BMA


Daniel Schärer
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Histologie, mit Fokus auf Gewebe, Farbstoffe und Färbetechniken. Sie decken Themen wie die Verwendung von Silber, Aldehydgruppen und verschiedenen Reagenzien ab, um Strukturen wie Muskeln, Bindegewebe und die Bauchspeicheldrüse zu färben. Ideal für Medizinstudenten, die sich mit histologischen Techniken vertraut machen möchten, um Gewebeproben präzise zu analysieren.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Créé / Mis à jour
04.11.2014 / 23.04.2019

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Whipple-Operatio

Teile der Bauchspeicheldrüse, Gallengänge, Gallenblase, Zwölffingerdarm(Duodenum), (Magen, Dünndarm, Milz, Leber) werden operativ entfernt um diese Histologisch zu untersuchen, bei Krebs der Bauchspeicheldrüse, Krebs des Duodenums oder einem Gallengangskarzinom. 

Nach dem entfernen der Teilresektate werden die verbleibenden Teile von Pankreas, Gallengang und Magen mit dem Darm verbunden. So können die gastrointestinalen Sekrete direkt in den Darm abfliessen. 

Pankreas

Bauchspeicheldrüse produziert exokrine Verdauungsenzyme (Amylase, Trypsin, Lipase) und Endokrine Hormone (Glucagon(A) und Insulin(B) in den den Langerhans Inseln). 

Pankreas CA: oft Tumor der serösen Drüsen, lange symptomlos, Metastasen. Risikofaktoren sind das Rauchen und der Alkoholkonsum und DM (aufgrund chronischer Entzündung des Pankreas).

Akute Pankreatitis: Entzündung der Bauchspeicheldrüse, verursacht durch Verengung oder Verstopfung des Bauchspeicheldrüsenhauptganges (Alkohol oder Gallensteine). Die Verdauungsenzyme können nicht abfliessen und werden direkt ins Gewebe gegeben-> Autodigestion->Koagulationsnekrose die sich weiter ausbreitet und eine hämorrhagische Nekrose auslösen kann. 

Chronische Pankreatitis:Zerstörung der Bauchspeicheldrüse durch wiederkehrende unteschwellige Entzündungen ->Narbengewebe->verschlechterte Funktion-> weniger Verdauungsenzyme (Diabetes mellitus als Folge). Häufigste Ursache ist Alkohol. 

Diabetes mellitus: Stoffwechselerkrankung die auf Insulinmangel oder Insulinresistenz beruht und einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel bewirkt. 

Typ 1: absoluter Mangel an Insulin infolge Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen in den Langerhans-Inseln.

Typ 2: relativer Insulinmangel bedingt durch Insulinresistenz im Zielgewebe. Erhöhte Insulinproduktion der Betazellen bis sie schliesslich erschöpfen

->Diabetische Retinopathie, diabetische Nephropathie, diabetisches Fuss-Syndrom

Neoplasie

Neubildung= Regeneration von Gewebe

Tumor, Gewächs, Geschwulst

Hyperplasie

Vergrösserung eines Gewebes oder Organs durch übermässige Zellvermehrung.

Hypertrophie

Organvergrösserung durch Zunahme der Zellgrösse. Die Anzahl der Zellen bleibt gleich, die grösse nimmt zu durch erhöhte funktionelle Beanspruchung (Muskeln).

Atrophie

Organverkleinerung durch Abnahme der Zellgrösse > zelluläre Atrophie (Muskeln)

Organverkleinerung durch Abnahme der Zellzahl > numerische Atrophie (Alzeheimer)

Metaplasie

Umwandlung eines differenzierten Gewebes in ein anderes differenziertes Gewebe.

Bsp. HPV, Zylinderepithel wir durch ein Überwachsen von Plattenepithel verdrängt und ersetzt.

Reflux: Verbreiterung der Basalzellschicht im Ösophagus

Dysplasie

Fehlbildung= Abweichung der Gewebestruktur vom normalen Bild.

Fibrom

Wucherung von kollagenem Bindegewebe

Lipom

Tumor aus Fettzellen

Myom

Tumor der Muskelzellen.

Leiomyom: Tumor glatter Muskulatur

Papillom

Wucherung der Plattenepithelien

Adenom

Wucherung von Drüsenepithelien

Zyste

Kapsel

Benigne

Lokalisiert, meist langsam verdrängend, gut abgrenzbar mit Kapsel, geringe mitotische Aktivität, Druck auf Nerven, Gefässe, Organe, nach Entfernung erholen sich wieder

Maligne

Infiltrat in Gewebe, Blut- und Lymphgefässe, meist schnell invasiv, unregelmässig, hohe Zellteilungsrate, Nachbargewebe nach Entfernung keine Wiederherstellung der Funktionen.

Karzinom

maligne Neoplasie epithelialen Ursprungs

Sarkom

Wucherung von Binde- und Stützgewebe (auch Knochen)

Natives, unfixiertes Material

Eine Fixation ist nicht erwünscht, wenn:

-formalinempfindliche Enzyme untersucht werden

-bei Schnellschnitten

-Abklatsch-Präparaten (Zytologie)

-das Gewebe als Quelle für Zellkulturen dienen soll

Nativgewebe muss kühl gehalten werden und darf nicht austrocknen (nicht gefrieren).

AB-Alk

 

Alcianblau-Alkalisch

Darstellung von sauren Mucopolysacchariden. Prinzip beruht auf Salzbildung zwischen den sauren Gruppen und einem stark basischen Farbstoff (Alcianblau). Die Bindung ist pH-Abhängig. Verschiedene Mucosubstanzen verbinden sich bei einem bestimmten pH-Wert der Farblösung und können auf diese Weise identifiziert werden. 

-idealer pH-Wert für fast alle sauren Mucosubstanzen liegt bei pH=2.5. Aus diesem Grund werden die Schnitte vor der Färbung mit Alcianblau in 3% Essigsäure angesäuert. 

-Die Selektivität der Färbung mit Alcianblau ist entscheidend von der Färbedauer abhängig. So ist es möglich durch lange Färbedauer nahezu alle Gewebekomponenten anzufärben.

-alkoholische Natronlauge stabilisiert die Farbe

saure Mukosubstanze= türkisblau

Kerne= rot

PAS

Perjod-Acid-Schiff

Darstellung von neutralen Mucopolysacchariden. Histochemische Reaktion zum Nachweis von Kohlenhydratanteilen. 

Prinzip: vorhandene Hydroxylgruppen der Polysaccharide werden mit Perjodsäure zu freien Aldehydgruppen oxydiert. Fuchsinschweflige Säure (Schiff´s-Reagenz) reagiert mit den freien Aldehydgruppen. Es kommt zu einer neuen Verbindung, die zu einer intensiv rot-violetten Farbe führt. Erst im Wasser wird die Hydrogensulfitgruppe vom gebundenen Schiff´s Reagenz abgespallten. Spülen mit Kaliumdisulfit entfernt überschüssiges Schiff´s-Reagenz und verhindert falsch-positive Ergebnisse durch angelagerte Farbstoffe an andere Gewebselemente. 

PAS-pos.= rot-violett

Kerne=blau

Cytoplasma=blass rosa

Perjodsäure immer frisch herstellen. Schiffs-Reagenz in KS aufbewahre, testen mit Löschpapier.

Trichromfärbungen

EVG, Mass-Tri, Azan

Drei verschieden Farbstoffe werden simulten oder succedan angeboten. Dient zur Darstellung von Kollagenfasern, Muskelfasern, Zytoplasema, Fibrin und Erythrozyten. 

Das Färbeprinzip ist eine kombination aus elektrostatischer Farbstoffbindung und physikalischen Eigenschaften beim Eindringen in die Gewebestrukturen. Zur Bindegewebsdarstellung nach der Kernfärbung (Eisenhämatoxylin, Azocarmin) verwendet man zwei saure Farbstoffe. Um eine gute Anfärbung aller Strukturen zu erreichen, werden die sauren Farbstoffe meist in einem Bereich von pH 1.5 bis 3 angeboten. Einer feindispers (dringt in sämtliche Strukturmaschen) einer grobdispers. Man unterbricht die Färbung solange der grobdisperse Farbstoff die feinen Strukturen noch nicht erreicht hat (Färbezeit einhalten). 

EVG

Elastica van Gieson

-Resorcin-Fuchsin färbt elastische Fasern (strukturdichteste Anteile im Orgnanismus). Bestehen aus Elastin und Fibrilin und sind stark sauer. Resorcin=Beize, Fuchsin=basischer Farbstoff. 

Feindispers, regressiv, löslich in Ethanol

-Weigert´s Eisenhämatoxylin: Hämatoxylin + Eisensalz= Farblack, basisch (positiv geladen) bindet an saures (negativ geladenes) Kernchromatin.

-Bläuen: pH von 3 zu 7 bewirkt Farbänderung von rot zu blau. 

-Pikrofuchsin: Färbt Muskeln, Zytoplasma(feindisperse Pikrinsäure) und Bindegewebe(grobdisperses Säurefuchsin). Säurefuchsin ist wasserlöslich, Pikrinsäure löslich in Ethanol. Es wird progressiv gefärbt.

Mass-Tri

-Bouin: Umfixierung von formalinfixiertem Gewebe und Beize. 

-Weigert´s Eisenhämatoxylin: basischer Farbstoff, färbt saures Kernchromatin

-Bläuen: pH 3 zu 7 bewirkt Farbänderung von rot zu blau.

-Ponceau-Fuchsin: zwei feindisperse Farbstoffe zur Anfärbung von Muskeln und Zytoplasma. 

-1% Essigsäure zur deutlicheren Farbabstufung und Transparenz

-Phosphorwolframsäure: grobdisperses Differenzierungsmittel, das feindisperse Farbstoffe (Ponceau-Fuchsin) aus den groben Strukturmaschen (Bindegewebe) verdrängt. Dient gleichzeitig auch als Beize.

-Fastgreen: grobdisperser Farbstoff zur Darstellung von Bindegewebe

Azan

-Azocarmin-Lsg: saurer Kernfarbstoff, der an die basischen Histone im Zellkern bindet. Bindet jedoch auch restliches Gewebe, was eine Differenzierung nötig macht. Der Farbstoff bindet jedoch aufgrund dem hohem Gehalt an basischen Proteinen fester im Kern.

-Alkoholischen Anilin-Lsg.: Differenzierungslösung, stärker als Phosphorwolframsäure. Entfernt Azocarmin aus restlichem Gewebe ausser Kern. 

-Essigsaurer Alkohol: Stoppt die Differenzierung durch Alk.-Anilinlösung. Die Säure führt zu Salzbildung mit dem Anilin.

-Phosphorwolframsäure: Beizen und grobdisperses Differenzierungsmittel. 

-Anilinblau-Orange g: zwei Farbstoffe. Anilinblau ist grobdispers und färbt das Bindegewebe. Orange g ist feindispers und färbt die Muskeln und das Cytoplasma. 

 

chemische Färbung

Färbung läuft unter chemischen Reaktionen ab. 

PAS, Ag-Meth, Gomori, Fe

Physikalische Färbung

-Löslichkeit

-Dispersität

Chemisch-Physikalische Färbung

-elektrostatische Adsorption

-Grenzflächenadsorption

-Progressive Färbung: Färben bis zum Optimum

-regressive Färbung: Überfärben und anschliessend Diefferenzieren

 

Simultan Färbung

mehrere Farbstoffe werden gleichzeitig angeboten. Es kommt zur differenzierten Anfärbung unterschiedlicher Gewebestrukturen mit den einzelnen Farbstoffen. 

Succedan-Färbung

Mehrere Farbstoffe werden nacheinander angeboten.

Differenzierung

überschüssige Farbe wird herausgewaschen. Die Differenzierungslösung ist schnell und gründlich auszuwaschen, da sie sonst noch weiter entfärbend wirden kann. 

Bläuen

Hämateinlack gefärbte Schnitte werden nach der Differenzierung in Leitungswasser gewässert. Unter einem pH Wert von 3 sind die gefärbten Teile rot. Mit zunehmenden pH Wert werden sie violett und schliesslich blau (Farbumschlag). Dieser Effekt kann durch Zugabe von Lithiumkarbonat oder Ammoniak noch schneller erreicht werden.

Nachweis von Eisen

Berlinerblaureaktion kann nur Fe3+ (Hämosiderin) darstellen. Nachweis ist erst einige Wochen nach Abbau des Hämoglobins möglich (Wichtig bei Gewebeeinblutungen durch Verletzungen).

Anwendung bei: Hämolysen, KM, Hämochromatose (Enzymdefekt: zu viel Eisen wird im Dünndarm aufgenommen), Linksherzinsuffizienz > Rückstau in Lunge, Versicherungsfälle

Immer einen Kontrollschnitt. Lösung erst kurz vor Gebrau herstellen, keine Metallpinzette verwenden, kein Leitungswasser.

Ag-Meth

Silber-Methenamin: versilbert Basallamina > typische Nierenfärbung

-1% Perjodsäure: oxidiert vorhandene Hydroxylgruppen der Polysaccharide zu freien Aldehydgruppen. 

-Silberlösung: Silbersalz lagert sich an die freien Aldehydgruppen  an. (Mikrowelle, kontrolle unter Mik)

-Choldchlorid: Silber wird in Silberchlorid überführt und metallisches Gold schlägt sich anstelle des Silbers nieder da es stabiler ist.

-Natriumthiosulfat: Nicht reduzierte Silberionen werden gebunden und entfernt. Verhindert Nachschwärzen. 

-Fastgreen: grobdisperser Farbstoff zur Darstellung von Bindegewebe. 

Gomori

Darstellung von retikulären Fasern. Silbersalze werden durch eine starke Lauge in Silberoxid umgewandelt. Dieses Silberoxid fällt in der stark alkalischen Lösung als schwarzer Niederschlag aus. Durch Tropfenweises zufügen von Ammoniak, werden durch die Anlagerung an Schwermetalle (Silber) komplexe Anionen gebildet. Es entsteht ein Diaminsilberoxid, welches sich an die freigesetzten Aldehydgruppen (der retikulären Fasern) anlagert. 

-Kaliumpermanganat: Vorbehandlung. Oxidation des Gewebes. Aldehydgruppen werden freigesetzt, welche dadurch fähig werden metallisches Silber zu binden. Lösung sollte violett sein.

-Kaliumdisulfit: löst den Farbstoff Kaliumpermanganat aus dem Schnitt. Sonst wärre alles zu dunkel. Schnitt sollte wieder farblos werden. 

-Eisenalaun: sensibilisierung. An dem Ort der Versilberung wird mit einer ersten Metallsalzlösung an den Strukturen eine Sensibilisierung vorgenommen (Fasern werden aufgeraut).

-Imprägnationslösung: Imprägnation. Das Silbersalz lagert sich in Form von Diaminsilber an die freien Aldehydgruppen des Gewebes.

-Formaliin: Reduktion. Formalin entreisst dem Komplex den Sauerstoff, das Silber wird metallisch umgewandelt, die Fasern erscheinen braun. Schnitt erscheint makroskopisch dunkel.

-Goldchlorid: Tönen. Silber wird in Silberchlorid überführt und metallisches Gold schlägt sich anstelle des Silbers nieder. Der Goldchloridniederschlag ist stabiler, die bräunlichen Fasern werden schwarz.

-Kaliumdisulfit: Silber- und Goldsalze werden wasserlöslich gemacht und ausgespült (überschüssige Ionen werden weggespült).

-Natriumthiosulfat: Fixation. Die nicht reduzierten Silberionen werden gebunden und vom Gewebsschnitt entfernt. Dieser Schritt verhindert eine Nachschwärzung, da die Silberreduktion allein durch Licht ebenso ausgelöst werden kann. Ein zu langes stehen lassen entfärbt die Fasern wieder. 

-Kernechtrot: Kernfärbung. Bindet an negatives geladenes Chromatin.

Resektat

Ganzes Organ wir entnommen

Exzisat

Nur ein Teil des Organs wir untersucht.

Biopsie

Feinnadelpunktion

Étudier