Herzkreislauf und Lunge 5 + 6

5 Periphere arterielle Verschlusskrankheit (Gefässerkrankung 2) 6 Schlaganfall, cerebrovaskulärer Insult FS15 M2

5 Periphere arterielle Verschlusskrankheit (Gefässerkrankung 2) 6 Schlaganfall, cerebrovaskulärer Insult FS15 M2


M. VA.
Diese Lernkarten behandeln die Zusammenhänge zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenfunktion auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Schlaganfälle, periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), deren Stadien, Diagnostik und Therapie, sowie auf die Auswirkungen von Training und Medikamenten. Besonders betont werden Gehtests, der Knöchel-Arm-Index (ABI) und die Bedeutung von Bewegung für Betroffene. Medizinstudenten und Fachkräfte profitieren von diesen Karteikarten, um ihr Verständnis für die Pathophysiologie und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vertiefen.
Karten
37
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
10.06.2015 / 21.06.2022

Flashcards

Was ist der ABI?

Ankle Brachial Index

Verhältnis von BD von Fussgelenk zum Arm.

Beim Ankle oft verstärkt, deshalb tieferes Verhältnis

pAVK Stadium 1

Beschwerdefreiheit (Placques im Ultraschall sichtbar)

pAVK Stadium 2

Claudicatio intermittens = zeitweise Hinken

pAVK Stadium 2a

Schmerzfreie Gehstrecke über 200m

pAVK Stadium 2b

Schmerzfreie Gehstrecke unter 200m

pAVK Stadium 3

Ruheschmerz

weil Perfusion hier schon so stark --> Schlafen im Stuhl

pAVK Stadium 4

Gangrän = Gewebs-Nekrose

= tote Extremität, Amputation

Was kann bzgl. Placque-Verteilung und Extremitäten gesagt werden?

Normalerweise keine Placques in den Armen, wenn weiss dann Stenose.

Treten nur in den Beinen auf

Klassifikation Knöchel-Arm-Index ABI

>1.3 inkompressibel (Mediakalzinose = Diabetes)

0.91-1.3 normal

0.41-0.9 leichte-mittelschwere pAVK

<0.40 kritische Ischämie (Ruheschmerz, ab hier kritisch)

ab welchem ABI-Wert spricht man von einer klinisch schweren pAVK?

unter 0.5

Bedeutung ABI >1.3

inkompressibel (Mediakalzinose = Diabetes)

Bedeutung ABI 0.91-1.3

normal

Bedeutung ABI <0.40

kritische Ischämie (Ruheschmerz, Läsion)

ab hier kritisch

Zusammenhang ABI und kardiovaskuläre Ereignisse

je schlechter ABI, desto mehr kardiovaskuläre Ereignisse entstehen.

wichtiger Prädikator für verfrühtes Sterben.

starker Zusammenhang!

Wie wirken Prostanoide?

vasodilatierend

zirkulationsfördernd

Wovon ist der Bypass-Erfolg abhängig?

Abflussgeschwindigkeit

Möglichkeit der Stenosen in Arterie

was wird bei der perkutanen transluminalen Angioplastie gemacht?

Erweiterung eines verengten Gefässes

Bei wievielen Patienten % ist eine Ballondilatation / Stentimplantation / Atherektomie bei pAVK möglich?

36%

Aussage bzgl. Restenoserate nach Dilatation langstreckiger Veränderungen?

im Unterschenkel im Langzeitverlauf günstiger  als im Oberschenkelbereich

pAVK: bei welchem Typ ist Fahrradergometrie mit kardialer Ausbelastung möglich?

bei peripherem Typ.

limitierend ist nur Oberschenkel und Glutealmuskulatur, nicht Wadenmuskulatur

pAVK: Ablauf Laufdiagnostik konstanter Gehtest

Geschw. 3.0 km/h konstant

Laufbandneigung 12% (simuliert 11 km/h)

Abbruch: claudicatio-bedingt, spätestens nach 1000m, ab da kein Interventionsbedürfnis

pAVK: Bewertung der Gehstrecke beim Gehtest

<100m schwer eingeschränkt

100-300m mittelschwer

>300-500m walking through, Schmerz wird überlaufen

Knöchelarteriendruck bei echter, leistungsbegrenzender Claudicatio?

Knöchelarteriendruck <50 mmHG bei Abbruch

Knöchelarteriendruck bei Pseudoclaudicatio

Knöchelarteriendruck über 50 mmHG. Druck regeneriert sich gleich wieder nach Belastungsstop

Ablauf Gehtest 6min in der Ebene

Geschw. 6 km/h

Strecke mind 30m, so viele Abschnitte wie möglich in 6min

 

pAVK: Vergleich Ergebnisse Arm- vs. Laufbandergometer vs. Kombitraining

Armergometrie und Laufbandergometrie gleiche Gehstreckenverbesserung.

Kombinationsansatz schlechter, ungeklärt.

gleiche Verbesserung auch bei selbem Trainingsumfang

gleiche Verbesserung bei schmerzfreier Gehstrecke

Begleiterscheinungen der pAVK

schwerfälliges/breites Gangbild

vermehrt Lumbalgien

schlechtere Gangökonomie

pAVK Primärtyp der Intervention

Walking.

Ausdauer, Kraft und Balance aber auch wichtig!

Unterschiede TIA vs. Schlaganfall

TIA - flüchtige Blindheit, 70% aller TIAs innerhalb einer Stunde.

Schalganfall - mit retinalem Infarkt und mehr als 24h = Evidenz Infarkt

Hirnschlagsyndrome und Diagnose der ACI (A. caroti Interna)

Gerinnsel > arteriosklerotische Placques.

z.B.halbseitiger Gesichtsausfall

je grösser Infarktregion, desto grösser Sterberisiko

Ursachen eines Schlaganfalls

Blutungen

grosse Gefässe (makroangiopathisch)

kleine Gefässe (mikorangiopathisch)

Vorhofflimmern (kardiogene Embolien)

Ruptur eines Gefässes (andere Gründe)

Rezidivrisiko nach Schlaganfall

40% mit späterem tödlichen Herzinfarkt

13% im Jahr des Schlaganfalls

5% pro Jahr danach

Wie wirken Statine zur Schlaganfallprävention?

senken Cholesterin, damit arteriosklerotische Last

Studie Luft et al. 2008 Laufbandtraining vs. Dehnprogramm

Hirnperfusion verbessert

verbesserte Gehfähigkeit nach Schlaganfall. deutlich trainierbarer VO2 Peak

Studie Enzinger et al. 2008 Laufbandtraining nach Schlaganfall

deutliche Verbesserung Gehfähigkeit durch kleine Intervention (4W, 4-5min 3x/Woche).

Verbesserung Gehirnperfusion in allen Arealen, auch auf kontralateralen Seite durch bessere Stickstoff-Verfügbarkeit.

Korrelation mit 2min Gehtest und Durchblutung in betroffener/nicht-betroffener Seite

Studie Quaney 2009 Fahrradergometertraining

70% max HR vs. Dehnprogramm

Verbesserung gezielt und verstärkt Greifen zu können.

--> Adaptation auch auf anderer Ebene als Gehfähigkeit möglich!

Globas et al. 2012 HIT-Training und Schlaganfall

erhöhte VO2max + grössere Strecke im 6min Gehtest.

deutliche Steigerung in maximaler Geschwindigkeit.

bessere körperliche Balance.

 

Study