GTI1, Kapitel 3 - Magnetismus
GTI1 Kapitel 3 Magnetismus
GTI1 Kapitel 3 Magnetismus
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Cartes-fiches
Welche Stoffe werden von einem Magneten angezogen?
Eisen, Nickel und Kobalt und die meisten ihrer Legierungen.
Welche Kraftwirkung üben Magnetpole aufeinander aus?
Gleichnamige Pole stossen einander ab, ungleichnamige Magnetpole ziehen einander an.
Wodurch unterscheidet sich magnetisiertes von unmagnetisiertem Eisen?
Im magnetischen Eisen sind die Elementarmagnete geordnet, im unmagnetischen Eisen sind sie unge-
ordnet und heben sich in ihrer Wirkung auf.
Welchen Verlauf haben die Feldlinien eines Magneten?
Ausserhalb des Magneten vom Nord- zum Südpol. Feldlinien sind geschlossene Linienzüge.
Wie kann ein Werkstück entmagnetisiert werden?
Durch ein abklingendes magnetisches Wechselfeld, durch Glühen und durch Erschütterungen.
Welche Wirkung zeigt der elektrische Strom um einen Leiter?
Um jeden stromdurchflossenen Leiter bildet sich ein Magnetfeld.
Welche Form hat das Magnetfeld um einen stromdurchflossenen Leiter?
Der Leiter ist von kreisförmigen konzentrischen Feldlinien umgeben.
Welche Form hat das Magnetfeld um eine stromdurchflossene Spule?
Das Magnetfeld einer stromdurchflossenen Spule entspricht dem Magnetfeld eines Stabmagneten. Im Spuleninneren ist das Feld homogen. >> Spulenregel: Legt man die rechte Hand so um die Spule, dass die Finger in Richtung des Stromes zeigen, so zeigt der Daumen zum Nordpol der Spule.
Von welchen Grössen hängt die magnetische Durchflutung ab?
Strom und Windungszahl
Welcher Zusammenhang besteht zwischen der magnetischen Feldstärke und der magnetischen Durchflutung?
H= magn. Fluss / l (A/m)
Im Eisenkern eines Transformators mit der mittleren Feldlinienlänge von 30 cm soll eine Feld- stärke von 400 A/m herrschen. Welche Durchflutung ist notwendig?
120A
Wie heisst die Gesamtzahl aller magnetischen Feldlinien?
magnetischer Fluss (1 Vs = 1 Wb)
Wie ist die magnetische Flussdichte festgelegt?
Die magnetische Flussdichte B, auch magnetische Induktion genannt, ist der Fluss, der die Flächenein-heit senkrecht durchsetzt. Die zulässige Flussdichte B ist vom verwendeten Werkstoff abhängig.
Welcher Zusammenhang besteht bei einer eisenlosen Spule (Luftspule) zwischen der magne- tischen Feldstärke und der magnetischen Flussdichte?
B steigt linear mit H
B= u0 * H
Wie ändert sich die magnetische Flussdichte, wenn ein Eisenkern in eine stromdurchflossene Spule eingebracht wird?
Der Eisenkern verstärkt wesentlich die magnetische Flussdichte.
Wie kann bei einer Spule mit bekanntem Kernwerkstoff und bei gegebener Feldstärke die magnetische Flussdichte bestimmt werden?
Der Zusammenhang zwischen der Feldstärke und der Flussdichte wird aus der Magnetisierungskennli-nie entnommen. Eine Berechnung ist meist nicht möglich.
Erklären Sie den Begriff Sättigung!
Ein Magnetwerkstoff ist gesättigt, wenn alle Elementarmagnete ausgerichtet sind. In der Sättigung steigt die Flussdichte trotz steigender Feldstärke kaum an.
Erklären Sie die Begriffe Remanenzflussdichte und Koerzitivfeldstärke!
Welche Form hat die Ummagnetisierungskennlinie (Hystereseschlaufe) eines hartmagnetischen Werkstoffes?
Hartmagnetische Werkstoffe haben eine breite Ummagnetisierungskennlinie, d.h. eine grosse Koerzitivfeldstärke Hc.
Welche Form hat die Ummagnetisierungskennlinie (Hystereseschlaufe) eines weichmagneti- schen Werkstoffes?
Weichmagnetische Werkstoffe haben eine schmale Ummagnetisierungskennlinie, d.h. eine kleine Koer-zitivfeldstärke Hc
Aus Kurve B=1,2 T >> H=300 A/m a) Durchflutung= 120 A b) μr= 3182
Der Schnittbandkern ist aus 20 mm breitem Elektroblech V360-50B gewickelt. 1,8 Prozent des Kernquerschnittes gehen für die Isolation zwischen den Elektroblechen verloren. Berechnen Sie
a) die magnetische Durchflutung,
b) die magnetische Feldstärke,
c) die magnetische Flussdichte,
d) die Permeabilitätszahl μr!
e) den magnetischen Widerstand,
a) Durchflutung= 697 A
b) H = 1800 A/m
c) B = 1,54 T
d) μr = 680
e) Rm = 869’920 A/Vs
Im Luftspalt des Eisenkerns soll ein magnetischer Fluss Φ = 6 mWb entstehen. Der Kern aus Elektroblech V360-50B hat einen Querschnitt von A = 40 cm2. Die mittlere Feldlinienlänge im Eisen ist lFe = 75 cm, im Luftspalt lLuft = 5 mm. Berechnen Sie a) die magnetische Flussdichte B, b) die erforderliche Durchflutung Θ, c) der erforderliche Strom I bei einer Windungszahl von N = 1000 Windungen.
a) B = 1,5 T, b) Θ = 6754 A, c) I = 6,75 A
Erklären Sie die Spannungserzeugung durch Induktion!
Eine Induktionsspannung entsteht, wenn in einer Leiterschleife der magnetische Fluss geändert wird. Durch Induktion wird immer eine Wechselspannung erzeugt. >> Man unterscheidet:
a) Induktion der Bewegung (Generator) >>Flussänderung durch „Schneiden“ von Feldlinien.
b) Induktion der Ruhe (Transformator), >>Flussänderung durch Wechselströme.
Welche Grössen bestimmen die Höhe der Induktionsspannung?
Die Induktionsspannung steigt mit der Geschwindigkeit der Flussänderung und der Windungszahl, die vom Fluss durchsetzt wird. (Induktionsgesetz)
Bei welchen Maschinen wird das Induktionsprinzip angewandt?
In Generatoren, Transformatoren und Induktionsmotoren findet die Induktion Anwendung.
Warum werden bei Motoren möglichst kleine Luftspalte zwischen Stator und Rotor angestrebt?
Damit der magnetische Widerstand möglichst klein ist. Der Strom für die Magnetisierung kann daher klein gehalten werden.
Ordnen Sie den nachfolgenden Formelzeichen Einheiten zu: B, H, L, u0, Rm
B = Vs/m2 = T, H = A/m, L = Vs/A = H = (Ohm)s, u0 = Vs/Am, Rm = A/Vs = 1/s
Weshalb benötigt die Spule mit Eisenkern weniger Magnetisierungsstrom als die Luftspule für den gleichen magnetischen Fluss?
Eine Spule mit Eisenkern hat einen kleineren magnetischen Widerstand als eine Luftspule.