Heterogene Lerngruppen - Beutel
Master - LABG 2009 - Lehramt Grundschule - 1. Semester
Master - LABG 2009 - Lehramt Grundschule - 1. Semester
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Flashcards
2. Vorlesung
Mesoebene: Einzelschule
Was kennzeichnet eine reformstarke Schulpraxis einer Schule?
- Lern- und Lebensbedürfnisse der SuS stehen im Mittelpunkt
- Wertschätzug von Heterogenität
- Minimierung von Prüfungen/ Selektionsanlässen zugunsten von Förderung/gemeinsamen Erfahrungen
- Sicherung von Lernerfolg/Abschlüssen für Alle
- SuS arbeiten selbstständig und kooperativ
- Flexibler und auf Individuen eingehender Unterricht
Welches ist nach Weinert die gelungendste Reaktionsform auf die Lern-/Leistungsunterschiede von Schülern?
Welche weiteren Reaktionsformen nennt er?
Passive R.= Ignorieren der Unterschiede
Substitutive R.= Schüler an Unterricht anpassen
Aktive R.= Unterricht an lernrelevanten Unterschiede der Schüler anpassen
Proaktive Reaktionsform= Gezielte Förderung der einzelnen Schüler durch adaptive Gestaltung des Unterrichts
2. Vorlesung
Gute Gestaltung von Unterricht zeichnet sich aus durch:
- Diagnostische Werkstätten
- Individualisierung und Differenzierung
- Neue didaktische Formate
- Paten- und Expertenformate
- Vorbereitete Lernumgebung
- Profilangebote
- Lernbegleitung
- Feedbackkultur
- Lernförderliche Leistungsbeurteilung
- Diff. Hausaufgabenpraxis
13. Vorlesung
Nenne die 4 Grundprinzipien der KRK?
4. partizipation/ Beteiligung und verantwortungsübernahme --> Recht auf gehör
1.Gleichheit/nicht-Diskriminierung
2. Gewaltfreiheit/ Schutz
3. Förderung/ potenzialentwicklung
13. Vorlesung
Kinder haben neben den Grundrechten das Recht....
01 nicht benachteiligt zu werden
02 gesund zu leben, Geborgenheit zu finden und keine Not zu leiden
03 bei ihren Eltern zu leben und von Ihnen gut betreut zu werden
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3. Vorlesung
Nenne Konzepte "guter Grundschulen"
verbindliche Kooperationen im Elementar- und Primarbereich mit Förderangeboten
schulzeitbegleitende Portfolios in gemeinsamer Lehrerverantwortung
verbindliche Kooperationsstrukturen im Kollegium
Zielvereinbarungen mit Zeitrahmen
Kompetenzbasierte Zeugnispraxis
u.v.m.
5.Vorlesung
Instrumente der Lernbegleitung
Lerntagebuch Lernlandkarte
Logbuch Portfolio
Studienplaner Kompetenzraster
Lerngespräche
5. Vorlesung
Unterschied zwischen summativer und formativer Leistungsbeurteilung
summativ: Notenzeugnis, Klausuren, Tests
formativ: Berichtszeugnis, Portfolios, Lerntagebücher... Formen des feeding forward
5. Vorlesung
Vorteile von Instrumenten der Lernbegleitung
- zeigen Lernwege auf
- steigern die Selbstreflexion (Reflexion eigener Kompetenzen)
- geben Strukturierungshilfe
- dienen diagnostischen Prozessen (unterstützen die Lernplanung und die Unterrichtsevaluation)
- sind Elemente des konstruktivistischen Lernens (sichern Mitsprache bei Leistungsbeurteilung)
6. Vorlesung Text Reinhardt
Nenne 3 Messverfahren für Schulqualität
1. Qualitätszentrierte Schulentwicklung
Ermöglicht die Systematisierung, Evaluation, Dokumentation der Arbeit
2. SEIS
Steht für selbstevaluation in Schulen, ist computergestützt
3. Qualitätskriterien des deutschen Schulpreises
6. Vorlesung Text Reinhardt
Was ist das Besondere an einem Portfolio für Grundschüler?
Kinder stellen selbständig ihren Lernprozess und ihre Lernprodukte dar.
Grundlage für die Darstellung und den Nachweis von Kompetenzen
7.Vorlesung
Aus welchen Kompetenzen setzt sich Lernkompetenz zusammen?
Methodenkompetenz
Fachkompetenz
Selbstkompetenz
Sozialkompetenz
7.Vorlesung
Bezugsnormen für Bewertungen
Soziale Bezugsnorm - orientiert sich an der Leistung der Mitschüler- nicht wünschenswert
curriculare/Kompetenzbasierte Bezugsnorm
individuelle Bezugsnorm - orientiert sich an vorangegangener Leistung
7.Vorlesung
Wann begann die Reformpädagogik?
Anfang des 20. Jahrhunderts, Geburt des offenen Unterrichts, Schlüsselperson Ellen Key
7.Vorlesung
!Verbindliche Kriterien für Berichtzeugnisse!
- Bezugsnormen :curriculare und individuelle
- Adressatenbezug-Kind ansprechen, Eltern zweitrangig
- Kompetenznachweis:Bezug zum Lehrplan
- Varianz der Zeitform
- Förderliche Hinweise
- Zielvereinbarungen
- Diktion-kindgerechte Sprache
- Attribuierung-nicht in Junge/Mädchenmuster verfallen, sondern Kompetenzbasiert
- Individuelle Lernplanung
8. Vorlesung
Nenne die wichtigsten Studien zu Berichtzeugnissen mit ihren 5 Kritikpunkten
78 zwei Studien: Schmack und Schmidt, Ergebnis: Qualität sehr schlecht, stereotyp und undifferenziert
85 zwei Studien: Scheerer und Benner: Scheerer arbeitete erstmals mit einem Texterfassungssystem
Studie von Benner durfte nicht veröffentlicht werden, da die Reform noch zu frisch war für die Kritik
4 Zeugnisformen wurden formuliert: schönes Z., normatives Z.(reiner Curricularbezug), deskriptives Z.(rein beschreibend) und entwicklungsbezogenes Z.
96: Lübke: Qualitätssichernde Maßnahmen werden erstmals beurteilt
96: Valtin: zum Schulwechsel werden von Eltern Noten gefordert
97: Lehmann: Eltern mit hohen Bildungsabschlüssen tolerieren Berichtzeugnisse auch am Ende der 4. Klasse. Weist auf ein Problem hin. Die Zeugnisse müssen für alle verständlich und akzeptabel sein!
8. Vorlesung
Wann war die Grundschulreform und was hat sie bewirkt?
Anfang der 80iger
Abschaffung der Noten in der Schuleingangsphase (74), Einführung erster Berichtzeugnisse, ab 76 Formulierungshilfen für Zeugnisse
9.Vorlesung
wichtige Aspekte des Sprachsensiblen Unterrichts
- geht von Sprachstand des Schülers aus
- knüpft an Vorwissen an
- ermöglicht echte Kommunikation
- aktiviert die Erstsprache
10. Vorlesung
Welche Funktionen haben Leistungsbeurteilungen?
- Pädagogisches Förderungsmedium des Lernens (Als Beschreibungen orientieren sie über den indiv. Leistungsstand und Möglichkeiten zu dessen Verbesserung)
aber auch
2. Disziplinierungs- und Selektionsmedium (als Bewertung)
10. Vorlesung
Nenne das vorrangige Erziehungsziel einer demokratischen Schule
Nicht Anpassung und Gehorsam sondern Mitbestimmung und Selbstverantwortung
10. Vorlesung
Die Notenvergabe birgt Fefahren der Systematische Verzerrung durch:
Soziale und ethnische Herkunft, Geschlecht, Verhaltensauffälligkeiten und persönliche Sympathie
10. Vorlesung
Ziel des Drei-Experten-Gesprächs statt Elternsprechtag
Überwindung von Belehrung,
einseitiger Perspektive und
Oberflächlichkeit in der Rückmeldung
10. Vorlesung
Lernlandkarten, Logbücher und Einschätzungsbögen
Was leisten diese Instrumente?
Welche Beratungsaufgaben gehören für uns dazu?
Wie können wir diese realisieren
Diskurtive Leistungsrückmeldung. Die SuS lernen Eigenverantwortung für ihr Handeln zu übernehmen
Vorlesung 11
Die Konstruktive Lernarbeit lässt sich grob in drei Ebenen aufteilen. Benenne/Beschreibe diese und gib Beispiele zur Umsetzung(wer lenkt sie)
Äußere Rhytmisierung (Die Schuleinheitlich festgelegte Strukturierung)
--> Gelenkt durch das System
Innere Rhytmisierung (Interne Lernstruktur innerhalb des Unterrichts7der außerunterrichtlichen Angebote)
--> Gelenkt durch die unterrichtende Lehrkraft/dem päd. Personal
Individuelle Rhytmitisierung (Individuelle Ausrichting auf den einzelnen Schüler
--> Gelenkt durch das Kind
10. Vorlesung
Was bedeutet eine partizipative Lernbegleitung für unser Unterrichtskonzept?
Rückmeldung und Hilfestellung
Portfolio
Eigenverantwortlichkeit der Schüler stärken
Schüler in Planung mit einbeziehen
(Partizipation = Beteiligung, Mitbestimmung und Mitwirkung)
11. Vorlesung
!!! Welche 5 Verstöße gegen Bildungsgerechtigkeit gibt es nach Edelstein?
- Diagnostische Kompetenz/Inkompetenz der Lehrer
- Überbewerteter Sprachhabitus der SuS
- Vorurteile gegen Migranten
- Beteiligung/ Benachteiligung im Unterricht
- Ergebnisstandards anstatt Prozessstandards
11. Vorlesung
Nenne die 3 Ebenen der konstruktiven Lernarbeit
1. Äußere Rhythmisierung - schuleinheitlich festgelegte Struktur
2. Innere Rhythmisierung - interne Lernstruktur in Klassen, von Lehrer bestimmt
3. individuelle Rhythmisierung - individuelle Steuerung der Lernprozesse durch Kind, in Abstimmung mit Lehrer
2. Vorlesung
Was bezweckt Heterogenität?
Konstruktion und Abbau von Ungleichheiten
Anerkennung von Vielfalt als grundlegende Voraussetzung für indiviuelle Förderung
Vielfalt als Bereicherung
2. Vorlesung
Nenne 3 Indikatoren für Ungleichheiten im Bildungssystem
Bildungsbeteilugung - Ausländer an Hauptschulen
Bildungsabschlüsse - Mädchen machen Abi
Leistung - Deutsche machen Abi
6. Vorlesung
Was versteht man unter Service Learning?
Projekte, die die moralische Handlungskompetenz stärken