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N. S.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über die Haut und ihre Anhangsgebilde, einschließlich Haar, Talgproduktion und Hauterscheinungen. Sie decken Themen wie Allergien, Hautveränderungen, Primäreffloreszenzen und deren Verteilung sowie Erkrankungen wie Kollagenosen ab. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Gesundheitsberufler, die ihr Verständnis der Hautstruktur, -funktionen und -erkrankungen vertiefen möchten.
Flashcards
43
Students
3
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
11.03.2013 / 20.11.2017

Lernkarten

Dermatosen

Allgemeine Bezeichnung für Hautkrankheiten

Haut (1.5 - 2.0m2)

Die Haut besteht aus 3 Hautschichten:

  • Epidermis (aus dem embryonalen Ektoderm)
  • Kutis (aus dem Mesoderm)
  • Subkutis (aus dem Mesoderm)

Das von den Talgdrüsen produzierte Fettfilm und Schweiss bilden den Säureschutzmantel (pH 5.7)

Epidermis -> Regulation des Wasserhaushaltes

Schamröte

Erythema pudoris

Schuppenflechte

Psoriasis

 

Vegetative Stigmata

  • Erythema pudoris
  • Hyperhidrosis
  • Hypohidrosis
  • Anhidrosis (fehlende Schweissbildung)

Abnorm trockene Haut haben v.a. Menschen, die oft und lange duschen oder baden. Trockene Haut kommt ansonsten auch bei Schilddrüsenunterfunktionen (Hypothyreose) und schweren Allgemeinerkrankungen vor.

vermehrte Talgproduktion

Seborrhö

verminderte Tagproduktion

 

Sebostase

Juckreiz

Pruritus

Kratzspuren auf der Haut, vor allem an den Extremitäten, sind ein wichtier Hinweis.

Wird aufgrund von Reizung der Nozizeptoren durch chemische Mediatoren (Histamin, Bradykinin, Serotonin) ausgelöst.

Ist der Pruritus Ausruck einer systemischen Erkrankung, so tritt er immer generalisiert auf. Ursachenn können sein:

  • Allergisch: Nahrungsmittel, Medikamente
  • Lebererkrankungen: Hepatitis, Gallenstauung
  • Nierenerkrankung: Urämie, Hyperurikämie
  • Darmerkr.: Parasiten
  • Psychogen: Stress, Depression

Altersflecken

Lentigo senilis -> als Vorläufer der Verruca senilis (Alterswarzen)

Bevorzugte Lokalisationen der scharf begrenzten braunen Flecken sind der Handrücken und das Gesicht.

Weissfleckenkrankheit

Vitiligo

Erworbene, progressive Depigmentierung, vorwiegend am Hals, im Gesicht und an den Extremitäten.

Ergrauen der Haare

Canities

Der Grund dafür ist, dass der Körper im Alter oder aufgrund bestimmter Erkrankungen keine ausreichenden Mengen der Aminosäure Tyrosin produziert, welches für die Melaninproduktion essenziell ist. Das fehlende Melanin führt zu einer Hypopigmentierung und wird durch Einlagerung von Luftbläschen in den Haarschaft ersetzt. Solche Haare erscheinen für das menschliche Auge weiß.

Hyperpigmentierung während der Schwangerschaft

Melasma

Anämie

Absinken von Hämoglobingehalt, Hämatokrit und/oder Erythrozytenzahl unter den Normbereich.

Teerstuhl

Meläna

Blutungen im oberen Magen Darm Bereich

Purpura/ Vaskulitis

Spontane (ohne Trauma) Haut- und Schleimhautblutung

Sind Hautblutungen, die aufgrund einer vermehrten Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese) auftreten. Bei:

  • Gefässerkrankungen (bei Vaskulitis,...)
  • Thrombozytenstörungen
  • Plasmafaktor-Mangel (Hämophilie B)

Kleinfleckig, bevorzugt an den Unterschenkelstreckseiten, Gesäss, Arme, evt. generalisiert, nicht wegdrückbar

Besenreiser

Venensterne

bläulich, spinnenförmig, unterschiedliche Erscheinung

Gefässspinne

Spider- Nävus

  • leicht erhabene rote Papel mit Ausläufern
  • feuerrot
  • Umgebung gerötet
  • in Gesicht, Hals, Nacken, Thorax, immer oberhalb der Taille
  • Abblassen bei Druck auf den zentralen Punkt
  • bei Leberzirrhose (sog. Leberhautzeichen)

Petechien

  • Kleinste punktförmige Haut- oder Schleimhautblutung
  • Disseminiert (verstreut)
  • vorwiegend an den Beinen
  • nicht wegdrückbar
  • Z.B. bei Thrombozytopenie

Ekchymosen sind eine Form der Purpura. Sie sind größer als Petechien, aber kleiner als Sugillationen.

Blauer Fleck

Hämatom, Veilchen (am Auge)

Zunächst ist das Hämatom rot, weil Blut aus den Gefäßen austritt und man die rote Farbe der eisenhaltigen, sauerstofftragenden Proteine der roten Blutkörperchen sieht. Violett wird es dann, wenn das Blut gerinnt. Nach einiger Zeit werden der Blutfarbstoff abgebaut und Gallenfarbstoff eingelagert, wobei man dann gelbe bis bräunliche Farben beobachten kann. 
 

Effloreszenz

Als Effloreszenz bezeichnet man eine pathologische Hautveränderung. Sie werden in primäre und sekundäre Formen eingeteilt. 

  • Als primäre bezeichnet man die ersten, sichtbaren, z.T. auch tastbaren Zeichen/ Folgen einer Erkrankung.
  • Sekundäre Effloreszenzen sind spätere Entwicklungsstufen der Hautveränderung und entwickeln sich aus primären.

Exanthem

Sind enzündliche Hautveränderungen auf grossen Bereichen der äusseren Haut. 

Als Enathem versteht man Effloreszenzen im Bereich der sichtbaren Schleimhäute, wie sie zum Beispiel im Verlauf bestimmter Infektionserkrankungen (Masern, Röteln) zusätzlich zum Exanthem kommen.

Fleck

(Primäreffloreszenz)

 

Makula, Erythem (gerötet, bei Entzündungen)

Farbveränderung ohne Substanzunterschied aufgrund von Pigment- oder Gefässveränderungen.

  • Sommersprossen
  • Muttermale

Eine flächenhafte Rötung durch arterielle Hyperämie infolge vermehrter Gefässfüllung wird Erythem, eine Rötung der gesmaten Haut Erythrodermie genannt.

Quaddel, Nessel

(Primäreffloreszenz)

Urtika

  • flüchtige, schnell resorbierbare, unscharfe begrenzte Quaddel
  • meist juckend
  • Ursache sind meist Insektenstiche (Mückenstich), Medikamente, Allergene
  • Umschriebenes Ödem der oberen Dermis
  • Flächenhafte Ausbreitung = Urtikaria
  • Quincke - Ödem = urtikarielle Gesichtsschwellung mit evt. lebensbedrohlicher Schwellung der Trachealschleimhaut.

Knötchen, Papel

(Primäreffloreszenz)

Papula

  • Epidermale oder dermale Substanzvermehrung
  • kleine knötchenhafte umschriebene Verdickung oder Auftreibung der Haut
  • über Hautoberfläche erhaben
  • Durchmesser weniger als 5mm
  • Plaques = flächenhafte Ausbreitung
  • z.B. Warzen

 

Knoten

(Primäreffloreszenzen)

Nodus, Nodulus (Knötchen)

  • Knotige Auftreibung der unteren Dermis oder tiefer
  • grösser als 5mm
  • z.B. Xanthome, Gichtknoten

Blase

Primäreffloreszenzen)

Bulla, Vesicula (Bläschen)

  • kleine, oder grössere mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume
  • vorgewölbt, in der Epidermis gelegen
  • oft gruppenförmig angeordnet
  • z.B. Herpes zoster (Gürtelrose), oder bei Verbrennungen

Pustel

(Primäreffloreszenzen)

Pustula

  • Mit Eiter gefüllte Blase / Bläschen
  • z.B. Pickel

Verteilung und Ausbreitung von Effloreszenzen

  • segmental = ein Dermatom betreffend (z.B. Herpes zoster, Gürtelrose)
  • unilateral = eine Körperhälfte betreffend
  • universell = ganzer Körper betreffend
  • flächenhaft 
  • disseminiert  = verteilt (Vaskulitis, Petechien)
  • konfluierend = zusammenfliessend
  • korymbiform = an einem Ort kreisförmig und auslaufend (Urtikaria)

Sekundäre Effloreszenzen

Über dem Hautniveau:

  • Squama (Schuppe)
  • Crusta (Sekretkruste)

Unter dem Hautniveau:

  • Erosio (oberflächliche Schürfung)
  • Excoratio (tiefe Schürfung)
  • Rhagade, Fissur (Einriss)
  • Ulkus (tiefer Defekt)
  • Cicatrix (Narbe)
  • Lichenifikation (Flechtenbildung)

Entzündungszeichen der Haut (in der Reihenfolge des Auftretens)

  • Rubor (Rötung) = Entzündung -> Vasodilatation 
  • Calor (Überwärmung) = vermehrter Blutfluss (Hyperämie)
  • Dolor (Schmerz, Juckreiz) -> Reizung der Nozizeptoren durch Mediatoren
  • Tumor (Schwellung) -> Flüssigkeitsaustritt (Exsudat) und Infiltration
  • Functio laesa (Funktionseinbusse) -> Haut wird durchlässig

Haarfollikel

Haar selbst mit seiner Wurzel, Talgdrüse und dem M.erector pili. Mit dessen Hilfe kann das einzelne Haar aufgerichtet werden (Gänsehaut).

Haarzyklus

Haarzyklus verläuft in 3 Phasen:

  1. Anagenphase: (90% aller Haare), aktive Wachstumsphase (2-6J), ca. 0.34mm/Tag
  2. Katagenphase: Übergangsphase, Umwandlungsvoränge, ca. 14 Tage
  3. Telogenphase: Ruhephase, Ausfallphase (beim Kämmen), ca. 3 Monate (Kopfhaar).

Haarauskämmrate ca. 70-100 Haare pro Tag

Wir besitzen ca. 100000 Haare, davon sind 0.07% pro Tag am Ende der Telogenphase.

Zustand der Haarlosigkeit

Alopezie

Dynamische Vorgang des Haarausfalls

Effluvium

verstärkte Körperbehaarung

Hypertrichose

verstärkte Sexual-, Körper- und Gesichtsbehaarung

Hirsutismus

Ursachen:

  • Fehlbidlungen (Spina bifida)
  • Medikamentennebenwirkungen
  • Endokrinopathien

Verminderte Talgproduktion

Sebostase

Vermehrte Talgproduktion

Seborrhö

Der Talg dient zur Einfettung von Haut und Haaren.

Anamnese

  • Seit wann besteht die Hautkrankheit?
  • Hautkrankheiten in der Familie?
  • Allergien?
  • Trat die Hauterscheinung plötzlich oder langsam auf?
  • Ist die Hauterscheinung juckend oder schmerzhaft?
  • Wo überall?
  • Begleitsymptome?
  • Medikamente?
  • Waren Sie im Ausland?
  • Insekt gestochen worden?
  • Berufliche Exposition (Chemikalien)?
  • Kontakt zu Personen mit ähnlichen Hauterscheinungen?

Allergie

Ist eine erworbene überschiessende spezifische Antwort des Organismus gegenüber körperfremden Substanzen (meist tierische oder pflanzliche Proteine) infolge einer immunologischen Reaktion.

 

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