Humanbiologie
Auge
Auge
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Cartes-fiches
Was gehört zum Abschnitt der Äusseren Augenhaut, wie ist der Aufbau und was ist die Aufgabe?
- Hornhaut:
- Bau: durchsichtig, keine Gefässe
- Aufgabe: Schutz, Sammellinse
- Bindehaut:
- Bau: dünne Schleimhaut
- Aufgabe: Abschluss, Abdichtung
- Lederhaut:
- Bau: weiss, Bindegewebe
- Aufgabe: Schützt und stabilisiert den Augapfel
Was gehört zum Abschnitt der MIttleren Augenhaut, wie ist der Bau und was ist die Aufgabe?
- Iris
- Bau: mit Muskelfasern u. Pigmenten
- Aufgabe: regelt als Blende den Lichteinfall
- Ciliarkörper, Ciliarmuskel
- Bau: ringförmiger Körper, enthält den ringförmigen Ciliarmuskel
- Aufgabe: Befestigung der Linse, Linsenverformung zur Akkommodation
- Aderhaut
- Bau: viele Gefässe
- Aufgabe: versorgt Netzhaut und Lederhaut
Was gehört zur inneren Augenhaut?
- Netzhaut
- Bau: mit Sinnes- und Nervenzellen
- Aufgabe: Reizaufnahme, Erregungsbildung
- Gelber Fleck:
- Bau: Grübchen in der Netzhaut
- Aufgabe: Ort des schärfsten Sehens
- Bilder Fleck:
- Austritt des Sehnervs
- blinde Stelle der Netzhaut
- Augenkammer
- Bau: flüssigkeitsgefüllt
- Aufgabe: versorgt Hornhaut und Linse
- Linse:
- Bau: Fasern, Epithel, ohne Gefässe
- Aufgabe: flexible Sammellinse
- Zonulafasern
- Bau: feine Fasern
- Aufgabe: Aufhängung der Linse am Ciliarkörper
- Glaskörper
- Bau: 98% Wasser
- Aufgabe: stabilisiert den Augenapfel
- Sehnerv
- Bau: Bündel von Nervenfasern
- Aufgabe: leitet Erregungen zum Gehirn
- Augenmuskel:
- Bau: quergestreifte Muskeln
- Aufgabe: bewegen den Augapfel
Hornhaut
- Aufgabe: Schütz das Auge, Wirkt durch dei Wölbung zusammen mit der flüssigkeitgefüllten vorderen Augenkammer als Sammellinse
- Besteht hauptsächlich aus Bindegewebsfasern
- Das Epithel an der Oberfläche kann leichte Verletzungen reparieren und sorgt durch Wasseraufnahme für den richtigen Flüssigkeitsgehalt in der Hornhaut. Sinkt dieser ab, so wird die Hornhaut trüb (grüner Star)
- Sie hat keine Blutgefässe, sie wird deshalb vom Kammerwasser (innen) und von der Tränenflüssigkeit (aussen) versorgt
Iris
- Aufgabe: Regulation des Lichteinfalls ins Auge
- durch Veränderung des Pupillendurchmessers und mithilfe der ringförmig und radial angeordneten glatten Muskeln
- so kann sich das Auge an unterschiedliche Helligkeiten anpassen = Adaption
- Die Iris umgibt die Pupille
- Die Pupillenweite ist abhängig vom Alter, dem Grad der Ermpdung, Sowie dem Konsum von Gebrauchsdrogen
- DAs Auge kann auch noch anders auf Helligkeit und Dunkelheit reagieren:
- Die Pigmentschicht der Netzhaut kann bei viel Licht einen Teil der Zäpfchen überdekcne, damit diese ewniger stark gereizt werden
- Da der Sehfarbstoff in den Zäpfchen (und Stäbchen) bei Licht zerfällt, wird die Sensitivität der Sinneszellen an die Lichtbedürfnisse angepasst
- Das auge kann zwischen den Zäpfchen und Stäbchen umschalten
Linse und Cillarkörper
- Die Linse besteht aus elastischen Fasern
- Beim grauen Star wird die Linse trüb
- die Linse ist vorne durch einen Epithel begrenzt und enthält wie die Hornhaut keine Blutgefässe
- die Linse ist durch die feinen Zonulafasern am ringförmigen Ciliarkörper aufgehängt
- Der Ciliarkörper bildet das Kammerwasser, das in der vorderen Augenkammer ins Blut resorbiert wird
- Im Ciliarkörper liegt der ringförmige Ciliarmuskel, dessen Kontraktion die Form der Linse verändert
Was ist Akkommodation?
Unter Akkommodation versteht man die funktionelle Nah- und Ferneinstellung des Auges durch Veränderung der Linsenkrümmung.
Was ist Fernakkommodation?
- Der Ciliarmuskel entspannt sich. Die Linse ist durch die elastische Spannung der Zonulafasern bzw. des Augenapfles flachgezogen, ihre Brechkraft ist gering. Weil der Ciliarmuskel entspannt ist, ermüdet das fernakkommodierte Auge nicht
- Das Auge bidlet den entfernten Punkt auf der Netzhaut scharf ab. Das Bild eins nahen Punkts ist ein unscharfer Fleck
Was ist Nahakkommodation?
- Der Ciliarmuskel ist gespannt. Sein Durchmesser ist deshalb kleiner. Die Zonulafasern sind locker rund die Linse hat sich zusammengezogen. Sie ist kugliger, ihre Brechkraft ist hoch. DAs nahakkommodierte Auge ermüdet.
- Das Auge bildet den nahen Punkt auf die Netzhaut scharf ab. Das Bild eines entfernten Punkts ist ein unscharfer Fleck
Was ist Kurz- und Weitsichtigkeit?
- Kurzsichtigkeit: In der Nähe sieht man gut und in der weite schlecht, Bildebene weitentfernter Objekte liegt vor der Netzhaut, Langer Augapfel, Zerstreuungslinsen
- Weitsichtigkeit: In der Nähe sieht man schlecht und in der Weite gut, Bildebene liegt hinter der Netzhaut, kurzer Augapfel, Sammellinsen
Beschreibe die Netzhaut
- die Netzhaut besteht aus Pigmentepithel und drei Schichten mit Sinnes- und Nervenzellen
- Pigmentepithel: verhindert mit seinem schwarzen Pigment Reflexionen und versorgt die Sinneszellen. Seine Zellen bilden Fortsätze, die zwischen die Sinneszellen hineinreichen
- Zapfen: sind zuständig für das Farbsehen
- Stäbchen: sind zuständig für das Dämmerungslicht und schwarzweiss Töne
Am Netzhautrand stehen nur Stäbchen, im gelben Fleck nur Zapfen
- Schaltzellen: Sie bilden die mittlere Schicht der Netzhaut und bestehen aus Nervenzellen
- Neuronen: Die innerste Schicht enthält die Zellkörper und die Axone der wegführenden Neuronen. Die Axone ziehen zum blinden Fleck, wo sie zum Sehnerv gebündelt austreten. Ab blinden Fleck gibt es aus diesem Grund keine Sinneszellen
Was ist der gelbe Fleck?
- Hier hat es nur Zapfen. Bei wenig Licht kann man deshalb auch nur unscharf sehen
- ansonsten ist es der schärfste Punkt des Sehens
- DAs licht erreicth die Zapfen ungehindert, weil die Schaltzellen und die wegführenden Neuronen rund um den gelben Fleck angeordnet sind
Was ist der Blinde Fleck?
- An dieser STelle werden die Nervenfasern zum Sehnerv gebündelt und verlasen den Augapfel
- Hier ziehen auch Blutgefässe ins Auge und es gibt keine Sinneszellen
Vorgang in der Sinneszellen
- Stäbchen und Zapfen besitzen in dem Fortsatz Stapel von Membranen, in die das lichtempfindliche Sehpurpur (Rhodopsin) eingebaut ist
- Die Stapel vergrössern die Fläche, auf der das Rhodopsin Licht auffangen kann
- Bei Belichtung wandelt sich das Rhodopsin zur Metarhodopsin um und bringt eine Kette von Reaktionen in Gang, die zur Veränderung der Ionenverteilung an der Membran der Sinneszellen und damit zu einer Änderung des Membranpotentials führt. ist dieses stark genug, werden im Axon Aktionspotentiale gebildet
Was passiert, wenn das Rhodopsin bei Lichteinwirkung umgewandelt wird?
- Bei Lichteinwirkung nimmt seine Konzentration ab und die Empfindlichkeit der Sinneszellen sinkt bei starker Belichtung (=Adaption). Im Dunkeln steigt sie wieder, weil das Rhodopsin regeneriert wird
- Die Adaption durch die Veränderung der Rhodopsinmenge erfolgt viel langsamer als die Adaption durch das Verändern der Pupillenweite
- Das Rhodopsin-Molekül besteht aus einem Retinal-Molekül, das an ein Eiweiss (Opsin) gebunden ist. Das Retinal ist in allen Sinneszellen das gleiche, das Opsin ist in Stäbchen und Zapfen verschieden.
Wie funktioniert das Farbsehen?
- Weisses Licht setzt sich zusammen aus Licht mit unterschiedlichen Wellenlängen
- Wir können Farbe unterscheiden, weil wir drei Zapfentypen besitzen, die sich in der Empfindlichkeit für Licht verschiedener Lichtwellen unterscheiden
- Zapfentypen:
- Rot-Zapfen: sind empfindlich auf langwelliges (rotes und gelbes) Licht
- Grün-Zapfen
- Blau-Zapfen:sind am empfindlichsten für kurzwelliges (blaues) Licht
- Zur Identifikation einer Farbe werden die Meldungena ller drei Zapfentypen kombiniert
- Weil die Zapfen eine geringere Lichtempfindlichkeit haben als die Stäbchen, sehen wir in der Dämmerung keine Farbe
- Das visuelle Wahrnehmungssystem berücksichtigt die Veränderung in der Beleuchtung und korrigiert die Meldung der Zapfen über die vom Gegenstand reflektierten Strahlen so, dass wir seine Farbe als konstant wahrnehmen
Was gehört zum Hilfsapparat des Auges?
- Augenlieder (Schutz), Tränendrüsen (Befeuchtung, Reinigung und Prävention vor Infektionen) und die Bindehaut (Verhindern, dass Fremdkörper hinter das Auge gelangen)
Sehbahnen
- Jedes Auge schickt Meldungen an die linke und an die rechte Grosshirnhemisphäre
- Die Nervenfassern von den inneren (nasennahen) Hälften beider Netzhäute kreuzen sich und führen in die gegenüberliegende Grosshinrhemisphäre
- Die Nervenfasern von den schläfennahen Netzhauthälften wechseln die Seiten nicht
- Darum ist die Sehrinde im linken Grosshirn für die Objekte zuständig, die rechts von uns stehen und umgekehrt
- Die Bilder aus beiden Augen werden im Gehirn zusammengefügt
- Im Thalamus werden die visuellen Meldungen gefiltert und können Empfindungen auslösen. Vom Thalamus gelangen Signale über Abzweiger zum Mittelhirn und lösen die Augenbwegungen und die Pupillenreaktion aus. Die selektionierten Meldungen werden in der Sehrinde des Grosshirns mithilfe von Informationen aus dem visuellen Gedächtnis ausgwertet