Antiarrythmika, Antihypertonika etc.
Antiarrythmika, Antihypertonika etc.
Antiarrythmika, Antihypertonika etc.
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Lernkarten
Endothelin-Antagonisten: WM, Wirkung
- antivasokonstriktorisch
- verringern den pulmonalen und den systemischen Gefässwiderstand
- höheres Blutfördervolumen ohne Erhöhung der Herzfrequenz
Indikationen
- Pulmonale arterielle Hypertonie
- Digitale Ulzerationen bei Patienten mit systemischer Sklerose und aktiver digitaler Ulzerationserkrankung
Herzrhythmus: Ursprung, bla
Schrittmacherzellen am Sinusknoten bilden Aktionspotentiale aus, die sich über Myokard ausbreiten.
→ elektrische Erregung wird in mechanische Kontraktion umgesetzt
• Aktionspotentialdauer = QT-Zeit
• lang anhaltende Aktionspotentiale: langsamer Herzrhythmus
• kurz anhaltende Aktionspotentiale: schneller Herzrhythmus
Antiarrhythmika: Indikation, WM, Einteilung
• zur Normalisierung des Herzrhythmus bei Bradykardie und Tachykardie
• Einteilung in nach Vaughan Williams in 6 Klassen (IA, IB, IC, II, III, IV)
• Wirkung beruht vor allem auf Blockade von Na+- K+- und L-Typ-Ca2+Kanälen
Klasse IA: Na+-Kanäle + K+- und Ca2+-Kanäle
Klasse IB: Na+-Kanäle (schnell)
Klasse IC: Na+-Kanäle (langsam)
Klasse II: β-Rezeptoren
Klasse III: K+-Kanäle
Klasse IV: Ca2+-Kanäle
Phasen und Ionenströme beim Aktionspotential im Myokard
Antiarrhythmika der Klasse I: WM, strukturelle Eigenschaften
blockieren ähnlich wie Lokalanaesthetika Bildung und Fortleitung von Erregung
• Angriff an Na+-Kanälen
• verlängern Refraktärzeit
• amphiphile Eigenschaften (lipophil aromatisch / protonierbarer N)
• Unterklasse IB: nur hochfrequente, unregelmäßige Aktionspotentiale werden blockiert (kurze Bindung: Ablösung in der Diastole)
• Unterklasse IA und IC: binden länger; blockieren auch reguläre Aktionspotentiale (proarrhythmisch!)
WM Klasse II der Antiarrhythmika
Beta-Blocker
Antiarrhythmika Klasse III (K+-Kanäle): Angriffsort
• blockieren hERG-Kanäle (spannungsabhängige K+-Kanäle)
• verlängern Aktionspotentiale und verlangsamen Herzschlag
• human Ether-A-Go-Go-Related Gene
• verhindern schnellen K+-Ausstrom
• Problem: viele Arzneistoffe binden an hERG und verlängern die QT-Zeit: Herzrhythmusstörungen!
• Verantwortlich für Arzneistoffbindung sind Tyr652 und Phe655: gehen π-πI nteraktionen mit Aromaten u. Kation-π-Interaktionen mit basischen Zentren ein.
• Terfenadin: H1-Antihistaminikum, bindet und blockiert hERG (Marktrücknahme wegen QT-Zeitverlängerung)
Sotalol: BV, HWZ, PPB
Antiarrhythmika: Klasse III
• Phenylethylaminstruktur, β-Blocker
• Sulfonamidstruktur bedingt β-sympatholytische Aktivität
• K+-Kanalblocker (Antiarrhythmikum)
• polar, geringe Plasmaproteinbindung
• geringer first-Pass-Effekt
• BV = 75-90%
• HWZ= 15 Std.
• einzige Substanz der Klasse
• nahe verwandt mit Isoprenalin bzw. Dichlorisoprenalin
Verapamil: WM, Wirkung, FPE, Metabolismus
Antiarrhythmika Klasse IV: L-Typ-Ca2+-Kanalblocker (Phenylalkylamin)
• vermindern Depolarisationsgeschwindigkeit langsamer Aktionspotentiale
• Verlangsamung des Herzschlags
• keine vaskuläre Präferenz, d.h. keine reflektorische Sympathikusaktivierung (wie bei DHP)
• als Racemat; S-Form jedoch wirksamer und nicht dromotrop
• First-Pass-Effekt (sehr lipophil), CYP3A4; Metabolismus der S-Form bevorzugt
• ausgeprägte Hemmung auf Sinus- und AV-Knoten (Risiko der Asystolie): negativ-chronotrop und dromotrop
Dopamin-Teilstruktur
Diltiazem: WM, Wirkung, Struktur, FPE
Antiarrhythmika Klasse IV: L-Typ-Ca2+-Kanalblocker (Benzothiazepin-Derivat)
• vermindern Depolarisationsgeschwindigkeit langsamer Aktionspotentiale
• Verlangsamung des Herzschlags
• keine vaskuläre Präferenz, d.h. keine reflektorische Sympathikusaktivierung (wie bei DHP)
• ausgeprägte Hemmung auf Sinus- und AV-Knoten (Risiko der Asystolie): negativ-chronotrop und dromotrop
• 2,3-cis (+)-Derivat wird therap. genutzt
• hoher First-Pass-Effekt
Welche Herzglykoside werden zur Therapie von Herzrhythmusstörungen genutzt? Wie wirken sie?
Digitoxin, Digoxin
sensibilisieren Barorezeptoren-Reflex
Magnesium als Antiarrhythmikum
• Wirkungsmechanismus unbekannt
• meist als MgSO4
Positiv inotrope Wirkstoffe: Indikation, Wirkung
• zur Behandlung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz → Wirkstoffe, die die Herzarbeit ökonomisieren und gleichzeitig negative humorale Kompensationsmechanismen aufheben
- steigern Kontraktionskraft und Kontraktionsgeschwindigkeit des Myokards
- erhöhen Verfügbarkeit von Ca2+ pro Kontraktion
- verbessern Empfindlichkeit kontraktiler Proteine gegenüber Ca2+
Positiv inotrope Wirkstoffe: verschiedene Klassen und deren Wirkweise
1. Herzwirksame Glykoside: blockieren Na+/K+-ATPase: Erhöhung der Na+- Konz. und damit geringerer diastolischer Ca2+-Austransport.
2. PDE3-Inhibitoren und Catecholamine: erhöhen cAMP und damit Aktivierung der PKA, die Ca2+-Kanäle phosphoryliert und damit öffnet.
3. Ca2+-Sensitizer: erhöhen Sensitivität des Myosins und Aktins in Kardiomyozyten gegenüber Ca2+.
Catecholamine: WM, Indikation
positiv inotrope Wirkstoffe
• stimulieren β-Rezeptoren (Gs) und aktivieren dadurch Adenylatcyclase (AC) → cAMP-Anstieg → PKA-Aktivierung und Phosphorylierung von L-Typ-Ca2+-Kanälen → Öffnungswahrscheinlichkeit der L-Typ-Ca2+-Kanäle erhöht.
• Phosphorylierung von Phospholamban (hemmt Ca2+-ATPase des SR): schnellerer Rücktransport von Ca2+ in SR → Erschlaffungsgeschwindigkeit erhöht.
• Adrenalin und Dopamin in der Klinik bei kardiogenem Schock und schwerer Herzinsuffizienz.
Phosphodiesterase-3-Inhibitoren: Wirkung, welche Subtypen an PDE-3 Inhibitoren gibt es und wo sind diese lokalisiert?
positiv inotrope Wirkstoffe
a) positiv-inotroper Effekt: selektive Hemmung der PDE-3 in Myokardzellen → erhöhten cAMP-Spiegel und PKA zur Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanäle: Ca2+-Einstrom beim Aktionspotential verstärkt.
b) vasodilatierender Effekt: PDE-3 Hemmung in glatten Muskelzellen
Zwei Substypen PDE-3:
a) PDE-3A: in Kardiomyozyten, glatten Gefäßmuskelzellen und Thrombozyten
b) PDE-3B: in Hepatozyten und Fettgewebe
Cilostazol
Phosphodiesterase-3-Inhibitor
a) positiv-inotroper Effekt: selektive Hemmung der PDE-3 in Myokardzellen → erhöhten cAMP-Spiegel und PKA zur Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanäle: Ca2+-Einstrom beim Aktionspotential verstärkt.
b) vasodilatierender Effekt: PDE-3 Hemmung in glatten Muskelzellen
Amrinon
Phosphodiesterase-3-Inhibitor
a) positiv-inotroper Effekt: selektive Hemmung der PDE-3 in Myokardzellen → erhöhten cAMP-Spiegel und PKA zur Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanäle: Ca2+-Einstrom beim Aktionspotential verstärkt.
b) vasodilatierender Effekt: PDE-3 Hemmung in glatten Muskelzellen
Enoximon
Phosphodiesterase-3-Inhibitor
a) positiv-inotroper Effekt: selektive Hemmung der PDE-3 in Myokardzellen → erhöhten cAMP-Spiegel und PKA zur Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanäle: Ca2+-Einstrom beim Aktionspotential verstärkt.
b) vasodilatierender Effekt: PDE-3 Hemmung in glatten Muskelzellen
Milrinon
Phosphodiesterase-3-Inhibitor
a) positiv-inotroper Effekt: selektive Hemmung der PDE-3 in Myokardzellen → erhöhten cAMP-Spiegel und PKA zur Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanäle: Ca2+-Einstrom beim Aktionspotential verstärkt.
b) vasodilatierender Effekt: PDE-3 Hemmung in glatten Muskelzellen