Humangeographie Teil B und C

Teil B und C von anderen Dozenten

Teil B und C von anderen Dozenten


Nadja Imhof
Diese Lernkarten behandeln die Humangeographie auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Waldnutzung, institutionelle Regelungen und politische Prozesse. Sie beleuchten die Bedeutung von Ressourcen, Zugang und Nutzung, sowie die Rolle von Institutionen und Gruppen in der Waldwirtschaft. Besonders relevant für Studierende der Geographie, die sich mit politischen Ökologie und nachhaltiger Ressourcennutzung auseinandersetzen.
Flashcards
95
Students
2
Language
German
Category
Geography
Level
University
Created / Updated
01.05.2013 / 04.01.2018

Flashcards

Buddhismus

 

*Reformbewegung aus Hinduismus

* Religionsstifter Siddharta Gautama aus Lumbini (heute SüdNepal), erlangte im 6. Jh. v. Chr. die Erleuchtung (Buddha = der Erleuchtete)

* Lehre beschreibt den Weg und die notwendigen Taten, um von dieser Welt befreit zu werden (v.a. Überwinden aller Begierden)

* Verschiedene Gruppen (Theravada, ein Buddha; Mahayana mit Vielzahl von Buddhas; etc.)

Islam

 

*Islam (von salaam, Frieden) monotheistisch; ein Gott (Allah pbuh)

* Lehre festgehalten in der Heiligen Schrift (Koran; im Jahr 610 dem Propheten Mohammad offenbart) und den überlieferten Worten des Propheten (hadith, gesammelt in sunna)

* Geben genaue Vorgaben zur Lebensführung (shari‘a, der Weg) mit Regeln zu Erbrecht, Handel, Eigentumsrechte, Verwaltung, Steuern, criminal law, etc.

Islam
(Glaube und Probleme)

 

*Muslime erachten Islam als letzte und vollkommene Version der monotheistischen Religion

*Für die meisten Muslime: Alltagsreligion

* Schiiten (shi'at-ali) folgen Ali, Schwiersohn Mohammads

* Grosse Vielfalt z.T. stark zerstrittener Gruppierungen

* v.a. um Reinheit der Lehre (islamische Reformbewegungen)

Islam Grundpflichten:

 

* Absoluter Glaube (Rezitieren des Glaubensbekenntnisses „There is no God but God and Muhammad is His (final) prophet and messenger.)

* 5 Gebete täglich

* Almosen für die Armen (zakat)

* Fasten während des Monats ‚Ramadan‘

* Pilgerreise (Hajj) nach Mekka mindestens einmal im Leben

 

Religion als Kategorie sozialer Integration und Differenzierung

 

* Religion als individuelle Orientierung ... und soziales Normensystem

* Normative Erwartungen im sozialen Kontext; religiöse Praktiken strukturieren soziales Feld (ermöglichen, verhindern)

* z.B. via religiöse Feste; z.T. Schulpläne; v.a. durch Sozialisation; Erbrecht

* Aber auch: Re(produzieren) von sozialen Grenzen gegenüber anderen Gruppen ... und innerhalb der eigenen Religion (siehe Kasten)

 

Religion und Regionalisierung

 

* Konstruktion eines Diskurses, der Religion als Hauptmerkmal einer sozialen Gruppe sieht

* Abgrenzung, Othering: wir – ihr

* Verbindung mit Argumenten von ‚Territorium‘

Beispiele: Pakistan, SriLanka à Regionalisierung nach „wo lebene viele Muslime von welcher Art“.

Interaktion Mensch und Umwelt
(Graphik)

Bild

 

Natürliche Ressourcen

Von Menschen ökonomisch oder kulturell in Wert gesetzte Teil der natürlichen Umwelt.

"Ressources are not, they become."

4 für den Menschen  wichtige Arten von Ressourcen

* Finanzielle Ressource (Finanzkapital)

* Humanressource (Humankapital ) --> Gesundheit, Ausbildung

* Sozialkapital --> hilft Lebensqualität zu verbessern

* Physische Ressource --> Strassen, Kläranlage, Wasser

 

diese werden auch Kapitalien oder assets oder means genannt.

Allgemeines Gedankenmodell

 

 

 

 

 

 

 

*Ziele der In-Wert-Setzung von Ausschnitten aus der natürlichen Umwelt

* Gesellschaftliche Regelungen und Organisationen, welche  die Nutzung natürlicher Ressourcen leiten (sollen)

* Die Frage der Technologie der Nutzung natürlicher Ressourcen

* Diese drei Bereiche bilden die Grundlage für die Diskussion um mögliche Wege einer „nachhaltigen“ Nutzung natürlicher Ressourcen

Inwertsetzung
Beispiel: Inwertsetzung der Naturlandschaft

 

Nutzung der natürlichen Ressourcen für menschliche Bedürfnisse

Beispiel für Interaktion Mensch und Natur:
Entwaldung ind Kerale, Südindien

*Natürliche Ressource:
  Landfläche (nicht nur Wald)

* Ziel der In-Wert-Setung:
   - Bauern wollen Agrarland
   - Staatliche Forstverwaltung will Wald

* Regelungen und Organisation
   - Staatliches Forstgesetz (schützt Wald, verbietet Rodungen)
   - Staatliches Forstgesetz erlaubt  dem Forstamt Land zurückzufordern und Waldgrenzen festzulegen.
   - die politischen "Grünen"  unterstützen das Forstamt

 

Beispiel für Interaktion Mensch und Umwelt:
CO2-Ausstoss in der Schweiz

* Natürliche Ressource
   - Luft

* Ziel der In-Wert-Setzung
   - Reduktion der Belastung durch Schadstoffe

* Regelungen und Organisation
   - Luft ist öffentliches, kein privates Gut
   - deshalb gibt es gesamt-gesellschaftliche Regelungen
   - Schweiz Demokratie: Regelungen können nicht "verordnet" oder "diktiert" werden, sondern sind auszuhandeln

 

Um obiges umzusetzen braucht man CO2-Messsung und die richtigen Technologien um die Reduktion zu bewerkstelligen.

Einsicht aus den Beispielen
(oder was Urs denkt, dass wir hätten lernen sollen)


Urs Geiser = unser Prof

 

* Wichtigkeit des sozialen (gesellschaftlichen) Kontextes für die Nutzung natürlicher Ressourcen

* Bedeutung von gesellschaftlichen Abmachungen bezüglich der Nutzung der natürlichen Umwelt, und deren Durchsetzung (Vollzug; enforcement), inkl. hierfür notwendige Organisationen

* Spezifische Bedeutung des Staates

* Lokale Ressourcennutzung oft durch nationale und internationale Regelungen beeinflusst (nested: verschachtelt)

* Im Prinzip ähnliche Aspekte in Ländern des Nordens wie des Südens (oder der „Entwicklungsländer“): Bedeutung der Regelungen, des Staates, der Frage der Umsetzung von Regelungen; etc.

Beispiel an Interessen der Inwertsetzung des Waldes in der Schweiz und Pakistan

.

Wichtigkeit der Formulierung von Annahmen und Fragen
Beispiel Gesellschaft und Wald

Die Gesellschaft hat Interesse am Wald

oder

Unterschiedliche soziale Gruppen innerhalb einer Gesellschaft haben Interesse an gleichen oder unterschiedlichen Teilen des Ressourcenbündels Wald

Theorie als Satz von Konzepten und bestimmten Begriffen

 

* als konzeptioneller Zugang zur Analyse von Realität; z.B.
   - Begrifflichkeit der Strukturationstheorie (Giddens)
   - Bourdieu: Sozialkapital; Habitus
   - hier: „soziale Gruppen“; Ressourcenbündel“ 

Theorie als generalisierende Erklärung

 

* mit globalem Anspruch (siehe „Modernisierungstheorie“)  * oder mit kleinerer oder mittlerer Reichweite (z.B.  Theoriedebatten um den Staat im Postkolonialismus; Staatsklassen)

Ressourcen im Überblick

(Graphik)

 

 

 

 

 

nicht erneuerbare Ressourcen = stock
erneuerbare Ressourcen = flow
Wobei diese beiden ineinander überehen können 
Bsp. Wald ist erneuerbar, also flow, aber wenn man ihm die Ernährungsgrundlage wegnimmt, dann wird er plötzlich stock, da er sich nicht regenerieren kann.

Kritik an Definitionen und Datenerhebung zum Thema globaler Wald:
 

 

 

*These der Abnahme der Entwaldungsrate kritisiert, weil Statistik zu aggregiert    *Statistik ist inklusive Aufforstungen (plantations); diese sind aber qualitativ ganz anders als natürlicher Wald 

deshalb:

* Statistische Angaben zu natürlichen Ressourcen hinterfragen auf ihre Entstehung und genaue Bedeutung

* Und damit auf ihre Verlässlichkeit überprüfen (z.B. vor Gebrauch solcher Zahlen in „gesellschaftlichen“ Aushandlungen / Auseinandersetzungen)

Regelungen (institutions)

 

*Regelungen: "Institutions are the rules of the game in a society or, more formally, are the humanly devised  constraints that shape human interaction.” (North 1990)  *Und: zu deren Umsetzung notwendige Organisationen  

Beispiel:
Regeln entstehen (z.B. Waldgesetz); werden von damit  beauftragten Organisationen umgesetzt, oder Umsetzung wird kontrolliert (z.B. Forstamt)

 

theoretische Zugänge

 

*Das Entstehen und Wirken von Institutionen kann sehr  unterschiedlich verstanden werden abhängig vom  theoretischen Zugang  *Somit: Mit welchen Annahmen, mit welcher Begrifflichkeit nähern wir uns „Institutionen“ – nehmen wir diese „Realität“ wahr?

Beispiel Sahelzone

 

* System:
   - Sahelzone

* Systemelemente:
   - Bevölkerung; Vieh; Wasser, etc.

* Gleichgewichtsannahme:
   - Vor Eingriff der Entwicklungszusammenarbeit (EZA): System im Gleichgewicht
   - v.a. aufgrund gesellschaftlicher Regelungen; haben Funktion, Gleichgewicht zu schaffen/halten

* Störung des Gleichgewichtes:
   - Eingriff durch EZA (von ausserhalb der Systemgrenzen), z.B. mehr Wasser zur Verfügung
   -  Neue (fremde) Regelungen; bringen Gleichgewicht durcheinander

* Wirkungskreise und Rückkoppelungen:
   -  Mehr Wasser --> ermöglicht mehr Vieh --> bringt aber mehr Überweidung --> führt zu Erosion --> etc.

* Wiederherstellung des Gleichgewichts:
   - z.B. durch Krankheiten (weniger Vieh)
   - oder Abwanderung
   - oder Entwicklung adequater Regelungen

Ökonomische Zugänge
 

 

Basiert auf rational handelnden Individuen und dem Gleichgewicht auf dem Markt.   Beispiel: *Innovationsprozesse bei Verknappung von natürlichen Ressourcen  *Beispiel: Holz auf dem Markt knapp, Preis steigt  * Angebot und Nachfrage wieder in Einklang bringen:     - mehr Holz schlagen, oder Ersatz finden     - oder Holz sparsamer nutzen; etc.  * Löst technologische Innovationen aus
 

Markt als selbstregulierendes System

Unsichtbare Hand --> der Markt regelt sich selber durch Angebot und Nachfrage.

Markt als soziales System

Es gibt unterschiedlich einflussreiche Akteursgruppen, welche die "rules of the game" beeinflussen.
In diesem Fall braucht der Markt gesellschaftliche Regelungen um z.B. die Übernutzung der natürlichen Umwelt zu verhindern oder soziale Gerechtigkeit zu ermöglichen.

Politische Ökonomie von Karl Marx

 

*kein Gleichgewicht (z.B. durch Marktkräfte), sondern Grundannahme von konfliktären sozialen Beziehungen zwischen ökonomisch ungleich gestellter Gruppen (Klassengesellschaft) 

 * Ausbeutung durch soziale Organisation der Produktion: 
   - Arbeiter (ohne Produktionsmittel, nur Arbeitskraft) 
   - Kapitalisten kontrollieren Produktionsmittel (inkl. natürliche Ressourcen), 
   - bezahlen Arbeitern nur Lohn zur Sicherung der Reproduktion 
   - Schöpfen von Arbeitern geschaffenen Mehrwert ab 
   - Re-investieren des Mehrwertes für neue Produktion

Kritik an der politischen Ökonomie von Karl Marx und die heute aktuellen Lösungen

 

* Ursprünglich zu reduziertes Verständnis von Interessen und sozialen Gruppen (Kritik am Klassenbegriff)  ---> heute mehr soziale Differenzierungen   * Ursprünglich zu starkes Gewichten von Konflikten vis-à-vis Gemeinsamkeiten  ---> heute beides als Optionen erforschen   * Ursprünglich zu starkes Gewicht auf (das Handeln determinierende) „Strukturen“  ---> aktuelle Debatten und Forschungen z.B. strukturationstheoretische Zugänge

Grundgedanken einer aktuellen Politischen Ökologie

 

Politische Oekonomie in Bezug auf Gesellschaft – natürliche Umwelt   * differenziertere Analyse des Sozialen, z.B. Bedeutung sozialer Gruppen (Geschlecht, Alter, Herkunft/Ethnie, etc.)     - … mit unterschiedlichem Zugang zu Ressourcen    * Auseinandersetzung mit bestehenden Machtstrukturen und - mechanismen   * Wie wird Macht ausgeübt?     - Bedeutung sozialer Regelungen und Organisationen (z.B. wer kontrolliert Zugang zu natürlichen Ressourcen)    * Besonderes Interesse an den Auswirkungen auf natürliche Ressourcen /Oekologie     Beispiel:
*In Ländern des Südens müssen ärmere soziale Gruppen oft auf Böden mit hoher Empfindlichkeit (z.B. auf Erosion), schlechter Regenerierungsfähigkeit und tiefer Fruchtbarkeit produzieren (z.B. Hanglagen; Regenfeldbau in Trockengebieten)  * Bessergestellte Gruppen bewirtschaften weniger empfindliche, aber produktivere Böden (z.B. bewässerte Ebenen)  * Eine politisch-ökologische Analyse postuliert, dass dies aufgrund unterschiedlicher Machtaustattung geschieht.  * Lösung des Problems also v.a. durch Veränderung sozialer Strukturen 

 

Staat

Nicht funktionalistische Sicht, sondern politische (Staat ist nicht neutral, sondern ein Interessenvertreter)

Politische Prozesse

sind wichtig für die Definition und Umsetzung von gesellschaftlichen Regeln

wichtige planungsbezogene Akteure
-->beteiligt an Formulierung, Umsetzung, Kritik, Veränderung von Institutionen:

 

* Lokalbevölkerung
   - oft sozial stratifiziert nach sozialem Status (Kaste), Ethnie, Geschlecht, Alter, Klasse, etc. ; oft mit ‘traditionellen’ Machtstrukturen  * Moderner Nationalstaat (mit Territorium; Staat hat Gewaltmonopol)     -  Demokratisch legitimierte Legislative (Parlament, RätInnen),     - Exekutive (staatliche Behörden; Aemter)     - Judikative * Zivilgesellschaft als Organisationsebene zwischen BürgerInnen und Staat (siehe Definition nächste Seite)  * Privatwirtschaft, Privatsektor

Eigentsumsordnung

 

* Eigentumsordnung regelt Verfügungsgewalt und Nutzungsbefugnisse (und damit verbundene soziale Beziehungen)    * Unterscheidung in:     – Rechtliches Gehören (Eigentum): uneingeschränkte Verfügunggsgewalt an einem bestimmten Grundstück     – Faktisches Haben (Besitz): Recht, Boden zu nutzen. Verpächter bleibt Eigentümer, Pächter ist Besitzer des ihm/ihr zur Nutzung überlassenen Landes für eine bestimmte Zeitdauer und zu bestimmten Bedingungen

Hauptformen des Eigentums an Land

 

* Freier Zugang (open access)   * Kollektiv- oder Gemeinschaftseigentum (common property, common pool resources)     – Eigentum auf höherer Ebene legitimiert (Ahnen, Stamm, König)      – Nutzung: individuell: z.B. periodische Landzuteilung, Allmende (Allmendberechtigte)oder gemeinschaftlich, z.B. Alpen   * Staatseigentum (öffentliches Eigentum, public goods)   * Stiftungseigentum (z.B. Klöster)    * Individualeigentum (Privateigentum)

Waldnutzung in der Schweiz in 4 historischen Phasen
(wieder nach der wichtigen Grappik)

 

 

1. Phase: Lokale In-Wert-Setzung und lokale Institutionen

2. Phase: Neue Interessen bedingen neue Regelungen

3. Phase: Die Folgen von "weiträumigeren" Interessen

4. Phase: Veränderung in den letzten Jahrzenten

Begrifflichkeit 

 

  * Theoretische Zugänge (funktionalistisch/systemisch, ökonomisch, politisch-ökonomisch)
  * Institutionen (Regelungen und Organisationen)
  * Wichtige (planungsbezogene) Akteure (Lokalbevölkerung, Staat, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft)
  * Soziale Gruppen (nach Geschlecht, Einkommen, Religion, Ethnie, etc.)
  * Speziell: Institutionen betreffend natürlicher Ressourcen (Eigentum / Besitz von Nutzungsrechten, open access, common property, Privateigentum)

 

1. Phase: Lokale In-Wert-Setzung und lokale Institutionen

 

*18., anfangs 19. Jh.  

*Wald als Teil selbstversorgungs-orientierter Landwirtschaft in Wert gesetzt:      
    - Weide (z.B. Ziegen)
    - schneiteln für Futter
    - Laub als Streu im Stall 
    - Brenn- und Bauholz   

 

*Nutzungsrechte am Wald als „traditionelle Rechte an Gemeinschaftsland“ verstanden (common property; nicht: open access)  
   – noch kein formales Konzept von „Privateigentum“ 
   – Nutzungsrechte an Wald gekoppelt mit Landwirtschaftsland

 

2. Phase: Neue Interessen bedingen neue Regelungen

 

 

* Stadt Bern sicherte sich schon ab 14.Jh. Waldeigentum im Oberland 

* Anfänglich wenig Bedarf an Waldprodukten; Stadt erlaubte Familien im Oberland die Nutzung der Wälder über Generationen hinweg     
    – Diese betrachten dieses Recht als Gewohnheitsrecht und damit Wald als „ihren“ Wald

* Um 1800 erklärt Stadt Bern alle Wälder als Staatswald (und damit Staatseigentum) 

* 1806 setzt Bern ersten Förster ein   

* Lokal werden diese neuen Regeln nicht von allen akzeptiert     
    – Es entstehen Nutzungskonflikte zwischen Stadt, einflussreichen Lokalen und Landlosen     
    – Als Folge: Wald stark genutzt   

* Ländliche Elite besetzt grossen Teil guter Wälder als Privateigentum; kontrollieren oft auch Gemeinschafts-Organisationen   
     – Damit: viele ärmere Familien von Zugang ausgeschlossen; z.T. Plündern von Wäldern aus Protest

 

3. Phase: Die Folgen von "weiträumigeren" Interessen

 

 

* 2. Hälfte 19.Jh.: Nachfrage nach Holz in Holland, Frankreich (Schiffsbau) 
* Auch Erze gefunden in Alpen; braucht Holz für Schmelzen 
* Im Berner Oberland viel Holz geschlagen vor allem in Privatwald 
* „Naturkatastrophen“, z.B. Hochwasser (1830, 1868) da Hang ohne Wald viel eher ins Rutsche gerät    

Doch: Schweiz war in der Lage, diese Probleme zu lösen und Wald zu schützen. Wie?
 

 

* Wirtschaftliche Veränderungen: 
    – weniger wirtschaftliche Abhängigkeit von Wald 
    – Intensivierung der Landwirtschaft (z.B. Stallhaltung, Jauchegruben); mehr Getreideanbau (Stroh für Ställe); --> keine Waldweide etc. 
    – Kohle als alternative Energie boomt; wird importiert (Eisenbahnbau) --> weniger Holzbedarf
    – Andere Einkommensmöglichkeiten ausserhalb der Land- und Forstwirtschaft  --> weniger Druck auf Waldressourcen    

 

(Vergleich mit anderen Ländern im Süden --> manche Ländern sind fast vollständig vom Abbau des Waldes abhängig, da sie Flächen zum Anbau von Palmölplantagen brauchen oder ähnliches.)

 

Heute effizienterer Staat mit eidgenössischem Forstgesetz zum Schutz der Wälder.

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