Herz

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M. E.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Anatomie und Funktion des Herzens, einschließlich seiner Kammern, Vorhöfe und Klappen. Sie decken Themen wie den Blutkreislauf, die elektrische und mechanische Herzaktion sowie die Blutversorgung des Herzens ab. Ideal für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die ihr Verständnis der Herzphysiologie vertiefen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
07.07.2016 / 11.06.2018

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Einführung Thema Herz

  • zentrale Pumpe des Kreislaufs
  • Blutgefässe und Herz bilden Herz-Kreislauf-System oder kardiovaskuläre System
  • Versorgt Körper mit Sauerstoff und Nährstoff
  • Abtransport von Stoffwechselprodukte und Kohlenstoffdioxid

Lage, Grösse und Gewicht des Herzens

  • Zwischen Lungen, im Thoraxraum welcher als Mediastinum bezeichnet wird
  • 2/3 in der linken, 1/3 in der rechten Brustkorbhälfte
  • Hinten kommt es an Speiseröhre und Aorta, Vorne an Hinterfläche des Brustbeins, unten sitzt auf Zwerchfell auf
  • Herzachse verläuft diagnonal -> rechts oben hinten nach links unten vorne
  • So gross wie geschlossene Faust
  • 310gr. beim Mann, 225gr bei der Frau

Anatomie des Herzens

  • Hohlmuskel
  • 4 versch. Innenräume r. und l. Vorhof (Atrium) und r. und l. Kammer (Ventrikel)
  • Septum trennt linke und rechte Herzhälfte
  • Vorhöfe werden durch Vorhofseptum und Kammern durch Kammerseptum getrennt

Rechtes Herz

  • sammelt nährstoffreiches aber sauerstoffarmes Blut aus Eingeweiden und der oeberen Körperhälfte - pumpt es in die Lunge (kleiner Kreislauf)

Linkes Herz

  • sammelt sauerstoffreiches Blut aus der Lunge und pumpt es zu den Körperorganen

Innenansicht

  • Atrium (Vorhof)
  • Ventrikel (Kammer)

Rechte Kammer

  • Form eines Halbmondes
  • im Innenraum viele vorspringende, dünne Muskelleisten und drei dickere Muskelzapfen = Papillarmuskeln
  • An Papillarmuskel hängt Triskuspidalklappe
  • Ausgang ist Lungenschlagader -> Blut fliesst in linke und rechte A. pulmonalis und dann in Lunge
  • Dort wo sich rechte Kammer in Lungenarterie öffnet befindet sich Pulmonalklappe

Linker Vorhof

  • Sauerstoffreiches Blut aus Lungen fliesst über vier horizontal verlaufende Vv. Pulmonales in linken Vorhof
  • Tür zur linken Kammer bildet Mitralklappe

Linke Kammer

  • stärkste und dickste Muskulatur des ganzen Herzens, 3x so dich wie rechts
  • An InnenflächeTrabekel und 2 Papillarmuskeln vorhanden
  • Blut wird von hier in Aorta gepumpt
  • Aortenklappe trennt Kammer von der Aorta
  • ähnlich aufgebaut wie Pulmonalklappe
  • lässt Blut nur in Aorta und nicht zurückfliessen

Herzklappen

  • Herzkammern haben Ein- und Ausgang
  • Eingänge führen von Vorhöfen in Kammern, Ausgänge leiten Blut in Aorta und Lungenschlagader
  • An diesen vier stellen sind Herzklappen
  • Klappe lässt sich nur in eine Richtung aufdrücken
  • Kommt Druck von der anderen Seite macht sie zu und versperrt weg
  • gesunde Herzklappen sorgen, dass Blut immer in richtige Richtung führt

Mitral und Trikuspidalklappe

  • Klappen zwischen Vorhöfen und Kammern bestehen aus dünnem weissem Bindegewebe
  • Heissen auch Vorhof-Kammer-Klappen oder AV Klappen
  • Linke Segelklappe hat 2 Segel -> Bikuspidalklappe
  • Rechte Segelklappe hat 3 Segel -> Trikuspidalklappe
  • Feine Sehnenfäden verbinden Segelzipfel mit Papillarmuskeln, dickeren Muskelzapfen in Herzkammern
  • Verankerung der Segel an Papillarmuskel verhindert, dass Segel bei Systole in Vorhöfe zurückschlagen

Aorten- und Pulmonalklappe

  • Klappen zwischen Kammern und grossen Schlagadern sind Taschenklappen, bestehen aus 3 taschenartigen Mulden
  • Wird Blut aus Kammer ausgetrieben, weichen Taschen auseinander, klappe wird geöffnet
  • Nach Austreibung füllen sich Taschen mit zurückströmendem Blut und schliessen dicht aneinander liegende Klappen
  • Blut kann so nicht mehr zurück fliessen

Blutversorgung des Herzens

  • Herzwand ist zu dick und kann daher nicht direkt mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden -> Diffusionsstrecke zu lang
  • Herzkranzgefässe (Koronargefässe) bilden eigenes Blutversorgungssystem
  • Da WAnddruck während Systole des Myokards sehr hoch ist wird Herz ausschlieslich in der Diastole mit Blut versorgt
  • Erhöhung der Herzfrequenz verkürzt Diastole, Herz wird am schlechtesten mit Blut versorgt wenn es am meisten Sauerstoff braucht
  • Herzkranzvenen verlaufen parallel zu Arterien und vereinigen sich in gemeinsamen Venenstamm (sinus coronarius) -> mündet in rechten Vorhof
  • Kammersystole presst Blut aktiv aus Venen in Richtung rechtem Vorhof
  • Verschluss der Herzkranzgefässe führt zu Herzinfarkt

Aufbau der Herzwand

  • Endokard ist innere Schicht, ca. 1mm dick, glatt damit Blut gut fliesst
  • Myokard ist Herzmuskelschicht und unterschiedlich dick, dickste Schicht der Herzwand, quergestreifte Muskulatur
  • Im linken Ventrikel ist sie 8-11mm dick, im rechten 2-4mm und in den Vorhöfen ca. 1mm
  • Perikard ist äusserste Schicht -> umschliesst Herz
  • Hat innere, seröse Schicht -> Produziert kleine Menge seröse Flüssigkeit -> ermöglicht aufeinanderreihen der Häute
  • Flüssigkeit wird in Perikardhöhle abgesondert, darauffolgend befindet sich äussere, seröse Perikardschicht, danach Perikardschicht aus Bindegewebe
  • Perikard und Epikard bilden Herzbeutel

Mechanische Herzaktion

  • Herz ist Ventilpumpe, arbeitet ähnlich wie Blasebalg (Druck-Saugmechanismus)
  • Systole beginnt mit Anspannungsphase, alle Herzklappen sind geschlossen
  • Ventrikeldruck nimmt so lange zu, bis Druck in Aorta bzw. Pulmonalarterie übersteigt
  • Erster Herzton entsteht durch Verformung der Kammermuskulatur und Schluss der Segelklappen
  • Wenn Drücke in Ventrikeln grösser werden als in grossen Arterien öffnen sich Taschenklappen und Austreibungsphase folgt

Systole
 

Muskelanspannungs- und Auswurfsphase

Diastole

Muskelerschlaffungs- und Füllungsphase

Elektrische Herzaktion

  • Herz arbeitet autonom, schlägt auch ausserhalb vom Körper
  • Herzaktion wird vom Nervensystem sowie Stress- und Schilddrüsenhormon moduliert, Takt wird nicht beeinflusst
  • Erzeugt und geleitet wird Erregung in speziellen Herzmuskelzelle, stehen untereinander in elektrischer Verbindung

Reizleitungssystem des Herzens

  • kann autonom aufgrund von Austausch von Natrium und Kalium Spannungswechsel erzeugen, geht vom  Sinusknoten aus
  • Dieser Strom wird an AV-Knoten weitergeleitet
  • AV-Knoten hat Eigenfrequenz und wirkt wie Zeitverzögerer, Vorhöfte können sich vor Ventrikel kontrahieren
  • AV-Knoten leitet Erregung weiter zum HIS-Bündel
  • HIS-Bündel sehr kurz, verläuft am Boden des rechten Vorhofs in Richtung Kammerscheidewand, teilt sich dort in rechten und linken Kammerschenkel -> Tawara-Schenkel genannt

Blutdruck

Kraft die das blut auf die Gefässwände der Arterien und Venen ausübt

Perfundieren

durchströmen

Mittlerer Druck

Mittlerer arterieller Druck zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck

Tachykardie

Puls mit mehr als 100 Schlagen/Minute

Bradykardie

Langsamer Puls mit weniger als 60 Schläge/Minute

Asystole

Pulslosigkeit, kein zentraler und kein peripherer Puls tastbar

Arrhyythmien

Störungen oder Unregelmässigkeiten des Pulsrhythmus

Absolute Arrhythmie

Vollständige Unregelmässigkeit des Pulses

Étudier