HST2 Projekt Labor

Hochspannungstechnik

Hochspannungstechnik


Davor Tudor
Diese Lernkarten behandeln die Isolationskoordination und Überspannungsprüfungen im Bereich der Elektrotechnik auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Spannungsprüfer, Trennschalter, Überspannungen und Isolationspegel ab, wobei der Fokus auf praktischen Versuchen und theoretischen Grundlagen liegt. Elektrotechnik-Studierende profitieren davon, da sie die Funktionsweise und Prüfmethoden von Isolationssystemen verstehen lernen.
Flashcards
24
Students
1
Language
German
Level
University
Created / Updated
04.06.2013 / 16.10.2013

Flashcards

1.

Was ist, und welche Aufgabe hat die Isolationskoordination?

Mit der Isolationskoordination wird die Elektrische Festigkeit von Betriebsmittel auf die im Netz vorkommenden Überspannungsbeanspruchungen abgestimmt.

2.

Wie ist der statistische Pegelfaktor definiert? Erklärung und Zeichnung!

Speziell für die Blitzstoßspannung setzt sich der Pegelfaktor aus γ = U rB /U sB  zusammen. Der Pegelfaktor   ist   ein   Sicherheitsfaktor,   der   die   Sicherheit   gegenüber   Überspannungen beschreibt. Beim statistischen Pegelfaktor entspricht der Schutzpegel U sB  der Spannung U ü2 . Bei U ü2  handelt es sich um die Spannung, bei der statistisch betrachtet die Wahrscheinlichkeit 2% beträgt, daß der Überspannungsableiter nicht anspricht! Der Spannung U rB   (Isolations- pegel) entspricht in diesem Fall die Spannung U d10 . U d10  ist die Spannung, bei der die Wahr- scheinlichkeit eines Überschlages an der äußeren Isolation des Betriebsmittels 10% beträgt.

3.

Wie sind Schutzpegel und Isolationspegel definiert?

Der Schutzpegel ist die Nennansprechspannung eines Überspannungsableiters. Er beschreibt den Schutz gegenüber Überspannungen durch den Überspannungsableiter. Der Isolationspegel beschreibt   die   elektrische   Festigkeit   des   Betriebsmittels   gegen   Überspannungs- beanspruchungen.

4.

Was   bedeutet   die   Innere   Isolationskoordination   für   den   im   Versuch   untersuchten Prüfling?

Bei   den   Wechsel-   und   Blitzstoßspannungsprüfungen   im   Versuch   durfte   es   lediglich   zu Überschlägen in der äußeren Isolation (Luft) kommen. Ein Durchschlag durch die innere Isolation (z.B. Stützisolatoren auf denen der Trennschalter stand) durfte nicht erfolgen, da dies die Konsequenz mit sich gebracht hatte, daß der Trennschalter nicht betriebssicher ist.

5.

Zeichnen   Sie   die   Stoßspannungsgenerator-Grundschaltung   und   benennen   Sie   die Bauelemente! 

 (die Prüfstrecke des Prüflings ist der Abstand der Pole

B – b)

6. Warum sind bei der konventionellen Prüfung bei 15 Versuchen bis zu 2 Durchschläge zulässig?   (selbstheilende Isolation)

Bei der statistischen Stoßspannungsprüfung wird der Isolationspegel mit der Spannung U d10 angegeben. Wird dies mit der konventionellen Prüfung verglichen, entsprechen 10% 1,5 Durchschlägen (bei 15 Versuchen). Diese 1,5 Durchschläge werden auf 2 Ganze aufgerundet.

7.

Welche Überspannungen wurden im Versuch nachgebildet?

Innere Überspannung: zeitweilige Spannungserhöhung Äußere Überspannung: Blitzstoßspannung

8. In einem 110kV-Netz ist der Überspannungsfaktor 4. Wie ist die Höhe der zulässigen Überspannung?

siehe Abbild

9. Zeichnen Sie den Verlauf von Strom und Spannung am Trennschalter beim Abschalten des leerlaufenden Netzes über mindestens eine Periode vor und nach dem Löschen des Stromes!

muss noch gemacht werden

10. Weiche   Funktion   hat   der   Spannungsprüfer   beim   Versuchsteil   Abschalten   des leerlaufenden Netzes? Geben Sie an, welche Spannung er anzeigt!

Der  Spannungsprüfer  sollte  in  diesem  Versuchsteil nach der  Abschaltung der  Spannung mittels   Messung   die   Wechselspannungsfreiheit   der   Anlage   nachweisen.   Dieser Spannungsprüfer   zeigt   wie   eben   schon   erwähnt   lediglich   Wechselspannung   an.   Auf Gleichspannung zeigt der Prüfer keine Reaktion (Lebensgefahr)! Aus diesem Grund muß kurzgeschlossen   und   geerdet   werden,   bevor   Arbeiten   an   elektrischen,   freigeschalteten Anlagen   stattfinden   können   (5   Sicherheitsregeln   beachten).   Ein   Spannungsprüfer   muß mindestens eine Wechselspannung von  3 n U   (Leiter-Erd-Spannung) registrieren können. Bei   U n =10kV   beträgt   diese   Mindestspannung   ca.   5,77kV.   Der   im   Versuch   verwendete Spannungsprüfer war jedoch für ein 30kV-Netz ausgelegt. Er konnte Spannungen erst ab ca. 8 bis 9kV anzeigen. Für das Überprüfen der Spannungsfreiheit wäre der Spannungsprüfer bei korrekter Betriebsspannung unzulässig gewesen.

11.

Isolationskoordinationsaufgabe

a) Netz mit 110kV Freileitung gegeben. Wie groß muß U rB  (Leiter-Erd-Spannung) mindestens für die Betriebsmittel sein, wenn kein Ableiter vorhanden ist? b) Wie groß muß U rB  sein, wenn U sB =380kV beträgt?

siehe Abbildung

12.

Nennen   Sie   alle   Überspannungen!   Welche   Überspannungen   wurden   im   Labor nachgebildet?

Innere Überspannungen: Schaltüberspannungen, zeitweilige Spannungserhöhung Äußere Überspannung: Blitzüberspannung Im Labor wurden nachgebildet: die Innere durch die Bemessungs-Kurzzeit-Wechselspannung die Äußere durch die Bemessungs-Steh-Blitzstoßspannung

13.

Isolationskoordinationsaufgabe Dimensionierung einer Trennstrecke (U rB =? ; σ d =8%)

siehe Abbildung

14.

Vor dem Öffnen des Trennschalters ist U c =19kV! Was zeigt das Meßgerät nach dem Öffnen des Trennschalters? Gemessen wird die Spanrung zwischen A und a, welches der Schalterspannung U sch  entspricht!

siehe Abbild

15. Wie  hoch  muß die  Spannung  sein,  damit  man die Demonstration am Originalnetz vorführen kann?

Korrekte Betriebsspannung: U n =10kV

16.

Der minimale Pegelfaktor γ min  ist nach VDE festgelegt (1,25 - muß bekannt sein). Der Schutzpegel U sB  beträgt 40kV. Wie groß ist der Isolationspegel U rB ?

siehe Abbildung

17.

Welche Spannung stellt sich zwischen den Kontakten A-F während der Prüfung der Trennstrecke ein? Am ESB der Prüfanordnung herleiten!

siehe Abilldung

18.

Beschreiben Sie die Besonderheit des Trennschalters?

Durch   die   Abstände   ist   der   Trennschalter   so   dimensioniert,   daß   im   Falle   einer Überspannungsbeanspruchung, die zu einem Durch- bzw., Überschlag führt, kein Überschlag über die Trennstrecke, von Pol zu Pol oder durch die innere Isolation des Trennschalters erfolgt. Der Überschlag findet in der äußeren Isolation Luft statt, und geht von Pol zur Erde (geerdeter Grundrahmen).

19.

Der Schutzpegel U sB  beträgt 35/40/120kV. Wie groß ist der Isolationspegel U rB ?

siehe Abbild

20.

Wie ist das Fehlerrisiko definiert?

Das   Fehlerrisiko   R   ist   die   Anzahl   der   auftretenden   Fehler   je   Anzahl   der Überspannungsbeanspruchungen.

21.

Wie ist der Ausnutzungsgrad des Blitzstoßspannungsgenerators definiert?

siehe Abbildung

22.

Was muß für einen Überschlag zwischen den Kontakten A-a erfüllt sein?

Normalerweise ist der Abstand zwischen A und a (Trennstrecke) größer als der Abstand von A   zum   Grundrahmen   F.   Dies   ist   notwendig,   damit   Personen,   die   an   abgeschalteten elektrischen Anlagen arbeiten, durch Überspannungen nicht gefährdet werden. Ist nun aber die Prüfung der Trennstrecke beabsichtigt, muß a geerdet werden und die Spannungsdifferenz von A gegen Erde muß geringer sein, als die Spannungsdifferenz A gegen den isolierten Grundrahmen F. Ist diese Bedingung erfüllt, findet der Durchschlag nicht von A zu F, sondern von A zu a statt (Prüfung der Trennstrcke).

23.

Gegeben ist ein 110kV-Netz (Um=123kV) Sie den Verlauf von u n , u sch , U c  und i vor und nach dem Öffnen des Trennschalters!

muss gemacht werden

24.

Beschreiben Sie den Versuchsablauf bei der Vorprüfung zur Blitzstoßspannung in allen Einzelheiten!

muss gemacht wrden

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