Gynäkologie
Berufliche Bildung- Gesundheit- und Pflegewissenschaften Krankheitslehre II
Berufliche Bildung- Gesundheit- und Pflegewissenschaften Krankheitslehre II
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Lernkarten
Definition Fertilität
Fähigkeit, schwanger zu werden
Definition Fekundabilität
ist die Wahrscheinlichkeit der Geburt eines Kindes pro exponiertem Zyklus
Definition Sterilität
Ausbleiben einer Schwangerschaft trotz regelmäßigem Geschlechtsverkehrs über den Zeit von 1 Jahr
Definition Infertilität
Unfähigkeit, ein Kind auszutragen
Definition Sterilisation
medizinischen Eingriff, der die Frau (bzw. Mann) unfruchtbar macht
Definition Refertilisierung
Wiederherstellung einer Fruchtbarkeit nach vorausgegangener Sterilisation
Pearl Index
Bewertungsmaßstab für die Zuverlässigkeit von kontrazeptiven Methoden ! Pearl-Index drückt die Zahl der ungewollten Schwangerschaften bei Anwendung einer kontrazeptiven Methode, bezogen auf 1200 Anwendungsmonate aus = 100 sog."Frauenjahre" der "Risikojahre“ je höher der PI, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft trotz der Anwendung dieser kontrazeptiven Methode
Berechnung Pearl Index
Gesamtzahl der Konzeptionen x 1200/ Zahl der Risikomonate
Wirkmechanismus der „Pille“
- Ovulationshemmung
- Sekretion von FSH/ LH wird unterdrückt
- Stimulation des Follikels unzureichend
- ovulationsauslösender LH-Peak wird unterdrückt
- teilweise trotzdem Ovulation!!
2. Veränderung des Zervixschleims
3. Proliferationshemmung des Endometriums- Gestageneinfluss reduziert Schleimhautaufbau für Nidation
- Gestagene hemmen Spermienaszension und Kapazitation
Wirkmechanismus Intrauterinpessare
1. Blastozyste (befruchtete Eizelle)
- Hemmung der Implantation durch unspezifische lokale Entzündungsreaktion
- "sterile Entzündung„
- Verkürzung der Überlebenszeit , daher Absterben vor Implantation
- Spermien, befruchtete Eizellen werden durch Leukozyten/Makrophagen zerstört
- kupferbeschichtete IUP (3.Generation)--> hemmen Spermienaszension
- gestagenbeschichtete IUP (4.Generation) --> Veränderung des Endometriums
Indikationen IUP
o Kontraindikation für hormonale Kontrazeption o Unverträglichkeit gegenüber hormonaler Kontrazeptiva o Unzuverlässigkeit der Pilleneinnahme o Ablehnung der hormonalen Kontrazeption o Interferrenz hormonaler Kontrazeptiva mit anderen Medikamenten (z. B. Antiepileptika)
Stabiler Zyklus und vorher mindestens 6 Monate (besser 12 Monate) exakte Regelaufzeichnungen
Symptomthermale Methode
zur Bestimmung der unfruchtbaren Tage im Zyklus Kombination von 2 Methoden -->Zervixschleimbeobachtung -->Basaltemperaturmessung unfruchtbare Zeit: wenn nach Verschwinden des flüssigen Zervixschleims (sog. "nassen" Tage nach BILLINGS) die Basaltemperaturwerte an 3 aufeinander folgenden Tagen höher liegen als die vorangegangenen 6 Messungen PI = 1 - 2
- Suspension der Spermien in Kulturmedium
- Insemination von 200-300 μl direkt in den Uterus
In-vitro-Fertilisation (IVF)
- Eizellen und Spermien werden entnommen
- die Befruchtung findet spontan, aber in vitro statt
- befruchtete Eizellen werden der Mutter implantiert
Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)
- einzelnes Spermium wird in die vorbereitete Eizelle injiziert
- befruchtete Eizellen werden der Mutter implantiert
Symptome Extrauteringravidität (EUG)
- akute seitenbetonte Schmerzen
- sekundäre Amenorrhoe
- Portioschiebeschmerz
- evtl. tastbare Resistenz
- akutes Abdomen, Schocksymptomatik
Diagnostik EUG
- SS-Test im Urin postiv
- Vaginalsonographie
- HCG-Bestimmung mit auffälligen Werten
Therapie EUG
Salpingotomie
(operative Eröffnung des Eileiters)
Frühgeborenes
< 259 Tage p.m. (37+0.SSW)
Lebendgeburt
Kinder jeden Alters und Geburtsgewicht mit mindestens einem Lebenszeichen nach der Geburt
- regelmäßige Herzaktion
- regelmäßige Atembewegungen
- Pulsationen der Nabelschnur
Totgeburt
Kinder ohne Lebenszeichen nach der Geburt mit mindestens 500g Geburtsgewicht
Fehlgeburt
Kinder ohne Lebenszeichen nach der Geburt mit weniger als 500g Geburtsgewicht
Therapie der drohenden Frühgeburt
- Immobilisation
- Tokolyse
- Antibiotika
- Lungenreife-Prophylaxe
- Cerclage (GMH mit Bändchen zusammenziehen)
Komplikationen Frühgeburt
Abhängig vom Gestationsalter zur Geburt Mortalität in der 24. SSW: 40% - gestörte neonatale Anpassung - Atemnot-Syndrom - erhöhte Infektionsrate - zerebrale Hypoxie oder Traumen - Hirnblutung - neurologische Auffälligkeiten - Spätmorbidität
Hellin - Regel
- Zwillinge: 1 : 85
- Drillinge: 1 : 852
- Vierlinge: 1 : 853
- Fünflinge: 1 : 854
Agenesie
keine Mamille, kein Drüsenkörper
Aplasie
Mammille ohne Drüsenkörper
Hypoplasie (Mikromastie)
Mammille mit rudimentärem DK
Polythelie
überzählige Mammille
Polymastie
- Glandularis: Mamma aberrata: zusätzlicher DK
- Completa: Mamma accessoria: zusätzliche Mamille mit DK
Anisomastie
Größenasymmetrie (häufigste Normvariante)
Makromastie
Volumenzunahme von > 50% über dem als physiologisch bezeichneten Wert (> 600g)
Mastitis puerperalis - Symptome
Fieber, Schüttelfrost, lokale Entzündungszeichen
Mastitis puerperalis - Ätiologie
Milchstau, Superinfektion, lymphogene Ausbreitung
Mastitis puerperalis - Therapie
- Antibiose, konsequente Entleerung der Brust (Stillen, ggf.Abpumpen)
- selten chirurgisch –Ausnahme: Abszess
Mastitis nonpuerperalis - Symptome
vorangegangene Galaktorrhoe, Mastodynie, Hyperprolaktinämie
Ätiologie Mastitis nonpuerperalis
Komplikation der Mastopathie
Therapie Matitis nonpuerperalis
- Antibiose
- chirurgisch bei Abszedierung (50%)
CAVE: DD inflammatorisches Mamma-CA
Mastopathie = Mammadysplasie
- Auftreten bei 40-50% aller Frauen --> häufigste Brusterkrankung
- Veränderungen proliferierender / regressiver Art ausserhalb von natürl. Umwandlungsprozessen wie Laktation oder Alter