Humanbiologie - Ernährung und Verdauung

Natura - Grundlagen der Biologie für Schweizer Maturitätsschulen (Klett und Balmer Verlag Zug)

Natura - Grundlagen der Biologie für Schweizer Maturitätsschulen (Klett und Balmer Verlag Zug)


J. B.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die menschliche Verdauung und Ernährung auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Zerlegung von Nährstoffen wie Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten in ihre Bausteine, die Funktionen des Verdauungstrakts, insbesondere des Dünndarms, sowie die Rolle von Enzymen und Drüsen. Die Karteikarten erklären auch die Resorption von Nährstoffen und den Transport durch den Körper. Ideal für Lernende in medizinischen oder pflegerischen Berufen, die ein fundiertes Verständnis der Verdauungsprozesse benötigen.
Flashcards
50
Students
2
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
15.10.2016 / 01.04.2018

Flashcards

Warum müssen wir Nahrung zu uns nehmen?

Körper benötigt die Nährstoffe zur Deckung des Energiebedarfes und zur Gewinnung von körpereigenen Baustoffen (Baustoff- und Betriebsstoffwechsel)

Warum hat der BMI-Wert nur eine begrenzte Aussagekraft?

Wel der BMI den Unterscheid zwischen Muskel- und Fettmasse nicht kennt.

Wozu dient der Baustoffwechsel?

Aufbauvon Zellen in Geweben und Organen

Der Baustoffwechsel dient dem Wachstum und der Zellenerneuerung.

Wozu dient der Betriebsstoffwechsel?

Aufrechterhaltung der Lebensvorgänge.

Die Energie wird für die Haltung der Körpertemperatur sowie für Sport und den aktiven Transport in den Membranen benötigt.

Was enthält Nahrung?

Sie enthält verschiedene Nährstoffe = energiereiche, organische Verbindungen, welche vom Körper verwertet werden.

Was ist der Grundumsatz?

Energiebedarf, den der Körper bei völliger Ruhe zur Aufrechterhalten der Körperfunktionen und -temperatuer benötigt. Er ist von Alter, Gewicht und Geschlecht abhängig.

Was ist der Tätigkeitsumsatz?

Energiebedarf bei körperlicher Aktivität, stark abhängig von der Intensität der Belastung

Was muss die Nahrung enthalten?

Zutaten: alle Inhaltsstoffe

Nährwert/Brennwert/Energiewert: spezifische Eergie, die im Organismus verfügbar gemacht werden kann

Wie viele Kilojoule sollte ein Mensch (Unterscheidung Mann/Frau) pro Tag zu sich nehmen?

10'000 kJ für Männer pro Tag

7'500 kJ für Frauen pro Tag

Was unterstützt Magnesium?

Muskeln und Nervenfasern

Für was ist Calcium wichtig?

für den Aufbau von Knochen und Zähnen

Welche 6 sind die lebenswichtigsten Nährstoffe?

- Kohlenhydrate

- Proteine

- Fette

- Vitamine

- Mineralstoffe

- Wasser

Beschreibe den Nährstoff "Kohlenhydrate" näher. Unterteilung in Zerlegung, Funktion im Körper, Beispiel/Eigenschaft und beteiligte Enyzme und wirkart.

- Zerlegung notwendig

- Betriebsstoff, da sie viel und schnell verfügbare Energie enthalten (stammen bevorzugt aus pflanzlicher Kost (Kartoffeln, Getreide etc.) und ind fast immer ausreichend verfügbar

- Einfachzucker wie Glukose, Fruchtzucker (besteht aus 1 Baustein) / Zweifachzucker wie Maltose, Laktose (besteht aus 2 Bausteinen) / Vielfachzucker wie Stärke, Glykogen (besteht aus vielen 100en Bausteinen)

- Verdauung; Mund: Amylase / Dünndarm: Maltase / Dünndarm: Amylase

- überschüssige Kohlenhydrate werden umgebaut + in der Leber und im Muskelgewebe als Glykogen gespeichert

- bei Überangebot an engergiehaltigen Stoffen bildet der Körper aus Kohlenhydraten Fette, die als Speicherfette vor allem im Untergewebe eingelagert werden.

Beschreibe den Nährstoff "Proteine" näher. Unterteilung in Zerlegung, Funktion im Körper, Beispiel/Eigenschaft und beteiligte Enyzme und wirkart.

- Zerlegung notwendig

- Baustoff, welcher viel in Fleisch und Fisch enthalten ist (= Eiweiss)

- aus mehr als 100 aneinander-hängenden Aminosäuren (gleiche Grundbausteine) / total 20 verschiedene Aminosäuren, wovon 8 essentiell sind (d.h. können vom Körper nicht selbst hergestellt werden).

- Verdauung; Magen: Quellung (Proteinschlangen werden ausgelegt damit die Ketten für die Enzyme einfacher zu schneiden sind, Pepsin und Kathepsin / Dünndarm: Trypsin

- tierisches Protein ist vom Körper besser zu verwerten als pflanzliches (Ursache dafür ist der Gehalt an essenziellen Aminosäuren)

Beschreibe den Nährstoff "Fette" näher. Unterteilung in Zerlegung, Funktion im Körper, Beispiel/Eigenschaft und beteiligte Enyzme und wirkart.

- Zerlegung notwendig

- Reservestoff, Isolation, welcher in Butter und Pflanzenölen enthalten ist

- Glycerin + 3 Fettsäuren (z. T. essentiell)

- Verdauung; Dünndarm: Lipase

- Körper speichert Fette neben Glykogen (Kohlenhydrate), da sie einen sehr hohen Energiegehalt haben (100 g Fett = ca. 3900 KJ)

- bei gesteigertem Energiebedarf greift der Körper zunächst oft auf sofort nutzbare Glykogenreserven, danach erst auf seine Fettreserven

Beschreibe den Nährstoff "Vitamine" näher. Unterteilung in Zerlegung, Funktion im Körper, Beispiel/Eigenschaft und beteiligte Enyzme und wirkart.

- keine Zerlegung notwendig

- zuständig für Wachstum und Knochenaufbau, Immunabwehr (Baustoffe = liefern keine Energie)

- wasserlösliche; B, C / fettlösliche; E, D, K, A

- Substanzen, die der Körper nicht selbst herstellen kann = alle essentiell / wirken schon in kleinsten Mengen

- fehlt ein einziges Vitamin infolge einseitiger Ernährung, kann es zu lebensbedrohlichen Vitaminmangelkrankheiten kommen (oft in Entwicklungsländern der Fall)

- manche im Überschuss vorliegende Vitamine werden mit dem Urin ausgeschieden => können vom Körper nicht entsprechend genutzt werden.

Beschreibe den Nährstoff "Mineralstoffe" näher. Unterteilung in Zerlegung, Funktion im Körper, Beispiel/Eigenschaft und beteiligte Enyzme und wirkart.

- keine Zerlegung notwendig

- Bausteine für Knochen, Hormonbildung (Iod), welche vor allem in pflanzlicher Kost/Fleisch enthalten sind

- Anorganisch: Na+,K+ (Können im Körper nur in Form von cheminschen Verbindungen wirksam werden.)

- bei nicht ausreichender Zufuhr treten Mangelerscheinungen auf

Beschreibe den Nährstoff "Waser" näher. Unterteilung in Zerlegung, Funktion im Körper, Beispiel/Eigenschaft und beteiligte Enyzme und wirkart.

- wichtiges Lösungs- und Transportmittel

Wie ist das Wasser (rund 60l) im Körper des Menschens verteilt?

- 30l in der Zellflüssigkeit

- 12l in der Zellflüssigkeit

- 10l im Darminhalt

- 2.2l in der Nahrung

- 1.3l im Harn

- 0.5l in der Lunge

- 0.5l in der Haut

- 0.3l durch Zellatmung

- 0.2l im Kot

Wie erfolgt die Zerlegung von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen in ihre Grundbausteine?

- Mechanisch (mit den Zähnen im Mund)

- Quellung (nur Proteine) durch Säure

- Enzymatisch

Was ist ein Enzym?

Es ist ein Biokatalysator (Katalysator = Stoffe, welche chemische Reaktionen stark beschleunigen) mit welchem nur passende Stoffe umgesetzt werden können. Er teilt die Nährstoffe in ihre Bausteine (z.B. Zweifachzucker in Einfachzucker).

Was ist Verdauung?

schrittweise Zerlegung der Nährstoffe in ihre Baustoffe

Was sind Drüsen?

Zellen, die etwas aussondern.

Wie erfolgt der Transport der Nahrung?

Er erfolgt durch Muskelbewegungen der Ring- und Längsmuskulatur und nicht durch Schwerkraft.

Was heisst Resorption?

 Aufnahme flüssiger oder gelöster Stoffe in das Zellinnere.

Erkläre den genauen Ablauf der Resorption der Nährstoffe.

Folgende beide Schritte erfolgen im Dünndarm:

1. Schritt ist ein aktiver Transport der Bausteine vom Darminhalt in die Darmephitelzelle

2. Schritt ist eine erleichterte Diffusion (passiver Transport) von der Darmepitelzelle in den Nährstoffarm (Blutgefäss).

Was haben Nahrungs- und Körpereiweisse gemeinsam und worin unterscheiden sie sich?

gemeinsam: bestehen beide aus Aminosäuren

unterschiedlich: Zusammensetzung/Reihenfolge

Warum soll man bei einer radikalen Diät eher auf Kohlenhydrate verzichten als auf Fette?

Fettsäuren sind teilweise essenziell und können soit nicht vom Körper hergestellt werden.

Zu welcher Stofflasse gehören Verdauungsenzyme?

Eiweisse/Proteine

Nenne die Orte, an denen Verdauungsenzyme gebildet werden.

Mund, Magen, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm

Warum ist die Bildung von Verdauungsenzymen für die Drüsenzellen problematsch und wie wird das Problem gelöst?

Proteine sind Baustoffe. Enzyme, welche Eiweisse abbauen können sind gefährlich, weil sie sich selbst abbauen/verdauen könnten (z.B. Magen).

Beschreibe was nach der Aufnahme von Glucose und Fettsäuren in eine Darmephitelzelle mit diesen Stoffen passiert.

Nährstoffe gehen durch aktiven Transport oder erleichterte Diffusion in die Blutgefässe über.

Warum ist das Trinken im Handstand möglich?

Weil der Transport von Wasser/Nahrung über eine Ring- und Längsmuskulatur (Muskelkraft) erfolgt und nicht mit der Schwerkraft.

Nenne 3 typische Eigenschaften von Enzymen.

- wirkungsspezifisch

- substratsspezifisch

- spezifischer "pH-Wert" (Temperatur im Körper 36.5°C9

Erkläre den Verdauungstrakt in der Mundhöhle.

- Zerkleinerung der Nahrung mittels Zähne, damit die Verdauungssäfte besser einwirken können

- Speicheldrüse gibt Mundspeichel (Enzym = Amylase) ab

- während des Kauvorganges durchmischt die Zunge den Speisebrau - dadurch wird Kontakt zwischen zu verdauenden Nährstoffen und Enzymen intensiviert => Belscheunigung der Zerlegung von Stärke

Erkläre den Schluckreflex.

Der Speisebrei wird an den Gaumen gedrückt. Dabei wird der Kehlkopfdeckel abgesenkt, die Luftröhre geschlossen, die Atmung angehalten und der Zugang zur Nase abgeriegelt.

Erkläre den Verdauungstrakt in der Speiseröhre.

- muskulöser Schlauch, der die Nahrung durch wellenförmige Muskelbewegung zum Magen transportiert

Erkläre den Verdauungstrakt im Magen.

- Fassungsvermögen von 1-2 Litern

- Magenschleimhaut ist stark gefaltet und von zahlreichen, verschiedenen Typen von Drüsenzellen durchsetzt

- Salzsäure hat in 30 - 60min den gesamten Mageninhalt durchsäuert; diese Säure macht die Amylase unwirksam und tötet die meisten Krankheitserreger ab; zudem bringt sie Proteine zum Quellen

- Bildung des wirksamen Enzyms "Pepsin", welches Proteine nach Quellung spaltet

- Magensaft (Bildung von täglich 1.5-2 Liter) enthält Kathepsin

Vor was schützt der Magenschleim, welcher in den Nebenzellen produziert wird?

Er schützt vor der Selbstverdauung des Magens.

Wie gelangt der Speisebrei zum Magenausgang (= Pförtner)?

Durch die kräftige Ring- und Längsmuskulatur der Magenwand erzeugt er peristaltische Bewegungen, welche den Speisebrei befördern.

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