Holzschutz

DIN 688000

DIN 688000


Stephan Möller
Diese Lernkarten behandeln den vorbeugenden und nachträglichen Schutz von Holz vor Schädlingen und Pilzen, insbesondere den echten Hausschwamm. Sie erklären Begriffe wie Dauerhaftigkeitsklasse, Gebrauchsklasse und Fasersättigungsfeuchte, sowie Maßnahmen zum Schutz von tragenden und nichttragenden Bauteilen. Die Karteikarten richten sich an Fachleute im Holzschutz, die sich mit der DIN 68800 und den verschiedenen Schutzmaßnahmen vertraut machen möchten.
Karten
31
Lernende
12
Sprache
Deutsch
Kategorie
Chemie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
24.11.2014 / 15.01.2024

Lernkarten

Wie teilt sich die Normenreihe auf?

DIN 68800 Teil 1 "Holzschutz - Allgemein"

DIN 68800 Teil 2 "Holzschutz - Vorbeugend bauliche Maßnahmen im Hochbau"

DIN 68800 Teil 3 "Holzschutz - Vorbeugend Schutz von Holz mit Holzschmittel"

DIN 68800 Teil 4 "Holzschutz - Bekämpfungs- und Sanierungsmaßnahme gegen Holz zerstörende Pilze und Insekten"

Welche Einteilung nimmt die DIN 68800 vor?

Gebrauchsklasse  (GK)

Wie wird die Gebauchsklasse angewendet?

Es gilt stets die höchste Gebrauchsklasse , die an einem Holzbauteil festzustellen ist für das ganz Bauteil.

Erkläutere den Begriff "unter Dach"?

Teile die bei einem Regeneinfallswinkel von 30° gebenüber der Senkrchten nicht vom Regen erreicht werden

Erläutere den Begriff "Technisch getrocknet"?

  • Holz mit einer Holzfeuchte < 20%
  • Brettschichtholz

Erläutere den Begriff "Tragende Bauteile"?

Bauteile, die für die Standsicherheit des Gebäudes von Bedeutung sind.

Erläutere den Begriff "Nichttragende Bauteile"?

Bauteile die für die Standsicherheit eines Gebäudes nicht von Bedeutung sind.

Erläutere den Begriff "Dauerhaftigkeitsklasse"?

Die Dauerhaftigkeitsklassen (früher Resistenzklassen) ordnen sich nach der Einstufung nach der natürlichen Dauerhaftigkeit (früher Eigenresistenz) verschiedenener Holzarten gegenüber den Angriffen durch holzzerstörende Organismen, wie Pilze, bestimmte Insekten, Termiten sowie Holzschädlinge im Meerwasser.

Klassifizierung von Holzarten nach DIN EN 350

Erläutere den Begriff "bauliche Maßnahmen"?

Maßnahmen, die konstruiert werden

Erläuetere den Begriff "besondere bauliche Maßnahmen"?

Maßnahmen die eigens zum Zwecke des Holzschutzes konstruiert wurden.

Nenne den Feuchtegehalt von Holz gemäß DIN 68800?

Holzfeuchte < 20% trockenes Holz

Wie wie soll der Schutz der Kontrollierbarkeit sicher gestellt werden?

Dauerhafter Aushang aus dem die Pflicht zur regelmäßgien Kontrolle hervorgeht.

Wie kann Insektenbefall ausgeschlossen werden?

Technisch getrocknetem Holz welches an allen Stellen über eine Dauer von 48 Stunden mit einer Temperatur von > 55° getrocknet wurde.

und

Brettschichtholz

Wie soll der Schutz vor Holz zerstörenden Pilzen sichergestellt werden?

Abstand zur Fasersättigungsfeuchte durch eine Holzfeuchte < 20°

Nenne die Fasersättigungsfeuchte?

22-35%

Welche Bedingungen von Außenwandbekleidungen erfüllen um eine Zuordnung zur GK 0 zu erhalten? 

Holzfeuchte von mehr als 20% nur kurzfristig

Verwendung von Farbkernholz (Lärche, Douglasie, Eiche, Bongossi)

Holzwerkstoffe nur mit bauaufsichlicher Zulassung

Auf welchen allgemeinen Grundsatz baut die DIN 68800 auf?

Pilzentwicklung ab der Fasersättigung

Insekten können sich auch bei geringerer Feuchte entwickeln

Welche Folge hat die Einwirkung von Pilzen auf Holzbauteile?

Sie können die Rohdichte, Festigkeit, Steifigkeit und das Aussehen des Holzes nachteilig beeinträchtigen. 

Nenne die Holz zerstörenden Pilze?

Braufäulepilz (hervorgerufen durch den echten Hausschwamm)

Weißfäulepilz

Moderfäulepilz

 

Nenne die Holz verfärbenden Pilze?

Bläuepilze (Verförbung blau / schwarz)

Schimmelpilz

Nenne Maßnahmen ztum Schutz des Holzes gegen Organismen?

Bauliche Maßnahmen

Anwendung von Holzschutzmitteln

Verwendung von vorbeugend geschützten Holz- und Holzwerkstoffprodukten

Physikalische Maßnahmen

Beschichtungen

Schutzsysteme

Natürliche Dauerhaftigkeit des Holzes

 

Unter welcher Voraussetzung dürfen thermisch oder chemisch modifizertes Holz  für tragende Bauteile eingesetzt werden?

Wenn ein bauaufsichtlicher Verwendbarkeitsnachweis für die vorgesehene Gebrauchsklasse vorliegt.

Nach welchen Kriterien werden Hölzer in die Gebrauchsklasse eingestuft?

Einbausituation

Holzfeuchte

Dokumentation der Gebrauchsklasse

Nenne die Dauerhaftigkeitsklasse und deren Einstufung?

Dauerhaftigkeitsklasse 1 = sehr dauerhaft

Dauerhaftigkeitsklasse 2 = dauerhaft

Dauerhaftigkeitsklasse 3 = mäßig dauerhaft

Dauerhaftigkeitsklasse 4 = wenig dauerhaft

Dauerhaftigkeitsklasse 5 = nicht dauerhaft

Wie ist Splintholz in Hinblick der Dauerhaftigkeit einzustufen?

Splintholz ist stets der Dauerhaftigkeitsklasse 5 zuzuordnen

Wie erfoglt die Zuordnung einer Gebrachsklasse?

Bauteil der Bewitterung ausgesetzt

Kontakt mit Feuchtigkeit oder Wasser (gelegentlich, Erd-/Süßwasser, Meerwasser)

Gefährung durch Insekten

 

Nenne die Trockenholzinsekten?

Pochköfer oder Nagekäfer, Flugloch ca. 1,5-2 mm

Brauner Splintholzkäfer, Flugloch ca. 1,5-2 mm

Blauer Scheibenbock, Flugloch ca. 4-6 mm

Hausbockkäfer, Flugloch ca. 3-9 mm

Beschreibe die Abstände zwischen Unterkante Holz und Oberkante Gelände welche ohne weiteren Nachweis zulässig sind?

> 30 cm

> 15 cm mit Kiesbett 16/32, Breite: 15 cm

> 5 cm mit zusätzlicher Abdichtung gemäß 18195-4

Wie kann ein echter Hausschwamm bekämpft werden?

1. Alle Holzteile einen Meter über den sichtbaren Befall hinaus müssen abgeflammt werden

2. Vom Hausschwamm berührte oder druchwachsene Mauerteile müssen abgeflammt werden

3. Die Feuchtigkeitquellen müssen beseitigt wereden.

4. Die neu eingebauten Holzteile müssen sorfältig durch ein Holzschutzmittel geschützt werden

Was ist die Einbaufeuchte und welchen Gehalt hat Sie?

Ist der Feuchtegehalt zum Zeitpunkt des Einbaus und darf nicht über 20% liegen.

Was ist die Gleichgewichtsfeuchte?

Die eingestellte Feuchte im Gebrauchszustand

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