HST_Prävention_Rehabilitation
ETH HST Vorlesung
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Lernkarten
Was bedeutet Prävention unspezifisch betrachtet?
Gesundheitsförderung, Prophylaxe, nicht auf ein Krankheitsbild bezogen
Begriff der Gesundheitsförderung: Was gehört alles dazu und ab wann wurde er anerkannt?
- Gesundheitsförderung: 1986 von der WHO anerkannt
--> Gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen (z.B. Grünzonen)
--> Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik
--> Persönliche Kompetenzen entwickeln (was sind gesunde Verhaltensweisen, risikoreiche Verhaltensweisen?)
- Gesundheitsförderung: Salutogenese (Schutzfaktoren stärken sowie Bildung von Risikofaktoren verhindern).
- Verhaltensweisen
--> gesunde Ernährung
--> genügend Alltagsbewegung
--> körperliches Training
--> Mässigung bei alkoholischen Getränken
--> Anwendung von Medikamenten nur wenn nötig
--> Nicht rauchen
Was bedeutet Prävention spezifisch betrachtet?
Prävention auf bestimmte Krankheitsbilder bezogen. Dazu gehört die
- primäre Prävention
- sekundäre Prävention
- tertiäre Prävention
- (quartäre Prävention)
Definiere primäre Prävention
keine Krankheit als auch keine Symptome vorhanden:
soll das Auftreten von spezifischen Krankheiten verhindern durch Verringern der Risikofaktoren.
--> z.B. Impfprogramme, Fluor (Zahnpasta), Iod (Salz), Folsäure (um offenen Rücken bei Babies zu verhindern).
Definiere sekundäre Prävention
Eine Krankheit ist vorhanden, jedoch keine Symptome zu erkennen:
Wichtig zur Krankheitsfrüherkennung
--> z.B. Mammographiescreening
Definiere tertiäre Prävention
Eine Krankheit sowie Symptome sind vorhanden.
Tertiäre Prävention wird gleichgesetzt mit dem Begriff Rehabilitation
Wichtig, um gesund zu werden und nicht noch weitere Krankheiten einzufangen
--> z.B. Reha nach Herzinfarkt
Was ist das Ziel der Rehabilitation?
Eine Funktionsverbesserung, nicht nur eine Wiederherstellung der ursprünglichen Strukturen, wie das z.B. ein Arzt tut.
Was ist das Ziel der Rehabilitation?
Eine Funktionsverbesserung, nicht nur eine Wiederherstellung der ursprünglichen Strukturen, wie das z.B. ein Arzt tut.
Wer gehört alles zu einem Rehabilitationsteam?
- Arzt
- Pflegefachfrau
- Physiotherapeutin (Behandlung von Störungen am Bewegungsapparat)
- Sporttherapeutin
- Ergotherapeutin (Selbstständigkeit in der Aktivität des täglichen Lebens)
- Aktivierungstherapeutin (Freizeit, v.a. handwerklich-kreativ)
-Orthopädietechniker (Prothesen, Korrektur von Fehlstellungen)
- Logopädin (Sprachtherapeutin)
- Ernährungsberaterin
- Sozialarbeiterin (Versicherungsfragen, Wohnungssuche...)
- Berufsberaterin
- Psychologin
- Seelsorgerin (auch Gottesdienst)
Wie ist ein Rehabilitationszyklus aufgebaut?
- Assessment (Diagnostik bezüglich der Beeinträchtigung der funktionalen Gesundheit --> an was muss man arbeiten?)
- Assignment (wer wird involviert?)
- Intervention (Durchführung der rehabilitativen Massnahmen)
- Evaluation (Rückblick, ob alles so geklappt hat, wie geplant)
Verhaltensweise gesunde Ernährung: Auf was basiert diese?
Der Ernährungspyramide, welche aufgrund von Studien entwickelt wurde & nicht aufgrund von Einzelpersonen
Verhaltensweise gesunde Ernährung: Was sind Empfehlungen für Jugendliche?
- Erhöhter Energiebedarf
- nur wenig energiereicher Fast Food & Snacks
- Süssgetränke (auch light) & Energy Drinks meiden
- kein Alkohol
- regelmässige Mahlzeiten (inkl. Frühstück)
Verhaltensweise gesunde Ernährung: Was sind Empfehlungen für Jugendliche?
- Erhöhter Energiebedarf
- nur wenig energiereicher Fast Food & Snacks
- Süssgetränke (auch light) & Energy Drinks meiden
- kein Alkohol
- regelmässige Mahlzeiten (inkl. Frühstück)
Verhaltensweise gesunde Ernährung: Was sind Empfehlungen für Jugendliche?
- Erhöhter Energiebedarf
- nur wenig energiereicher Fast Food & Snacks
- Süssgetränke (auch light) & Energy Drinks meiden
- kein Alkohol
- regelmässige Mahlzeiten (inkl. Frühstück)
Verhaltensweise gesunde Ernährung: Was sind Empfehlungen für Senioren?
- genügend Eiweiss & Calcium
- genügend Trinken (Durst geht verloren bei Senioren)
- evtl Vitamin D (wenn zu wenig im Freien)
- evtl. mehrere kleinere Portionen (Appetit geht verloren)
Verhaltensweise körperliches Training: Was bedeutet biologische Anpassung?
Der Trainingsreiz stört die Homöostase, d.h. Körper passt sich an
(funktionell: schnellere Stoffwechselprozesse, schnellere Reizverarbeitung...)
(strukturell: Zunahme Muskelfaserquerschnitt, (Hypertrophie: Vergrösserung des Muskelumfanges) Vermehrung des Blutvolumens...)
z.B. Glucosespiegel: Durch Belastung nimmt Blutzucker ab, bei Erholung wird der Speicher aufgefüllt & danach noch mehr aufgefüllt als am Anfang Glucose vorhanden war (=Superkompensation). Man sollte als den Körper während einer Superkompensation belasten & danach, wenn der Glucosespiegel wieder niedrig ist & sich auffüllen muss, sich Zeit zum erholen gönnen.
Verhaltensweise körperliches Training; Was bedeutet Unterforderung?
Zu kleiner Trainingsreiz, d.h. der Körper passt sich nicht an.
Verhaltensweise körperliches Training: Was bedeutet optimale Belastung?
Nicht zuviel & auch nicht zu wenig trainieren.
Siehe Beispiel Glucosespiegel: Der Körper wird sich dem Trainingsreiz anpasse, so dass seine Leistung stetig zunimmt.
Verhaltensweise körperliches Training: Was bedeutet Überforderung?
Körper ändert sich nicht, aufgrund des zu hohen Trainingsreizes
z.B. Trainingslager: wenn man plötzlich viel mehr trainiert als normal & dem Körper nicht genügend Regenererationszeit gibt, um die beanspruchten Zellstrukturen zu reparieren, dann kann das zu einer Abnahme der Leistung führen.
Verhaltensweise körperliches Training: Was bedeutet Kontinuität?
Regelmässiges Training (--> was bedeutet regelmässig?)
Use it or loose it: Mit Hoffnung, dass Leistung nach und nach gesteigert wird
Verhaltensweise körperliches Training: Was bedeutet progressive Belastung?
Gleichbleibende Belastungen wirken irgendeinmal nicht mehr überschwellig, d.h. man muss
- 1. Erhöhung Belastungshäufigkeit
2. Erhöhung Belastungsumfang
3. Erhöhung Belastungsintensität
- Variation; Nicht immer gleiche Muskelgruppe mit gleichen Übungen trainieren
- Adaptionszeiten: Funktionelle Anpassungen geschehen schneller als strukturelle.
--> Muskeln adaptierten schneller als passive Teile (Bänder, Knochen) des Bewegunsapparates.
- Optimale Belastungsfolge: Aufwärmen, Koordinations-/Technik-/Schnelligkeit vor Kraft-/Ausdauertraining, Ausdauertraining am Schluss
Verhaltensweise körperliches Training: Kraftraining: Nenne verschiedene Trainingsarten
konzentrisch (=shortening, Muskel verkürzt sich bei Aktivität)
isometrisch (=isometric, in gleicher Position verweilen)
exzentrisch (=lengthening, Muskel wird während Aktivität gedehnt)
plyometrisch (am schnellsten Resultate: zuerst exzentrisch, danach sofort wieder konzentrisch, z.B. Squat jumps)
propriozeptives Training (Körperwahrnehmung stärken, z.B. Zähne putzen auf einem Bein, Wackelbretter)
Geräte
freie Gewichte
Eigenkörpergewicht (mehr Belastung als an Geräten)
Verhaltensweise körperliches Training: Ausdauertraining: Nenne verschiedene Trainingsarten
- Dauermethode (über längere Zeit bei gleich bleibender Intensität)
- Intervallmethode (aktive/passive Pause, unvollständige Erholung)
- Wiederholungsmethode (aktive/passive Pause, vollständige Erholung)
--> z.B. sprinten: 3x 100 Meter mit je 1/2 Stunde Pause dazwischen
- intermittierende Methode (kurze hochintensive Belastungen im Wechsel mit mittlerer Belastung)
Verhaltensweise körperliches Training: Schnelligkeitsmethode: Nenne Formen & Methoden
Formen: Reaktionsschnelligkeit, Beschleunigungsfähigkeit, Aktionsschnelligkeit
Methoden: Wiederholungsmethode
Verhaltensweise körperliches Training: Koordinationstraining: Was beinhaltet dieses?
- Dynamisches Dehnen (am besten vor Aktivität)
- Statisches Dehnen
- Anspannungs-Entspannungs-Dehnen
Verhaltensweise körperliches Training: Beweglichkeitstraining: Nenne Methoden
orientieren, reagieren, differenzieren, im Gleichgewicht sein (gemäss J&S)
Verhaltensweise körperliches Training: Gleichgewichtstraining: Wie funktioniert dieses?
Posturale Kontrolle durch neuromuskuläres System
Welche Organisationen sind in der Schweiz verantworlich für Gesundheit & Krankheit?
- Schweizerische Unvallversicherungsanstalt SUVA
- Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS
Welche Organisationen sind in der Schweiz verantwortlich für Nichtberufsunfälle?
- Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu
- Fonds für Verkehrssicherheit FVS
Welche Organisation ist in der Schweiz verantwortlich für Gesundheit am Arbeitsplatz?
Betriebliches Gesundheitsmanagment BGM (Ziel: Reduktion Krankheitsabsenzen)
Was für Ziele bezüglich Gesundheit werden in der Schule angestrebt?
Z.B. bewegte Schule, Suchtprävention, etc.
--> erhöhte Schutzfaktoren, primäre Prävention
Welche Organisation ist in der Schweiz verantwortlich für Gesundheit in der Freizeit?
Gesundheitsförderung Schweiz (Persönliches Gesundheitsverhalten)
Verhaltendsweise körperliches Training: Was gehört alles zum Konditionstraining?
Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, (Beweglichkeit)
Verhaltensweise körperliches Training: Wie stehen Ausdauer, Kraft, Knochenmasse in Zusammenhang mit der Häufigkeit des Trainings & des Alters?
--> siehe Graphik
Ein regelmässiges Training verhindert den frühzeitigen Abbau der Körperstrukturen/-funktionen, auch wenn man noch spät mit dem Training beginnt.
Verhaltensweise körperliches Training: Wie stehen Ausdauer, Kraft, Knochenmasse in Zusammenhang mit der Häufigkeit des Trainings & des Alters?
--> siehe Graphik
Ein regelmässiges Training verhindert den frühzeitigen Abbau der Körperstrukturen/-funktionen, auch wenn man noch spät mit dem Training beginnt.
Verhaltensweise körperliches Training: Wie stehen Ausdauer, Kraft, Knochenmasse in Zusammenhang mit der Häufigkeit des Trainings & des Alters?
--> siehe Graphik
Ein regelmässiges Training verhindert den frühzeitigen Abbau der Körperstrukturen/-funktionen, auch wenn man noch spät mit dem Training beginnt.