau von Glucose, entweder anaerob zu Lactat oder vollständiger aerob-oxidativer Abbau v.a. im ZNS, Herz-/Skelettmuskel (aber auch in den meisten anderen Organen)
Was versteht man unter der Gluconeogenese und wo findet sie statt?
- in Leber und Nierenrinde
- Aufbau von Glucose aus Nicht-Zuckern, nämlich aus Aminosäuren (z.B. Glutamin), Lactat (aus der anaeroben Glykolyse aus Muskel und Erythrozyten) und aus Glycerin (aus dem Fettabbau)
Was versteht man unter der Glykogenolyse?
Abbau von Glykogen zu Glucose (--> hat einen BZ-Anstieg zur Folge)
Was versteht man unter der Glykogenese?
- Aufbau von Glykogen aus Glucose (Leber, Muskel)
- zur Speicherung von Glucose und der Konstanthaltung des BZ
(im Muskel wird Glykogen nur für Eigenbedarf gespeichert)
Was versteht man unter Lipolyse?
Abbau von Fetten zu Fettsäuren und Glycerin
Was versteht man unter der Lipogenese?
Aufbau von Fetten zur Speicherung in Fettdepots. Einerseits Umkehrung der Lipolyse, andererseits Biosynthese von Fettsäuren aus Glucose.
Wie kann man in wenigen Worten die Regelung der BZ-Konzentration beschreiben?
Wenn der BZ hoch ist, dann wird Insulin ausgeschüttet --> es sorgt für die BZ-Aufnahme in die Zellen und fördert die Glykogenese --> dadurch werden die Zwischenspeicher in Muskel und Leber aufgefüllt und in der interdigestiven Phase durch Glucagon mobilisiert.
Funktion: relativ wenig von Nahrungsaufnahme abhängiges Glucoseangebot v.a. für ZNS
Wie kann man den Pankreas einteilen und was wird in den Abschnitten produziert?
- exokriner Anteil: Bikarbonat (pH-Wert-Änderung), Enzyme, H2O
- endokriner Anteil: Langerhans-Inseln
- A-Zellen: Glukagon (25%)
- B-Zellen: Insulin (60%)
- D-Zellen: Somatostatin (10%)
Was sind die Wirkungen von Glucagon?
- wirkt in den wichtigsten Funktionen antagonistisch zu Insulin
- fördert Glykogenolyse in der Leber --> BZ-Anstieg
- Lipolyse in Fettzellen
- födert auch Gluconeogenese
Was sind die Wirkungen von Insulin?
- fördert Glucoseaufnahme in Zellen (Glucoseverbrauch in Zellen steigt an)
- fördert Glucogenese
- fördert Metabolisierung von Glucose zum Aufbau von Fett (Lipogenese)
- födert Speicherung von Aminosäuren (Eiweißaufbau) --> wirkt anabol (fördert Wachstum)
- hemmt Glykogenolyse
- hemmt Lipolyse
--> BZ-senkend, anabol, lipogen, bewirkt GLUT 4 -Einbau in Muskelzellen
Was passiert in den B-Zellen des endokrinen Pankreas nach Anstieg des Blutglucosespiegels?
BZ hoch --> Glucosespiegel in B-Zellen steigt an (via GLUT2-Transporter) --> wenn die Glucosekonzentration überschwellig ist --> Kaskade von Reaktionen durch Glukosekinase:
- Glukoseoxidation steigt an
- dadurch steigt Gehalt von Zell-ATP
- ATP-gesteuerte K+-Kanäle schließen sich
- dadurch Depolarisation
- potentialgesteurte Ca2+-Kanäle öffnen sich
- Ca2+ strömt in die Zelle
- Ca2+-Anstieg führt zur Exozytose von Insulin und zur Wiederöffnung der K+-Kanäle (Abschaltung durch Rückkopplung)
Erläutern Sie die Signaltransduktion in einer olfaktorischen Sinneszelle
- Duftstoff bindet an Rezeptorprotein --> Konformationsänderung
- das aktivierte G-Protein aktiviert eine Adenylatcyklase
- Adenylatcyklase wandelt ATP in cAMP um
- cAMP öffnet cAMP-geseteuerte Ionenkanäle
- Ca2+ und Na+-Einwärtsstrom --> Zelle depolarisiert (Generatorpotential)
- Ca2+ öfnet auch Ca2+-aktivierte Cl-Kanäle --> Cl-Auswärtsstrom verstärkt die Depolarisation
- Das Generatorpotential öffnet spannungsgesteurerte Na+-Kanäle und löst AP aus
Signaltransduktion vom Auftreffen eines Zuckermoleküls bis zur Generierung eines AP
- Zuckermolekül bindet an Rezeptorprotein (T1R2 oder T1R3) --> Konformationsänderung
- G-Protein (Gustducin) wird aktiviert und aktiviert Adenylatcyklase
- diese katalyisiert Umwandlung von ATP in cAMP
- cAMP phospohriliert Phosphokinase, diese phospohryliert K-Kanäle, sodass sich letztere schließen --> Depolarisation der Zelle
- es öffnen sich spannungsgesteuert Ca2+-Kanäle --> Einstrom bewirkt Transmitterfreisetzung.