Lernkarten

Philipp Pijl
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Lernende 14 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 27.01.2013 / 20.09.2020
Lizenzierung Kein Urheberrechtsschutz (CC0)
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Zwischenfrage

Level of Evidenz?

 

Teilt sich grob in 5 Stufen

Wobei Level 1 die höchste Evidenzstufe hat

1: mind. 1 Metaanalyse auf Basis einer Studie

5: Fallserie oder mehrere Expertenmeinungen

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Zwischenfrage

Leitlinien?

S1 bis S3

  • S1: von Expertengruppen informell erarbeitet, ohne Beleg zur mögl. Evidenz
  • S2: formale Konsensfindung oder formale "Evidenz"-Recherche hat stattgefunden und liegt dokumentiert offen zugänglich vor
  • S3: Leitlinie mit allen Elementen einer system. Entwicklung und Verweisen auf eine detaillierte und geschlossene dokumentierte Beleglage!
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LEK 3

Von welchen notfallmedizinischen Techniken ist zweifelsfrei ein positiver Effekt auf die Überlebensrate bei kardialen Kreislaufstillständen nachgewiesen und wie sinkt die Überlebensrate, wenn diese Techniken nicht eingesetzt werden?

  • qualitativ hochwertig ausgeführte Herzdruckmassage
  • frühzeitige Defibrillation bei Vorliegen einer Kammerflimmerns o.Ä.

Bei beiden ist der positive Effekt zweifelsfrei nachgewiesen!

Wenn bei kardialem Kreislaufstillstand keine Reanimationsmaßnahmen erfolgen sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um ca. 10%

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LEK 3

Erläutern Sie die Begriffe „Sensitivität“ und „Spezifität“ am Beispiel der automatisierten Herzrhythmusanalyse von AEDs (Automatisierter Externer Defibrillator).

Sensitiviät bezeichnet das richtige Erkennen eines defibrillierbaren Rhythmus/Kammerflimmern und die Empfehlung bzw. Freigabe zur Defibrillation

Spezifität bezeichnet das richtige Erkennen einer Asystolie oder eines Sinusrhythmus, sowie das Ausbleiben der Empfehlung/Freigabe der Defibrillation

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LEK 4

Welche Krankheitsbilder werden unter dem Oberbegriff „Akutes Koronarsyndrom“ zusammengefasst und wie ist die kausale (!) notfallmedizinische Behandlungsstrategie?

  • auch ACS
  • umfasst Myokardinfarkt mit und ohne ST-Streckenhebung, (instabile) Angina Pectoris, sowie den plötzlichen Herztod
    • alle 3 Erkrankungen haben als Leitsymptom den akuten THoraxschmerz, wobei andere Symptome sehr variabel sein können
  • Sofern ein Herzkatheterlabor zur PCI (perkutanen koronaren Intervention) innerhalb der ersten 120 Min. nach dem ersten ärztlichen Kontakt (i.d.R. Notruf) erfolgen kann, sollte diese durchgeführt werden, da sie der Lysetherapie überlegen ist
    • die Lysetherapie birgt Gefahren und hat Kontraindikationen
      • Gefahr der intracraniellen Blutung! (hämorhagischer Insult)
  • Ist eine PCI in diesem Zeitfenster nicht realisierbar, kann eine Lysetherapie durchgeführt werden
    • birgt jedoch o.g. Gefahren
  • Präklinische Behandlung:
    • rein symptomatisch
    • Sauerstoff, Analgetikum
  • Im ländlichen Bereich, wo eine PCI in der vorgegebenen Zeit nicht realisierbar ist, kann die Lyse auch präklinisch vorgenommen werden
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LEK 5

Nennen Sie die pathophysiologischen Grundlagen für Bronchial-Asthma.

  • Atemwegverengung durch:
    • Schleimhautschwellung (Ödem)
    • Verkrampfung d. Bronchialmuskulatur(Spasmus)
    • Produktion von zähem Sekret

auf Grund von: allerg. Reaktionen, Infekten, körperl. Belastung, Medikamenten, Klimaeinflüssen

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LEK 5

Nennen Sie die Hauptursachen auf Gefäßebene im Bereich des Gehirns für einen Schlaganfall, die Untersuchung, die im Krankenhaus bei Vorliegen einer Schlaganfallsymptomatik zur Differenzierung zwingend erforderlich ist, eine kausale (! ) Therapiemöglichkeit und deren Limitierungen (z. B. Zeit).

  • 2 Hauptursachen
    • Minderdurchblutung: 85%
    • Hirnblutung: 15%
  • Minderdurchblutung kann Folge von Aterienverkalkung, Tumoren oder Thromben sein
    • Ishämischer Insult
  • Hirnblutung  tritt meist auf Grund von chron. Bluthochdrucks, oder krankhafter Gefäßerweiterung (auch durch Tumore) auf
    • (hämorrhagischer Insult)
  • nötige Untersuchung:
    • CT in so genannter Stroke Unit
  • bei Minderdurchblutung auf Grund eines Thrombus
    • Lysetherapie (innerhalb von 180 min)
    • je später sie stattfindet, um so geringer die Chance den Thrombus aufzulösen
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LEK 6

Nennen Sie eine zitierfähige Definition für „Polytrauma“!

Als Polytrauma bezeichnet man in der Medizin mehrere gleichzeitig geschehene Verletzungen verschiedener Körperregionen, wobei mindestens eine Verletzung, oder aber die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist!