Humanbiologie Histologie

Gewebetypen, Epithelgewebe, Binde- und Stützgewebe, Grundlagen der Elektrophysiologie, Muskelgewebe, Nervengewebe

Gewebetypen, Epithelgewebe, Binde- und Stützgewebe, Grundlagen der Elektrophysiologie, Muskelgewebe, Nervengewebe


Marco Schmäh
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Übersicht über die Histologie des menschlichen Körpers, insbesondere auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Charakterisierung und Beschreibung von Zellen, Geweben und Organen, wobei besonders die Muskulatur, Nervenzellen und ihre Verbindungen wie Synapsen sowie die Informationsweiterleitung behandelt werden. Auch Binde- und Stützgewebe, einschließlich Knochen, Knorpel, Sehnen und Bändern, sind zentrale Themen. Diese Karteikarten sind ideal für Studierende und Berufstätige im medizinischen Bereich, die ihr Verständnis der menschlichen Anatomie und Physiologie vertiefen möchten.
Karten
41
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
17.02.2013 / 22.01.2023

Lernkarten

Was ist Histologie?

Die Gewebelehre

In was unterscheiden sich die Zellen eines Organismus?

- Bau

- Funktion

Was ist ein Gewebe?

Die Ansammlung von Zellen desselben Typs

Was ist ein Organ?

Mehrere Gewebe die zusammenarbeiten.

Was bildet den Organismus?

Sämtliche Organe eines Körpers.

Welche 5 Gewebetypen werden unterschieden?

- Epithelgewebe

- Bindegewebe

- Stützgewebe

- Muskelgewebe

- Nervengewebe

Wie viele Teile aller Zellen zählen zum Epithelgewebe?

2/3

Beschreiben Sie die Epithelgewebe.

- Epithelzellen haften aneinander um beide Seiten der Zelle Wasserdicht voneinander zu trennen.

- Kittleisten (Tight junction) sorgen dafür, dass keine Flüssigkeit neben der Zelle vorbeilaufen kann.

Beschreiben Sie das Deckepithel.

- Grenzt als Membran oder Haut 2 Räume voneinander ab z.B. die äussere Haut

- Bei starker Beanspruchung kann es verhornen

Beschreiben sie das transportierende und das Drüsenepithel.

Kann bestimmte Stoffe transportieren:

- Aufnahme: Resorption

- Abgabe: Sekretion

Drüsensekrete werden aus dem Körperinneren nach aussen abgegeben: Exokrine z.B. Schweiss, Talg

Drüsensekrete werden nach innen in das Blut oder die Lymphe abgegeben: Endokrine z.B. Hormone

Welche Binde- und Stützgewebe sind Anteile des Skeletts?

- Knochen

- Knorpel

- Sehnen

- Bänder

- Kapseln

Aus was bildet sich das Binde- und Stützgewebe?

- Kollagenfasern

- Elastische Fasern

Charakterisieren Sie die Kollagenfasern.

Reissfest, biegsam; dienen vornehmlich der Übertragung von Zugkräften z.B. Sehnen

Charakterisieren Sie die elastischen Fasern.

Lassen sich um mehr als 100% ihrer Länge dehnen (wie gummi) z.B. Bänder und Wände grosser Arterien

Wie ist das Bindegewebe?

Nicht auf Druck belastbar

Charakterisieren Sie die verschiedenen Bindegewebstypen

- Lockeres Bindegewebe: Zwischen Organen, dient deren Zusammenhalt und Ernährung.

- Retikuläres Bindegewebe: z.B. Knochenmark, Milz, Lymphknoten

- Straffes Bindegewebe: Bildet die tiefen Hautschichten; Elastizität lässt im Alter nach.

Beschreiben Sie den Aufbau einer Fettzelle.

Besteht aus einem riesigen Vesikel (Vakuole) mit Fett.

Welches sind die Aufgaben des Fettgewebes?

- Speicherfett: Energiespeicher

- Formerhaltung, Polster: z.B. Handteller, Fussohlen, Wangen, Nieren

- Isolation: Schützt vor Auskühlung

Was sind Sehnen?

- Verbindung von Muskulatur und Knochen

- Aus Kollagenfasern

- Auf Zug stark belastbar

Was ist der Unterschied zwischen einer Sehnenzerrung und einem Sehnenriss?

Zerrung: Einzelne Faserbündel reissen ein; Selbstheilung im Verlauf einiger Wochen.

Riss: Muss operiert weden.

Was sind Bänder?

- Verbindungen von 2 Skelettelementen (Knochen)

- Gute Elastizität

Aus was besteht Stützgewebe und was tut es?

- Knorpel & Knochen

- Nimmt zug-, Druck- und Biegungsbelastungen auf

Charakterisieren Sie Knorpel.

- Baueinheiten heissen Chondrone

- Nicht durchblutet

- Ernährung durch Diffusion

- Regeneration dauert lange; Ist meist unvollständig

Charakterisieren Sie die verschiedenen Knorpeltypen.

Hyaliner Knorpel: Baustoff von Gelenkflächen, Oberfläche ist Glatt und erlaubt das verschleissarme Gleiten zweier Gelenkflächen aneinander, Zäh!

Faserknorpel: z.B. Bandscheiben und Menisken

Elastischer Knorpel: z.B. Ohrmuschel, Kehldeckel

Beschreiben Sie das Knochengewebe.

- Hohe Druch- und Scherbelastbarkeit

- Geringes Gewicht durch Gitterkonstruktion (Leichtbauweise)

Aus was besteht der Knochen?

- 20 - 25% Wasser

- 25 - 30% organische Substanz (Eiweissmoleküle)

- 50% anorganische Substanz Ca3(PO4)2, CaCO3

Was wird für die Calciumeinlagerung benötigt und was passiert bei Rachitis und Osteoporose?

- Vitamin D

Rachitis: Zu wenig Calcium wird eingelagert

Osteoporose: Calcium wird ausgelagert

Beschreiben Sie den Knochenaufbau.

Innen: Hohlraum mit Knochenmark -> Bildung von Erythrozyten und Zellen des Immunsystems

Aussen: Harte Knochensubstanz mit Knochenhaut (Periost) überzogen, die Nerven und Blutgefässe enthält

Welches ist das kleinste Element der Muskelbewegung?

Das Sarkomer

Charakterisieren Sie die glatte Muskulatur.

- Sarkomere nicht paralell

- Kann sich nur träge zusammenziehen

- Nicht befehlbar

- ausdauernd

Wo findet man überwiegend glatte Muskulatur?

Bei allen inneren Organen.

Charakterisieren Sie quergestreifte Muskulatur.

- Befehlbar

- Nur kurzzeitige Kontraktion möglich

- Ausdauertraining verbessert die Versorgung mit Blutkapillaren und Mitochondrien.

Wo findet man überwiegend quergestreifte Muskulatur?

Bei der Skelettmuskulatur

Charakterisieren Sie die Herzmuskulatur.

- Nicht befehlbar

- Viele Mitochondrien

- Jede Muskelzelle ist mit allen anderen verbunden -> Verhält sich wie eine einzige Muskelzelle

- Kann nur vollständig oder gar nicht erregt werden

Nennen Sie den Fachbegriff für eine Nervenzelle.

Neuron

Aus was besteht ein Neuron?

- Zellleib (Soma)

- Zuführende Äste (Dendrite)

- Wegführende Äste (Axon oder Neurit)

- Axon ist umhüllt von einer Markscheide

- Markscheide wird unterbrochen durch Ranvierschnürring

- Synapsen: Verbindung zwischen 2 Nervenzellen bzw. Nerven und Muskelzelle

Erläutern Sie die Elektrotonische Erregungsleitung.

- In Nervenfasern ohne Myelinschicht

- Langsame Informationsweiterleitung 0.5 - 3 m/s

- Ladungsaustausch mit der Umgebung in jedem Zellabschnitt

Erläutern Sie die Saltatorische Erregungsleitung.

- In Nervenfasern mit Myelinschicht

- Markscheide wird durch Ranvier - Schnürring unterbrochen

- Erregung springt von einem Schnürring zum nächsten, Erregungsleiter - 20x schneller

- Sehr schnelle Informationsweiterleitung - 120 m/s (430 km/h)

 

Aus was wird die Mark- oder Myelinscheide gebildet und wie heisst das Zeugs im PNS?

- Gebildet durch Gliazellen

- Heissen im PNS Schwann - Zellen

Was ist eine Synapse?

Die Informationsweiterleitung von einer Nervenzelle zu anderen bzw. von einer Nervenzelle zu einer Muskelzelle erfolgt übr die sog. Synapse.

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