Humangeographie I, Teil 3, Gesellschaft und Entwicklung, HS 2013

Begriffe für die Abschlussprüfung GEO 112 Humangeographie I an der Uni Zürich

Begriffe für die Abschlussprüfung GEO 112 Humangeographie I an der Uni Zürich


Andri Zehnder
Diese Lernkarten behandeln die Urbanisierung und Bevölkerungsdynamik auf Universitätsniveau. Sie beleuchten Themen wie Urbanisierungstrends, Stadtentwicklung in Entwicklungsländern, informellen Sektor, Gentrifizierung und Gated Communities. Die Karteikarten analysieren auch die Bevölkerungsstruktur, -dynamik und -politik, einschließlich Malthusianischer Hypothesen und demographischer Transformationen. Sie richten sich an Studierende der Geographie, die sich mit globalen und regionalen Bevölkerungs- und Urbanisierungsphänomenen auseinandersetzen möchten.
Karten
101
Lernende
12
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
30.10.2013 / 04.01.2020

Lernkarten

Sexualproportion

Erklärung der Unterschiede

 

  • Männerüberschuss durch höhere Sterblichkeit von Frauen (körperlicher Überbeanspruchung; Müttersterblichkeit) in Entwicklungsländern, geschlechtsspezifische Abtreibung

  • Frauenüberschuss durch höhere Sterblichkeit der Männer im mittleren und höheren Alter in westlichen Ländern

  • Frauenüberschuss durch Kriege

  • Ein- und Auswanderung (z.B. Australien 1860 - 138:100)

 

Fehlende Frauen

Regionen mit Frauendefizit (3)

 

  • China, Indien, Pakistan, einige Länder im Nahen Osten und in Nordafrika

  • ca. 10% der fehlenden Frauen gehen auf geschlechtsspezifische Abtreibung (pränatale Diagnostik) zurück (China, Indien, Südkorea, Taiwan, Aserbaidschan, ...)

  • Bevölkerung dieser Länder wächst; in Entwicklungsländer mit Frauenüberschuss nimmt die Bevölkerung jedoch ab! 

 

Altersstruktur

Altersgruppen

 

  • Kinder und Jugendliche: 0 bis 14 / 0 – 19 (CH) Jahre

  • Personen im erwerbsfähigen Alter: 15 - 64 / 20 – 64 (CH) Jahre

  • Alte Menschen: 65 Jahre und älter

(Kuls et al. 1992, S. 172; Knox & Marston et al. 2001, S. 136)

 

Kohorte

Durch biographische Gemeinsamkeiten und spezifische demographische Entwicklungen gekennzeichneter Geburtsjahrgang oder Altersgruppe (z.B. Lebensalter, Jahr des Studienabschlusses, Heiratsalter etc.)

 

Abhängigkeitsindex   

  • Mass für die wirtschaftliche Belastung der erwerbsfähigen Personen durch jüngere und ältere, nicht erwerbsfähige Bevölkerungsgruppen

  • Zahl der Kinder und Jugendlichen sowie der alten Menschen auf 100 Personen der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter

    oder

  • Verhältnis von junger und alter Bevölkerung zu der im mittleren Alter stehenden (erwachsene, erwerbsfähige) Bevölkerung: (J + A) : E

⇒ Unterscheide erwerbsfähig und erwerbstätig!!! 

 

Jugend- und Altersquotient (2)

  • Zu Beginn des 20. Jh. zählte die CH 76 unter 20-Jährige je 100 20-64-Jährige. In 100 Jahren hat sich dieser Jugendquotient halbiert: 2012 = 32,9.

  • Der Altersquotient ist dagegen kontinuierlich im Steigen begriffen. Heute entfallen auf 100 Personen zwischen 20 und 64 Jahre 28 Personen im Alter von 65 und mehr. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es noch 11 Personen.

 

Bevölkerungspyramiden / Alterspyramiden

Abszisse    

Häufigkeiten (in % auf die Gesamtbevölkerung bezogen oder absolute Zahlen) getrennt für Männer und Frauen 

Bevölkerungspyramiden / Alterspyramiden

Ordinate

Alter oder in Altersgruppen (Kohorten) zusammengefasst 

Wie lese ich eine Bevölkerungspyramide? (2)

• Sind beide Hälften symmetrisch? - Sexualproportion
• Gibt es Lücken oder Ausbauchungen in den Jahrgängen? - Alterstruktur 

Grundformen der Alterspyramiden

a Gleichschenkliges Dreieck

Länder mit lange Zeit anhaltenden hohen Geburten- und Sterberaten

b Pyramide mit verbreiteter Basis und geschwungenen Seiten

Länder, in denen die Kindersterberate abzusinken begonnen hat, die Geburtenrate jedoch weiterhin hoch bleibt

c Pyramide, die einem Bienenkorb gleicht

Länder mit niedrigen Geburten- und Sterberaten, stationäre Bevölkerung

d Glockenform

Länder, in denen nach längerer Zeit mit relativ niedrigen Geburten- und Sterberaten wieder eine Zunahme der Geburtenhäufigkeit eintritt

e Urnenform

Länder, in denen sich die Zahl der Geburten laufend verringerte

 

Bevölkerungsdynamik   

siehe Bild

Prognose Weltbevölkerungswachstum

Die unterschiedlichen Varianten der Bevölkerungsprojektionen unterscheiden sich durch die ihnen zugrunde liegenden Annahmen über die zukünftige Geburtenentwicklung

  • –  Für die mittlere Variante gehen die UN davon aus, dass die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau von heute 2,5 Kindern pro Frau weltweit bis zum Jahr 2100 unter das so genannte Ersatzniveau auf zwei Kinder pro Frau sinken wird. Die Weltbevölkerung würde demnach bis zum Jahr 2100 auf 10,9 Milliarden Menschen anwachsen.

  • –  Angenommen, die Kinderzahl pro Frau in jedem einzelnen Land der Erde bliebe bis 2100 konstant auf dem heutigen Niveau, würde die Weltbevölkerung zur Jahrhundertwende auf 28,6 Milliarden Menschen anwachsen.

  • –  Bei einem halben Kind weniger würden im Jahr 2100 nur noch 6,8 Milliarden Menschen auf der Erde leben. 

 

Das demographische Transformationsmodell (2)    

• Modell gibt Geburten- und Sterberaten einer bestimmten Bevölkerung im Laufe der Zeit an

• Dabei werden verschiedene Phasen unterschieden, nach denen eine Gesellschaft eingeteilt werden kann 

 

Das demographische Transformationsmodell

Folgerungen (6)

  • Wandel von einer "verschwenderischen" (= hoher Bevölkerungsumsatz) zu einer "sparsamen" (= niedriger Bevölkerungsumsatz) Bevölkerung

  • "Modernisierung" hat das Absinken der Sterblichkeit und, mit zeitlicher Verzögerung, das Absinken der Fruchtbarkeit zur Folge

  • Transformationsphase zeichnet sich durch hohes Bevölkerungswachstum aus, die Ausgangs- und Endphase weist kein Wachstum auf

  • Sparsamer Bevölkerungstyp ist Voraussetzung für hohen Lebensstandard

  • "Entwicklung ist die beste Pille; die Pille ist die beste Entwicklung”

  • Modell dient als Grundlage für Bevölkerungsprognosen 

 

Das demographische Transformationsmodell

Kritik

  • •  Empirische Verallgemeinerung der demographischen Geschichte der westlichen Welt

  • •  Keine Aussagen zur Länge der Transformationsphase

 

Die Malthusianische Hypothese (4)

  • Bevölkerungsdynamik wurde und wird mit der Nahrungsmittelproduktion in Verbindung gebracht

  • Thomas Malthus (1766-1834), Demograph und Ökonom, formulierte (in “Principles of Population”) die These: Produktionssteigerung von Lebensmitteln ist geringer als die Bevölkerungszunahme und deshalb ist – auf lange Sicht betrachtet – die Versorgung mit Nahrungsmitteln nicht mehr gewährleistet

  • Forderung von Malthus, einer über das Sättigungsniveau hinaus geratenen Überbevölkerung zu regulieren: Erhöhung des Heiratsalters, sexuelle Enthaltsamkeit, Abschaffung der (rudimentären) Armenfürsorge, anderenfalls würde die Welt durch Armut, Hungersnöte, Epidemien, Kriege untergehen.

    • Systemansatz!!!

 

Hypothese von Ester Boserup (5)

  • Ester Boserup: Dänische Ökonomin (1910-1999)

  • In den 60er Jahren wies Ester Boserup die Hypothese von Malthus zurück – „die Annahme eines unelastischen Nahrungsangebotes ist falsch“

– unelastisch = Nahrungszuwachs ändert sich nicht, wenn sich die Bevölkerungszahl verändert

  • Sie stellte die Malthussche Hypothese auf den Kopf - „es ist gerade das Bevölkerungswachstum, das Entwicklungen in der Landwirtschaft positiv beeinflusste“

  • Dazu führte sie eine Sequenz von sieben Revolutionen im westlichen Kulturkreis an

  • Narratives Modell !! 

 

Hypothese von Ester Boserup    

Die sieben Revolutionen im westlichen Kulturkreis

  1. Kommerzielle Revolution im 12. Jh.

  2. Revolution in der Kriegstechnik im 15. Jh.

  3. Agrarrevolution im 18. Jh.

  4. Industrierevolution im 18. Jh.

  5. Medizinische Revolution im 18. und 19. Jh.

  6. Revolution des Bevölkerungswachstums ab 1850

  7. Revolution des Transport- u. Nachrichtenwesen ab 1850

Zu ergänzen:
Grüne Revolution, Genrevolution, IT ...

 

Hypothese von Ester Boserup

Kritik (3)

  • Modell erklärt nicht die Entwicklungsprozesse in den ehemaligen Kolonien und den Entwicklungsländern

  • Bevölkerungswachstum hatte in der Geschichte noch nie ein derart hohes Niveau wie heute

  • Es bestand in der Vergangenheit immer die Möglichkeit der massenhaften Auswanderung in die Kolonien

 

Neo-Malthusianismus inspirierte Hypothesen

Kernaussagen (2)   

  • Wegen der Überbevölkerung droht eine Erschöpfung der natürlichen Ressourcen

  • Daraus wurden und werden Forderungen nach Bevölkerungskontrolle abgeleitet

 

Neo-marxistisch inspirierte Kritik (3)

  • Der postulierte Kausalzusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum und Nahrungsmittelknappheit (bzw. Umweltschädigungen) besteht nicht

  • Ausschlaggebend in Bezug auf die Ernährungssituation sind politisch-soziale Strukturen

    – Bevölkerungswachstum geht dann zurück, wenn bessere Voraussetzungen für ökonomisches Wachstum und einen steigenden Lebensstandard bestehen

  • Forderung nach gerechteren politischen und wirtschaftlichen Bedingungen für die von Armut betroffenen Länder und Bevölkerungsschichten

 

“Überzählig sind immer die Anderen” (5)

S. Randeria über die Aporien der Bevölkerungspolitik, NZZ 29.4.2013 

 

  • Pronatalistische Politik der Kolonialmächte in der Kolonialzeit ⌘ antinatalistische Politik des Westens im Kalten Krieg

  • Niederlande eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt gilt nicht als überbevölkert ⌘ dünn besiedelte Länder in Afrika oder Indien hingegen als überbevölkert

  • Kostenlose Sterilisation in Indien ⌘ von Krankenkassen finanzierte künstliche Befruchtungen in Europa

  • Westliche Doppelmoral: “Man kann die Frage der vermeintlichen Überbevölkerung nicht vom Ressourcenverbrauch trennen. Die Einwohner der Stadt New York verbrauchen an einem Tag mehr Energie als der gesamte afrikanische Kontinent.“

  • “Überzählig sind immer die Anderen: die Armen, die Ausländer, die Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften. Die Frage der Quantität ist immer mit der Frage der Qualität gekoppelt.”  

 

Räumliche Kontraste in der Bevölkerungsdynamik    

siehe Bild

Räumliche Kontraste in der Bevölkerungsdynamik

Fazit (4)

  • Extrem hohe Wachstumsraten sind das Ergebnis aussergewöhnlich hoher Geburtenrate bei schon verhältnismässig stark gesunkener Sterblichkeit

– unterscheide: hohe demographische Umsatzziffer, bei der die Geburtenrate und die Sterbeziffer hoch liegt (z.B. vorindustrielles Europa; vor einigen Jahren Mali, Äthiopien)

  • 90% des Wachstums findet in Entwicklungsländern statt, hier zeichnet sich der Trend zur Senkung der Sterblichkeits- und Geburtenrate ab, allerdings mit regionalen und nationalen Unterschieden

  • Schon heute leben vier von fünf Menschen in Entwicklungsländern!

  • Insgesamt ging in den letzten Jahren die Zuwachsrate leicht zurück (60er Jahre: 2,0, 2000-10: 1,2; aktuell: 1,14), der absolute Zuwachs war jedoch noch nie so gross.

 

Ökonomische Ungleichheiten 

The richest 1 % of the world’s population are found to own 40 % of global assets, while the bottom half of the world’s population owns just 1 % of global wealth.

Davies, Sandstrom, Shorrock, Wolff (2008): the world distribution of household wealth. Discusion paper No 2008/03, UNU-WIDER Helsinki 

Bevölkerungspolitik

Definition (7)

  • Bevölkerungspolitik umfasst alle politischen Massnahmen, durch die die Bevölkerung im Hinblick auf ihre Grösse (quantitative B.) und Zusammensetzung (qualitative B.) planmässig beeinflusst wird

  • Bereiche: Ehe, Geburtenregelung, Mortalität, Einwanderung sowie Auswanderung

  • Bevölkerungspolitk ist eng mit anderen Politikbereichen wie Familienpolitik, Gesundheitspolitik, Migrationspolitik und Raumplanung verknüpft

    (Quelle: Historisches Lexikon Schweiz, 2002)

  • Wirtschaftliche Entwicklung

  • Armutsreduktion

  • Gleichstellung der Geschlechter (“women empowerment”)

  • Bevölkerungspolitik versucht (oft versteckt) die Qualität (Bildungsgrad, Alter; Gesundheit; Herkunft) der in ihrem Einzugsgebiet lebenden Menschen zu regulieren ⌘ Menschenrechte zielen auf Verhinderung von Diskriminierung 

 

Bevölkerungspolitik

Beispiele für Menschenrechtsverletzungen (2)    

  • Nationalsozialistische Eugenik (Rassenhygiene) in D

  • Zwangssterilisation von ledigen Müttern, Zigeunern in CH und Schweden 

 

Demographische Daten als Indikatoren für Entwicklung (3)

  • Demographische Daten sind wichtige Indikatoren für die Lebensbedingungen und Potentiale einer Gesellschaft
  • Sie werden als Indikatoren für Entwicklung verwendet (z.B. Lebenswartung, Kindersterblichkeit)
  • BeispielHDI (IndexdermenschlichenEntwicklung): Lebenserwartung, Bildung, Bruttoinlandsprodukt

 

Urbanisierung

Quantitativer Aspekt (2)

 

  • •  Zunahme und Verdichtung einer Bevölkerung in einem bestimmten Gebiet

  • •  Verdichtung der Industrie, der Dienstleitungen etc.

 

Urbanisierung

Qualitativer Aspekt (3)

  • Ausbreitung und Übernahme städtischer Lebensformen und der damit verbundenen Sozial-, Berufs- und Erwerbsstruktur

  • Gesellschaftlicher Wandel: Auflösung von traditionellen Gesellschaftsstrukturen

  • Sozio-ökonomische Fragmentierung / Segregation

 

Urbanisierung

Sozio-ökonomische Fragmentierung / Segregation (3)

→ vor allem in Entwicklungsländern

  • Patchwork von Stadtfragmenten aus

    ungleich entwickelten Standorten

  • Global integrierte Stadtfragmente, binnenmarktorientierte Fragmente, abgekoppelte, marginale Gebiete mit starker lokaler Verankerung

 

Suburbanisierung (2) 

  • Ausdehnung der Städte und Verlagerung städtischer Funktionen über ihre ursprünglichen Grenzen hinaus in die früheren Vorortsgemeinden

  • Resultat des Suburbanisationsprozesses: Agglomerationen - baulich und funktional eng zusammenhängende städtische Gebiete 

 

Agglomeration

Räumliche Ballung von Bevölkerung, Wirtschaft, technischen Infrastrukturen

–  CH: zusammenhängende Gebiete mehrerer Gemeinden mit einer Kernstadt

–  mind. 20‘000 E., mind. 2‘000 Arbeitsplätze etc.

–  Agglomeration ZH: 132 Gemeinden - ca. 1.1 Mio E. 

 

Periurbanisierung

Sozioökonomische Umformung der über suburbanen Raum hinausgehenden ländlichen Gebiete, am Rand der Agglomerationen

–  CH: Der periurbane ländliche Raum ist dadurch gekennzeichnet, dass das nächste städtische Zentrum mit dem Auto in der Regel innert max. 20 Minuten erreicht werden kann;

–  liegt unweit von Agglomerationen bzw. Einzelstädten, hauptsächlich im Mittelland;

–  weist eine hohe Gunst als Wohn- und teilweise Arbeitsort auf, zumeist auch eine vorzügliche Eignung für die Landwirtschaft. 

 

Periurbanisierung   

Sozioökonomische Umformung der über suburbanen Raum hinausgehenden ländlichen Gebiete, am Rand der Agglomerationen

–  CH: Der periurbane ländliche Raum ist dadurch gekennzeichnet, dass das nächste städtische Zentrum mit dem Auto in der Regel innert max. 20 Minuten erreicht werden kann;

–  liegt unweit von Agglomerationen bzw. Einzelstädten, hauptsächlich im Mittelland;

–  weist eine hohe Gunst als Wohn- und teilweise Arbeitsort auf, zumeist auch eine vorzügliche Eignung für die Landwirtschaft. 

 

Periurbanisierung   

Sozioökonomische Umformung der über suburbanen Raum hinausgehenden ländlichen Gebiete, am Rand der Agglomerationen

  • CH: Der periurbane ländliche Raum ist dadurch gekennzeichnet, dass das nächste städtische Zentrum mit dem Auto in der Regel innert max. 20 Minuten erreicht werden kann;

  • liegt unweit von Agglomerationen bzw. Einzelstädten, hauptsächlich im Mittelland;

  • weist eine hohe Gunst als Wohn- und teilweise Arbeitsort auf, zumeist auch eine vorzügliche Eignung für die Landwirtschaft. 

 

Counterurbanization / Desurbanisierung

„Entstädterung“; Agglommerationsräume verzeichnen einen Bevölkerungsverlust zugunsten kleiner Städte und ländlicher Gebiete, im wesentlichen durch Bevölkerungsabnahme in der Kernstadt

– Hauptsächlich in Grossstädten hochentwickelter Länder (USA)

 

Reurbanisierung

„Zurück in die Kernstadt“; Zuzug statushöherer Haushalte in die Städte aufgrund neuer Lebensstilmuster; überproportionales Wachstum unternehmensbezogener, hochwertiger Dienstleistungen im Stadtzentrum, Attraktivitätssteigerung der Innenstädte

Urban Sprawl

Prozess und Resultat der flächenhaften städtischen Ausdehnung 

Urbanisierungstrends

Lateinamerika: (3)

 

der Kontinent mit der stärksten Verstädterung

  • Spezifische Kolonialisierungspolitik der Spanier und Portugiesen

    – bereits im 16. Jh. 200 Städte

  • Zu Beginn des 19. Jh. wurden die lateinamerikanischen Staaten selbständig, Verstädterung, Handel und Gewerbe breiteten sich aus

  • Landflucht – eine Folge der feudalen Agrarstruktur

 

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