Herz MGL 450

Ausbildung NHP

Ausbildung NHP


A. J.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Anatomie und Physiologie des Herzens, einschließlich seiner Struktur, Funktion und Mechanik. Sie behandeln Themen wie die Erregungsleitung, die Herzklappen, die Blutversorgung und die Anpassung an unterschiedliche Leistungen. Ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Verständnis der Herzfunktion vertiefen möchten.
Karten
25
Lernende
39
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
21.07.2016 / 12.06.2025

Lernkarten

Aufbau und Funktion des Blutkreislaufsystems

ist ein Transportsystem, transportiert werden

  • Atemgase: O2 und CO2
  • Nährstoffe
  • Abfallstoffe
  • Hormone
  • Abwehrzellen und Antikörper
  • Wärme

Das Herz-Kreislaufsystem besteht aus:

  • dem Herzen
  • den Gefässen: Arterien, Venen, Kapillaren
  • dem Blut

 

Funktion des Herzens

  • Saug-Druck-Pumpe
  • zur Blutbeförderung in den Kreislauf eingeschaltet

Lage, Grösse und Gewicht des Herzens

  • faustgross, abgerundete Kegelform
  • liegt im Mediastinum zwischen den Lungenflügeln, direkt hinter dem Brustbein
  • 1/3 rechts, 2/3 links der Medianlinie
  • die Herzbasis hat direkten Kontakt mit dem Diaphragma
  • dorsal grenzt das Herz an die Aorta und den Oesophagus
  • Gewicht: 250-300g (Sportler bis 500g)

Lage, Namen und die Anatomie des Klappensystems

  • im Herzen befinden sich 4 Klappen
    • 2 Segelklappen- verhindern das Zurückfliessen dess Blutes von den Kammern in die Vorhöfe
      • Trikuspidalklappe- dreizipflig, zwischen re. Vorhof und re. Kammer
      • Mitralklappe- zweizipflig, liegt zwischen dem li. Vorhof und der li. Kammer
    • 2 Taschenklappen- verhindern das Zurückfliessen des Blutes vom Kreislauf in die Kammern
      • Pulmonalklappe- liegt zwischen der re. Kammer und der Pulmonalarterie
      • Aortenklappe- liegt zwischen li. Kammer und Aorta

Bedeutung der Klappenebene

  • nicht durchlässig für elektrische Impulse

Schichten der Herzwand

  • Endokard
    • Epithelschicht
    • Elastische Fasern
    • Bildet die Herzklappen
  • Myokard
    • Muskelschicht (links dicker)
    • Arbeitet selbständig
  • Epikard
    • Herzbeutel
    • mit Myokard verbunden
  • Perikard
    • äussere Schicht Herzbeutel
    • mit Umgebung verwachsen
  • Epikard und Perikard bilden Bindegewebige Umhüllung = Herzbeutel
  • gibt dem Herz durch eine schmale Gleitschicht freie Bewegungsmöglichkeit

Blutversorgung des Herzmuskels

  • das Herz wird über die Koronararterien mit Blut versorgt
  • rechte und linke Koronararterie
  • Aus der linken KA geht der Ramus interventricularis zur Herzspitze ab (oft verstopft)

Funktionelle Endarterien

  • bei den Koronararterien handelt es sich um funtkionelle Endarterien
  • dies sind arterielle Gefässe, die keine Querverbindungen (Anastomosen) zu anderen Arterien besitzen
  • bei Verschluss einer Endarterie kann ihr Versorgungsgebiet somit nicht von einer anderen Arterie übernommen werden
  • unterversorgte Muskelbereich geht somit zugrunde = Infarkt

Reizbildungs- und Reizleitungssystem des Herzens und physiologischer Erregungsablauf

  • Sinusknoten (Reiz ist von elektrischer Natur)
  • AV-Knoten
    • liegt in der bindgewebigen Klappenebene
    • leitet den elektrischen Reiz von den Vorhöfen zu den Kammern (zeitl. verzögert, Vorhöfe kontrahieren vor Kammern
    • der elektrische Impuls gelangt zum
  • His-Bündel, der sich in den
  • rechten und linken Tawara-Schenkel  in der jeweiligen Herzhälfte verzweigt
  • dann wird die Erregung über die Purkinje-Fasern in die Kammermuskulatur geleitet = Kontraktion

 

Sinusknoten

  • Herzschrittmacher
  • bildet den Reiz zur Kontraktion (elektrischer Natur)
  • befindet sich in der Wand des rechten Vorhofs, am Übergang zur oberen Hohlvene
  • kann spontan elektrische Spannungsänderungen erzeugen = Autorhythmie
  • 60-80 Schläge/min.

Ersatzschrittmacher

  • AV-Knoten, His- Bündel: 40-50 Schläge/min.
  • Tawara-Schenkel, Purkinje-Fasern: 20-30 Schläge/min.

Herzmechanik

Systole = Kontraktionsphase des Herzens - Anspannungsphase/Austreibungsphase

Diastole = Erschlaffungsphase des Herzens - Entspannungsphase/Füllungsphase

Anatomie des Herzens

  • 2 Ventrikel ((Kammern)
  • 2 Vorhöfe (Atrium)
  • 2 Taschenklappen (Aorten- und Pulmonalklappe)
  • 2 Segelklappen (Trikuspidal- und Mitralklappe)
  • Septum
  • Papillarmuskeln

Die beiden Herztöne den entsprechenden Herzaktionen zuordnen

1. Herzton

  • entsteht zu Beginn der Systole
  • entsteht als Anspannungston der Muskulatur und
  • den beim Verschluss der Segelklappen
  • sowie der Anspannung um das nicht zusammenpressbare Blut

2. Herzton

  • entsteht zu Beginn der Diastole
  • er ist hell und laut
  • entsteht durch den Klappenverschluss der beiden Taschenklappen, nach erfolgten Bltuauswurf aus der Kammer
  • normalerweise lauter als der 1.Herzton

 

Den Begriff Saug-Druck-Pumpe für das Herz erklären

  • in der Kammersystole wird die Ventilebene gegen unten, d.h. gegen die Herzspitze gedrückt
  • bei der Kammerdiastole wird die Ventilebene in die andere Richtung geschoben
  • dadurch wird im Herz eine Druck-/Sog- Wirkung erzeugt
  • deshalb kann das Herz mechanisch auch als Druck- Saug- Pumpe betrachtet werden

Herzfrequenz

  • 60-80 Schläge/min.
  • bei Säuglingen 130 Schläge/min.

Schlagvolumen

  • ca. 70ml Blut werden pro Systole in die Aorta und in die Lungenarterie gepumpt

Herzzeitvolumen

  • = Schlagvolumen x Herzfrequenz (Schlagfrequenz)
  • in Ruhe werden ca. 5 Liter Blut/min., d.h. pro Tag ca. 7500 Liter, in den Körperkreislauf gepumpt

Die übergeordneten Zentren, welche die Herzfuntion beeinflussen

  • Vegetatives Nervensystem (Sympathikus, Parasympathikus)
  • Hormonsystem (-haushalt)

Wirkungen des Sympathikus und Parasympathikus auf die Herztätigkeit

Sympathikus:

  • aktiviert über ß-Rezeptoren die Herztätigkeit, d.h. er erhöht die Schalgfrequenz (Chronotropie) und die Schlagkraft (Inotropie)

Parasympathikus

  • hemmt die Herztätigkeit und bewirkt eine Verminderung der Schlagfrequenz (Chronotropie) und Schlagkraft (Inotropie)

Qualitäten des Herzens

  • Inotropie = Kraft des Herzmuskels (Schlagkraft)
  • Chronotopie = Häufigeit (Frequenz)

Anpassung des Herzens an unterschiedliche Leistungen und Sauerstoffbedürfnisse des Körpers beschreiben

  • mehr Leistung = mehr Frequenz = mehr Volumen = höherer Sauerstoffbedarf
  • funtkioniert über vegetatives Nervensystem und Hormone

Mediastinum

  • Mittelraum des Brustkorbes

Kardiologie

  • Lehre vom Herzen

Warum macht die komplizierte Erregungsleitung mti dem zwischengeschalteten AV-Knoten Sinn?

Zeitliche Verzögerung, um die Schlagabfolge von Vorhof und Ventrikel zu erreichen.

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